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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gab am Mittwoch keine klaren Hinweise, wann denn nun genau die Zinsen angehoben werden. Sie teilte lediglich mit, dass die Zinserhöhung erfolgt, wenn sich die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt weiter verbessert und die Notenbank erkennt, dass die Inflation in Richtung Zwei-Prozent-Marke läuft. Damit bleibt offen, ob es bereits im September zu der ersten Zinserhöhung seit mehr als sechs Jahren kommt oder erst im Dezember. Die Notenbanksitzung wird damit zum Non-Event. Daher dürften sich die Märkte nun wieder der Quartalsberichtssaison widmen.

Eine erste Bilanz der Quartalsberichtssaison in den USA

In den drei Wochen seit Beginn der Berichtssaison zum zweiten Quartal 2015 haben zwar „erst“ 185 Unternehmen des S&P 500 ihre Ergebnisse vorgelegt, aber diese repräsentieren mehr als 50 % der Marktkapitalisierung dieses Index. Damit bietet sich bereits ein durchaus repräsentativer Zwischenstand.

Zunächst lässt sich konstatieren, dass zwar die Gewinnschätzungen der Analysten weiter nachgeben, aber von der Dramatik des ersten Quartals der aktuelle Rückgang weit entfernt ist (siehe folgende Grafik).

S&P500 - Schätzungen operative Gewinne
Quelle: Standard & Poor’s

Die alte Schwäche des US-Energiesektors – aber nicht nur

Und es ist weiterhin so, dass die vermeintlich schlechten Werte bei der Umsatz- und Gewinnentwicklung im Vergleich zum Vorjahr vor allem auf die anhaltende Schwäche des Energiesektors zurückzuführen sind.

Bedenklicher stimmt aber eine andere Entwicklung: Stiegen die Umsätze im letzten Quartal 2014 noch um 5,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal, wird es im zu Ende gegangenen zweiten Quartal 2015 voraussichtlich nur noch ein mageres Plus von 1,0 % geben. Diese negative Tendenz könnte sich womöglich fortsetzen und damit eine nachhaltige Wachstumsschwäche der US-Wirtschaft andeuten.

Setzt sich der China-Crash fort?

Kritisch ist derweil auch die Kursentwicklung im Shanghai Composite Index. Dieser war zu Wochenbeginn um 8,5 Prozent in die Tiefe gerauscht, nachdem er sich zuvor wieder etwas erholt hatte. Von Mitte Juni bis Anfang Juli hatte er ca. 35 Prozent seit seinem jüngsten Hoch verloren.

Shanghai Composite - Kurseinbruch

Es könnte sein, dass dieser Einbruch weitergeht. Und niemand weiß, wie tief er die Kurse noch treibt. Dabei sieht der Chart auch so schon mehr als beunruhigend aus – nach 35 Prozent Verlust in nicht einmal drei Wochen!

Doch lassen Sie sich von negativen Meldungen zu diesem Thema nicht anstecken. Behalten Sie einen kühlen Kopf und geraten Sie vor allem nicht in Panik, sondern suchen Sie bei derartigen Krisen immer die Chancen. Denn selbst nach diesem Einbruch um 35 Prozent ist der Index immer noch in einem Jahr um knapp 100 Prozent angestiegen. Es ist nur logisch, dass nach einem übertriebenen Anstieg oft der schmerzhafte Einbruch folgt.

Fazit

Dennoch: Schwache Unternehmenszahlen, schwache Konjunkturdaten und bearishe Chartsignale könnten eine Mischung sein, die in der ohnehin schwachen Sommerzeit die Rally zum Erliegen bringt. Sie sollten daher als Anleger in den kommenden Wochen mit erhöhter Vorsicht agieren.


