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Im Bann des Verfallstags
von Jochen Steffens
 
Man spürt förmlich, wie der DAX an der 6.000er Marke festklebt. Es wird immer offensichtlicher, dass hier der Verfallstag eine Rolle spielt. Wie bereits geschrieben, die Stillhalter haben ein Interesse daran, den DAX nicht deutlich über die 6.000er Marke steigen zu lassen. Bei dieser Marke liegt eine riesige Long-Position, die ansonsten zu sehr ins Geld laufen würde. Das würde für die Stillhalter teuer werden. Der eigentliche Zielbereich für den Verfallstag liegt sogar etwas tiefer, nämlich bei 5.900 Punkten.
 
Positive Zahlen ohne Wirkung
 
Eigentlich hätte es heute einen erfreulichen Tag geben müssen. So sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf 475.000 gesunken. Das lag zwar in den Erwartungen der Analysten, aber ist doch ein eher positives Signal.

 
Auch die Verbraucherpreise weisen, wie schon gestern die Erzeugerpreise, auf ein Nachlassen des Inflationsdrucks hin. Sie blieben zum Vormonat unverändert. Lediglich die Kernrate stieg um 0,1 % an. Beides lag in den Erwartungen.
 
 
Natürlich wird sich die Fed in ihrer Nullzinspolitik so lange bestätigt fühlen, wie es eben nicht zu deutlich anziehenden Inflationsraten kommt. Deutlich ist in dem Diagramm zu erkennen, dass sich mittlerweile auch der Anstieg der Kernrate immer weiter abflacht.
 
Gerne wird von einigen Analysten zurzeit übersehen, dass die Fed nach wie vor noch dabei ist, eine Deflation zu bekämpfen. Die durch hohe Arbeitslosigkeit in den USA und die rezessiven Tendenzen verursachte niedrige Nachfrage kompensiert offenbar immer noch den durch die Geldmengenausweitung entstehenden Inflationsdruck.
 
Der richtige Zeitpunkt
 
Die wichtigste Aufgabe der Fed in den nächsten Monaten bleibt, den richtigen Zeitpunkt für Zinserhöhungen abzupassen. Reagiert sie zu früh, fallen die USA wieder in eine Deflation und damit auch wieder in eine Rezession zurück. Das wiederum würde die aktuelle Deflationsphase unnötig ausweiten.
 
Reagiert die Fed zu spät, kann es sein, dass die Inflation zu schnell und zu stark anzieht. Dann besteht die Gefahr einer galoppierenden Inflation, die sich zunächst durch die Bildung neuer Asset-Blasen bemerkbar machen würde.
 
Die aktuellen Erzeuger- und Verbraucherpreise sind zunächst ein Beleg dafür, dass die Fed bisher mit ihrer Niedrigzinspolitik richtig liegt.
 
Das wiederum sollte eigentlich ein höchst positives Zeichen für den Markt sein, denn es bestätigt die Vermutung, dass die Leitzinsen erst Ende 2010 oder Anfang 2011 angehoben werden. In diesen Zahlen verbirgt sich somit ein möglicher Grund für die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Und das wiederum passt dazu, dass die US-Indizes mittlerweile ausgebrochen sind. Doch wie es wirklich weiter geht, erfahren wir erst nach dem Verfallstag.
 
Philly Fed Index überraschend gestiegen
 
Zu diesen positiven Nachrichten gesellte sich die Meldung, dass der Philadelphia-Fed-Index im März auf plus 18,9 Punkte gestiegen ist. Analysten hatten lediglich mit einem Indexstand von 17,8 Punkten gerechnet (nach 17,6 Punkten zuvor).
 
 
Auch das hätte sich angesichts der nach wie vor niedrigen Inflation positiv auf den Markt auswirken müssen. Das einzige, das man mit ein wenig gutem Willen negativ interpretieren könnte, ist, dass der Beschäftigungsindex des Philly-Fed auf 8,4 Punkte angestiegen ist und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. Negativ wäre das, weil eine Stabilisierung des US-Arbeitsmarkts zu einer höheren Konsumbereitschaft der US-Amerikaner führen würde, was sich wiederum treibend auf die Inflation auswirkt.
 
Kommentar zum Arbeitsmarkt der Fed
 
Dieser Unterindex des Philly-Fed erklärt zumindest, warum sich die Fed vorgestern zuversichtlicher bezüglich des US-Arbeitsmarktes geäußert hat. Leider wird es uns kaum möglich sein, die genaue Verfassung des Arbeitsmarktes anhand der nächsten Daten zu analysieren. Wie schon geschrieben, werden diese Daten durch die Volkszählung in den USA beeinträchtigt. Das ist natürlich in der aktuellen Situation sehr ärgerlich.
 
Frühindikatoren leicht positiv
  
Und wenn wir schon bei den US-Konjunkturdaten sind, werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Frühindikatoren. Auch hier zeigt sich eine leichte Verbesserung. Die Frühindikatoren sind wie von den Analysten erwartet um 0,1 % gestiegen.
 
Im Bann des Verfallstags
 
Dass der DAX trotz all dieser eher positiven Nachrichten zum Handelsende zurück auf die 6.000-Punkte-Marke gefallen ist, erklärt sich somit lediglich aus der Analyse zum Verfallstag. Spannend bleibt, ob er gegen Freitagmittag tatsächlich noch auf die 5.900-Punkte-Marke gedrückt wird. Mehr dazu morgen in Ihrem Steffens Daily.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
Sharewise Sentiment
von Jochen Steffens
 
 
 
Immer noch sinkt die Stimmung, in dieser Woche von zuvor 56 % auf nunmehr 53 %, obwohl der DAX weiter gestiegen ist. Nach wie vor trauen offensichtlich viele Anleger dem aktuellen Anstieg der Kurse nicht. Damit wird aus Sentimentsicht für die Woche nach dem Verfallstag ein bullishes Zeichen generiert. Sollte die Bullenquote bei weiter steigenden Kursen noch weiter unter die 50 % Marke fallen, wäre das ein Hinweis auf eine nachhaltige Rally.
  

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