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Die Schlacht um die 150-Dollar-Marke!

von Jochen Steffens
 
Der Ölpreis hat nun seine steilen Aufwärtstrends nach unten gebrochen:
 
 
 
Somit lohnt sich ein Blick auf die Psychologie hinter dieser Kursentwicklung.
 
Die 150er Marke hatten viele Marktteilnehmer als psychologisch wichtige Marke im Visier. Dort türmten sich demnach die bereits im Markt liegenden Verkaufsordern und die möglichen Verkäufe der Anleger, die vorhatten um diese Marke herum, in den Markt hineinzuverkaufen.
 
Die anstürmenden Bullen (Bullen = kursoptimistische Anleger) mussten also gegen diesen immer größer werdenden Berg von Verkäufern anlaufen. Nun werden viele Verkäufer bereits unterhalb dieses wichtigen Widerstands ihre Verkäufe platzieren, um wirklich sicher zu stellen, dass sie auch rauskommen. Das hatte zur Folge, dass die Euphorie der Ölbullen bereits deutlich unter der 150er Marke gebremst wurde.

Man kann dieses Auflaufen auf die Verkaufsordern an den Kerzen mit den langen Dochten nach oben erkennen (roter Pfeil). Intraday kam es demnach immer wieder zu Kurspitzen, die jedoch aufgrund genannter Verkäufe nicht gehalten werden konnten.  

Sturm einer befestigten Bergkuppe

Irgendwann waren die Bullen schließlich erschöpft, der Berg wurde zu steil und sie purzelten entkräftet wieder nach unten. Dort drängten jedoch die neuen Ölbullen nach, die den Zug bisher verpasst hatten. Somit wurden die zunächst zurückgeschlagenen Ölbullen schnell wieder aufgefangen, und es ging ebenso dynamisch wieder nach oben. Damit war die Frontlinie eingegrenzt: Zwischen 135 und 145 Dollar prallten Bullen und Bären aufeinander.
 
Als jedoch mit diesen neuen Ölbullen im Rücken erneut die 145 Marke nicht nachhaltig überwunden werden konnte, verloren die Bullen ihre Zuversicht und damit ihren Kampfeswillen. Drei lange Handelstage hintereinander kämpften die bereits durch den ersten Rückschlag angeschlagenen Bullen nahezu verzweifelt um diese 145er Marke. Aber was sie auch versuchten, den Bären gelang es immer wieder, sie auf Schlusskursbasis unter die 145er Marke zu zwingen.
Die Macht der Ölbären drängte die Bullen in die Defensive und nachdem auch noch die letzte Frontbastion bei der 135er Marke überlaufen wurde, kam es zu einem ungeordneten Rückzug, in dessen Folge selbst die beiden steileren Aufwärtstrends keinen Schutz mehr gewährten.

Die Stellung wird verlassen

Als die Verkäufer, die sich alle um die 150er Marke eingegraben hatten, sahen, wie die Bullen flüchteten, kamen sie hervor und jagten diesen hinterher, um noch einen geeigneten Ausstieg zu finden. Auch diese gerieten in Panik um ihre Kriegsbeute. Sie mussten zusehen, wie die Kurse fielen und ihre Gewinne dahinschmolzen. Also wurde verkauft, was zu verkaufen war.
 
Aber, das bedeutet auf der anderen Seite, dass die Verkaufspositionen, die bei der 150er Marke lagen, nun ausgedünnt sind, da viele Verkäufer jetzt bereit zu niedrigeren Kursen verkauft hatten. Damit ist der „Berg der Verkaufswilligen“ wesentlich flacher geworden oder, um in der „Kriegssprache“ zu bleiben: Viele haben die Befestigung verlassen.

Wo formieren sich die Bullen?

Die Frage ist nun, wo formieren sich jetzt die Bullen. Bei welcher Marke finden sie genug Schutz und Rückhalt, um sich zunächst zu sammeln und sich den verfolgenden Bären entgegen zu stellen. Doch dazu etwas später mehr.
 
Dieser etwas überspitzte und mit einem Augenzwinkern geschriebene Vergleich beschreibt eigentlich tatsächlich nur die „Psychologie“ hinter dem Kursverlauf des Ölpreises. Dieses Szenario findet sich immer wieder, es verdeutlicht den Grund, warum die Kurse oft zunächst unterhalb psychologisch wichtiger Marken scheitern. Erst in einem zweiten Angriff entscheidet sich anschließend, ob eine psychologisch wichtige Marke nachhaltig genommen werden kann.

