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Die Warnsignale mehren sich
 
Die Warnsignale mehren sich
von Jochen Steffens

Angesichts der heutigen Ereignisse zunächst wieder zum DAX.
Jetzt müssen Sie aufpassen! Der DAX hat heute ein böses Schwächesignal generiert:

Nach klassischer Charttechnik ist er gestern aus einer Konsolidierungsformation nach oben mit einem Gap-Up ausgebrochen, um anschließend wieder in diese Formation mit einer langen roten Kerze zurückzufallen. Das entspricht einem klassischen Fehlsignal, welches für sich genommen schon eine deutliche Warnung darstellt.
Nach der Target-Trend-Methode hat der DAX die obere Linie des aktuellen Rechtecks nicht erreicht. Diese Schwäche unterhalb dieser Linie ist ebenfalls ein Warnsignal.
Wenn der Kurs jetzt auch noch durch die grüne Unterstützungszone fällt, besteht natürlich sofort die Gefahr, dass der DAX sogar bis zur unteren Linie des Rechtecks durchgereicht wird. Das wäre dann im Prinzip eine Fortsetzung der großen Seitwärtsbewegung, die im September letzten Jahres startete.
Drei Gründe für die Schwäche
Der Grund für die Schwäche des DAX dürfte gewesen sein, dass die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit Portugals um gleich zwei Stufen auf "A-" heruntergesetzt hat. Nun wird befürchtet, dass nach Griechenland Portugal zum Pleitekandidaten wird. Damit könnte ein Domino-Effekt einsetzen, mit gefährliche Auswirkungen für andere EU-Staaten und sogar die Weltwirtschaft. Natürlich reagierte auch der Euro entsprechend und brach ebenfalls ein.
Hinzu kamen noch zwei weitere Aspekte:
In den USA malte Fed-Chef Ben Bernanke für den Fall des Scheiterns der beabsichtigten Reduzierung des Budgetdefizits in den USA ein düsteres Bild: In diesem Fall werde es zu einem Anstieg der Zinsen bei gleichzeitig nachhaltiger Schwächung der US-Wirtschaft kommen. Die konjunkturelle Erholung in den USA stehe somit auf dem Spiel. Zwar sei eine langfristige Konsolidierung des US-Staatshaushaltes schwierig, doch die Kosten eines Scheiterns dieses Vorhabens wären sehr hoch.
Da zudem morgen das Ergebnis der nächsten Zinssitzung bekannt gegeben wird, wird sich kaum ein US-Anleger weit aus dem Fenster lehnen. Und das wird der Grund dafür gewesen sein, dass auch die US-Indizes im weiteren Verlauf deutlich nachgaben.
Das Ergebnis der Zinssitzung wird somit zum marktentscheidenden Faktor für die nächsten Tage werden. Es wird nun sehr, sehr spannend!
Ifo-Index sendet erste Warnsignale
Dazu passt der Ifo-Index, der bereits in der letzten Woche veröffentlich wurde, den ich aber aufgrund des Messe-Besuchs erst heute analysieren kann:
Letzte Woche Dienstag hatte ich den ZEW-Index im Zusammenhang mit dem DAX-Anstieg analysiert und war zu dem Schluss gekommen, dass zwar eine Konsolidierung möglich, ein großes Top jedoch unwahrscheinlich sei. Im Gegensatz zum ZEW-Index zeigen sich im Ifo-Index deutlichere Warnsignale.
Beim ZEW-Index und dem Ifo-Index werden unterschiedliche Personengruppen befragt. Der ZEW-Index wird anhand einer Umfrage unter bis zu 300 Finanzexperten erstellt. Beim Ifo-Geschäftsklimaindex  nehmen ca. 7.000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels teil. Die Unternehmen werden gebeten ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.
Während der ZEW-Index demnach eher als reiner Stimmungsindikator zu sehen ist, liefert der Ifo-Index ein konkretes Bild über den Zustand der Wirtschaft.
Für Anleger ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung, dass die Börse die Entwicklung der Wirtschaft vorweg nimmt. Die Börsen fangen meist an zu steigen, während sich die Wirtschaft noch in der tiefsten Rezession befindet, und Rallys enden zumeist dann, wenn ein Wirtschaftsboom sein Hoch erreicht. Und so muss man den Ifo-Index tatsächlich ebenfalls antizyklisch betrachten. Das bedeutet: Hohe Werte müssen als Warnsignal gesehen werden. Sehr niedrige Werte dienen als Hinweis auf langfristige Einstiegssignale.
Die wichtige 100-Punkte-Marke
Im April 2010 ist der ifo-Index auf 101,6 Punkte gestiegen. Damit hat er eine kritische Marke erreicht:

