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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

zwischen Juni und September verzeichnete Rohöl kräftige Preisaufschläge. Zwischenzeitlich kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent sogar 118 US-Dollar und damit fast so viel wie in der Hochpreisphase zu Beginn des Jahres. Doch mittlerweile sind die ehemaligen Hochs wieder etwas in Ferne gerückt: Die schwachen Wirtschaftsdaten der Euro-Zone sind zurück und schicken den Ölpreis auf Talfahrt. Wie weit wird die Korrektur gehen?

Schuldenkrise kehrt zurück

In den vergangenen Wochen hatte die europäische Schuldenkrise anscheinend Pause gemacht. Seit August gab es kaum eine negative Schlagzeile zu lesen. Im Gegenteil: Nach den neuen Maßnahmen der Europäischen Notenbank haben einige Experten bereits das Ende der Staatsschuldenkrise heraufbeschworen. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich persönlich habe die Nachrichten um immer größere Haushaltslöcher nicht vermisst. Doch jetzt scheint die schlechte Verfassung einiger EU-Staaten wieder in den Vordergrund zu rücken.

Vor wenigen Tagen wurde zunächst bekannt, dass der Einnahmen-Fehlbetrag in Griechenland mit 20 Milliarden Euro rund doppelt so hoch ausfallen könnte wie bisher angenommen. Aus diesem Grund wird in Athen bereits über ein weiteres Sparpaket diskutiert – denn nur dann wären neue Kredite aus dem Rettungsfond möglich. Griechenland feilscht bereits mit der sogenannten Troika (einem Zusammenschluss von Experten der EU, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds) um Details. Naja, wir haben uns ja schon fast an solche Meldungen gewöhnt.

Neu ist dagegen die dramatische Lage in Portugal. Denn nach dem verordneten Sparzwang gerät die dortige Wirtschaft immer mehr in die Abwärtsspirale. Die Wirtschaft schwächt sich immer weiter ab und stellt die Bevölkerung mittlerweile vor ernste soziale Probleme. Auch aus Spanien kommen keine positiven Nachrichten. Die Wirtschaft steckt in der Rezession, die Arbeitslosigkeit verharrt auf Rekordniveau. Nach einem Medienbericht rechnet die EU mit einem weiteren Hilfsantrag Spaniens, um den klammen Haushalt auf eine solidere Basis zu stellen und die Zinslast zu drücken.

Keine Frage, die Schuldenkrise ist zurück. Die Angst vor einer anhaltenden Wirtschaftsflaute setzt den Ölpreis erneut unter Druck.

Weitere Belastungsfaktoren

Neben den schwachen Nachrichten aus der Eurozone setzen auch andere Faktoren dem Rohöl zu. So ist in den USA die Debatte um das Anzapfen der strategischen Ölreserven wieder aufgeflammt. Auch wenn es recht unwahrscheinlich ist, dass die Ölreserven Amerikas freigegeben werden, um den Preis zu drücken, so konnte alleine die Diskussion dem Ölpreis zusetzen.

Darüber hinaus veröffentlichte die amerikanische Energiebehörde einen Wochenbericht, wonach zuletzt ein Lagerzuwachs des Öls in Höhe von 8,5 Millionen Barrel verbucht wurde. Diese Meldung drückte den Preis des Energieträgers genauso wie die Spekulationen um eine Förderanhebung in Saudi-Arabien.

Konsolidierung nach Rally

Die verschiedenen Meldungen sollten dennoch nicht überinterpretiert werden. Bislang handelt es sich lediglich um einen kleinen Rücksetzer des Ölpreises. Nicht vergessen: In den Sommermonaten kletterte das Rohöl von rund 85 Dollar bis auf das Niveau bei 116 Dollar. Der jüngste Rutsch des Ölpreises um ca. sieben US-Dollar erscheint vor diesem Hintergrund wenig dramatisch. Mittelfristig dürfte die Weltkonjunktur wieder anziehen – und mit ihr auch der Ölpreis.

Charttechnik: Korrektur ja, Trendwechsel nein

Ein Blick auf das aktuelle Chartbild rückt die Lage ins rechte Licht. In der folgenden Abbildung sehen Sie die Entwicklung der bei uns gängigen Ölsorte Brent seit April 2012:

 

 

Deutlich zu erkennen ist der technische Widerstand im Bereich von 116 US-Dollar. Diese Begrenzungslinie bereitete dem Ölpreis zumindest kurzfristig Probleme. Der Widerstand konnte bislang nicht nachhaltig überwunden werden.

Auch wenn sich durch den Rutsch der vergangenen Woche die charttechnische Situation im Öl etwas verschlechtert hat, steht einer baldigen Fortsetzung der Aufwärtsbewegung generell nichts im Weg. Starke Unterstützungen bei 105 und 100 Dollar dürften der Notierung in den nächsten Wochen wieder Auftrieb verleihen. Die aktuelle Korrektur wird sich zwar höchstwahrscheinlich noch bis in den genannten Bereich fortsetzen. Mit einem Trendwechsel ist nach den Signalen der Charttechnik bislang jedoch nicht zu rechnen.

 

Freundliche Grüße aus Köln

Ihr

Bernd Raschkowski

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