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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserinnen und Leser,

es ging in dieser Woche weiter abwärts im DAX. Das letzte Statement einer FOMC-Sitzung unter der Leitung von Ben Bernanke am Mittwoch war hierfür allerdings nicht verantwortlich. Die Fed wird - wie allgemein erwartet - die Anleihekäufe um weitere 10 Mrd. Dollar auf 65 Mrd. Dollar reduzieren. Das führte zwar in Asien zu Kursabgaben, doch der DAX konnte sich an diesem Tag nach einer zunächst abwartenden und unentschlossenen Seitwärtsphase sogar erholen.

Anleger könnten massenhaft Geld aus Schwellenländern abziehen

Mit den Problemen der Schwellenländer haben die Anleger aber endlich ein Thema, dass sie nach der langen Rally dazu bewegt, Positionen zu schließen. Probleme in Argentinien haben die Wechselkurse einiger Schwellenländer (insbesondere Indien, Indonesien, Brasilien, Südafrika und die Türkei) negativ beeinflusst, ihre Währungen verloren zum Dollar teilweise massiv an Wert.

Die gigantischen Summen, die aufgrund der Niedrigzinspolitik der Fed und anderer Notenbanken in die Schwellenländer geflossen sind, könnten (auch wegen der geldpolitischen Wende der Fed) nun wieder abgezogen werden, so die aktuelle Furcht der Anleger. Geschieht dies tatsächlich und kommt es zu einem Ausverkauf, könnte sich das zu einem weltweiten Problem entwickeln.

Einige der betroffenen Länder sahen sich bereits zu Maßnahmen gezwungen: So hat die indische Notenbank überraschend ihren Leitzins erhöht. Die türkische Zentralbank folgte diesem Beispiel und erhöhte die Zinsen in dieser Woche deutlich, von zuvor 4,5 Prozent auf jetzt 10 Prozent, um die dortige Kapitalflucht einzudämmen.

DAX folgt der türkischen Lira

Die Kursbewegung an den Aktienmärkten lassen sich auf die aktuellen Währungsturbulenzen zurückführen. Im folgenden Chart wird der Währungsverlauf der türkischen Lira mit dem DAX-Future (FDAX) im 5-Minuten-Chart (blaue Kerzen) verglichen.

DAX folgt der türkischen Lira

Nach der Zinsentscheidung in der Türkei sprang die Lira stark an (grüner Pfeil). Da der FDAX bereits geschlossen hatte, folgte er dieser Bewegung erst am nächsten Morgen: Er eröffnete mit einem deutlichen Aufwärtsgap!

Doch schon ab 9:40 Uhr begann die türkische Lira wieder zu fallen (roter Pfeil). Und der DAX reagierte darauf leicht zeitversetzt. Gegen 14 Uhr beschleunigte sich der erneute Einbruch der Lira und etwas zeitversetzt brach auch der DAX wie ein Stein in Richtung 9.200 Punkten ein. Mit der Erholung der türkischen Lira ab 15:10 erholte sich auch der FDAX wieder.

Die Märkte waren und sind überhitzt

Die Märkte waren überhitzt und sie sind es trotz der bisherigen Kursverluste immer noch. Das ganze derzeitige Spiel wird daher noch so lange weiter getrieben, bis die zittrigen Anleger aus dem Markt sind und die institutionellen Anleger ihre Teilpositionen gesichert haben oder die negativen Nachrichten abflauen.

Langfristige Anleger sollten die Investitionsquote steuern

Als langfristiger Anleger sollte man in einer solchen Marktphase seine Investitionsquote verringern, wenn die Kurse weiter fallen. Bildet sich ein Boden aus, kann man sie wieder vorsichtig erhöhen. Wird dieser Boden doch wieder nach unten gebrochen, verringert man wieder und wartet bis zum nächsten möglichen Boden. Man beobachtet also, was der Markt macht und handelt entsprechend.

