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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

die Umsätze der US-Einzelhändler stagnierten im April. Analysten hatten mit einem Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Umsatzanstieg im März von revidiert 1,1 Prozent. Die US-Wirtschaft ist extrem vom Binnenkonsum abhängig, er macht immerhin 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Und somit gelten die Einzelhandelsumsätze als wichtiger Indikator.

Der Markt wusste daraufhin zunächst nicht, wie er reagieren sollte. Muss man diesen schlechten Wert für die Börse positiv werten, da er die Fed dazu veranlassen könnte, die Zinsen später oder langsamer zu erhöhen oder ist der Wert negativ zu werten, da es ein Hinweis darauf ist, dass die US-Wirtschaft Zinserhöhungen nicht verkraften wird?

Analysten sehen wieder größere Gefahren für die US-Konjunktur

Schon in der vorigen Woche wurden einige schwache Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 0,2 % statt der erwarteten 1,0 %. Auch das Handelsdefizit lag deutlich höher als erwartet und deutet damit auf eine schwache Exporttätigkeit der US-Unternehmen hin. Nachdem auch die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren, sehen Analysten nun wieder größere Gefahren für die US-Konjunktur.

Bilanz der US-Quartalsberichtssaison

Auf den ersten Blick bestätigen auch die Zahlen der zu Ende gehenden Quartalsberichtssaison in den USA diese Befürchtungen. So mussten die S&P500-Unternehmen einen Umsatzrückgang im Jahresvergleich hinnehmen (-1,9 Prozent). Und die Gewinnentwicklung blieb hinter den schon schwachen, drastisch reduzierten Erwartungen der Analysten zurück: Statt eines Minus von 2,1 Prozent wird am Ende wohl ein Rückgang von rund 4,7 Prozent zu verzeichnen sein.

Ein genauerer Blick offenbart Erstaunliches

Einer der wichtigsten Faktoren, der zurzeit die US-Konjunktur belastet, ist der niedrige Ölpreis. Dieser drückt vor allem die Erträge der US-Öl- und Gasförderer. Seit einigen Quartalen verhagelt daher die Energiebranche die Quartalsbilanzen des S&P 500. Ein Blick auf die Quartalsergebnisse ohne Berücksichtigung des Energiesektors (siehe folgende Grafik) offenbart, dass der Rückgang der Umsätze, aber insbesondere der Gewinne, hauptsächlich auf die (ölpreisbedingte) Schwäche der Energiebranche zurückzuführen ist.

S&P500 Umsatz/Gewinn ab Q1/2014, Total vs. ex Energy

Besonders auffällig ist die Diskrepanz bei den Gewinnen für das abgelaufene erste Quartal 2015: Während hier für den S&P 500 insgesamt ein Minus von 4,7 % zu Buche schlägt, ist es ohne Betrachtung des Energiesektors ein sattes Plus von 8,6 %.

Abgesehen von der US-Energiebranche erfreuen sich die US-Unternehmen ungeachtet der Dollarstärke also immer noch eines gesunden und kräftigen Umsatz- und Gewinnwachstums. Entsprechend verwundert es nicht, dass die US-Indizes kurz vor einem Ausbruch aus ihrer Konsolidierung stehen.


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Eine überraschende Bilanz der US-Quartalsberichtssaison

In der vorigen Woche wurden einige schwache Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 0,2 % statt der erwarteten 1,0 %. Auch das Handelsdefizit lag deutlich höher als erwartet und deutet damit auf eine schwache Exporttätigkeit der US-Unternehmen hin. Nachdem am Freitag auch die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, sehen Analysten nun wieder...

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Dienstag - Warnsignal: Trendbeschleunigung beim DAX

Wir müssen zurzeit ein wenig mehr aufpassen, denn wir sehen ein interessantes Phänomen im DAX, das ebenfalls ein klares Warnsignal ist – nämlich eine Trendbeschleunigung im Abwärtstrend. Dazu der DAX-5-Min Chart: Sie können in dem Chart den alten blauen Abwärtstrend erkennen, der nach dem Hoch entstand. Doch mittlerweile bildete sich ein neuer, steilerer und damit also dynamischerer Abwärtstrend (rot) heraus. Dieser ist auch…

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Mittwoch - US-Konjunkturdaten führen zu unentschlossenen Kursbewegungen

Nachdem sich der Bund-Future wieder etwas erholte, konnte sich auch der DAX zunächst wieder fangen. Doch mit den ersten vorbörslichen US-Kursen und der Nachricht, dass die Umsätze der US-Einzelhändler im April stagnierten, rutschte der DAX wieder ins Minus. Analysten hatten mit einem Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Umsatzanstieg im März von revidiert 1,1 Prozent. Die US-Wirtschaft ist extrem…

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Donnerstag - DAX: Der Kampf mit der 11.311er Marke (Ausgabe vom 07.05.2015)

