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Donnerstag, 10. Juli 2008
In dieser Ausgabe:
 
 
von Jochen Steffens
 
Hinweis in eigener Sache: Da ich morgen Nachmittag einen wichtigen Termin wahrnehmen muss, erhalten Sie den nächsten Steffens-Daily erst am Montag!
 
Genau wie ich gestern schon vermutet, geht es jetzt wieder abwärts. Der Dax Future hat heute in kürzester Zeit knapp 140 Punkte abgegeben, dabei sah es gegen Mittag noch recht freundlich aus.

Israel / Iran

Das Thema Israel / Iran scheint eine größere Bedeutung zu haben, als allgemein angenommen und das obwohl das Thema mittlerweile in den Medien angekommen ist. Es ist auch schwierig den Zusammenhang zu sehen, da es im Moment eine Vielzahl von wichtigen Einflussfaktoren für die Märkte zu geben scheint.

Besteht ein Zusammenhang?

Wie ich bereits geschrieben hatte: Am Wochenanfang gab es positive Nachrichten aus dem Iran. Dabei ging es um zaghafte diplomatische Signale: Es wurde Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Märkte nahmen diese eigentlich eher unbedeutende Nachricht „mit Begeisterung“ auf. Gestern folgte die Keule: Offenbar hat der Iran mehrere Raketen getestet, darunter einige, die nach Angaben der Nachrichtenagenturen in der Lage seien, Israel zu erreichen. Das wurde als Drohgebärde interpretiert, die Märkte nehmen es entsprechend negativ.

Präsidentschaftskandidatur und der S&P500

Aber ich finde etwas anderes interessant:
 
Im Prinzip stand am Dienstag den 20.05.2008 nahezu endgültig fest, dass Barack Obama die Präsidentschaftskandidatur gewonnen hatte. Ich finde dazu diesen Chart sehr interessant:
 
 
 
Einen Tag vor den Vorwahlen in Kentucky und Oregon, die im Prinzip die Entscheidung in dem langen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten brachten, am 19.05.08 fand der S&P500 sein bisher vorläufiges Hoch in diesem Jahr.

Es gibt nun drei Möglichkeiten, das zu interpretieren

  1. Es ist lediglich Zufall. Leider findet man gerade an den Börsen immer wieder und häufig „scheinbare“ Zusammenhänge, die tatsächlich aber keine sind. (Das ist der Grund, warum viele Analysten und Anleger nach einigen Jahren intensiver Beschäftigung mit der Börse, der Wirtschaft und der Geopolitik in eine gewisse „Börsenparanoia“ geraten. Es entstehen wilde Verschwörungstheorien und unglaubliche Zusammenhänge werden entdeckt, die einen das Fürchten lehren können. Die meisten sind jedoch schnell, mit ein wenig Vernunft zu enttarnen.)
  2. Die Börsen machen sich Sorgen, dass Obama zu jung, zu unerfahren ist, um die USA (und ganz besonders die Wirtschaft) nach Jahren der Misswirtschaft in dieser aktuell höchst heiklen und komplizierten Situation als Präsident zu führen.  
  3. Die Wahrscheinlichkeit, dass Israel noch in der Amtszeit Bush einen Angriff gegen die Atomanlagen im Iran vollzieht, ist mit der Präsidentschaftskandidatur Obamas gestiegen. Obama gilt nicht nur als Gegner der Irakpolitik Bushs, er steht auch für eine weitaus weniger polarisierende Außenpolitik, und für eine Politik des Gesprächs und der Diplomatie.

Gerade die letzten beiden Punkte, vielleicht sogar als sich verstärkenden Aspekte, könnten einen maßgeblichen Einfluss auf die großen institutionellen Anleger in den USA gehabt haben – zu verkaufen, respektive nicht einzusteigen.  

