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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

derzeit befinden sich die Börsen im Sommerloch. Die Anzeichen dafür sind unübersehbar – aber auch die dadurch drohenden Gefahren. Aber woran erkennt man das Sommerloch? Kurz gesagt: Am Unterschied zu „vorher“. „Vorher“ war z. B. die Griechenlandkrise. Dass die Kurse nach jeder Nachricht aus Brüssel, Berlin oder Athen wie wild hin und her sprangen, man mag es kaum glauben, ist kaum einen Monat her.

Kaum Reaktionen nach wichtigen Ereignissen und Zahlen

Seitdem ist viel geschehen. So gab es z. B. einen Crash in China. Dieser verursachte zwar ebenfalls einigen Wirbel, aber hauptsächlich in den Medien. Die Börsen außerhalb Chinas ließen sich davon kaum beeindrucken – ein erstes untrügliches Zeichen für das Börsen-Sommerloch. Auch eine Fed-Sitzung kam und ging vorüber, worauf die Börsen kaum reagierten. Zugegeben, das geschieht häufiger nach Fed-Sitzungen, von denen nichts erwartet wird und die diese Erwartung auch nicht enttäuschen. Aber immerhin gab es in den vergangenen Wochen auch noch einige wichtige Unternehmenszahlen (Berichtssaison) und Konjunkturdaten, die ebenfalls fast spurlos an den Märkten insgesamt vorübergingen.

Sommerzeit ist Urlaubszeit

Wenn also derartige Ereignisse die Anleger nicht aus der Reserve locken können, dann befinden wir uns im Sommerloch. Die mangelnden Reaktionen der Anleger sind aber auch kein Wunder. Überall sind Ferien und viele Leute im Urlaub. Falls man doch mal jemanden erreicht, dann hört man häufig: „Sag mal, hat das eventuell auch Zeit bis nach meinem Urlaub?“
In manchen Gegenden, z. B. in Frankreich, ruht faktisch „das Leben“ während des Sommermonats August. Und so wirken gerade in südlichen Gegenden die Orte im Hochsommer oft wie ausgestorben. Dementsprechend wird es im Sommerloch – gemessen an den Kursausschlägen – mitunter etwas ruhiger an den Börsen.

Nach kurzzeitig heftigen Kursbewegungen kehrt schnell wieder Ruhe ein

Doch ab und an kommt es zu „unerklärlich“ schwankende Kursen oder aus unterschiedlichsten Gründen zu starken Kursausschlägen. Meistens beruhigen sich die Kurse aber sehr schnell wieder, so dass sich durch die dynamischen Kursbewegungen keine neuen Trends etablieren.

Beispiel gefällig? In dieser Woche wurde gemeldet, dass der chinesische Export im Juli um 8,3 Prozent zum Vorjahresmonat eingebrochen ist. Grund dafür: Die chinesische Währung Yuan hat in den vergangenen Monaten aufgewertet. Zum Euro hat sich der Yuan zum Beispiel in nur etwa einem Jahr um 20 Prozent erhöht (siehe folgender Chart). Durch diesen Anstieg verteuerten sich chinesische Waren in Regionen, deren Währungen – wie der Euro – gegenüber dem Yuan zuletzt stärker nachgaben.

EUR/CNY - Kursverlauf ca. 1 Jahr

Die chinesische Regierung reagierte und senkte den täglichen Referenzkurs an drei Tagen in Folge. Insgesamt initiierte sie damit die stärkste Abwertung des Yuan seit 20 Jahren. Der Yuan wertete also zum Beispiel gegenüber dem Euro ab (im Chart ist ganz rechts der starke Anstieg nach der Aktion der chinesischen Notenbank zu erkennen).

Viele europäische Indizes reagierten sehr heftig auf diese Maßnahme, weil besonders exportorientierte Titel mit hohem Chinaanteil unter die Räder kamen. Dies galt insbesondere für den DAX. Doch der ging nur an zwei der drei Tage in die Knie. Schon am dritten Tag beruhigte sich der Kursverlauf wieder, obwohl die chinesische Notenbank weiter abwertete. – Wir befinden uns im Sommerloch.

