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Im Rhythmus des Marktes: passiv und aktiv
von Jochen Steffens
 
Ich hatte gestern geschrieben, dass offenbar viele Anleger den Aktienmarkt verlassen haben und dass dies im Hinblick auf die Abgeltungssteuer ein Fehler sein könnte. Schließlich gibt es in diesem Jahr letztmals die Gelegenheit, auf Lebenszeit steuerbefreit im Aktienmarkt zu investieren.
 
Zu hohe Erwartungen der Anleger
 
Es ist jedoch nicht nur die Bankenkrise, die diese Abwanderung bewirkt. Nach diesen sehr fetten Jahren 2003-2007 sind einfach die Erwartungen der Anleger selbst viel zu hoch geschraubt gewesen. Daran ist sicherlich zu einem großen Teil die Werbung für Finanzprodukte schuld. Wie viel Prozent Jahresrendite da zum Teil versprochen wurde! Oder wenn ich allein an die vielen Trendfolger denke, die auf einmal hervorkamen und meinten, sie hätten mit einfachsten Rezepten den heiligen Gral der Börsen entdeckt.
 
In so einer Phase, wie wir sie zurzeit erleben, zeigt sich einfach, dass es keinen heiligen Gral und keine „einfachen“ Systeme gibt und dass nach guten Jahren immer schlechte folgen. Die wirkliche Performance kann also nur als Durchschnitt über viele Jahre errechnet werden.
 
Je mehr Rendite, desto größer die Verluste
 
Und das betrifft alle „Systeme“. Auch die, die in starken Trends die beste Rendite erwirtschaften. Das sind nämlich meistens auch die, die in der aktuellen Phase die größten Verluste generieren. Rechnet man das anschließend zusammen, bleibt oft nur ein kläglicher Rest kaum durchschnittlicher Performances.
 
Es ist daher auch nicht überraschend, dass viele Hedge-Fonds in diesem Jahr schon dicht machen mussten. Gerade ist wieder ein großer geplatzt: Der Hedge-Fonds-Verwalter, Ospraie Management muss jetzt nach dramatischen Verlusten einen milliardenschweren Rohstofffonds schließen. Der Fondsmanager, Dwight Anderson hatte sich mit Werten aus dem Energie- und Bergbausektor heftig verspekuliert. Ospraie gehört zu den größten Hedge-Fonds-Anbietern im Rohstoffbereich. Wahrscheinlich ist da auch wieder einer, der auf das einfache Trendfolgesystem reingefallen ist – es ist ja alles so einfach!
 
Die Börse baut jede Erwartung irgendwann wieder ab
 
Natürlich, in der Werbung wird immer nur auf die Chancen hingewiesen. Und das ist genau das Problem. Wenn Anleger über Jahre hören, dass 100 oder 1.000 % möglich sind, verlieren sie die Relationen. Diese Erwartungen müssen erst einmal wieder abgebaut werden. Und glauben Sie mir, die Börse baut sie ab, immer und immer wieder.
 
Zeiten der Passivität
 
Um langfristig erfolgreich an den Börsen überleben zu können, muss man einen wichtigen Punkt begriffen haben: Es gibt Zeiten, da muss man passiv sein. So eine Phase erleben wir in diesem Jahr. Auf der anderen Seite muss man dann allerdings aus der Passivität wieder rechtzeitig aufwachen, um entsprechend in der aktiven Phase die Kräfte zu bündeln.

Dieses Wechselspiel zwischen Aktivität und Passivität wird Ihnen den entscheidenden Vorteil verschaffen, um die beste Rendite zu erzielen.
 
Ein Anfänger-Fehler
 
Hier lauert auch ein weit verbreiteter Anfänger-Fehler: Viele Anleger, die gute Gewinne gemacht haben, geraten, wenn plötzlich Verluste entstehen, in einen „Aktivitätswahn“,. Statt zu bemerken, dass der Markt nicht mehr so wie gewohnt will, wird gerade in dieser Situation übertrieben viel gewagt und riskiert und getradet. So, als wolle der Anleger den Markt geradezu zwingen, ihm weiter die gewohnten Gewinne zu bescheren.

Tatsächlich muss man sehr argwöhnisch werden, wenn plötzlich Altes nicht mehr funktioniert und sich die Verlusttrades häufen. Hier empfiehlt es sich dann, die Aktivität massiv zurückzuschrauben, statt sie weiter anzufeuern. Meistens hat sich dann nämlich etwas am Markt verändert. 
 