Wenn Sie den Verlauf des Ifo-Index mit der DAX-Entwicklung vergleichen, erkennen Sie tatsächlich einen antizyklischen Zusammenhang. Auch fällt auf, dass sich über der 100-Punkte-Marke der obere Extrem-Bereich des Ifo-Index befindet. Gerne fallen mit dieser Marke Konsolidierungen oder sogar große Tops zusammen.
Mit der letzten Veröffentlichung ist der Ifo-Index somit wieder in diesen Extrem-Bereich eingetreten. Die Gefahr einer längeren Konsolidierung oder einer größeren Topbildung ist damit deutlich gestiegen.
Eine Frage des Timings
Natürlich darf man den Ifo-Index nicht isoliert betrachten. Auch er ist nur ein Indikator unter vielen. Bei der genaueren Analyse des Ifo-Index im Zusammenhang mit dem DAX wird man zudem feststellen, dass sich dieser Index durchaus längere Zeit oberhalb der 100er Marke aufhalten kann, ohne dass es direkt zu einer Konsolidierung kommt (siehe dazu die Zeit zwischen 2006 und 2008). Damit ist der Ifo-Index nicht als Indikator geeignet, um einen Ausstieg genau zu timen. Er kann, wie oben beschrieben, nur ein Warnsignal senden.
Ifo- und ZEW-Index
Wenn man nun den ZEW-Index und den Ifo-Index zusammen analysiert  wird das negative Bild bestätigt: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir bald eine längere Konsolidierung (oder sogar ein Top) sehen, ist deutlich gestiegen. Ein Grund dafür, bei der Analyse des ZEW-Index noch nicht von einer größeren Gefahrenlage auszugehen, war der niedrige Wert bei der Einschätzung der aktuellen Lage. Doch im breiter gefassten Ifo-Index erreicht die Einschätzung der aktuellen Lage wieder kritische Bereiche (siehe Diagramm oben). Da hier die Unternehmen direkt befragt werden, ist die Signalwirkung des Ifo-Index eindeutig höher zu bewerten.
Die Probleme einer Extremsituation
Gerade langfristig orientierte Anleger sollten normalerweise bei solchen Werten anfangen, vorsichtiger zu agieren. Ein Problem bei der Analyse dieser umfragebasierten Indizes ist jedoch, dass wir uns nicht in einem normalen Konjunkturzyklus befinden! Noch unterstützen die extrem niedrigen Zinsen die Wirtschaft und natürlich auch die Börse. Und in solchen Sondersituationen sind erhebliche Verzerrungen leider nicht auszuschließen. Derartige Warnsignale können durch die hohe Liquidität und den Anlagenotstand der Anleger einfach überkompensiert werden. Doch selbst im Jahr 2004, als die Zinsen ähnlich niedrig notierten, signalisierte der Anstieg des Ifo-Index an die 100-Punkte-Marke den Eintritt in eine mehrmonatige Konsolidierung.  Sollte sich die am Anfang genannten Warnsignale bestätigen und wir tatsächlich wieder in den Bereich der 5.500er Marke zurückfallen, würde das Gesamtbild wieder passen.
Viele Grüße
Jochen Steffens

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Der Vertrauensindex des Conference Boards notiert im April bei 57,9. Erwartet wurde er im Bereich von 54 Punkten. Im Vormonat hatte er bei 52,3 notiert.

Diese eigentlich gute Nachricht ging angesichts der Nachrichten aus Griechenland, Portugal und den USA vollkommen unter.

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