Währungskrieg

Doch früher oder später werden die Urlauber an die Börsen zurückkehren und sich dann mit den dringendsten Fragen auseinandersetzen müssen: Ist die Aktion der chinesischen Notenbank eine Gefahr für den US-Aktienmarkt? Wird sich die USA auf einen Währungskrieg einlassen?

Es ist das altbekannte Prozedere, das wir längst zu Genüge kennen: Schwächelt der Export, wertet man die eigene Währung ab, um die heimische Exportwirtschaft zu unterstützen. Das Problem ist: Wenn das alle tun, entsteht ein Währungskrieg. Würde sich die US-Notenbank Fed auf eine neue Runde im Währungskrieg einlassen, könnten die Zinsen in den USA erst später ansteigen. Es wird daher in den kommenden Wochen sehr wichtig werden, ob die Fed in den kommenden Wochen auf diese Entwicklung in China eingeht und was sie genau dazu sagt.

Nach 6-jährigem Aufwärtstrend steigt die Korrekturgefahr

Und natürlich nehmen durch die Aktion der chinesischen Zentralbank die Sorgen um Chinas Wirtschaft zu. Eine Rezession in China könnte sich erheblich auf die Weltwirtschaft und auf die US-Wirtschaft auswirken. Die Aktienmärkte sind nach sechs Jahren Rally sicherlich überkauft. Für eine überfällige Konsolidierung müssen nur noch die passenden Gründe gefunden werden, die hinreichend geeignet sind, viele Anleger dazu zu bringen, sich von ihren Aktien zu trennen. Und dafür ist die China-Problematik sicherlich geeignet. Vielleicht gehen die großen Verkäufe los, wenn genügend Anleger aus dem Urlaub zurückkommen und auf die aktuellen Geschehnisse reagieren.


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Im Börsen-Sommerloch

Derzeit befinden sich die Börsen im Sommerloch. Die Anzeichen dafür sind unübersehbar – aber auch die dadurch drohenden Gefahren. Aber woran erkennt man das Sommerloch? Kurz gesagt: Am Unterschied zu „vorher“. „Vorher“, das war z.B. die Griechenlandkrise. Sie erinnern sich vage? Das war die Zeit, in der die Kurse nach jeder Nachricht aus Brüssel, Berlin oder Athen wie wild hin und her sprangen. Man mag es kaum glauben, aber das ist kaum einen Monat her. Seitdem ist...

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Dienstag - Wird ein Währungskrieg zwischen USA und China angezettelt?

Gestern wurde gemeldet, dass der chinesische Export im Juli um 8,3 Prozent zum Vorjahresmonat eingebrochen ist. Das hatte unter anderem damit zu tun, dass der chinesische Yuan an den Dollar gekoppelt ist. Da der Dollar jedoch in den vergangenen Monaten im Hinblick auf die bevorstehende erste Zinserhöhung der Fed stark gestiegen ist, stieg auch der Yuan entsprechend mit. Zum Euro hat sich der Yuan dadurch parallel zum Dollar in nur einem Jahr um 20 Prozent erhöht – dieser Einbruch…

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Mittwoch - China wertet Währung weiter ab, DAX fällt mit

Die chinesische Notenbank hat am Mittwochmorgen den Referenzkurs für den Yuan in einem zweiten Schritt erneut um 1,6 Prozent gesenkt. Der DAX reagierte prompt und gab mehr als 3 Prozent ab, weil natürlich jetzt immer mehr die Sorge um sich greift, dass es China deutlich schlechter gehen muss, als offiziell bekannt ist. Zumal die chinesische Notenbank zuvor verlautbaren ließ, dass es sich bei dem ersten Schritt um eine einmalige Maßnahme handelt. Dieser zweite…

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Donnerstag - Die chinesische Notenbank wertet zum dritten Mal den Yuan ab

China hat erneut, und damit den dritten Tag in Folge, den Referenzkurs zum Dollar gesenkt, dieses Mal um 1,11 Prozent. Ein US-Dollar ist nun 6,4010 Yuan wert. Um diesen Referenzwert lässt die chinesische Zentralbank eine Schwankung von jeweils 2 Prozent zu. Insgesamt ist das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist, die stärkste Abwertung des Yuan seit 20 Jahren. Interessanterweise reagiert der DAX heute auf diese Nachricht nicht entsprechend der…

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Freitag - Die US-Arbeitsmarktdaten und wichtige charttechnische Signale (Ausgabe vom 7.8.2015)

