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Freitag, 27. Juni 2008
In dieser Ausgabe:
 
 
von Jochen Steffens
 
Der Nasdaq100 hat gestern (endlich) sein Gap bei 1860 Punkten dicht gemacht und damit gleichzeitig 50% seiner vorherigen Aufwärtsbewegung wieder abgegeben. Diese 50%-Korrektur ist somit noch eine ganz normale Korrektur in einem Aufwärtstrend. Gleichzeitig wurde auch eine perfekte „abc“-Konsolidierung (blaue Rechtecke) abgeschlossen. So gesehen könnte sich genau hier ein Boden mit anschließender Aufwärtsbewegung ausbilden. 
 
 
Aber natürlich ist auch das Gap bei 1810 Punkten noch offen und die beiden kleinen unteren sind ebenfalls noch nicht geschlossen worden. Die beiden kleinen Gaps sind jedoch nur sehr klein, ihre Relevanz ist damit fraglich. Die Kurslücke bei 1810 Punkten kann jedoch noch geschlossen werden, aber das muss nicht unbedingt jetzt schon passieren. 

Der Dax schließt ebenfalls eine Kurslücke, hat aber noch Abwärtspotenzial

Das Gap im Dax bei 6400 Punkten im Dax wurde heute auch geschlossen: 
 
 

Doch wenn Sie sich diesen Chart anschauen, werden Sie nicht spontan auf die Idee kommen, dass sich auf dem aktuellen Niveau ein Boden ausbildet. Vielmehr wird der Charttechniker auf die 6200-Punkte-Marke verweisen. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass sich der aktuelle Kurs auf dem Niveau des ersten Einbruchs im Januar aufhält. Theoretisch könnte sich also auch hier schon ein Boden ausbilden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch die 6200 Punkte-Marke sehen, ist deutlich höher. 
Zu beiden Charts kann man sagen, die Chance für einen Boden ist da, aber wahrscheinlicher ist, dass die Kurse zuvor erst noch etwas fallen.

Ölpreisentwicklung führt zur Resignation

Auslöser für die Kurseinbrüche war wieder einmal der hohe Ölpreis, der gestern schon stark anstieg und heute neue Hochs bei 142 Dollar erreichte. Bei der Stimmung im Zusammenhang mit dem Ölpreis beobachte ich eine interessante Veränderung. Während in den letzten Wochen noch viele Kollegen und Leser den Ölpreis auf kurzfristige Sicht shorten wollten, hat sich mittlerweile eine breite Resignation breit gemacht. Der Wunsch auf einen fallenden Ölpreis zu setzten hat stark nachgelassen. (Ich empfehle, wenn überhaupt, sehr lang laufende Optionsscheine auf einen fallenden Ölpreis zunehmen, damit man das Risiko kurzfristiger Übertreibungen rausnimmt.)
 
Das ist eine wichtige Entwicklung. Denn diese spricht dafür, dass zumindest die Spekulanten nicht mehr auf der Short-Seite agieren, und das ist überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass dieser Trend im Öl ein Ende finden wird! Vielleicht ist es noch etwas früh, das zu prophezeien, ich will Ihnen auch lediglich diese Tendenz aufzeigen.
 
Ich hatte schon früher geschrieben, dass der Ölpreis  noch einmal die 150 Dollar Marke sehen kann, einfach um zu schauen, wie es sich dort oben anfühlt. Auch dieser kleine Anstieg des Ölpreises würde zu einem Dax bei 6200 Punkten passen.

Marktstimmung ist extrem schlecht

An den Reaktionen der Leser, Kunden und Kollegen kann ich ablesen, dass die Marktstimmung ein erhebliches Tief erreicht hat. Selbst ausgemachte Bullen hören sich zutiefst resigniert an. Auch das spricht dafür, dass wir bald die Tiefs gesehen haben.  

Unter normalen Umständen

Unter normalen Umständen würde ich aus diesen Gründen zurzeit massiv zum Einstieg blasen, aber es gibt einen Aspekt, der die Börsensuppe einfach versalzt. Es ist und bleibt der Ölpreis.
 
Das Öl ist das Blut und der Lebenssaft der Wirtschaft. Dementsprechend groß ist der Einfluss des Ölpreises auf das Wirtschaftswachstum. Das Problem ist, wir können kurzfristig den weiteren Verlauf des Ölpreises kaum vorhersagen. Wer kann schon in die Köpfe der Staatschefs und Ölmultis, sowie der Streikenden in Nigeria schauen. Wer kann vorhersagen, ob in der bevorstehenden Hurrikansaison nicht wieder Ölplattformen beschädigt werden, etc. Nur auf langfristige Sicht lassen sich solche Faktoren ausblenden.

Hohe Korrelation zwischen Ölpreis und Markt

Wenn Sie sich den Kursverlauf der letzten Tage angesehen haben, konnten Sie eine hohe Korrelation zwischen Ölpreisentwicklung und Kursentwicklung erkennen. Am Mittwoch fiel der Ölpreis und trotz bevorstehender Zinssitzung stiegen die Aktienkurse deutlich an. Als dann der Ölpreis wieder anstieg, insbesondere am Donnerstag, brachen gerade die US-Indizes massiv ein.
 
Der Ölpreis ist also zurzeit Taktgeber der Indizes und das macht die Situation einfach erheblich undurchsichtig, da wie gesagt, kurzfristigere Prognosen zum Ölpreis zurzeit nicht wirklich zuverlässig sind. Was bleibt ist: Beobachten und einsteigen, wenn die ersten Zeichen sich zeigen. 

Umkehrkerze?

Noch sollte man sich nicht von der schlechten Stimmung anstecken lassen: Erst wenn die 6200er Marke im Dax nachhaltig nach unten bricht, müssen wir uns um die bearishen Szenarien kümmern. Heute gibt es im Dax eine (erste) Kerze, die etwas nach "Umkehrkerze" aussieht (kleiner Körper, langer Docht nach unten). Oft werden aber zunächst mehrere solcher Kerzen hintereinander gebildet, bis die wirklich Umkehr stattfindet.

Am Montag ist dann auch Quartalsende. Es kann gut sein, dass wir in den letzten Tagen zudem eine Art „negatives Window-Dressing“ gesehen haben. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich die Kurse am Montag und insbesondere im Laufe der nächsten Woche also nach dem Quartalsende entwickeln.
 
Viele Grüße
 
Ihr
 
Jochen Steffens
 

von Jochen Steffens
 
Die persönlichen Auslagen sind im Mai um 0,8 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,7 %, nach 0,4 % im Vormonat. Die persönlichen Einkommen sind um 1,9 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,4 %, nach 0,3 % zuvor.
 
Eigentlich positive Zahlen, der Konsum steigt. Aber hier sehen wir schon, dass mittlerweile die Löhne ansteigen. Hier kann eine gefährliche Inflationsspirale entstehen.
 
Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im Juni bei 56,4 Punkten, nach 56,7 in der vorläufigen Fassung. Analysten hatten mit 56,9 Punkten gerechnet, nach 59,8 zuvor.
 
 
 
Auch in diesem Chart erkennen Sie, wie die Stimmung im Laufe des Jahres immer deutlicher einbricht. Auch das spricht eigentlich eher für steigende Kurse.

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