Ihr
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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Erneut schwache Berichtssaison könnte die Rally gefährden

Während sich der DAX und viele andere europäische Indizes nach (vorläufiger) Beilegung der Griechenlandkrise kräftig erholten und ihre Korrekturen beendeten, tun sich die US-Indizes weiter schwer. Der Ausbruch des NASDAQ 100 nach oben droht zu scheitern – was ein starkes bearishes Signal wäre. Ein möglicher Grund für diese Schwäche findet sich bei der Analyse der laufenden Quartalsberichtssaison in den USA. In den drei Wochen...

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Dienstag - Der China-Crash und die DAX-Hysterie

Als Auslöser für den gestrigen Einbruch des DAX wird die Entwicklung des chinesischen Aktienmarkts genannt. Der Shanghai Composite Index war gestern um 8,5 Prozent in die Tiefe gerauscht, nachdem er sich zuvor von dem stärkeren Einbruch im Juni wieder etwas erholt hatte. Und schon von Mitte Juni bis Anfang Juli verlor der Index ca. 35 Prozent seit seinem jüngsten Hoch. Es könnte sein, dass dieser Einbruch weitergeht und niemand weiß, wie tief er die Kurse noch treibt. Dabei sieht der…

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Mittwoch - Fehlende Stärke des DAX

Dem DAX fehlt weiterhin die Stärke. Wir sehen nach der Erleichterungsrally nach Beilegung der Griechenlandkrise keine Anschlusskäufe mehr, die eine Fortsetzung der Rally andeuten könnten: Im Gegenteil: Der DAX hat nun auch sein tieferes Gap geschlossen und die anschließende Gegenbewegung ist noch sehr dürftig. Das könnte natürlich auch damit zusammenhängen, dass heute, nach der US-Notenbanksitzung, ein weiteres Statement…

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Donnerstag - Fed gibt keine klaren Hinweise zum Zinserhöhungstermin

Es gab gestern keine klaren Hinweise seitens der Fed, wann denn nun genau die Zinsen angehoben werden. Die Fed teilte lediglich mit, dass die Zinserhöhung erfolge, wenn sich die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt weiter verbessert und die Notenbank erkennt, dass die Inflation in Richtung Zwei-Prozent-Marke läuft. Damit bleibt offen, ob es bereits im September zu der ersten Zinserhöhung seit mehr als sechs Jahren kommt oder erst im Dezember 2015. Man liest nun Analysen, die aus der…

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Freitag - Bildet sich im S&P500 ein Rounding Top aus?

Während der Nasdaq100 unlängst eine mögliche Topformation nach oben aufgelöst hat, bildet sich nun im S&P500 ein mögliches Rounding Top. Doch zunächst einmal sehen Sie im Chart den großen Aufwärtstrendkanal des S&P500, der nun schon seit 2009, also seit sechs Jahren, existiert. Auf den ersten Blick ist die Welt hier also in Ordnung. Klar zu erkennen ist, dass der S&P500 in diesem Trendkanal in eine Konsolidierung übergegangen ist. Konsolidierungen in solchen Trends laufen in...

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Börsenüberblick


DAX

Dem DAX fehlt es derzeit an die Stärke. Nach Beilegung der Griechenlandkrise und der anschließenden Erleichterungsrally legte der Kurs den Rückwärtsgang ein. Dabei ist die charttechnische Situation wieder leicht bearisher geworden, weil es zu einem Rückfall unter die 11.311er Marke und in den roten Abwärtstrendkanal gekommen war. Inzwischen ist der DAX zwar wieder aus dem roten Abwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen, doch damit hat er lediglich die obere Linie sozusagen „durchweicht“, womit sie erheblich an Relevanz verliert. Es fehlen aber noch Anschlusskäufe.

DAX - Target-Trend-Analyse

Oft leitet eine fehlende Stärke bei gleichzeitiger „Durchweichung“ eines Abwärtstrends eine eher seitwärts gerichtete Phase ein. Und damit sind nun die Mittellinien bei 11.794 und 10.828 Punkten relevant. Erst wenn eine dieser Marken gebrochen wird, ergeben sich neue Signale.