Kurzfristige Anleger sollten die Gegenbewegungen beobachten

Als kurzfristiger Anleger sollte man in den kommenden Tagen genau analysieren, wie die Aufwärtsbewegungen ablaufen. Setzt sich der Eindruck durch, dass die Gegenbewegungen vergleichsweise früh wieder abverkauft werden, bestätigt das die Bären. Erkennt man hingegen eine neue Stärke in den Aufwärtsbewegungen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse weiter fallen.

Wirklich bullish wird es nun aber erst bei neuen Hochs. Im DAX bleibt es jedoch selbst dann schwierig, da in diesem Fall vergleichsweise schnell der psychologisch höchst wichtige Widerstand bei 10.000 Punkten angelaufen wird.


Ihr
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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Konsolidierung bietet Chance für langfristige Investoren

Wir nähern uns schon wieder dem Monatsende, und dieser Termin ist in einem Januar von besonderer Bedeutung. Einer Börsenregel zufolge soll die Monatsperformance der Märkte im Januar Hinweise auf die Performance des Gesamtjahres geben. Und durch den Kursrutsch der vergangenen Woche sind die meisten Indizes gegenüber ihren Stand vom Jahresanfang ins Minus gerutscht...

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Dienstag - Lizenz zum Gelddrucken?

Die Probleme in Argentinien haben, wie schon beschrieben, die Wechselkurse einiger Schwellenländer negativ beeinflusst, ihre Währungen verloren zum Dollar teilweise massiv an Wert. Daraufhin reagierten einige der betroffenen Länder: So hat die indische Notenbank überraschend ihren Leitzins erhöht und die türkische Zentralbank will heute noch eine Sondersitzung abhalten…

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Mittwoch - Synchronschwimmen zwischen türkischer Lira und DAX

Die Börse ist durch die Heftigkeit des Kurseinbruchs in den vergangenen Handelstagen ein wenig verunsichert. Heute startete der DAX jedoch wieder freundlicher, doch dieser Optimismus hielt nur wenige Stunden an. Dann ging es doch wieder dynamisch abwärts. Grund sind die Ereignisse in der Türkei...

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Donnerstag - Das Schlusswort von Ben Bernanke als Fed-Chef

Gestern wurde das letzte Statement einer FOMC-Sitzung unter der Leitung von Ben Bernanke veröffentlicht. Die kommende Sitzung wird bereits Janet Yellen leiten. Viel Neues war vielleicht auch deswegen nicht in dem aktuellen Statement zu lesen. Die Fed wird - wie allgemein erwartet - die Anleihekäufe um weitere 10 Mrd. Dollar auf dann 65 Mrd. Dollar reduzieren...

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Freitag - Wie man sich hinter den Markt stellt – ein Beispiel

Und es geht weiter abwärts im DAX. Wir halten fest: Die Märkte waren und sind immer noch überhitzt. Mit den Problemen der Schwellenländer haben die Anleger endlich ein Thema, dass sie nach der langen Rally dazu bewegt, Positionen zu schließen. Und so geschehen derzeit zwei Dinge...

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Börsenüberblick


DAX

Da der DAX die Mittellinie bei 9.862 Punkten (siehe folgender Chart) nicht erreichte, war dies ein erster bearisher Hinweis, der mit dem Bruch der 9.379er-Marke bestätigt wurde. Weil der DAX damit auch wieder in den grünen Aufwärtstrendkanal zurückgefallen ist, stellt sich der Ausbruch zum Jahreswechsel bisher als Fehlsignal heraus.

DAX - Target-Trend-Analyse

Interessant ist auch, dass dieser Einbruch die Kurse wieder an die rot gestrichelte Konsolidierungslinie trieb. Diese hat damit in der aktuellen Konsolidierung wieder an Relevanz gewonnen.
Das ist zudem ein erster kleiner Hinweis, dass im schlechtesten aller Fälle sogar doch noch das rote Alpha-Target erreicht werden könnte. Aber dafür müsste der DAX erst einmal nachhaltig unter die 9.000er-Marke fallen.


S&P500

Im S&P500 könnte sich so etwas wie eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) ausbilden. Die rot gestrichelten Linien im folgenden Chart zeigen den idealtypischen Kursverlauf einer SKS. Die schwarz gestrichelte Linie zeigt an, was passieren würde, wenn es tatsächlich eine solche Formation gäbe und die Nackenlinie der SKS gebrochen würde.

