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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserinnen und Leser,

die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag für viele überraschend den Zinssatz um 25 Basispunkte auf 0,25 Prozent gesenkt. Begründung dafür war die zähe Inflationsentwicklung in der Euro-Zone. Diese lag im Oktober mit 0,7 Prozent deutlich unterhalb der von der EZB anvisierten 2-Prozent-Marke.

Schreckgespenst Deflation

Wir sehen auch hier wieder deutliche Hinweise darauf, dass die Notenbanken alles versuchen, um eine Deflation zu verhindern. Das Schreckgespenst „Deflation“, das seit der Entwicklung in Japan nach dem 1990er-Crash als volkswirtschaftlich bisher ungelöstes Problem gilt, beunruhigt einfach die Notenbanker.

Am wichtigsten bleibt der Blick auf die US-Notenbank

Wichtiger und spannender als die Entscheidung der EZB ist und bleibt aber die Frage, wann die Fed mit ihrem Ausstieg beginnen wird. Diverse Experten gaben ihre Einschätzung darüber zum Besten. Dabei tendierten die Aussagen nun wieder zu einem früheren Termin, also im Dezember oder Januar.

Aber genau genommen ist das Kaffeesatzleserei. Denn die „harten Fakten“, also die kommenden Daten zur US-Wirtschaft, werden entscheidend sein, und über diese kann man allenfalls spekulieren. Den nächsten Hinweis haben wir bereits bekommen, und zwar am vergangenen Freitag. Da erschien der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober (wegen diverser Nachwehen des Shutdowns eine Woche später als üblich). Und dieser fiel uneinheitlich aus.

US-Arbeitsmarktdaten uneinheitlich

Zwar ist die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 204.000 gestiegen, während Analysten nur mit 120.000 Stellen gerechnet hatten, und auch die Werte der Vormonate wurden nach oben revidiert, doch trotzdem stieg die Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent im Vormonat auf nun 7,3 Prozent.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Gegensatz zu den Werten z. B. aus Europa aufgrund ihrer Methodik der Erhebung eigentlich wenig aussagekräftig. Da allerdings die Fed selbst daran ihre geldpolitischen Maßnahmen geknüpft hat, wird sie seit 2012 stärker beachtet.

Anleger reagieren verwirrt und nervös

Die Anleger reagierten entsprechend verwirrt. Erst fielen die Aktienkurse kräftig, kurze Zeit später wurden die Verluste wieder aufgeholt und der DAX schloss sogar am Tageshoch.

DAX - Reaktion auf Daten zum US-Arbeitsmarkt

Dass die Anleger schnell nervös werden, liegt wohl auch daran, dass der Markt mittlerweile etwas heiß gelaufen und eine stärkere Korrektur mehr als überfällig ist.

Bleiben Sie hinter dem Markt

Aber die Erfahrung zeigt einfach, dass man gegen einen starken Trend nicht wetten darf, insbesondere dann nicht, wenn noch keine klar erkennbare und abgeschlossene Umkehrformation vorhanden ist.

Wir sehen im DAX noch keine Blase, lediglich eine kurzfristige Überhitzung der Kurse. Deswegen muss man eine Konsolidierung einkalkulieren. Doch gleichzeitig zieht die 10.000-Punkte-Marke im DAX die Kurse an. Und daher muss man, egal wie überzogen eine Marktreaktion einem auch erscheinen mag, egal wie groß eine mögliche Blase auch schon geworden ist, immer hinter (!) dem Markt bleiben.


Ihr
Stockstreet-Team


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Das Wichtigste hat die Fed nicht gesagt

Die Fed-Sitzung in der vergangenen Woche, genauer das danach veröffentlichte Statement, war ein echtes Lehrstück in Notenbankpolitik. Das scheint bislang allerdings noch nicht so recht in den Köpfen der Analysten und Anleger angekommen zu sein. Dennoch ergeben sich daraus in den kommenden Wochen und Monaten hervorragender Chancen an den Märkten. …  

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Dienstag - Der Markt bleibt überhitzt, aber noch bullish

In den vergangenen zwei Wochen ist nichts wirklich Dramatisches geschehen, und so können wir an die letzten Steffens Dailys vor den Herbstferien anknüpfen: Die Märkte sind inzwischen weiter gestiegen. Der Markt ist mittlerweile etwas heiß gelaufen und eine Korrektur ist mehr als überfällig. Aber...

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Mittwoch - Die Trends im DAX und das Börsengezwitscher von Twitter

Bevor wir wieder vertiefter auf die fundamentale Lage eingehen, bleiben wir zunächst - wie immer nach einer urlaubsbedingten Pause - bei den Charts, um die entsprechenden Prognosen auf den neuesten Stand zu bringen. Heute ist der DAX an der Reihe. Im Gegensatz zu der schönen und charttechnisch sehr klar einzuordnenden Aufwärtsbewegung von 2003 bis 2007 ist die aktuelle Aufwärtsbewegung seit 2011 oder 2009 deutlich schwieriger einzufangen. Warum?

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Donnerstag - Schreckgespenst Deflation

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute für viele überraschend den Zinssatz um 25 Basispunkte auf 0,25 Prozent gesenkt. Hintergrund dieser Aktion war die zähe Inflationsentwicklung in der Euro-Zone sein. Diese lag im Oktober mit 0,7 Prozent deutlich unterhalb der von der EZB anvisierten 2-Prozent-Marke. Wir wirkte sich die Maßnahme der EZB auf den Euro und den Goldpreis aus?

