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Wie schützt man sich vor falscher Beratung

Wie schützt man sich vor falscher Beratung
von Jochen Steffens

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Bankberater oder den Apotheker? Die Stiftung Warentest hat 21 Banken darauf untersucht, ob die Beratung der Kunden sich tatsächlich verbessert hat. Das traurige Ergebnis: Kein einziges der Geldinstitute schnitt mit „gut“ oder „sehr gut“ ab. Sechs Institute erhielten sogar ein „mangelhaft“. Die Kunden wurden zum Teil nicht einmal nach den gesetzlichen Vorgaben beraten. Selbst auf klare Wünsche wurde nicht eingegangen.

Vielleicht die falsche Stelle

Wie sagte ein Kollege in einem anderen Zusammenhang gestern: Natürlich verkaufen die Bankberater nur die eigenen Produkte. Man geht ja auch nicht zu einem Opelhändler, um einen BMW zu bestellen. So gesehen ist der Begriff Bankberater vielleicht nicht ganz richtig gewählt. Bankverkäufer würde es besser treffen.

Und hier verbirgt sich die Crux. Die Banken sind als Berater aus mehreren Gründen nicht wirklich perfekt geeignet. Zum einen wollen sie in den meisten Fällen selbstverständlich eher die Produkte der eigenen Bank verkaufen. Zum anderen sind sie oft, und das hat die Finanzkrise deutlich gezeigt, gar nicht ausreichend geschult, um die Gefahren mancher Produkte realistisch einschätzen zu können. Ein letzter Punkt, der gerade Produkte betrifft, die im Zusammenhang mit der Börse stehen: Vielen Bankberatern fehlt hier einfach die langjährige, praktische Erfahrung an den Börsen, um die Risiken abschätzen zu können (siehe den Crash des Jahres 2000). 

Zur eigenen Werbung genutzt

Und dieser letzte Punkt ist besonders ein Grund für das, was Sie heute bei einigen Newsletter-Autoren, in Blogs und Börsendiensten lesen: Diese Untersuchung von Stiftung Warentest führe zu der einen logischen Konsequenz, nämlich nun mehr auf den Newsletter oder Blog zu hören oder gleich den Börsendienst zu bestellen. 

Es stimmt zwar: Die meisten Börsendienste sind unabhängiger als Bank- oder Vermögensberater. Das bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass sie auch besser sind. Würde es eine solche Studie im Zusammenhang mit Börsendiensten geben, wären die Ergebnisse wahrscheinlich ebenfalls sehr gemischt! Es gibt auch hier zu viele unseriöse Anbieter. Dieser Umstand wird natürlich gerne verschwiegen, wenn man doch gerade so schön auf den Banken rumtrampeln kann.

Was soll der geneigte Anleger also tun?

Die Frage kann ich Ihnen ganz einfach beantworten: Nutzen Sie ausschließlich die Produkte von Stockstreet.de! Kleiner Scherz.

Nein, das ist nicht die Intention des heutigen Textes. Es geht vielmehr um einfache und wesentliche Punkte, deren Beachtung hilft, bei Geldanlagen wenistens die allergröbsten Fehler zu vermeiden.

1. Klärung der Interessen

Fragen Sie sich, welche eigenen Interessen ein Berater daran haben könnte, Ihnen die vorgeschlagenen Produkte zu verkaufen oder vorzustellen.

Bei Banken ist es eindeutig. Wenn diese Ihnen ihre eigenen Produkte verkaufen wollen, können Sie leider nicht sicher sein, dass es auch die besten Produkte am Markt sind. In solchen Fällen müssen Sie weitere Recherchen anstellen.

Aber auch manche Finanzberater leben von den Provisionen, die sie erhalten, wenn sie bestimmte Produkte verkaufen. Auch in diesen Fällen müssen Sie ebenfalls vorsichtig sein und sich fragen, ob diese Produkte empfohlen wurden, weil es die höchsten Provisionen für den Berater abwirft.

