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Die Gefahr eines Kurseinbruchs im September steigt
US-Konjunkturdaten

Die Gefahr eines Kurseinbruchs im September steigt
von Jochen Steffens

Ich hatte wie gewöhnlich geschrieben, dass in der US-Berichtssaison normalerweise die Ergebnisse der Unternehmen im Vordergrund stehen. Diese Aussage muss ich leicht revidieren. Die hier im Steffens Daily in der letzten Woche vorgestellten Konjunkturdaten aus den USA belegen, dass sich das Wachstum der US-Konjunktur erkennbar verlangsamt. Zur Erinnerung: Der Philadelphia-Fed-Index sank auf 5,1 Punkte und notiert nun nahe der 0 Punkte Marke. Werte unter null weisen auf eine Kontraktion des wirtschaftlichen Wachstums in der Region Philadelphia hin. Zum Vergleich: Im Mai hatte der Philly-Fed noch bei 21,4 Punkten gelegen. 

Interessant ist der Philly-Fed in diesem Zusammenhang, da er gerne auch als Vorlaufindikator für den ISM-Index bezeichnet wird. Dazu gleich mehr.

Zudem hatte ich am Freitag geschrieben, dass der Verbraucher-Index der Universität Michigan von zuvor 76 Punkten auf nunmehr 66,5 Punkte zurückgegangen ist. Das Verbrauchervertrauen, als Indikator für das Konsumverhalten der US-Amerikaner, ist ein guter Frühindikator für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Da sich noch weitere Konjunkturdaten verschlechterten, steigt bei den Analysten die Sorge vor einem „Double Dip“, also dem zweiten Eintauchen der Wirtschaft in eine Rezession.

ISM-Index als wichtigster Indikator

Der Fokus der Anleger wird hierbei in nächster Zeit insbesondere auf dem ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes liegen, der Anfang August veröffentlicht wird. Dieser ist bereits vom Höchstwert im April bei 60,4 Punkten auf nunmehr 56,2 Punkte zurückgegangen.



Der dynamische Beginn einer Abwärtsbewegung ist damit deutlich zu erkennen. Schaut man sich das Diagramm an, ist allerdings noch nicht davon auszugehen, dass bereits im Juli Werte unter 50 Punkten veröffentlicht werden. Werte unter 50 Punkten weisen auf eine Kontraktion des verarbeitenden Gewerbes in den USA hin und könnten als Hinweis auf ein Zurückfallen der USA in eine Rezession gewertet werden.

Trotzdem müssen Sie sich als Anleger darauf vorbereiten, dass es an den Märkten im Vorfeld der Veröffentlichung etwas holprig werden kann, je nachdem, wie die Analystenschätzungen ausfallen. Sollten sich anschließend die Konjunkturdaten im August weiter abkühlen, wird der ISM-Index die 50-Punkte-Marke wahrscheinlich im September unterschreiten. Dieses Szenario passt zu der Sorge, dass, wie hier bereits mehrfach beschrieben, der September in den Zwischenwahljahren des Präsidentschaftszyklus crashgefährdet ist.

Der Wahlkampf wird sich zusätzlich belastend auswirken

Im November finden die Kongresswahlen statt. Im Vorfeld wird es das übliche Wahlkampfgetöse geben. Die Republikaner werden ohne Frage alles tun, um die Wirtschaftspolitik Barack Obamas schlecht zu reden. Immerhin geht es um die Vorherrschaft im Kongress. Ein fallender ISM-Index und allgemein schlechtere US-Konjunkturdaten werden ihnen dabei in die Hände spielen. Der Wahlkampf kann sich in diesem Fall sehr belastend auf die Börsen auswirken, da anzunehmen ist, dass die Republikaner die Panik-Karte spielen und ein Horrorszenario nach dem anderen entwerfen. Für solche Horrorszenarien zeigt sich die amerikanische Bevölkerung zurzeit überaus empfänglich. Zum Beispiel wird die europäische Schuldenproblematik in den USA immer noch weitaus dramatischer dargestellt als in Europa selbst.

Ein explosives Gemisch und eine gute Chance

Schlechtere US-Konjunkturdaten und ein Wahlkampf, der auf Panik setzt, könnten ein Auslöser für stärkere Kurseinbrüche im September werden. Doch wird dieser Crash nur von kurzer Dauer sein, denn wie so oft, gibt es zwei Seiten einer Medaille:

Auf der anderen Seite bedeuten diese schwachen Konjunkturdaten natürlich auch, dass die US-Notenbank ihre Niedrigzinspolitik weiter beibehalten muss und wird. Es sind sogar bereits Stimmen aus Kreisen der Fed zu hören, die weitere geldpolitische Maßnahmen fordern. Es ist ein Hinweis darauf, dass die Fed nach wie vor alles tun wird, um einen nachhaltigeren Crash zu verhindern. Und genau das macht einen solchen Einbruch im September interessant. Sollte wir diesen Einbruch sehen, ergeben sich damit höchst profitable Einstiegschancen für Trades bis Ende Dezember.

Zusammengefasst bedeutet das: Bis September sollten Sie vorsichtig agieren, ab Oktober sollten Sie je nach Verlauf aggressiver vorgehen.

Viele Grüße

Jochen Steffens 


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die Zahl der Baubeginne in den USA sank um 5,0% auf annualisiert 549.000. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 3,5% gerechnet, nach (revidiert) 14,9 % zuvor. Allerdings ist die Zahl der erteilten Baugenehmigungen im Juni um 2,1 % gestiegen. Hier hatten die Analysten ein Plus von 1,0% erwartet, nach 5,9% zuvor.

Eigentlich gute Zahlen, da die Baugenehmigungen als Vorlaufindikator für die künftige Bauaktivität gelten. Insgesamt kann man jedoch an diesem Diagramm deutlich erkennen, dass die Zahlen immer noch am Boden liegen und sich nicht viel getan hat. Lediglich der leichte Anstieg seit Anfang des Jahres ist wieder in sich zusammengebrochen.  

Nach wie vor gilt: Sollte sich der Bausektor in den USA nachhaltig erholen, wäre dies auch ein gutes Zeichen für die Wirtschaft.

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