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Freitag - Warum eigentlich nicht einfach mal Aktien?

Leider ist die Aktienkultur hier in Deutschland am Boden. Der sicherheitsliebende Deutsche scheut diese scheinbar so gefährlichen Aktien, weil so viele Risiken damit verbunden sind. Verdrängt wird dabei gerne, dass alle anderen Anlageklassen ebenfalls Risiken bergen. Kann man mit Aktien eine gute Performance erzielen bei vergleichsweise geringem Risiko?

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Börsenüberblick


DAX

Im DAX zeigen sich zurzeit gleich vier (Haupt-)Möglichkeiten, einen Trendkanal einzuzeichnen.

DAX - Chartanalyse

Da ist insbesondere der breite Aufwärtstrendkanal seit 2009 zu nennen, der durch die schwarzen Linien dargestellt ist. Aus diesem Trendkanal bricht der DAX gerade nach oben aus - ein eher bullishes Signal. Doch auf kurzfristigere Sicht - also seit 2011/12 -  ergeben sich drei weitere Möglichkeiten, einen Trendkanal einzuzeichnen. Diese unterscheiden sich lediglich aufgrund der Aufwärtsdynamik. Im folgenden Target-Trend-Chart wurde der grüne Trendkanal aus dem Chart oben verwendet.

DAX - Target-Trend-Analyse

Hier sehen wir, dass der DAX gerade die Mittellinie des aktuellen Rechtecks bei 8.896 Punkten überwunden hat und gleichzeitig aus dem alten, schwarzen Aufwärtstrend nach oben ausgebrochen ist (siehe auch oben). Damit können wir, ohne groß nachzudenken, das nächste Kursziel ausmachen: Es liegt bei 9.379 Punkten.
Erste Warnzeichen bilden sich nach der Rechteckmethode erst wieder, wenn der DAX unter die 8.413er Marke fällt.


Dow Jones

Im Dow Jones drohte sich eine Schulter-Kopf-Kopf-Schulter-Formation (SKKS – siehe folgender Chart) auszubilden. Da der US-Index aber über das Kursniveau der linken Schulter bei 15.530 Punkten gestiegen ist und anschließend auch noch dieses Niveau von oben getestet wurde, ist die SKKS eindeutig hinfällig.

Dow Jones - Chartanalyse

Daneben erkennt man im Kursverlauf eine leichte Aufwärtstrendbewegung (blaue Linien) und eine Seitwärtsbewegung (grünes Rechteck). Sollten die Kurse nicht mehr bis an die obere blaue Linie der Aufwärtsbewegung steigen, könnte sich die Seitwärtsbewegung durchsetzen. Hier werden wir in den kommenden Tagen sicherlich eine Entscheidung erleben. Wenn die Seitwärtsbewegung andauern sollte, muss man mit fallenden Kursen rechnen.


EUR/USD

Bereits vor einer Woche wurde an dieser Stelle über den dramatischen Kurseinbruch beim Euro berichtet. Die Entscheidung der EZB am Donnerstag verstärkte die Abwärtsbewegung.

EUR/USD - Chartanalyse

Nun kann man zunächst leider einfach nur abwarten, was weiter geschieht. Es kann sein, dass dieser Einbruch nur sehr kurzfristiger Natur ist. Bei einem erneuten Anstieg über die 1,37er-Marke würde das Bild wieder bullisher.

Wahrscheinlicher ist aber, dass der Euro zum Dollar weiter in einer engeren Seitwärtsbewegung verbleiben wird, vielleicht zwischen 1,27 Dollar und 1,37 Dollar. Schließlich will die Fed ihre Anleihekäufe zurückfahren, was den Dollar eher stützen sollte.


Gold

Im Kursverlauf des Goldpreises bildet sich eine Dreiecksformation (schwarze Linien im folgenden Chart). Diese ist in den meisten Fällen eine Trendfortsetzungsformation, was auf weiter fallende Kurse hindeutet.

Gold - Chartanalyse

Nach der Target-Trend-Methode gilt die 1.260er Linie als wichtige Signallinie. Wird diese erneut nachhaltig unterschritten, ist mit weiter fallenden Kursen bis 1.130 Dollar zu rechnen.


Termine der kommenden Woche

(KW 46)


Montag, 11.11.2013

Keine wichtigen Termine


Dienstag, 12.11.2013

08:00 - DE Verbraucherpreise Oktober
08:00 - DE Großhandelspreise Oktober


Mittwoch, 13.11.2013

11:00 - EU Industrieproduktion September
20:00 - US Staatshaushalt Oktober


Donnerstag, 14.11.2013

01:50 - JP BIP 3. Quartal
08:00 - DE BIP 3. Quartal
10:00 - EU EZB Monatsbericht November
11:00 - EU BIP 3. Quartal
14:30 - US Handelsbilanz September
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)


Freitag, 15.11.2013

11:00 - EU Inflation Oktober
14:30 - US Einfuhrpreise Oktober
14:30 - US Ausfuhrpreise Oktober
14:30 - US NY Empire State Index November
15:15 - US Industrieproduktion Oktober
15:15 - US Kapazitätsauslastung Oktober


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