Bei Börsendiensten sollten Sie ebenfalls auf die Interessen achten und genau die Art der Performanceberechnung wie auch die Handhabung des Musterdepots prüfen.

Bei kostenlosen Aktientipps sollte man generell sehr vorsichtig sein. Das gilt besonders dann, wenn Small Caps empfohlen werden und diese Empfehlung unaufgefordert in ihrem E-Mail-Postfach gelandet ist. Oft wird der Empfehlende in solchen Fällen von dem Unternehmen selbst bezahlt, oder er ist in der Aktie investiert und hofft, dass durch die Empfehlungen die Kurse steigen (Stichwort: Front Running). Wenn Ihnen also unaufgefordert eine Mail ins Haus flattert, in der Ihnen unter Nennung der WKN die Investmentchance des 21. Jahrhunderts empfohlen wird, ab in den Spam-Ordner damit.

2. Chancen / Risiken Abwägung

Eine weitere ganz einfache Kontrollmöglichkeit, die viele Menschen davor bewahrt hätte, viel Geld zu verlieren ist das Wissen um die Tatsache, dass Rendite immer proportional zum Risiko steigt. Je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Es gibt keine Ausnahme von dieser Regel!

Allein schon, wenn jemand versucht, Ihnen ein Produkt anzudrehen, bei dem diese Regel scheinbar aufgehoben ist, können Sie fast sicher sein, dass Sie abgezockt werden sollen. Hohe Renditen ohne Risiko sind Unsinn. Berater, die mit solchen Versprechungen werben, sind auf jeden Fall unseriös. Entsprechend sind Werbungen, die in diese Richtung gehen, mit Vorsicht zu genießen. (Beispiel: Niemand wird Ihnen freiwillig 20 % Zinsen p.a. zahlen, wenn er sich das Geld am Geldmarkt wesentlich günstiger leihen könnte.)

3. Diversifikation, der klarer Verstand und Geduld

Ebenfalls hilfreich kann es sein, bei Geldanlagen einfach mal den Verstand einzuschalten. Die meisten unseriösen Produkte fallen dadurch auf, dass bei nüchterner Betrachtung etwas nicht stimmen kann. Hier hilft oft einfaches rechnen: Rechnen Sie die versprochenen Renditen des Gesamtdepots auf Sicht von ein paar Jahren hoch. Sehr schnell wird man dann begreifen, dass diese Versprechen Unsinn sind. An den Börsen wird kein Geld verschenkt.

Eines ist dabei schlicht logisch: Auch wenn die Chancen einer Investition noch so vielversprechend erscheinen, man muss sein Geld IMMER breit diversifiziert anlegen. Je breiter Sie Ihr Vermögen streuen, desto geringer ist das Risiko, bei Fehlentscheidungen existentielle Einbußen zu erleiden. Und dann muss lediglich noch etwas Geduld her, und Wohlstand kann funktionieren.

DAX hat sich immer noch nicht entschieden

Nach den fundamentalen Betrachtungen von gestern kommen wir zu dem größeren Bild im DAX, sprich wieder zur Charttechnik. Es hat sich jedoch nicht viel verändert:

Der DAX ist an die grüne Mittellinie des Trendkanals gelaufen, dort abgeprallt, zur Mittellinie des aktuellen Rechtecks (blau gestrichelte Linie) gefallen und dort wieder abgeprallt. Man sieht, dass in diesem Target-Trend-Chart schon genau die entscheidenden Linien eingezeichnet sind.

Die eigentliche Frage ist nur: Übernimmt nun das blaue Rechteck, in dem wir uns befinden, die Führung, oder hält der grüne Aufwärtstrend? Diese Entscheidung ist leider immer noch nicht gefallen. Und bis dahin bleiben weitere Prognosen im Bereich des Zufalls.

Viele Grüße

Jochen Steffens

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