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Ohne Fehler gäbe es keine Börse
US-Konjunkturdaten
  
Ohne Fehler gäbe es keine Börse
von Jochen Steffens
Sehr seltsam. Nach der Veröffentlichung des letzten US-Arbeitsmarktberichts hört man aus den USA von verschiedenen Seiten, dass sich der US-Arbeitsmarkt beruhigt. Es fragt sich, ob das vielleicht doch nur ein Strohfeuer gewesen ist, denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen erneut zu:


Diese stiegen in dieser Woche um 24.000 auf 484.000. Damit nähern wir uns bereits wieder der 500.000er Marke. Analysten hatten lediglich mit 440.000 Anträgen gerechnet.
Von besagten Analysten war zwar im Anschluss zu hören, dass man den Wert nicht überbewerten solle, es könne sich um Verzerrungen durch die Ostertage handeln. Wenn Sie sich jedoch die Grafik oben anschauen, scheint der Abwärtstrend der vergangenen Wochen tatsächlich nachhaltiger beendet zu sein. Und normalerweise sind Ferientage eher für Verzerrungen nach unten und nicht nach oben bekannt.
US-Arbeitsmarkt und US-Häusermarkt
Wie schon geschrieben: Wichtig ist, dass der US-Arbeitsmarkt wieder zu Kräften kommt. Nur dann können die stark deflationär wirkenden Faktoren, welche die USA zurzeit heimsuchen, kompensiert werden. Nur wenn in den USA wieder mehr verdient wird und wieder mehr Menschen Arbeit finden, wird zum Beispiel auch die Nachfrage nach Häusern wieder nachhaltiger steigen können. Und der Häusermarkt mit seinen sekundären Effekten (Baubranche, Einrichtung, Handwerker, Gartenbau, etc.) ist in der Lage, das US-Wirtschaftswachstum auf ein breiteres Fundament zu heben.
Sinkende Zinsängste
Dass die Märkte nach diesen Zahlen nicht direkt eingebrochen sind, dürfte auch damit zusammenhängen, dass durch diese Zahlen die Risiken für Zinserhöhungen seitens der Fed wieder zurückgegangen sind. Ohne eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt wird es zu keinen Zinserhöhungen in den USA kommen.
Wirklich nur Basiswissen?
Zu einem anderen Thema. Immer wieder liest man Sätze wie: „Zurzeit sind mehr Käufer als Verkäufer im Markt“. Da aber jeder Aktienkauf auch gleichzeitig einen Verkauf darstellt, scheint diese Aussage doch falsch zu sein. Es sind immer gleich viele Käufer wie Verkäufer im Markt.
Aber warum steigen oder fallen dann Aktien?
Der Aktienkurs bestimmt sich durch den Preis der letzten Transaktion. Diese Transaktionen kommen zustande, da Verkäufer eine Verkaufsorder (Briefkurs, ask) zu einem bestimmten Kurs in den Markt legen. Gleichzeitig legen Käufer eine Kauforder (Geldkurs, bid) in den Markt, zu einem Kurs, der unter dem der Verkaufsordern liegt. Den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufsorder nennt man Spread (Spanne / Differenz).
Ein Beispiel
Dazu ein Beispiel: Wir haben eine Aktie, die 100 Euro bei der letzten Transaktion gebracht hat. Bei 99,90 Euro liegen von vielen Anlegern Kaufordern, sagen wir 10.000 Stück. Die gleiche Menge liegt bei 100,10 Euro zum Verkauf (der Spread wäre dann 20 Cent).
Wären genau gleich viele Käufer wie Verkäufer im Markt, würde der Kurs um diese 100er Marke fluktuieren. Doch wie ist das zu verstehen? Dazu ein weiteres Beispiel.
Mehr Käufer
