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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserinnen und Leser,

eine große Koalition ist in Deutschland aktuell das wahrscheinlichste Szenario. Umfragen zufolge ist dieses Szenario auch genau das, was die Deutschen mehrheitlich wollen. Andere rechnerisch mögliche Konstellationen wurden dagegen im Vorfeld zum Teil kategorisch ausgeschlossen und sind daher unwahrscheinlich.

Effekte der Bundestagswahl

Einige Effekte dieser Wahl sind bereits an der Börse zu erkennen. So gaben Immobilienaktien deutlich nach, weil beide Parteien eine Mietpreisbremse auch für Neuvermietungen durchsetzen wollen. Versorger gerieten ebenfalls unter Druck, da mögliche Erleichterungen für diese Unternehmen im Rahmen einer Anpassung der Energiewende vermutlich schwieriger umzusetzen sind.

Politische Börsen haben „kurze Beine“

Allerdings sind dies die berühmten „kurzen Beine“, die politische Entscheidungen an den Börsen haben. Solche relativ klaren, vorhersehbaren oder „berechenbaren“ Einflüsse werden von den Börsen zur Kenntnis genommen, eingepreist und abgehakt. Entsprechend befand sich der DAX in der abgelaufenen Handelswoche lediglich in einer Seitwärtsbewegung, die in engen Bahnen ablief.

Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA droht

Diese Seitwärtsbewegung hat aber auch etwas damit zu tun, dass in den USA der US-Kongress nur noch bis zum 30. September, also bis morgen, Zeit hat, sich auf einen Haushalt zu einigen. Scheitern diese Verhandlungen, kommt es ab Dienstag zum sogenannten „Government Shutdown“. Das heißt, hunderttausende Staatsbedienstete werden in einen Zwangsurlaub geschickt.

Die Ratingagentur Moody’s hat die USA bereits im Zusammenhang mit den Querelen um die Schuldenobergrenze verwarnt. Daraus könnte sogar eine Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA resultieren, was die Börsen enorm belasten würde. Die Anleger agierten daher in dieser Woche natürlich mit einer gewissen Vorsicht und abwartend.

Auswirkungen von Sparmaßnahmen bereits erkennbar

Unternehmen aus dem Einzelhandel in den USA weisen inzwischen darauf hin, dass die US-Bürger weniger Geld für nicht unbedingt notwendige Anschaffungen ausgeben. Dies könnte mit den Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen zusammenhängen, die im Zuge der Fiskalklippe bereits eingeleitet wurden. Wenn es in den USA nun im Schuldenstreit keine rechtzeitige Einigung gibt, könnten sich diese Effekte durch die weiteren Zwangseinsparungen natürlich verstärken.

Erste Hinweise, wie stark sich die Zurückhaltung der US-Verbraucher auf die Unternehmen auswirkt, wird es im Oktober geben. Denn dann beginnt die Berichtssaison für das dritte Quartal. Werden die Erwartungen der Analysten und der Anleger nicht erfüllt, ist das Enttäuschungspotenzial groß, womit ein hohes Abwärtspotenzial an den Börsen besteht. Sollte sich also im Oktober abzeichnen, dass die US-Konsumenten sich tatsächlich zurückgehalten haben, dann könnte es nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate zu einer empfindlicheren Konsolidierung kommen!

Perspektiven für den Aktienmarkt langfristig positiv

Doch dabei dürfte es sich dann lediglich um eine Korrektur handeln. Langfristig hingegen gibt es kaum Grund zur Sorge. Denn es kamen in dieser Woche Gerüchte auf, wonach die Fed ihre Nullzinspolitik so lange fortführen will, wie die Inflation niedrig bleibt. Und je weniger konsumiert wird, desto geringer ist der Preisdruck. Die Fed wird ihre geldpolitische Lockerung wohl erst dann aufgeben, wenn sie klare und sehr nachhaltige Anzeichen einer sich verfestigenden Inflation erkennen wird.

Aufwärtstrends können sich fortsetzen

Mal abgesehen von einigen stärkeren, kurzfristigen Korrekturen, die jederzeit möglich sind, kann man also davon ausgehen, dass die Aufwärtstrends in den USA mittelfristig fortgeführt werden. Und zwar so lange, bis entweder die Fed ankündigt, die Niedrigzinspolitik zu beenden (damit ist nicht die Rückführung der Käufe von Staatsanleihen gemeint, sondern tatsächlich Zinsanhebungen) oder aber sich eine Deflation einstellt. Denn am Beispiel Japans zeigt sich, dass sich eine Deflation sehr negativ auswirken kann - auch auf die Aktienmärkte. Als langfristiger Investor muss man tatsächlich nur diese beiden Punkte beachten – einfach oder?