Zum Markt
 
Der gestrige Einbruch bei den US-Indizes hat mir nicht gefallen. Ich habe noch keine wirklich vernünftige Begründung gelesen und auch selber keine zur Hand. Die Erklärungen, die man hörte, waren das typische Versteckspiel der Analysten, die nicht zugeben wollten, dass sie keine Ahnung haben, warum es zu dem Einbruch kam.

Auslöser war wahrscheinlich, dass Ölwerte und Versorger, im Zuge des stark fallenden Ölpreises, zunächst unter Druck gekommen sind. Warum aber auch der Nasdaq100 so massiv verloren hat, ist mir nicht klar. Ich weiß aber, ich mag solche Abverkäufe nicht und werde deshalb sehr vorsichtig!
 
Dax-Chart bleibt weiter bullish
 
 
Charttechnisch ist der Dax erst einmal an der Mittellinie des von mir vorgestellten Aufwärtstrends abgeprallt. Das unterstützt nun mit einem weiteren kleinen Hinweis diesen eigentlich immer noch nicht wirklich bestätigten Trend. Im Dax ist somit bis jetzt noch nichts Bearishes passiert.
 
 Es gibt nun mehrere typische Verlaufsmuster:

1. Die bullishe Variante: Der Dax überwindet die Mittellinie, dann ist die obere Begrenzungslinie das nächste Kursziel.
 
2. Die Mittellinien-Variante: Kurse neigen gerne dazu, um eine solche Mittellinie zu fluktuieren. Das passiert besonders dann, wenn ein solcher Trend gerade etabliert wird (wie eben dieser Trend)
 
3. Die eher bearishe Variante: Der Kurs hält sich nun in der unteren Hälfte des Trends auf, so wie er sich zuvor eine Weile in der oberen Hälfte aufgehalten hat. Allerdings wäre das eine recht bearishe Variante, weil dann jederzeit ein Trendbruch möglich ist.
 
Insgesamt sieht der Dax zurzeit sowieso etwas bullisher aus als zum Beispiel der Nasdaq100. Das hängt jedoch wiederum mit dem fallenden Euro zusammen. Dieser ist zwar an der Tankstelle ärgerlich, weil die sinkenden Ölpreise nicht so recht zu uns armen Autofahrern durchdringen, für das Exportland Deutschland jedoch, und damit für die Wirtschaft, ist ein schwächerer Euro günstig. Da sich der Dax aber nicht von den US-Indizes abkoppeln wird, müssen wir zurzeit mit leichten Sorgenfalten über den Teich schauen.
 
Vielleicht wird das Beige Book, das um 20 Uhr veröffentlicht wird, uns heute den Gründ für den Kursrückgang erklären.

Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
P.S. Ich bin zugegebenermaßen etwas überrascht, wie groß das Interesse an unserem Abgeltungssteuer-Spezialreport ist. Es freut mich, dass wir offensichtlich den dringenden Bedarf richtig erkannt haben.
 
Wie ich Kundenmails entnehmen konnte, empfinden viele die Informationsflut über das Thema Abgeltungssteuer im Internet als abschreckend. Hier erkennt man einen der Nachteile des Internets: Unglaublich viel Information, aber wenig Handfestes. 
 
Eine Leserin berichtete heute, sie hätte wesentlich mehr Zeit als 15 Stunden (von uns beispielhaft auf der Internetseite genannt - siehe Link unten ) im Internet verbracht, um Information zu finden, wie man ein langfristiges Depot auf Sicht von 20 Jahren aufbaut. Trotzdem ist sie sich nicht sicher, jetzt wirklich das Richtige getan zu haben.
 
Andere Mails belegen, dass das Vertrauen in Banken und Fonds tatsächlich sehr abgenommen hat. Dass einige Banken nicht verstehen, wie sehr sie sich zum Teil die eigenen Kunden auf Jahre vergraulen...
  
  
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US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Die Industrieaufträge sind im Juli um 1,3 % gestiegen. Analysten hatten mit einem Anstieg im Bereich 0,4 bis 1,0 % gerechnet, nach einem Anstieg von 2,1 % zuvor.
 
Auch diese etwas besser als erwarteten Zahlen, konnten den US-Markt nicht freundlich stimmen. Nur selten weiß ich nicht, was den Markt bewegt. Heute ist so ein Tag. Ich hab ein paar Vermutungen, dazu morgen vielleicht mehr.
 
 

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