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Der beinahe beste Trade meines Lebens
von Jochen Steffens
 
Hinweis: In dieser Woche erscheint kein Steffens Daily mehr, da ich mich morgen schon in Richtung Messe, also zur Invest in Stuttgart aufmache. Den nächsten Steffens Daily erhalten Sie somit am Montag den 26.04.2010. Aber vielleicht sehen wir uns ja auf der Invest.
 
An einen Trade in meinem Leben erinnere ich mich immer wieder zurück: Es war vielleicht der aufregendste und gleichzeitig verrückteste Trade meines Lebens. Ich hatte gerade mit ein paar Zockerscheinen gut verdient, als ich im August 2004 einen Schein entdeckte, der damals zu 2 Cent im Kauf getaxt wurde. Er hatte die Basis DAX 10.000 Punkte und eine Laufzeit bis zum 17.12.2008. Der DAX stand damals noch unter 4.000 Punkten. Konnte der DAX 6.000 Punkte in der kurzen Zeit zurücklegen? Das schien ein Jahr nach dem Tief des großen 2.000er Crashs kaum denkbar. Die Welt sah noch wüst und wirtschaftlich sehr schwach aus. Dieser Schein schien mir zu absurd.
 
Ich habe dann fast noch einen Monat gebraucht, bis ich mir gedacht habe: Warum eigentlich nicht, ein DAX bei 10.000 Punkte bis 2008, alles ist an den Börsen möglich. Der Schein stand zu der Zeit bei 4 Cent. Normalerweise hätte ich in so einen Schein 500 Euro, höchstens 1000 Euro investiert.
 
Eine viel zu große Summe
 
Da ich zuvor bereits mit einigen Zockerscheinen Gewinn gemacht hatte, kaufte ich zwei Positionen, insgesamt 70.000 Scheine für 0,04 Euro und riskierte damit 2.800 Euro. Eigentlich viel zu viel für einen solchen Zockerschein. Gleichzeitig empfahl ich diesen Schein den Lesern meines damaligen Traderdienstes (einige von Ihnen werden sich an diesen Schein (WKN A0CSYG) sicherlich noch sehr gut erinnern).

Dafür, dass es aussichtslos war…
 
Jedem, dem ich damals von diesem Schein erzählt habe, hielt es für völlig aussichtlos, dass dieser Schein Gewinn abwerfen würde. Bei einem DAX-Stand von 11.000 Punkten (also 1.000 Punkte über der Basis) zum Laufzeitende hätte der Schein 1 Euro gebracht, bei 12.000 Punkten bereits 2 Euro, etc. Bei 70.000 Scheinen wären das also 140.000 Euro Gewinn gewesen. Doch um 12.000 Punkte zu erreichen, hätte sich der DAX verdreifachen müssen. Eine Verdreifachung in vier Jahren? Damals, wie gesagt, vollkommen abwegig. Aber bei den Gewinnchancen, das musste man wagen.
 
Und die Rally kam. Zunächst tat sich in diesem Schein natürlich lange nichts, trotz steigender Kurse. Doch als der DAX über die 6.000 Punkte Marke sprang, kam auch der Schein langsam ins Laufen. Doch es war der reine Horror: Solange der Markt stieg, kletterte auch der Schein zäh Cent um Cent mit. Sobald aber auch nur ein kleiner Rücksetzer zu verzeichnen war, brach er teilweise um 50 % und mehr ein!
 
In wenigen Tagen 17.500 Euro weniger
 
Irgendwann stand der Zockerschein zum Beispiel bei ca. 50 Cent. Das waren mal eben 35.000 Euro. Drei fallende Tage später notierte er bei 25 Cent. Der Gewinn war in drei Tagen um 17.500 Euro zurückgegangen. Und ich wusste, der Schein könnte jederzeit auch wertlos verfallen. 
 
Zweieinhalb Jahre nach dem Kauf, am 26.02.2007, stand der DAX bereits bei 7.000 Punkten. Und der Schein, der natürlich mitgetaxt wurde, notierte bei 73 Cent. Das entsprach einem Gewinn von 1.680 % oder ca. 50.000 Euro. Was würden Sie in so einer Situation tun?
 
Abwarten, ob er doch noch weiter steigt, auf die Gefahr hin, dass die 50.000 Euro ganz schnell wieder weg sind? Oder verkaufen und den Gewinn mitnehmen. Das Problem war, dass der DAX zu diesem Zeitpunkt immerhin um knapp 4.000 Punkte, also knapp 60 % hätte steigen müssen, damit der Schein am Ende der Laufzeit noch den gleichen Wert (70-100 Cent) gehabt hätte. Aber nach einer Rally von im Tief 2.188 Punkten bis 7.000 Punkte erschien ein weiterer Anstieg um 60 % ohne größere Konsolidierung kaum realistisch. Und diese Konsolidierung hätte den Gewinn einggedampft. Dieses Wissen zehrt an Ihren Nerven und lässt Sie Tag für Tag hadern.
 

Da sich zudem erste Warnsignale abzeichneten, empfahl ich schließlich den Lesern am 26.02.2007 bei einem DAX-Stand von rund 7.000 Punkten den Verkauf. Wie Sie im Chart erkennen können, tatsächlich vor einer größeren Konsolidierung, in der sich der Schein wieder einmal halbierte. Alles richtig gemacht?



Doch dann, in den nächsten Wochen nach der Konsolidierung stieg der DAX auf über 8.000 Punkte und dieser Schein schoss dabei noch auf ca. 2,80 Euro (soweit ich mich noch erinnere, ich hab leider keinen Chart mehr dazu). Das wären knapp 200.000 Euro Gewinn gewesen und das auch noch steuerfrei. 200.000 Euro bei einem Einsatz von 2.800 Euro. Das wäre tatsächlich der Trade meines Lebens gewesen...

Keine Frage, man ärgert sich, dass man den Schein nicht doch weiter gehalten hat und „nur“ 50.000 Euro Gewinn sichern konnte.
 
Am Ende wertlos
 
Aber schlussendlich ist der Schein dann Ende 2008 wertlos verfallen. Tatsächlich gab es also nur ein Zeitfenster von wenigen Wochen, um diesen Schein auf einem akzeptablen Niveau zu verkaufen. Im Nachhinein zeigt sich also, dass wir dieses enge Zeitfenster bei einer Laufzeit von vier Jahren eigentlich fast perfekt erwischt haben und so stimmt der Verkauf im Nachhinein versöhnlich.

Eine einmalige Chance?

Ich warte seit Jahren auf eine ähnliche Chance. Und nun sind wir im DAX in einer ähnlichen Situation. Die erste Rally ist vorbei. Das bedeutet, die hohe Volatilität eine wichtige Kennzahl bei derartigen Zockerscheinen wurde abgebaut und hat wieder halbwegs akzeptable Werte erreicht. Die Zinsen sind noch extrem niedrig, die Stimmung ist schlecht, die Zukunftserwartungen düster. Doch eigentlich fehlt noch die lange Seitwärtsbewegung.

Und so fragt es sich aktuell: Kann der DAX die 11.000-12.000-Punkte-Marke in zwei Jahren schaffen? Wenn ja, dann können Sie mit solchen Scheinen 3.000 bis 4.000 % Gewinn machen – natürlich immer mit dem Risiko, einen Totalverlust zu erleiden. Aber ohne Risiko sind solche Renditen nicht zu erreichen…

Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
PS: Wenn Sie mitzocken wollen, im Stockstreet-Premium-Trader haben wir gerade den ersten Schein auf ein solches Szenario empfohlen. Klicken Sie dazu hier! 

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