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Freitag, 20. Juni 2008
In dieser Ausgabe:
 
 
von Jochen Steffens
 
Das ist erst einmal nicht gut: Die eigentliche Zielmarke, aus Sicht des Verfalltages für den Dax, war heute 6800 Punkte. Der Dax hat sich etwas niedriger bei 6700 eingependelt. Der anschließende Rutsch in Richtung 6600er Marke hat etwas damit zu tun, dass hier Positionen, die auf 6800 Punkte gesetzt hatten, verkauft werden mussten.
 
Beides bedeutet, dass offenbar nicht genug „bullishe Kraft“ vorhanden war. Das wiederum ist ein kleines aber nicht unbedeutendes bearishes Signal. 

Die große W-Formation

Damit rückt nun wieder der Dax-Chart, den ich Ihnen hier bereits vor einigen Tagen vorgestellt habe, in den Fokus:
 
 
Es bildet sich nun eine Art Schulter-Kopf-Schulter Formation (SKS) im Dax aus. Es ist natürlich keine echte, da sie kein Top ausbildet, also nicht am Ende eines größeren Aufwärtstrends auftaucht. Man findet diese Formation aber gerne innerhalb großer „W-Formationen“, so wie ich es hier mit der roten Prognoselinie eingezeichnet habe.

Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass wir nun noch einmal die 6200er Marke anlaufen und damit auch das Gap (Kurslücke) bei 6400 Punkten schließen (blaues Rechteck). Wobei ich Bewegungen am Verfallstag charttechnisch niemals überbewerten würde. Sollte der Dax zur 6200er Marke laufen, wird es sich dort entscheiden: Kommt es noch zu einer wesentlich schärferen Abwärtsbewegung oder bildet sich die hier eingezeichnete, große Bodenformation aus. Tatsächlich fällt hier dann wohl auch die Entscheidung, ob die Märkte in diesem Jahr noch eine Rally hinlegen oder nicht.
 
Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass der rechte Fuß einer solchen symmetrischen W-Formation nicht unbedingt genau bei 6200 Punkten ausgebildet werden muss. Wenn eine starke Phase folgt, wird er gerne etwas höher ausgebildet, folgt eine eher schwächere Phase, gerne auch etwas tiefer. 

Soll der Staat beim Benzinpreis eingreifen?

Im Zuge der hohen Benzinpreise hört man immer wieder populistische Forderungen, doch die Kraftstoffsteuern zu senken, oder anders den Preis zu drücken. Natürlich werden solche Forderungen von der Bevölkerung begrüßt, nur dienen solche Pauschallösungen lediglich äußerst kurzsichtigen Interessen (meistens den Interessen derjenigen, die so etwas lautstark fordern).
 
In den seltensten Fällen helfen solche „einfachen“ Lösungen, und Interventionen. Man sollte ihnen demnach grundsätzlich mir großer Vorsicht begegnen. Zu schnell werden so die eigentlichen Ursachen verdeckt und damit auch Chancen verkannt. Auch wenn ich mich unbeliebt mache: Der Ölpreis und der Benzinpreis müssen so hoch sein, damit etwas getan wird. Etwas, das dringend notwendig wird, denn es hilft nicht, lediglich die Steuern zu senken. Damit wird das Problem nur nach hinten verschoben. An der Endlichkeit der Ölreserven ändern solche Maßnahmen hingegen nichts. Man sollte die Steuern vielmehr nutzen, um die Forschung anzutreiben, so lange es noch möglich ist. 

Problemorientiert

Der Kapitalismus ist eines der wenigen Systeme, die äußerst problemorientiert arbeiten. Das geschieht nicht aus Menschenfreundlichkeit. Es hat einfach damit zu tun, dass jedes Bedürfnis, das im Zusammenhang mit einem Problem auftaucht, vermarktet werden kann.
 
Es liegt zudem in der menschlichen Natur, dass er sich selbst näher steht als dem Wohl der Masse. Er wird immer dann den größten Einsatz zeigen, wenn er sich davon einen, wie auch immer gearteten, Vorteil erhofft.  Diese beiden Faktoren führen dazu, dass der Kapitalismus sehr schnell auf Probleme eingehen kann.
 
Die aktuellen Energie-Preise tun den Verbrauchern weh. Sprich, hier entstehen massive Bedürfnisse nach Lösungen, die natürlich befriedigt werden wollen. Und das ist kein Problem, sondern eine Chance! Die Befriedigung dieser Bedürfnisse können bei derart hohen Ölpreisen höchst lukrativ vermarktet werden. Das wird demnach unweigerlich dazu führen, dass neue Technologien entwickelt werden. Um das zu erreichen, werden bereits jetzt schon Milliarden investiert.
 
