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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

nach den jüngsten geldpolitischen Maßnahmen der amerikanischen und europäischen Notenbank verteuerten sich Rohstoffe und Aktien zugleich. Viele deutsche Rohstoffaktien verzeichneten sogar zweistellige Kursgewinne. Ausnahmen gab es allerdings auch hier: Die Aktie der SGL Carbon konnte vom allgemeinen Aufschwung bislang nicht profitieren und notiert noch immer in der Nähe des Jahrestiefs. Verharrt der MDAX-Wert zu Recht im Keller oder steht die Rohstoffaktie vor einer gewinnbringenden Nachzügler-Bewegung?

Schwächelnde Umsätze belasten die Stimmung

Die SGL Carbon SE bezeichnet sich selbst als ein weltweit führender Hersteller von Produkten aus Kohlenstoff. Das in Wiesbaden ansässige Unternehmen stellt Graphit- und Carbonfasern sowie Verbundwerkstoffe her. Verkauft werden die Produkte hauptsächlich an Kunden aus der Automobil-, Aluminium-, Stahl-, und Chemieindustrie. Auch die Nachfrage aus Hochtechnologie-Branchen nimmt stetig zu: Halbleiter-, Windenergie- sowie Raumfahrt-Unternehmen gehören mittlerweile ebenfalls zu den Kunden der SGL Carbon Gruppe. Das deutsche Unternehmen besitzt weltweit 46 Produktionsstandorte und vertreibt seine Produkte rund um den Globus.

Die Umsatz- und Gewinnzahlen des Unternehmens blieben zuletzt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund von erheblichen Projektverzögerungen verbuchte die im MDAX notierte Gesellschaft im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres eine enttäuschende Entwicklung. Ein Quartals-Minus von rund acht Millionen Euro trübt die Stimmung und dämpft auch die Erwartungen für das Gesamtjahr. Aktuell prognostiziert SGL ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau bei rund 160 Millionen Euro (Ebit). Kleiner Lichtblick: Für die nächsten Jahre erwartet das Unternehmen wieder eine Verbesserung der Bilanzdaten.

Aktie unter Druck

Vor dem Hintergrund der enttäuschenden Unternehmenszahlen lässt sich die schwache Entwicklung der Aktie nachvollziehen. Der charttechnische Abwärtstrend hat die Aktie deutlich nach unten geführt: Während SGL gegen Ende des Jahres 2011 noch oberhalb von 45 Euro notierte, wird der Titel momentan nur noch bei rund 32 Euro gehandelt.

 

 

Selbst die jüngste Aufwärtsbewegung des Gesamtmarktes konnte den Titel nicht nach oben hieven. SGL Carbon kletterte lediglich minimal nach Norden. Aus charttechnischer Sicht haben sich starke Widerstände im Bereich von 32 Euro sowie 35,55 Euro gebildet. Eine solide Unterstützung befindet sich dagegen im Bereich von 29,80 Euro. Hier dürfte die Aktie verstärktes Kaufinteresse erfahren.

Namhafte Anteilseigner

Kursfantasie erhält SGL Carbon allerdings über die Aktionärsstruktur. Sowohl der Autohersteller BMW als auch Volkswagen halten große Stücke des Unternehmens. Konkret besitz BMW 15,72 Prozent der Aktien, Volkswagen immerhin 8,18 Prozent. Darüber hinaus liegen 28 Prozent der Anteile bei der SKion GmbH – eine Beteiligungsgesellschaft der Großerbin Susanne Klatten. Susanne Klatten ist über eine andere Gesellschaft wiederum mit rund 12,5 Prozent an BMW beteiligt.

Mit dem Trend zur Gewichtsreduktion werden Karbonfasern für die Autoindustrie immer wichtiger. Kein Wunder, dass die Autohersteller immer mehr um Einfluss bei dem Karbon-Unternehmen buhlen. Bereits vor einigen Monaten kursierten Gerüchte am Markt, wonach BMW seinen Anteil an SGL aufstocken möchte. Zuletzt gab es auch Spekulationen um weiteres Interesse seitens Volkswagen. Ob an den Gerüchten etwas Wahres dran ist, kann ich nicht sagen. Ein Bieterwettbewerb ist jedoch jederzeit möglich – steigende Notierungen wären die Folge.

Charttechnische Marken beachten

SGL Carbon ist mit einem KGV von 32 aus fundamentaler Sicht bestimmt nicht günstig bewertet. Allerdings besticht die deutsche Rohstoffaktie durch zukunftssichere Produkte und eine starke Verflechtung mit der Automobilbranche. Langfristig dürfte die Nachfrage nach Kohlenstoff-Produkte wieder anziehen und das Ergebnis des Unternehmens verbessern.

Wie immer gibt auch in diesem Fall die Charttechnik sinnvolle Anhaltspunkte bezüglich der zukünftigen Entwicklung. Schafft die SGL-Aktie den Sprung über den harten Widerstand bei 32 Euro, so würde ein positives Signal entstehen. Damit wäre die Weichenstellung für den Weg nach oben erfolgt – Kurse von mindestens 35 Euro wären in diesem Fall wahrscheinlich. Bei einem Rutsch unter die wichtige Marke von 29,80 Euro dürfte der MDAX-Titel hingegen seinen Abwärtstrend der letzten Monate fortsetzen und weitere Kursverluste verbuchen.

 

Freundliche Grüße aus Köln

Ihr

Bernd Raschkowski

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