S&P500

Während der Nasdaq100 unlängst eine mögliche Topformation nach oben aufgelöst hat, bildet sich im S&P500 ein mögliches Rounding Top. Seit Ende 2014 ist im Aufwärtstrend des S&P 500 eine Tendenz zu einer Seitwärtsbewegung zu erkennen. Eine klare, relativ scharf abgegrenzte Seitwärtsbewegung in Form eines Rechtecks hat sich allerdings erst seit Februar 2015 etabliert.  Dabei fällt jedoch auf, dass sowohl die Hochs als auch die Tiefs nicht so ganz perfekt an den Rechteckgrenzen liegen. Die Hochs verlaufen eher in einem Bogen (siehe schwarze Linie). Und bei solchen runden Entwicklungen von Hochs oder Tiefs könnte es sich um ein „Rounding Top“ handeln.

S&P500 - Chartanalyse

Ein solches wäre eine vergleichsweise zuverlässige Topformation, die meist einen sehr nachhaltigen Trendwechsel einleitet. Doch es fehlen noch weitere Voraussetzungen, damit dieses mögliche Top auch vollendet wird. So sollten sich zunächst noch weitere, auf der Oberseite abflachende Hochs entwickeln, so dass der runde Charakter des Tops auch auf der rechten Seite klar zu erkennen ist. Wenn dies geschieht, muss immer noch die Nackenlinie, die bei ca. 2.040 Punkten liegt (rote Linie), nachhaltig mit einem erkennbar ansteigenden Handelsvolumen nach unten gebrochen werden. Erst das wäre das entscheidende Verkaufssignal.

Interessant ist zudem, dass relativ zeitgleich eine Vielzahl von Verkaufssignalen ausgelöst wird, wenn sich diese Formation weiter ausbilden würde. Beim Bruch der Nackenlinie würde einerseits das Rechteck nach unten verlassen. Allein das wäre schon ein Warnsignal. Zudem würde sich der Kurs mit der Ausbildung des Rounding-Tops der Unterkante des blauen Trendkanals nähern, so dass mit einem Ausbruch nach unten auch ein Bruch des dunkelblauen Trendkanals einhergehen würde.

Durch die Vielzahl von Verkaufssignalen läge eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit für einen nachhaltigen Trendwechsel vor. Und auch aufgrund der bisherigen zeitlichen Dauer des vorherigen Trends sollte man die Möglichkeit eines Tops nicht ausschließen. Doch zunächst muss das entscheidende Signal abgewartet werden. Bricht nämlich der S&P500 stattdessen ebenfalls nach oben aus, wäre dieses mögliche Rounding Top sofort hinfällig.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 32)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag, 03.08.2015

08:00 - DE Großhandelsumsatz2. Quartal
09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli (endgültig)
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli (endgültig)
14:30 - US Persönliche Einkommen Juni
14:30 - US Persönliche Auslagen Juni
15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli (endgültig)
15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS
16:00 - US ISM Index Juli
16:00 - US Bauausgaben Juni


Dienstag,  04.08.2015

01:50 - JP Geldbasis Juli
11:00 - EU Erzeugerpreise Juni
16:00 - US Industrieaufträge Juni


Mittwoch,  05.08.2015

09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (endgültig)
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (endgültig)
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Composite Juli (endgültig)
11:00 - EU Einzelhandel Juni
14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht Juli
14:30 - US Handelsbilanzsaldo Juni
15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (endgültig)
16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Juli
16:30 - US: Rohöllagerbestände


Donnerstag,  06.08.2015

12:00 - DE Auftragseingang Industrie Juni
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)


Freitag,  07.08.2015

01:50 - JP Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
08:00 - DE Außenhandel Juni
12:00 - DE Produktion prod. Gewerbe Juni
14:30 - US Arbeitslosenquote Juli
14:30 - US Neugeschaffene Stellen ex Agrar Juli
21:00 - US Verbraucherkredite Juli


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