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Sommerpause des Steffens Daily
von Jochen Steffens
 
Hinweis: Auch der Steffens Daily, beziehungsweise der Autor, braucht eine Sommerpause. Kurz: Ich werde mir zwei Wochen Urlaub gönnen. Das bedeutet, dass der nächste Steffens-Daily erst wieder am 21.09.2009 erscheinen wird. Ich bedanke mich für Ihr Verständnis.
 
Ein Chart – verschiedene Szenarien
 
Heute bat mich ein Kollege, ihm doch einmal den langfristigen Chart vom Dow Jones Industrial zu schicken. Als ich daraufhin diesen Chart genauer analysierte, entdeckte ich mehrere langfristige Szenarien auf Sicht von 5-10 Jahren, die jeweils davon abhängen, wie sich die Kurse in den nächsten Monaten entwickeln werden.
 
 
Das augenfälligste Szenario ist eine große Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), die als Top-Formation dem seit 1930 existenten Aufwärtstrend ein bitteres Ende bereiten würde.
 
 
Das sähe ungefähr so aus, wie ich es hier im Chart dargestellt habe. Das Kursziel läge bei ca. 2800 Punkten.
 
Allerdings zeigte sich, dass der enorme Anstieg der Umsatzentwicklung im letzten Tief nicht ganz mit der typischen Umsatzentwicklung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation übereinstimmt. Das ist zunächst beruhigend, denn es ist ein Hinweis darauf, dass es sich eben nicht um eine SKS handelt!  Sollten sich die Kurse aber entsprechend der roten Prognoselinie entwickeln, müsste man trotzdem sehr vorsichtig werden. Besonders wenn die blaue Nackenlinie unter hohem Umsatz gebrochen würde, wäre das ein sehr bearishes Signal für die langfristige Entwicklung.
 
Voraussetzung für dieses Szenario wäre aber zunächst, dass sich erst einmal eine rechte Schulter ausbildet, die vom Aussehen her in etwa der linken entspricht. Dafür müssten die Kurse ungefähr auf dem aktuellen Niveau noch mehrere Monate (!) quasi seitwärts laufen. Würden die Kurse also jetzt direkt und dynamisch wegbrechen, wäre eine SKS sowieso hinfällig.
 
Das oben beschriebene Szenario, mit einem Rückfall auf 2.800 Punkten und tiefer, wäre natürlich nur In Verbindung mit einem massiven Niedergangs der US-Wirtschaft denkbar. Trotz aller Schwierigkeiten ist das noch nicht in der extremen Form abzusehen. Auch das ist ein Hinweis darauf, dass sich diese SKS nicht durchsetzt.
 
Das Seitwärtsszenario
 
Bei einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die (siehe Umsatz) keine ist, handelt es sich eigentlich nur um einfache Fortsetzungsformationen.  Wenn also in den nächsten Wochen das Schulterniveau der rechten Schulter, welches beim Dow Jones bei 11.700 Punkten liegt, überwunden werden sollte, entsteht ein deutlich bullisheres Bild. In diesem Fall ist mit einer großen Seitwärtsbewegung in Form einer Broadening-Formation (einer sich nach rechts erweiternden Formation) zu rechnen.
 
 
Hier habe ich Ihnen das mögliche Szenario dazu eingezeichnet. Voraussetzung hierfür wäre eine Konsolidierung, die allerdings nicht unbedingt so tief gehen muss, wie hier eingezeichnet. Sie könnte auch sehr kurz ausfallen. Anschließend muss die 11.700-Punkte-Marke nachhaltig überwunden werden. Dann läge das Kursziel erst einmal beim Allzeithoch, wahrscheinlicher aber, wie hier dargestellt, an der oberen blauen Linie.
 
Anschließend ist dann alles offen, es könnte sogar zu einem Ausbruch nach oben kommen. Das wäre der Fall, wenn die US-Wirtschaft doch vergleichsweise schnell wieder auf die Beine kommt und ein gesundes Wachstum generiert. Natürlich könnten die Kurse aber auch an der oberen blauen Linie abprallen und nochmals zur unteren laufen. Das müsste man dann beizeiten analysieren.
 
Die zähe enge Seitwärtsbewegung
 
Sollte das Niveau der rechten Schulter hingegen nicht überwunden werden, kann es auch noch zu einer Fortführung der Seitwärtsbewegung auf eine andere Art und Weise kommen. Dazu der Vergleich mit dem S&P500 zwischen 1965 und 1985:
 
 
Hier scheiterten die Kurse an dem Niveau der rechten Schulter, das bei 110 Punkten lag. Daraufhin kam es zu einer engen Seitwärtsbewegung, die satte 4-5 Jahre anhielt (blaues Rechteck)! Dieses Szenario wäre auch im Dow Jones denkbar. Es würde einer flachen wirtschaftlichen Erholung entsprechen, die durchaus auch in einem Inflationsumfeld ablaufen könnte. Von dieser wirtschaftlichen Entwicklung geht zurzeit die Fed aus.
 
Das Deflations-Szenario
 
Damit bleibt eigentlich nur noch eine Variante übrig: Wenn die Kurse in den nächsten Wochen / Monate fallen und neue Tiefs ausbilden, kommt ein Szenario in Betracht, das an die Entwicklung des Nikkeis nach 1990 erinnert.
 
 
Nach dem ersten scharfen Einbruch folgt eine Erholung, in der wir uns gerade befinden. Anschließend geht der Kursverlauf in einen breiten aber sehr flachen Abwärtstrend über. In diesem Fall würden die Kurse im weiteren Verlauf wahrscheinlich bis an die 4.000er Marke laufen. Das kann allerdings durchaus 10 Jahre dauern. Damit dieses Szenario eintritt, müsste es zu einer deflationären Wirtschaftsentwicklung in den USA kommen.

Interessant ist: Auch in diesem Fall könnte es noch zu einer kleinen Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau kommen, das aber nicht das zeitliche Ausmaß der linken Schulter haben sollte. Natürlich müssten daraufhin die Kurse aus dieser kleinen Seitwärtsbewegung nach unten ausbrechen.
 
Als Vergleich, hier die Entwicklung des Nikkeis:
 
 
Fazit:

Schaut man sich diese sehr langfristigen Charts an, bei denen es um die Chartentwicklung der nächsten 5-10 Jahre geht, stellt man fest, dass zurzeit noch nichts entschieden ist. Erst wenn zu erkennen ist, dass bestimmte Voraussetzung sich entsprechend den hier vorgestellten Szenarien entwickeln, wird man klarere Szenarien für den weiteren Verlauf entwerfen können.

Im Moment befinden wir uns somit, so leid es mir tut, immer noch zu nahe am Crash. Das entspricht auch der fundamentalen Situation, da zurzeit auch die wirtschaftlichen Prognosen noch zu ungenau sind, weil sich viele wirtschaftliche Entwicklungen erst noch herauskristallisieren müssen. Dazu gehören aber auch die Fragen, wie sich die Fed, die US-Politik aber auch die Geopolitik weiter verhalten werden. 
 
Das sind die verschiedenen Voraussetzungen, die es abzuwarten gilt. Die Kursentwicklung der nächsten Wochen und Monate wird uns also Hinweise auf die langfristige Entwicklung der Börse geben. Wahrscheinlich wird in dieser Zeit auch klarer werden, welchen Weg die US-Wirtschaft einschlägt. Es bleibt also höchst spannend.
 
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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