Als kurzfristiger Investor sollte man in der kommenden Woche allerdings die Sitzung der Europäischen Zentralbank und den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht beachten.


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Die Woche aus der Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Die Wahl an der Börse

Deutschland hat gewählt, und so wie es aussieht, ist eine große Koalition das wahrscheinlichste Szenario. Umfragen zufolge ist dieses Szenario genau das, was die Deutschen mehrheitlich wollen. Andere rechnerisch mögliche Konstellationen wurden dagegen im Vorfeld zum Teil kategorisch ausgeschlossen und sind daher unwahrscheinlich. Wie wirkt sich dies an der Börse aus?

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Dienstag - Wie entwickelt sich der Euro zum Dollar?

Nachdem die Fed doch nicht wie erwartet bereits im September eine Zurückführung der Käufe von Staatsanleihen ankündigte, müssen wir natürlich auch einen Blick auf das Währungspaar Euro/Dollar werfen. Sie wissen, es geht weltweit im Prinzip darum, wer seine Währung am effektivsten schwächen kann. Wem gelingt dies besser, Europa oder den USA?

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Mittwoch - Das Deflationsgespenst und verbale Spielchen

Heute kommen Gerüchte auf: Die Fed will die Nullzinspolitik so lange fortführen, wie die Inflation zu niedrig bleibt, heißt es. Nicht bekannt wurde allerdings, was „zu niedrig“ heißt. Aus anderen Zusammenhängen lässt sich aber ableiten, dass für die Fed eine Inflation unterhalb von 1,5 Prozent zu niedrig ist. Warum ist Japans Aktienmarkt in diesem Zusammenhang interessant?

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Donnerstag - Medienferne Warnzeichen

Es gibt Nachrichten, die gefallen mir nicht. Meist sind es aber nicht diejenigen, die durch die Medien hoch und runter geprügelt werden, wie zum Beispiel die Meldung, dass die Ratingagentur Moody’s die USA im Zusammenhang mit den Querelen um die Schuldenobergrenze verwarnt hat. Doch welche Nachrichten muss man stattdessen beachten?

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Freitag - DAX ohne Impulse

Im DAX ist in den vergangenen sieben Tagen nicht viel geschehen. Es kam zu einer sehr kleinen Konsolidierung, seitdem bewegt er sich mehr oder weniger seitwärts. Doch man darf sich in solchen Phasen nicht einschläfern lassen. Warum man stattdessen sehr genau aufpassen muss?

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Börsenüberblick


DAX

Im DAX ist in den vergangenen sieben Tagen nicht viel geschehen. Es kam zu einer sehr kleinen Korrektur. Seitdem bewegt sich der Index lediglich seitwärts.

DAX - Target-Trend-Analyse

Seit dem 20. September hält sich der DAX in einer Spanne von nur knapp 100 Punkten auf (blaues Rechteck im folgenden Chart).

DAX - Chartanalyse

Wenn der Kurs in einer solch engen Spanne einzuschlafen droht, ist das meist ein Hinweis auf eine höchst impulsive Bewegung, die nach dieser „Phase der Ruhe“ folgt. Die Ausbruchsrichtung ist dabei allerdings völlig offen.


S&P500

Die Situation im S&P500 lässt sich mit dem folgenden Chart sehr gut erläutern: Blau hinterlegt ist die große Seitwärtsbewegung seit 1997, aus welcher der S&P500 im aktuellen Jahr nach oben ausgebrochen ist. Die blauen Linien markieren den aktuellen Aufwärtstrend, der aus charttechnischer Sicht als höchst dynamisch und gesund bezeichnet werden kann.

S&P500 Chartanalyse

Aber wir sehen auch, dass sich die Kurse seit Monaten an der oberen Trendlinie des Aufwärtskanals aufhalten. Damit besteht ein theoretisches Abwärtspotenzial bis zur unteren Trendlinie. Wird die rote Linie nachhaltig nach unten verlassen und entstehen dadurch tiefere Tiefs, muss mit einer Korrektur gerechnet werden, welche die Kurse zumindest wieder an die 1.600er Marke treibt. Das ist allerdings nur eine Möglichkeit.

Die andere Möglichkeit ist, dass der Ausbruch aus der langfristigen Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) zu einer Trendbeschleunigung führen kann. Dieses Szenario würde Formen annehmen, wenn der Kurs über die obere blaue Linie steigt.