Nun muss man nur noch einen Schritt weiter denken: 

Die theoretische Chance eines neuen Booms

Wenn derartige neue Technologien zur Energieeffizienz oder Energiegewinnung entwickelt werden, entstehen allein schon in der Zeit dieser Entwicklung neue Arbeitsplätze. Sollten handhabbare Technologien zur Energiegewinnung Realität werden, könnte das zu einem dramatischen Wandel unserer Gesellschaft führen, da Energie in alle Bereiche unseres Lebens eingreift.
Wir kennen das aus der Geschichte: Gute Börsenphasen bzw. Wirtschaftsbooms hingen häufig mit der Entwicklung neuer Technologien zusammen, die einen derartig tiefgreifenden Einfluss auf das Alltagsleben hatten: Eisenbahn, Automobil, Fernseher, Computer und Internet.
 
Es sei mir also erlaubt, ebenso populistisch und im Wissen um die erheblich verzerrte Wahrheit, zurückzurufen: Wer jetzt Preissubventionen beim Öl fordert, verhindert Arbeitsplätze!
 
Spaß bei Seite: Keiner von uns kann sagen, ob nicht der hohe Ölpreis unter Umständen einen solchen Boom auslöst, der die zurzeit so weit verbreiteten düsteren Zukunftssorgen widerlegen könnte. Aber man sollte nicht immer nur auf die Gefahren, die Ärgernisse, die kurzfristigen Lösungen und Bedürfnisse achten, sondern auch weiter reichende Konsequenzen mit in die Analysen einbeziehen.  
 
Eines ist jedoch sicher: Staatliche Interventionen helfen hier auf keinen Fall weiter. Hierzu kam heute folgendes in den Nachrichten:

China in der Ölpreisklemme

Welche Folgen staatliche Subventionen haben, sieht man zurzeit in China. Dort ist der Benzinpreis staatlich festgelegt, also subventioniert. Und somit liegt er deutlich unter dem tatsächlichen Preis. Das ist ganz im Sinne des Volkes. Zunächst einmal unwichtig ist, dass irgendwer die Zeche bezahlen muss. In diesem Fall der Staat, also quasi wieder das Volk selbst.
 
Fragen wir uns lieber, wozu diese Preisbindung führt: Zu einem ungezügelten Verbrauch und steigender Nachfrage. Eine Nachfrage, die eben nicht direkt zu steigenden Preisen führen wird.
 
Hier entsteht also nicht das Bedürfnis nach neuen, anderen Technologien - eher das Gegenteil. Die Folge: Chinas Verbrauch steigt und steigt. Das Öl muss auf dem Weltmarkt eingekauft werden, was den Ölpreis weiter anfeuert. Diese Kosten gibt der Staat jedoch nicht an das Volk weiter. Der Verbrauch steigt weiter und die Zeche für den Staat wird immer teurer.  

China erhöht Benzinpreise

Jetzt musste China dann doch reagieren. Unlängst wurden die Benzin- und Dieselpreise um bis zu 18 % angehoben. Was passierte? Prompt fiel der Ölpreis nach dieser Nachricht, da nun die Hoffnung besteht, dass die Nachfrage aus China sinkt.
 
Im Umkehrschluss kann man also sagen: Ein Grund für den hohen Ölpreis sind eben solche staatlichen Subventionen! Die Ursachen liegen also nicht, wie hier schon dargestellt, bei den Spekulanten, sondern bei Ländern, in denen Spekulationen mit dem Ölpreis gar nicht erst zugelassen sind. Das ist doch der eigentliche Witz an der Sache. 

Keine Lösung in Sicht

Das Problem: Natürlich kann China nicht von heute auf morgen die Energiepreise von staatlicher Kontrolle befreien. Die Folge wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit eine tiefe Rezession. Das Kind ist schon früher in den Brunnen gefallen und kann nun nur sehr vorsichtig gerettet werden.
 
Aber hier zeigen sich deutlich die dramatischen und folgenschweren Auswirkungen von einem Zuviel an staatlicher Kontrolle, Interventionen, etc. Kurzfristig kann so etwas funktionieren. Langfristig aber sind die Folgen eines jeden Eingriffs derart komplex, dass der Mensch diese nicht überschauen kann. Leider ist dieser letzte Punkt in jedem System wohl Ursache vieler Fehlentscheidungen...
 
 
Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
 
Ihr

Jochen Steffens
 
 
 
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