S&P500 - Chartanalyse

Doch das Problem ist, dass die Umsatzentwicklung nicht zu einer SKS passt. So gab es in der linken Schulter keinen signifikanten Anstieg des Umsatzes (siehe blauer Halbkreis). Und auch im Hoch ist kein deutlich höherer Umsatz zu erkennen.

Falls der Kurs sich entsprechend der roten Linien weiter entwickelt, wird diese vermeintliche SKS bald in vielen Analysen auftauchen. Denn leider gibt es immer noch sehr viele Charttechniker, die den Umsatz in ihren Analysen außen vorlassen – ein sehr grober Fehler. Sollten Sie also irgendwo eine Analyse mit dem Tenor lesen, dass sich im S&P500 einen große Topformation ausbildet und die Kurse nun massiv einbrechen werden, lassen Sie sich nicht verunsichern!

Natürlich können die Kurse auch stark fallen, ohne dass es sich um eine SKS handelt. Das wäre aber dann anders zu werten. Eine SKS kann nämlich einen Trend auf längere Sicht beenden. Da es sich hier ab nicht um eine SKS handelt, werden wir es im Falle weiterer Kursverluste wahrscheinlich nur mit einer stärkeren Korrektur im ansonsten intakten Bullenmarkt zu tun bekommen.


EUR/USD

Der Euro hatte in den vergangenen Wochen den Eindruck erweckt, als wolle er die untere Rechteckbegrenzung aus der Target-Trend-Analyse bei 1,349 US-Dollar erreichen. Vor einer Woche war ihm dies bereits ziemlich exakt gelungen (siehe grüner Pfeil). Inzwischen hat er aber auch noch eine Punktlandung hingelegt. Damit haben die Target-Trend-Linien erneut ihre sehr hohe Relevanz unter Beweis gestellt.

EUR/USD - Target-Trend-Analyse

An dieser Linie wird sich nun das kurzfristige Schicksal der Gemeinschaftswährung entscheiden. Hält die Rechteckbegrenzung, könnte der Kurs wieder auf über 1,37 US-Dollar ansteigen. Der erneute Rückfall an die 1,349er-Marke hat aber die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese Unterstützung nicht hält und der Kurs auch noch die grüne Trendlinie erreicht. An dieser könnte der Wechselkurs seine übergeordnete Aufwärtsbewegung seit April 2013 bestätigen.


Gold

Der Goldpreis ist an der Rechteckbegrenzung aus der Target-Trend-Analyse bei 1.265 US-Dollar gescheitert. Auf diesem Niveau hatten sich mehrere Widerstandslinien gebündelt. Neben der Rechteckbegrenzung verliefen in diesem Bereich noch zwei Abwärtslinien.

Gold - Target-Trend-Analyse

Ein Ausbruch über diese Widerstände wäre sehr bullish gewesen. Das Scheitern ist hingegen sehr bearish zu werten. Es könnte zu einem erneuten Rutsch auf das markante (Doppel-)Tief bei rund 1.180 US-Dollar führen.


Termine der kommenden Woche

(KW 06)


Montag, 03.02.2014

09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Januar
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Eurozone Januar
15:00 - US ISM Index Januar
16:00 - US Bauausgaben Dezember


Dienstag, 04.02.2014

11:00 - EU Erzeugerpreise Industrie Dezember


Mittwoch, 05.02.2014

09:55 - DE Dienstleistungsindex Januar
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Januar
11:00 - EU Einzelhandel Dezember
14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht Januar
16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Januar


Donnerstag, 06.02.2014

11:00 - DE ifo Wirtschaftsklima Euroraum 1. Quartal
12:00 - DE Auftragseingang Industrie Dezember
13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
13:45 - EU EZB Sitzungsergebnis
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 - US Handelsbilanz Dezember


Freitag, 07.02.2014

08:00 - DE Außenhandel Dezember
12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe Dezember
14:30 - US Beschäftigte ex Agrar Januar
14:30 - US Arbeitslosenquote Januar
21:00 - US Verbraucherkredite Januar


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