Kleine Warnung

Ich möchte aber davor warnen, hier zu vorschnell zu urteilen. Es kann sein, dass dieser so augenfällige Zusammenhang tatsächlich besteht. Wir werden es noch erfahren. Aber man sollte sich hüten, die Börse zu sehr zu vereinfachen! Die anderen Faktoren, die zurzeit den Markt belasten, sind trotzdem allesamt vorhanden und üben einen entsprechenden Einfluss aus.

Finanzmarktkrise

Natürlich ist die Finanzmarktkrise mittlerweile zu großen Teilen eingepreist. Wir kennen doch unsere Börse: Nach einem Jahr neigt sie dazu, gegen immer dieselben Nachrichten unempfindlich zu werden. Auf der anderen Seite geistern im Börsensumpf Gerüchte umher, dass bisher nur ein kleiner Teil der Summen, die tatsächlich abgeschrieben werden müssen, bekannt sei. Man liest, dass diese Finanzmarktkrise im Prinzip schlimmer sei, als die von 1929.
 
Tatsächlich hat die Finanzmarktkrise schon mehrfach gezeigt, dass mit ihr immer noch zu rechnen ist und offenbar niemand so recht weiß, was da alles auf uns zukommt. So ist es immer und jederzeit möglich, dass eine weitere große Bank ins Straucheln kommt.
 
Aber auch die Probleme um Freddie Mac und Fannie Mae, die weitere gigantische Finanzspritzen benötigen, sind geeignet noch einiges an Unruhe in den Markt zu bringen. Sogar eine Privatisierung wird schon analysiert, schließlich ist eine „schnelle“ Erholung des US-Immobilienmarkts ohne diese beiden Hypothekenfinanzierer kaum denkbar. Schauen Sie sich einfach nur die Charts dieser beiden Aktien an, sie sagen alles.

Probleme in der US-Automobilindustrie und der Ölpreis

Ich hatte hier schon davon berichtet. Es gibt auch Gerüchte, die kurz darauf sogar von Merill Lynch aufgegriffen wurden: General Motors könne kurz vor einem Konkurs stehen. Auch das, obwohl mittlerweile diskutiert, könnte den Markt belasten. Diese Entwicklung der US-Autobauer steht natürlich im direkten Zusammenhang mit dem hohen Ölpreis, der unleugbar einen entscheidend negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit auf die Börsen hat.

Finanztitel und Berichtssaison

Und gerade in dieser Situation gewinnt die aktuelle Berichtssaison eine ganz besondere Bedeutung. So werden in der nächsten Woche wichtige Unternehmensergebnisse von großen US-Finanztiteln erwartet. Natürlich wird auch interessant, was die amerikanischen Autobauer zu berichten wissen, oder GE (am Freitag). Wer will sich da schon zu sehr aus dem Fenster lehnen.

Nach all dem Negativen...

Schaut man sich diese Faktoren alle an, kann man sich auch fragen, warum die Börsen nicht schon sehr viel niedriger notieren. Aber das ist auch der Grund, warum ich noch nicht sicher bin, ob wir wirklich schon jetzt einen Boden sehen oder erst noch eine Ebene weiter abwärts müssen.
 
Auf jeden Fall hat diese Vielzahl von schlechten Nachrichten und trüben Aussichten dazu geführt, dass in den USA das Sentiment sich auf einem absoluten Tiefpunkt befindet. So gesehen ist nicht mehr sehr viel Platz nach unten...
 
Viele Grüße
 
Ihr
 
Jochen Steffens

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Wir haben uns für diesen Börsendienst zu folgende Qualtitätskriterien verpflichtet:

von Jochen Steffens
 
Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 346.000 gefallen. Das ist der stärkste Rückgang seit über 3 Jahren. Erwartet wurden 395.000 neue Anträge nach zuvor 404.000.
 
 
Man sollte diese Zahlen nicht überbewerten. Hier fließen saisonale Effekte ein. Anfang Juni kommt es gerade im verarbeitenden Gewerbe häufig zu Entlassungen. Interessanter werden erst wieder die nächsten Zahlen.

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