Kommen nun, zum Beispiel nach einer überraschend positiven Nachricht, viele neue Käufer in den Markt, werden diese nicht nur weitere Ordern in den Markt legen. Wenn ihr Bedürfnis die Aktie möglichst schnell zu kriegen (Gier) besonders groß ist, werden sie natürlich anfangen, die niedrigste Verkaufsorder, also die bei 100,10 Euro abzugrasen. Wenn es genügend Kaufwillige gibt, werden aus den 10.000 Stück, die dort liegen, schnell 5.000. Der Kurs steht nun auf 100,10 Euro. Später dann liegen nur noch 2.000 im Verkauf und zum Schluss ist die ganze Position weggefressen. Sofort taucht im Orderbuch die nächst höhere Verkaufsorder auf, sagen wir diese läge bei 100,20 Euro. Wenn noch mehr Käufer, als Verkäufer am Markt sind, werden diese auch bereit sein, für 100,20 Euro zu kaufen. Der Kurs steigt, und die nächste Position wird langsam (oder schnell) weggefressen.
Und somit stimmt die Aussage prinzipiell: Es muss schon ein Ungleichgewicht zwischen Käufern beziehungsweise Kaufwilligen und Verkäufern, beziehungsweise Verkaufswilligen existieren, damit Kurse sich bewegen. Auch wenn schlussendlich jeder Kauf immer auch ein Verkauf bleibt. Die Begriff Kaufdruck oder Verkaufsdruck beschreiben diese Situation aber sicherlich treffender.
Eine kleine Änderung des Blickwinkels
Wenn jeder Kauf auch ein Verkauf ist, bedeutet das zudem, dass bei jeder Aktientransaktion, bei der ein Trader etwas richtig gemacht hat, ein anderer auch etwas falsch gemacht hat. Wenn einer verkauft, weil er denkt, die Aufwärtsbewegung sei nun zu Ende, wird einer kaufen, weil er auf weiter steigende Kurse hofft. Einer dieser beiden (zumindest auf vergleichbaren Zeitebenen) wird eine Fehlentscheidung getroffen haben. Am (Tages-)Umsatz erkennen Sie demnach nicht nur, wie viele Aktien gehandelt wurden, sondern auch, wie viele Anleger etwas falsch gemacht haben.
Wie gesagt, eine Rally entsteht, wenn Kaufdruck aufkommt. Tatsächlich aber braucht eine Rally damit genauso viele Anleger, die aus ihren Positionen aussteigen. So gesehen könnte man eine Rally also auch als eine Art Deppenrennen bezeichnen. Ich will hier keinem zu nahe treten, jeder an der Börsen (einschließlich mir) wird immer wieder zu diesen „Deppen“ gehören, die falsch aus-/ eingestiegen sind. Mir geht es nur darum, einmal kurz den Blickwinkel zu verändern.
Ohne Verkäufer gäbe es sogar gar keinen Kursanstieg. Wären zum Beispiel alle Anleger einhellig davon überzeugt, dass eine Aktie noch weiter steigt, würde keiner seine Aktie verkaufen. Damit käme kein neuer Kurs zustande, die Kaufinteressenten würden leer ausgehen.
Die Börse lebt also von den Fehlern, die wir alle immer wieder machen. Ohne sie könnte eine Börse nicht existieren. Auch irgendwie beruhigend…
Viele Grüße
Jochen Steffens

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Der Philly-Fed ist im April auf plus 20,2 Punkte gestiegen. Analysten hatten einen Indexstand von plus 19,5 Punkten erwartet, nach 18,9 Punkte zuvor. 
 
Negative Werte weisen auf eine Kontraktion der Geschäftstätigkeit hin, positive Zahlen auf eine Expansion. Die Werte weisen also weiterhin auf ein moderates Wirtschaftswachstum in der Region hin.
Die US-Industrieproduktion in den USA ist im März lediglich um 0,1% gestiegen. Analysten hatten einen Anstieg von 0,8 % erwartet. Die Kapazitätsauslastung stieg auf 73,2%. Hier sind die Analysten von einem Wert von 73,3% ausgegangen. 

Sharewise Sentiment
von Jochen Steffens

 
 

Mittlerweile wird die Stimmung bullisher. Mit 57 % nähern wir uns aber erst langsam den Bereichen, in denen Zwischenhochs entstehen. Wie Sie sehen, wird es erst zwischen 60 und 70 % kritischer. Insoweit ist noch Platz nach oben, aber die Luft fängt natürlich an, dünner zu werden.

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