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Zinsentscheidung und der Kampf um die Jahreshochs

Zinsentscheidung und der Kampf um die Jahreshochs
von Jochen Steffens

Der Kampf des DAX mit seinen Jahreshochs und damit auch mit der oberen Begrenzung des aktuellen Rechtecks geht weiter. Noch ist keine Entscheidung gefallen:

Heute ist der DAX erneut an die Mittellinie des grünen Aufwärtstrends gelaufen und dort abgeprallt. Wahrscheinlich wird die Fed-Zinsentscheidung, beziehungsweise das Statement der Fed dazu, den weiteren Verlauf bestimmten. Anleger hoffen, dass die Fed weitere Konjunkturmaßnahmen ankündigt. Es ist sehr schwer abzuschätzen, wie die Anleger reagieren werden.

Verschiedene Szenarien

Kündigt die Fed keine Konjunkturmaßnahmen an, könnten die Anleger enttäuscht reagieren und verkaufen. Andererseits würde das aber auch bedeuten, dass es der US-Wirtschaft vielleicht doch noch nicht so schlecht geht. Kündigt sie hingegen entsprechende Maßnahmen an, könnte das die Kurse kurzfristig beflügeln. Andererseits würde das jedoch auch bedeuten, dass die Fed Handlungsbedarf sieht und Sorge davor hat, dass die US-Wirtschaft wieder in eine Rezession zurückfällt.  

Interessanterweise löst sich im DAX diese Situation an der oberen Begrenzung auf. Schafft der DAX in den nächsten Tagen nach der Fed-Entscheidung den Ausbruch, wird es sehr bullish. Schafft er es nicht, könnte es brenzlig werden. Dann würde sich die Frage stellen: Wie lange wird die aktuelle Seitwärtsbewegung noch fortgeführt?

Der Vergleich mit 2004

Vor wenigen Jahren haben wir eine ähnliche Situation erlebt. Im Jahr 2004 ging der DAX ebenfalls in eine Seitwärtsbewegung über, die er erst Ende 2004 nach oben verließ:

Anschließend folgte eine dynamische Rally. Die Situation damals ist mit der von heute zumindest grob zu vergleichen. In beiden Fällen folgte die Seitwärtsbewegung einer starken Gegenbewegung nach einem Crash. In beiden Fällen waren die Leitzinsen extrem niedrig. Diese niedrigen Zinsen bewirken, dass Anleger ein Problem haben, Rendite zu erwirtschaften. Ein Teil des Geldes fließt somit in den Aktienmarkt, so dass die Kurse in Niedrigzinsphasen meist gut unterstützt sind.

Die aktuelle Stimmung ist ähnlich wie im Jahr 2004

Auch die Stimmung passt: 2004 war das Jahr der Untergangspropheten, die interessanterweise meistens erst nach einem Crash anfangen, ihre düsteren Szenarien zu verbreiten. Es kann allerdings auch einfach daran liegen, dass sich nach solchen Crashs lediglich eine größere Nachfrage nach solchen Horror-Szenarien findet. Und der Markt befriedigt schließlich jedes Bedürfnis.

Diese Voraussetzungen stimmen soweit. Ein Unterschied gibt es aber doch.

Aufschwung ohne Immobilienmarkt?

2004 ging in den USA der Immobilienmarkt in eine Boomphase über. Das renditehungrige Geld, das bei niedrigen Zinsen aus den Anleihen abgezogen wurde, suchte neue Anlagemöglichkeiten. Der Aktienmarkt schien nach dem Crash einfach zu unsicher, und so landete viel Geld auf dem US-Immobilienmarkt. Die Folge davon kennen wir. Es entstand eine gigantische Immobilienblase in den USA. Da der Immobilienmarkt einen sehr starken Einfluss auf die Binnenwirtschaft hat, geriet auch die US-Wirtschaft in einen starken Boom. Sie müssen sich einfach vorstellen, wer alles an einem Hausbau und der Einrichtung eines Hauses mitverdient.

Keine Chance für einen Immobilienboom

Doch der US-Immobilienmarkt ist zurzeit am Boden. Das Überangebot wird noch eine Weile die Preise drücken. Da helfen auch sinkende Hypothekenzinsen und niedrige Leitzinsen nicht. Was wird also nun die US-Wirtschaft anfeuern? Hier zeichnet sich bis jetzt noch keine Alternative ab. Und was geschieht dann mit den Börsen? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich fragen, was das renditehungrige Geld in der aktuellen Situation macht. Welche Möglichkeiten hat es?

Wird ein Teil des Geldes wieder in die Börsen fließen?

Vorstellbar ist das. Dies wird insbesondere dann geschehen, wenn die USA aus der Deflation in eine Inflation geraten. Denn in diesem Fall wird das Geld, das zurzeit noch in US-Staatsanleihen geparkt ist, panisch werden. Bei steigender Inflation kommt es zu einem realen Wertverlust, dieser muss ausgeglichen werden. Gerade haben die Amerikaner wieder das Ausland als größtem Besitzer von US-Staatsanleihen abgelöst. Die Amerikaner besitzen nun 50,2 % der eigenen Staatsanleihen im Wert von 8,18 Billionen Dollar. Wenn nur ein Teil dieses Geldes in die Aktienmärkte fließen sollte, wird es zu einer starken Rally kommen.

Andere Anlagealternativen

Aber das Geld hat noch andere Alternativen, nämlich das Ausland. Zurzeit herrscht in den USA die Sorge vor einem Zusammenbruch Europas und einer Rezession in Chinas vor. Sollten sich hier jedoch belastbare Aufwärtstrends abzeichnen, werden nach und nach riesige Summen auch wieder in diese Aktienmärkte fließen. Es macht schließlich aus Sicht der amerikanischen Anleger Sinn, dass sie ihr Depot breit diversifizieren. Gerade Deutschland könnte als Anlagestandort interessant werden. Die Export-Wirtschaft boomt in Folge des schwachen Euros, und dieser Boom ist bei weitem noch nicht in die Kurse eingepreist. Aber noch ist dieser Boom nicht in den Köpfen amerikanischer Anleger angekommen.

Eine Entscheidung mit Folgen

Und damit wird auch verständlich, warum die aktuelle Entscheidung, Ausbruch oder nicht, so eminent wichtig ist. Kommt es zu diesem Ausbruch, werden die weiter steigenden Kurse immer mehr Kapital anziehen. Die Hausse nährt die Hausse. Da dieser Ausbruch nur geschieht, wenn auch in den USA die Kurse weiter steigen, wird auch dort nach und nach mehr Geld in den scheinbar sicher werdenden Aktienmarkt investiert werden.

Es kann sein, dass es dann zu einer sehr explosiven Mischung kommt.

Andernfalls…

Kommt es jedoch nicht zu diesem Ausbruch, könnten die Anleger den Mut verlieren. Wir stehen vor einem schwierigen September. Die US-Kongresswahlen und der damit verbundene Wahlkampf könnten die Börsen belasten. Grundsätzlich gilt der September vor den Kongresswahlen als crashgefährdet.

Es ist leider nicht zu ändern, wir haben es zurzeit mir einer höchst fragilen und spannenden Situation zu tun. Eigentlich muss man mittelfristig bullish bleiben, aber gerade die nächsten Wochen könnten holprig werden – den nächsten Impuls wird die Fed-Zinsentscheidung geben.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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