Zwei Szenarien und bekannte Topformationen

Sollte sich also der Ölpreis jetzt fangen und die Ölbullen aus irgendwelchen fundamentalen Beweggründen wieder Mut fassen, könnte es zu einer impulsiven Aufwärtsbewegung kommen. Hier würde es sich dann entscheiden. Sollte die Position der Verkaufswilligen immer noch so groß sein, dass die Bullen erneut an dieser Marke scheitern, wird für die Bullenes aus zwei Gründen schwer werden:
 
  1. Diejenigen Bären, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgehalten haben und nun wieder nicht verkaufen konnten, werden nicht noch einmal zusehen, wie die Kurse bis 125 Dollar fallen und alles tun, um möglichst schnell zu verkaufen, sobald die Kurse erneut an der 145/150er Marke scheitern.
  2. Aber auch die Kraft der Bullen wird nach einem zweiten großen Anlauf erschöpft sein. So dass hier die Kraft für einen dritten Anlauf in den meisten Fällen fehlt.

In diesem Fall bildet sich eine Art Doppeltop

Sollten die Bullen allerdings die Verkaufsordern um die 150er Marke komplett aufkaufen können, wäre dies zunächst ein sehr bullishes Zeichen. Der Markt wäre erst einmal von Verkäufern bereinigt und deswegen könnte es dann wahrscheinlich impulsiv weiter gehen.

Das Trippeltop

In ganz seltenen Fällen kommt es, wenn die Kurse zum zweiten Mal scheitern, zu einem dritten Anlauf. Scheitert auch dieser, können Sie fast sicher sein, dass die Bullen keine Chance mehr haben, diese Marke in nächster Zeit zu nehmen. Es bildet sich das Tripple-Top, welches aus diesem Grund ein deutlich wichtigeres Top als das Doppeltop darstellt.
 
Bricht die 150er Marke im Zuge des dritten Anlauf, kann es sein, dass auch die Bullen entkräftet sind. In diesem Fall ist es dann fraglich, ob es zu einem dynamischen weiteren Anstieg kommen kann, ansonsten war es lediglich eine Konsolidierung und der Aufwärtstrend wird fortgesetzt.

Linienkritzler

Sie sehen, Charttechnik ist nicht nur ein bloßes Linienzeichnen, man muss auch verstehen, was psychologisch hinter den Kulissen passiert. Das wird leider meist vernachlässigt. Dabei geht es doch immer wieder nur um das ewige Spiel der Bären gegen die Bullen und die dahinter stehende Psychologie der beteiligten Akteure.

Das große Bild

 

Im mittelfristigen Chart hat der Ölpreis versucht, aus dem Aufwärtstrend nach oben auszubrechen. Das ist ihm nicht gelungen. Er kann nun an der Mittellinie einen neuen Anlauf starten, erst dieser wird etwas über die wirkliche Verfassung des Ölpreises sagen. Sollte das nicht gelingen, muss damit gerechnet werden, dass wir auch noch die untere Trendlinie erreichen.
 

Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 

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US-Wirtschaftsdaten

von Jochen Steffens

Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 406.000 gestiegen. Erwartet wurden 372.000 bis 380.000 neue Anträge nach zuvor 372.000 (revidiert von 366.000).

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 Die Zahl der Erstanträge steigt wieder, womit die These bewiesen wäre, dass der Einbruch Anfang Juli lediglich ein saisonaler Effekt gewesen ist. Hier erkennen wir noch keinen Einfluss der niedrigen Zinsen auf das US-Wirtschaftswachstum. Das wäre aber auch verwunderlich, da der Arbeitsmarkt in dieser Hinsicht ein nachlaufender Indikator ist.
 
Die Zahl der Hausverkäufe in den USA ist im Juni auf 4,86 Mio. zurückgegangen. Analysten hatten jedoch nur mit einem Rückgang im Bereich zwischen 4,95 bis 4,97 Mio. gerechnet, nach Minus 4,99 Mio. Häuser verkauft worden. Diese leicht bessere Zahl hatte kaum einen Effekt auf die Börsen, da es sich immer noch um einen deutlichen Rückgang handelt.
 

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