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist um 215.000 gestiegen. Analysten hatten mit diesem Wert gerechnet. Dies ist ein erneuter Hinweis, wie wenig die auf schwächere Zahlen hindeutenden ADP-Zahlen als kurzfristiger Indikator taugen (das nur nebenbei). Zumal heute auch noch der Vormonatswert von zuvor 223.000 auf jetzt 231.000 Stellen nach oben revidiert wurde. Interessant ist auch, dass...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX hat unter den Währungsmaßnahmen der chinesischen Regierung stark gelitten. Sollten sich die Verluste fortsetzen und das bisherige Tief der ersten Abwärtswelle (linkes Rechteck im folgenden Chart) nach unten gebrochen werden, könnte es zu einer abc-Konsolidierung kommen. Eine abc-Konsolidierung besteht aus zwei Kurseinbrüchen (a und c), die gleich groß ausfallen und zwischen denen es zu einer kleinen Gegenbewegung (b) kommt. Daraus lässt sich ein Kursziel ableiten (rot gestrichelte Linie im Chart:

DAX - Chartanalyse

Wenn die zweite Abwärtsbewegung die gleiche Spanne wie die erste einnimmt (siehe die gleich großen blauen Rechtecke), dann liegt das Kursziel bei knapp über 10.000 Punkten. Dieses Szenario ist durchaus realistisch, wird aber erst relevant, wenn der DAX das vorangegangen Tief nach unten dynamisch und unter hohen Umsätzen bricht.

Unsere Leser des „Target-Trend-Spezial“ würden von dieser Entwicklung jedenfalls profitieren. Nachdem sie dank unserer Analysen bereits vom jüngsten Kursanstieg des DAX profitieren und mit einem Long-Trade schöne Gewinne erzielen konnten, haben wir am 11. August zu einer Short-Position unterhalb von 11.373 Punkten geraten. Nur einen Tag später rutschte der DAX unter diese Marke, so dass die Leser bis zu 460 DAX-Punkte Gewinn erzielen. Alleine mit diesem Trade sind die Abo-Gebühren, die gerade einmal 67 Cent pro Tag betragen, für die nächsten 686 Tage bezahlt.


EUR/USD

Der Euro ist zum US-Dollar deutlich angestiegen. Mit dieser Entwicklung hat er seine Abwärtstrendlinie (blau im folgenden Chart) überwunden. Damit ist das abwärts gerichtete Dreieck aus dem Rennen.

EUR/USD - Chartanalyse

Theoretisch hat der Euro nun Luft bis 1,1444 USD. Sollte der Kurs aber wieder zurückfallen und dann unter die Grundlinie bei 1,08 Dollar rutschen, wäre dies unverändert das entscheidende Verkaufssignal. Dieses bearishe Szenario wird insbesondere dann wieder aktiv, wenn sich abzeichnet, dass die Fed trotz der Ereignisse in China weiterhin die Zinsen anheben will. Dies wird dann den US-Dollar stärken, während gleichzeitig die EZB immer noch einen geldpolitisch extrem expansiven Kurs fährt und damit den Euro schwächt.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 34)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag, 17.08.2015

01:50 - JP BIP Q2 (vorläufig)
11:00 - EU Außenhandel Juni
14:30 - US NY Empire State Index August
15:00 - US Internationale Kapitalströme Juni
15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex August


Dienstag,  18.08.2015

08:00 - DE Erwerbstätigenzahl Juli
14:30 - US Wohnbaugenehmigungen Juli
14:30 - US Wohnbaubeginne Juli


Mittwoch,  19.08.2015

10:00 - EU EZB Leistungsbilanz Eurozone Juni
11:00 - EU Produktion Baugewerbe Juni
14:30 - US Verbraucherpreise Juli
20:00 - US Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung


Donnerstag,  20.08.2015

00:00 - JP Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidungen
08:00 - DE Erzeugerpreise Juli
11:00 - EU Zahlungsbilanz 2. Quartal
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Frühindikatoren Juli
16:00 - US Philadelphia Fed Index August
16:00 - US Verkauf bestehender Häuser


Freitag,  21.08.2015

08:10 - DE GfK Konsumklima Studie September
09:30 - DE Einkaufsmanagerindex
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex
15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)


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