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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

auf den weltweiten Rohstoffmärkten ist das Öl in den vergangenen Handelstagen wieder etwas günstiger geworden. Der befürchtete Preisanstieg zum Winterbeginn blieb bislang aus. Doch wie geht es mit dem „schwarzen Gold" nun weiter? Sowohl für steigende als auch für sinkende Rohöl-Notierungen gibt es zahlreiche Gründe. Ein Fall für die charttechnische Analyse.

Konsolidierung auf hohem Niveau

Nachdem Rohöl in der ersten Jahreshälfte fallende Kurse verzeichnete, kam im Juni die Wende. Im Tief kostete ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent weniger als 90 US-Dollar. Anschließend folgte eine kräftige Aufwärtsbewegung: Bereits im August mussten für ein Barrel wieder mehr als 110 Dollar hingeblättert werden. Soweit nichts Neues. Doch im September endete die schnelle Aufwärtsbewegung – Rohöl befindet sich seitdem in einer Konsolidierungsphase.

In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung der vergangenen sieben Monate dargestellt (Brent-Oil in US-Dollar):

 

 

Mitte September erreichte der Rohöl-Preis ein Verlaufshoch bei rund 115 Dollar. Danach ging es zunächst abwärts bis auf das Niveau von 105 Dollar. Seitdem hat sich der Preis des Energieträgers nicht viel geändert: Das Rohöl pendelt seit mittlerweile mehr als drei Monaten zwischen 105 und 115 US-Dollar umher. Der Rohstoff ist erst einmal in einer charttechnischen Seitwärtszone gefangen.

Leicht abwärts gerichtete Tendenz

Bei einem genaueren Blick auf den Rohöl-Chart erkennt man im kurzfristigen Zeitfenster eine leichte Tendenz nach unten. Durch die verschiedenen Hochs der letzten Wochen hat sich eine technische Widerstandslinie gebildet, die aktuell bei 111,34 Dollar verläuft. Tendenz fallend. Etwas weiter oben besteht zudem der hartnäckige Widerstand bei 115 Dollar. Die nächste Unterstützungslinie besteht dagegen erst bei 105 US-Dollar.

Schuldenkrise belastet weiterhin

Von der fundamentalen Seite her gibt es aktuell zahlreiche richtungsweisende Impulse. Die jüngste Einigung bezüglich des weiteren Vorgehens in Griechenland dürfte den weltweiten Ölpreisen zum Beispiel etwas Auftrieb verliehen haben. Doch gleichzeitig ist jedem klar, dass die europäische Schuldenkrise noch lange nicht ausgestanden ist. Im Allgemeinen hängt die Eurokrise und die damit verbundene Nachfrageschwäche wie ein Damoklesschwert über den Öl-Notierungen. Solange die Wirtschaft im Euroraum nicht spürbar anspringt, sollte sich generell daran nichts ändern.

Minimal stützende Vorgaben aus USA

Der Ölpreis wird natürlich in besonderer Weise von den amerikanischen Wirtschaftsdaten beeinflusst. Diesbezüglich wurden am Nachmittag neue Zahlen bekannt: Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter fiel im Oktober besser aus als erwartet wurde. Auch der veröffentlichte S&P Case-Shiller-Hauspreisindex konnte die Erwartungen übertreffen und sorgte für einen kleinen Funken Konjunktur-Optimismus. Wesentlich einflussreicher auf den Ölpreis dürften im Vergleich allerdings die Aussagen bezüglich des US-Haushaltslochs sein. In dieser Diskussion ist bislang kein nennenswerter Fortschritt zu verzeichnen. Erst heute zeigte sich der Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, optimistisch, dass eine Einigung mit Barack Obama erzielt werden könne. Aber auch hier müssen weitere Details erst abgewartet werden. Auch wenn sich momentan fast täglich verschiedene US-Regierungsvertreter zu Wort melden, so ist eine konkrete Einigung bislang nicht abzusehen.

Und China?

China meldete zuletzt positive Wirtschaftsdaten. Die vielen Maßnahmen der Regierung in Peking gegen die zuletzt stockenden Konjunkturaussichten (im Vergleich zu den Vorjahren) scheinen Wirkung zu zeigen. Die Wachstumsprognose für das vierte Quartal des laufenden Jahres wird bei 8,4 Prozent gesehen (BIP). Dieser Wert liegt zwar weit entfernt von früheren Höchstständen, deutet jedoch vorsichtig das Ende der (relativen) Konjunkturflaute an. Von verschiedenen Ämtern wurde die anziehende Tendenz bestätigt.

Eine starke Wirtschaftsentwicklung in China ist auch dringend nötig. Denn die weltweite Wirtschaftsleistung wird immer stärker von der Schuldenkrise und der Lage in Amerika negativ beeinflusst. Da könnte ein neuer Aufwärtsschub in China gerade richtig kommen – es wäre nicht das erste Mal, dass die chinesische Konjunktur-Lokomotive die Weltwirtschaft rettet.

Kurzfristig abwärts, mittelfristig aufwärts

Ordnet man die verschiedenen Wirtschaftsaussichten und Chartsignale in das große Gesamtbild ein, so kristallisiert sich meiner Meinung nach eine klare Ansage heraus. Innerhalb der nächsten Wochen dürfte der Rohöl-Preis weiterhin in der Seitwärtszone zwischen 105 und 115 Dollar verharren. Die Unsicherheiten aus Europa und der USA machen einen erneuten Test der unteren Kanalbegrenzung bei 105 Dollar wahrscheinlich. Spätestens dort sollte der Ölpreis allerdings wieder Auftrieb erfahren.

Mittel- bis langfristig gesehen sind deutlich steigende Notierungen obligatorisch. Sollte die Wirtschaft in Amerika oder Europa demnächst wieder anspringen, sind sowieso ganz andere Regionen denkbar. Aber alleine die zaghaften Wachstumssignale aus China dürften dem Ölpreis bald wieder auf die Beine helfen. Sobald die aktuelle Seitwärtsphase mit einem Anstieg über 115 US-Dollar nach oben verlassen wird, sind stark steigende Notierungen wahrscheinlich. Im Jahr 2013 halte ich einen Ölpreis von 125 Dollar je Barrel und mehr durchaus für realistisch.

 

 

Freundliche Grüße aus Köln

Ihr

Bernd Raschkowski

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