EUR/USD

Seit geraumer Zeit herrscht zwischen US-Dollar und Euro eine gewisse Patt-Situation. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 ist eine große Seitwärtsbewegung des Euros zwischen 1,20 und 1,50 US-Dollar zu erkennen. Da die Zinsen in beiden Währungsräumen ungefähr genauso lange in etwa auf dem gleichen Niveau (nahe Null) liegen, verwundert diese lange Seitwärtsphase nicht.

EUR/USD Chartanalyse

Die Fluktuationen innerhalb dieser großen Seitwärtsbewegung hängen mit zwischenzeitlichen Veränderungen weiterer kursbeeinflussender Faktoren, wie Wirtschaftswachstum, politische Stabilität oder Vertrauen in die Kreditwürdigkeit eines Landes, zusammen.

So wurde zum Beispiel der Kursrückgang des Euros ab Mitte 2011 durch die Schuldenkrise in der EU ausgelöst. Seitdem sich diese sanft zu entspannen beginnt, geben sich beide Währungen nicht mehr viel. Dadurch hat sich eine deutlich engere Spanne zwischen 1,27 und 1,35 US-Dollar je Euro ausgebildet.

Aktuell bricht der Euro über die 1,35er Marke nach oben aus. Diese ist bezeichnenderweise die Mittellinie der großen Spanne. Aus charttechnischer Sicht gilt: Wenn die Kurse in einer großen Seitwärtsbewegung über die Mittellinie nach oben ausbrechen, ist die obere Begrenzung der Seitwärtsbewegung das Kursziel – in diesem Fall also 1,50 US-Dollar.

Im Zusammenhang mit fundamentalen Entwicklungen gilt für den Euro/Dollar daher die folgende Prognose: Bis zu einer Einigung über die Schuldenobergrenze in den USA dürfte sich der US-Dollar tendenziell eher schwächer entwickeln, der Euro also weiter steigen. Danach sollte sich der Dollar angesichts der möglichen Ankündigung der Fed, die Käufe der Staatsanleihen zurückzuführen, wieder erholen. Ob die Marke von 1,50 US-Dollar bis dahin erreicht werden kann, bleibt abzuwarten.


Gold

Inzwischen zeichnet sich deutlich ab, dass die vorangegangenen Analysen zum Goldpreis den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Demnach sollte der Goldpreis „unter Druck bleiben“. Der 4-prozentige Anstieg im Anschluss an die jüngste Entscheidung der US-Notenbank entpuppt sich eindeutig als Strohfeuer. In den vergangenen Tagen hat sich der Goldpreis kaum bewegt.

Gold Chartanalyse

Es ist nicht zu erwarten, dass sich dieses Verhalten auf absehbare Zeit ändern wird. Nachdem die US-Notenbank im September nichts an ihrer Geldpolitik änderte, wird dies nun für Dezember erwartet. Und diese Erwartung wird den Kurs weiterhin eher belasten.

Es bleibt also bei unserer Einschätzung: "Je tiefer die aktuelle Abwärtsbewegung .. geht, desto flacher könnte ein folgender (nach wie vor möglicher) Aufwärtstrend ausfallen." Und weiter: "Wer mit einer sehr schnellen und dynamischen Erholung gerechnet hatte, muss jetzt bereits akzeptieren, dass das wohl eher nicht geschieht."


Termine der kommenden Woche

(KW 40)


Montag, 30.09.2013

08:00 - DE Einzelhandelsumsatz August
11:00 - EU Vorabschätzung Inflation Eurozone September
15:45 - US Einkaufsmanagerindex Chicago September

Dienstag, 01.10.2013

09:55 - DE Arbeitsmarktdaten August
09:55 - DE Einkaufsmanagerindex September
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Eurozone September
11:00 - EU Arbeitslosigkeit August
16:00 - US ISM Index September
16:00 - US Bauausgaben August

Mittwoch, 02.10.2013

11:00 - EU Erzeugerpreise August
13:45 - EU EZB Sitzungsergebnis
14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht September


Donnerstag, 03.10.2013

09:55 - DE Dienstleistungsindex September
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen September
11:00 - EU Einzelhandel August
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Industrieaufträge August
16:00 - US ISM Dienstleistungsindex September


Freitag, 04.10.2013

08:00 - DE Erzeugerpreise August
14:30 - US Arbeitslosenquote September
14:30 - US Beschäftigte ex Agrar September


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