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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

das Gold hat in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren. Alleine am heutigen Handelstag rutscht das Edelmetall um rund 1,2 Prozent abwärts. Wirklich überraschend kamen die Kursverluste allerdings nicht – in den letzten Gold-Analysen hatte ich bereits auf die verschlechterte Situation des Edelmetalls hingewiesen. Auch der charttechnische Aufwärtstrend wurde zuvor gebrochen. Steht nach jahrelanger Gold-Hausse nun eine ausgedehnte Korrektur an?

Anleger fragen weniger Gold nach

Seit eh und je gilt Gold als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Kein Wunder, dass Anleger rund um den Globus in den letzten Jahren viel Gold gekauft haben. In Zeiten der US-Immobilienkrise, der anschließenden Bankenkrise und der Überschuldungskrise in Europa war das glänzende Metall so begehrt wie nie zuvor. Alleine die deutschen Privathaushalte lagern knapp 8.000 Tonnen Gold (vgl. Rohstoffdienst vom 12. Dezember 2012).

Doch der Gold-Boom schwächt sich aktuell deutlich ab. Im abgelaufenen Jahr lag die Nachfrage nach physischem Gold nur noch bei 1255,6 Tonnen. Im Vorjahr wurde dieser Wert noch bei 1514,4 Tonnen beziffert. Dabei sank sowohl die Nachfrage nach Goldbarren, als auch nach Goldmünzen und Goldschmuck.

Indien: Goldmarkt eingebrochen

Für die Preisbildung des Edelmetalls ist das Land Indien, die größte Goldnation weltweit, schon immer sehr wichtig gewesen. Traditionell wird in Indien massenhaft Gold für Feierlichkeiten wie zum Beispiel Hochzeiten nachgefragt. Doch zu Jahresanfang hat das dortige Finanzministerium sowohl die Einfuhrzölle als auch die Steuern auf das Edelmetall angehoben. Folge: Der Goldmarkt erlebte einen regelrechten Einbruch.

Notenbanken auf der Käuferseite

Entgegengesetzt zu den weltweiten Privatanlegern verhalten sich die internationalen Notenbanken. Während die Nachfrage der Privathaushalte gesunken ist, haben die Währungshüter global gesehen vermehrt auf Gold gesetzt. Nach Angaben des World Gold Council wurden im Jahr 2012 seitens der Notenbanken 534,6 Tonnen Gold erworben. So viele Goldbarren wurden seit einem halben Jahrhundert nicht mehr gekauft. Insgesamt machte der Erwerb der internationalen Notenbanken zwölf Prozent der gesamten Gold-Nachfrage aus.

Vor allem Schwellenländer zeigten sich auf der Käuferseite. Aufgrund der Probleme in Europa und den USA möchten diese ihre Vermögenswerte, die meistens in US-Dollar oder Euro notieren, gegen Währungsverluste absichern. Darüber hinaus erhoffen sich die Notenbanken, durch Diversifikation das allgemeine Risiko senken zu können. Zu den größten Käufern zählten im Jahr 2012 die Notenbanken aus Russland, Brasilien und dem Irak.

„Die Welt geht nicht vor die Hunde"

Ob die Strategie der Schwellenländer aufgeht, bleibt abzuwarten. Fakt ist zumindest, dass das Gold zuletzt kräftig an Wert verloren hat. Nachdem das gelbe Metall schon im Januar nicht gut aussah, musste es im Februar richtig Federn lassen. Alleine in den vergangenen fünf Tagen verlor das Edelmetall rund 50 US-Dollar je Feinunze.

Mitverantwortlich hierfür dürften die zuletzt starken Wirtschaftsdaten aus Amerika, China und Europa sein. Mittlerweile wird immer mehr Anlegern klar, dass sich die Lage in weiten Teilen der Erde - zumindest erst einmal - wieder stabilisiert.

Wir erinnern uns: Nach den großen Krisen der vergangenen Jahre befürchteten einige Marktteilnehmer einen Zusammenbruch des Systems und horteten massenhaft Gold als Absicherung. Diese Bestände werden nun teilweise aufgelöst. Oder um es mit Jonathan Barratt, Rohstoff-Experte aus Australien, zu sagen: „Die Welt geht nicht vor die Hunde, warum also sollte man noch Gold kaufen?"

Charttechnik: Aufwärtstrend gerissen

Eindeutige Signale für die weitere Entwicklung des Goldes gibt wie immer die Charttechnik. Hier sind alle Informationen zu dem Edelmetall enthalten. Dementsprechend hatte sich der Rutsch der vergangenen Tage angekündigt.

In der folgenden Abbildung ist der Gold-Chart seit Juni 2012 dargestellt (in US-Dollar je Feinunze):

 

 

Spätestens nach dem Bruch des Aufwärtstrends vor fünf Tagen war klar, dass sich der Goldpreis weiter nach Süden bewegen dürfte. In der letzten Gold-Analyse des Rohstoffdienstes schrieb ich: „Ein Rutsch unter die Aufwärtstrendlinie bei aktuell 1650 US-Dollar wäre dagegen als extrem negativ zu bewerten. In diesem Fall sollten bestehende Gold-Positionen sicherheitshalber geschlossen werden."

Weiter fallende Kurse wahrscheinlich

Aktuell notiert das Gold mit 1615 Dollar sogar unterhalb der wichtigen charttechnischen Unterstützung bei 1625 Dollar (siehe Abbildung oben). Sollte das Edelmetall auf Tages-Schlusskurs-Basis unter dieser Linie verharren, würde ein weiteres Negativ-Signal entstehen.

Aber selbst wenn die Unterstützung auf Tagesbasis zurück erobert werden sollte, steht dennoch eines fest: Nach dem Bruch der Aufwärtstrendlinie sieht es mittelfristig nach weiter fallenden Goldkursen aus. Auf dem Weg nach unten bestehen bei 1600 US-Dollar sowie bei 1530 US-Dollar die nächsten Unterstützungen. Auch wenn zwischenzeitliche Erholungen natürlich immer einzukalkulieren sind, sollte sich der Goldpreis meiner Meinung nach mittelfristig erst im Bereich zwischen 1530 und 1550 US-Dollar wieder nachhaltig stabilisieren.

 


Freundliche Grüße

Ihr Stockstreet-Team

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