Gestern hatte sich der DAX zum Handelsschluss hin wieder über die 11.311er Marke gerettet. Heute ist er zunächst wieder unter diese Marke gefallen, hat danach erneut die rote Konsolidierungslinie und sogar den alten Aufwärtstrendkanal von oben getestet. Anschließend konnte er sich erneut über die 11.311er Marke retten. Es handelt sich um eine schwierige Situation. Auf der einen Seite will der DAX die 11.311er Marke offensichtlich…

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Freitag - US-Arbeitsmarkt treibt Märkte an (Ausgabe vom 08.05.2015)

Mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten zog heute der DAX mehr als zwei Prozent nach oben. Zunächst zu den Zahlen: Die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft stieg um 223.000. Analysten hatten mit einem Stellenzuwachs von 228.000 gerechnet. Allerdings wurde der Wert vom Vormonat deutlich revidiert: Für den März wurde nun ein Wert von nur 85.000 Stellen nach 126.000 zuvor gemeldeten Stellen veröffentlicht. Als Hintergrund für diese...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX hat die rote Abwärtstrendlinie bislang nicht überwinden können und befindet sich daher unverändert in einer Korrektur.

DAX - Target-Trend-Analyse

Bullisher wird es erst, wenn diese rote Abwärtstrendlinie nach oben gebrochen wird und (!) anschließend die 11.794er Marke überwunden werden kann. Das eigentlich bullishe Signal wäre aber ein neues Allzeithoch.

Die entscheidende Marke nach unten ist die 11.311er Marke. Wenn diese Marke nachhaltig verletzt wird, muss man das als ein weiteres bearishes Zeichen sehen. Dann sollten die Kurse bis zur 10.828-Punkte-Marke fallen und anschließend vielleicht sogar noch hinunter auf die 10.345er Marke.


EUR/USD

Der Euro hat längere Zeit mit der 1,1211er Marke gekämpft, scheint diese aber inzwischen überwunden zu haben. Es gibt Hinweise darauf, dass es noch etwas weiter aufwärts gehen kann.

EUR/USD - Chartanalyse

Sollte die dynamische Aufwärtsbewegung weitergehen, ist damit zu rechnen, dass die Kurse noch in Richtung 1,20 Dollar laufen. Hier könnte die Erholung dann ins Stocken kommen. Und erst danach, in der dann folgenden Konsolidierung, wird sich entscheiden, wie groß das Aufwärtspotential wirklich ist.


Bund Future

Der Bund-Future hatte sich nach einem Sell-off wieder etwas erholt. (Der Sell-off ist die Kerze vom 07.05.2015, als der Bund-Future bei 153,70 Euro startete, auf 151,44 Euro im Tagesverlauf fiel, um sich dann doch wieder auf 154,36 Euro zu erholen, und das unter großen Umsätzen). Doch in dieser Woche ging es wieder bergab.

Bund Future - Target-Trend-Analyse

Daraus könnte sich eine zweite Abwärtswelle entwickeln. Da diese meist die gleiche Größe hat wie die erste (siehe linkes rotes Rechteck) ergäbe sich daraus ein Kursziel von ca. 146 Punkten (rechtes rotes Rechteck). Dafür müsste aber das Tief des Sell-offs bei 151,44 Punkten dynamisch nach unten aufgelöst werden. Noch ist es aber nicht soweit.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einem Sell-Off der Kurs ein zweites Mal versucht, dieses Tief zu erreichen. Meist dreht der Kurs dann aber auf höherem Niveau. Wenn dies im Bund Future auch so sein sollte und anschließend das Hoch der Zwischenkonsolidierung bei 155,00 Punkten überwunden wird, wäre das ein Hinweis darauf, dass der Sell-Off tatsächlich das Tief der Abwärtsbewegung war. Hier müssen wir also abwarten, was in den nächsten Tagen geschieht.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 21)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag,  18.05.2015

12:00 - DE Bundesbank-Monatsbericht Mai
16:00 - US NAHB-Hausmarktindex Mai


Dienstag,  19.05.2015

11:00 - DE ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
11:00 - EU ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
11:00 - EU Verbraucherpreise April (endgültig)
14:30 - US Wohnbaugenehmigungen April
14:30 - US Wohnbaubeginne April


Mittwoch,  20.05.2015

01:50 - JP BIP Q1 (vorläufig)
08:00 - DE Erzeugerpreise April
15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
16:30 - US Rohöllagerbestände
20:00 - US Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung


Donnerstag,  21.05.2015

09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Mai
09:30 - DE Dienstleistungsindex Mai
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone Mai
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone Mai
13:30 - EU Protokoll der letzten EZB-Sitzung
14:30 - US Chicago Fed National Activity Index April
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
16:00 - US Philadelphia-Fed-Index Mai
16:00 - US Verkauf bestehender Häuser April
16:00 - US Frühindikatoren April
16:30 - US EIA Erdgasbericht (Woche)


Freitag,  22.05.2015

00:00 - JP Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidungen
08:00 - DE BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
10:00 - DE ifo-Geschäftsklimaindex Mai
14:30 - US Verbraucherpreise April


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