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Wenn man im August mit dem Traden anfängt...
von Jochen Steffens
 
Wir stehen nun kurz vor der „härtesten“ Börsen-Phase für Kommentatoren, Journalisten und Analysten an den Börsen: Dem August!
 
Es ist jedes Mal das Gleiche, im August wird Börse zäh und schwierig. Und das liegt nicht nur am Wetter, sondern hauptsächlich an dem bis zum September massiv sinkenden Handelsvolumen. Das Schlimme ist, dass dieser Effekt auch noch in den Jahren, in denen US-Präsidentschaftswahlen stattfinden, deutlich stärker ist, als in den übrigen Jahren. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele langfristig orientierte Anleger erst einmal mit Neupositionierungen abwarten, um zu erfahren, wer die Wahl gewinnt, d.h. wie also die weitere politische und wirtschaftliche Richtung aussehen wird.
 
Wir müssen demnach gerade in diesem Jahr in den nächsten Wochen mit einer Vielzahl von Fehlsignalen im kurzfristigen Bereich rechnen.

Niemals im August mit dem Daytrading anfangen

Mir ist der August übrigens noch aus einem anderen Grund in unschöner Erinnerung geblieben. Es ist schon viele Jahre her: Nachdem ich mich eine zeitlang mit Hebelzertifikaten und Optionsscheinen auf den Dax im sehr kurzfristigen Bereich versucht hatte, ergab die Analyse der Trades, dass der größte Teil meiner Gewinne durch die Gebühren (inklusive Spread) aufgefressen worden waren. Das war nicht nur unbefriedigend, es stellte sich zudem heraus, dass Daytraden so auf Dauer nicht funktionieren konnte – die hohen Gebühren verursachten eine doch erhebliche Verzerrung in der Gewinn-/Verlustrelation.
 
Ein Traderkollege gab mir schließlich den Rat, ich solle es doch mal mit Future-Traden versuchen. Da man immer wieder hört, dass man mit Futures mehr Geld verlieren kann, als man eingesetzt hat (Nachschusspflicht), war ich zunächst skeptisch.

Gebühren beim kurzfristigen Traden

Je kurzfristiger man tradet, desto wichtiger sind die Gebühren. Beim direkten Vergleich dieser Kosten wurde mir schnell klar, dass Future-Traden wesentlich preiswerter ist. Der Unterschied war derart übermächtig, dass ich meine Zweifel aufgab und mich von nun an dem Future-Traden widmete. Schnell musste ich zudem feststellen, dass das mit der Nachschusspflicht eher theoretischer Natur ist. Wenn eine Position zu sehr ins Minus läuft, wird sie einfach zwangsliquidiert und zwar dann, wenn die hinterlegte Margin (Sicherheit) nicht mehr ausreicht.
 
(Hinweis: Das gilt jedoch nicht für alle Broker, hier muss man aufpassen und sich erkundigen. Zudem können sich Verluste bei Positionen, die über Nacht gehalten werden, ausweiten. Man stelle sich vor, man ist im Dax investiert und nach Handelsschluss kommt es zu einem Anschlag. Die Folge könnte sein, dass der Dax am nächsten Morgen um 1000 Punkte tiefer startet. Das kann teuer werden. Solche Worst-Case-Szenarien sollten Sie beim Traden mit Futures, aber auch mit CFDs immer im Hinterkopf behalten)

Totaler Reinfall

Voller Eifer startete ich, doch es kam wie es kommen musste: Es funktionierte überhaupt nicht! Ein Fehlsignal nach dem anderen kostete mich viel Geld. Kein Wunder, es war August, darauf hatte ich nicht geachtet. Aber das war nicht der einzige Grund.

Ein Jahr Umgewöhnungsphase

Es dauerte tatsächlich noch eine ganze Weile, bis ich mich an die Futures gewöhnt hatte. Future-Trading ist vollkommen anderes, als Trading mit Optionsscheinen und Hebelzertifikaten. Es ist viel näher, viel direkter und unmittelbarer. Zudem muss man sich bei den Positionsgrößen umgewöhnen, da ein fixer Geldbetrag je Punkt und Kontrakt verdient wird. Das macht es schwieriger, die Positionsgröße an das Tradingdepot und seine eigene mentale Verfassung anzupassen.
 
Zudem ist der Dax-Future nicht so gut zum Traden geeignet, gerade nicht für Anfänger. Ich bevorzuge heute den Euro-Stoxx-Future oder den Bund-Future, manchmal den S&P500 Future. Hier liegen einfach wesentlich mehr Kontrakte je Punkt im Markt (um den Faktor 15-20). Das verringert die Gefahr von Fehlsignalen. Der Dax-Future ist eigentlich eher etwas für „Wahnsinnige“.
 
Mittlerweile bin ich der Meinung, man braucht, um von Optionsscheinen und Hebelzertifikaten auf den Future umzusteigen, mindestens ein Jahr „Umgewöhnungszeit“, bis man diese „neue Welt“ endlich ganz begriffen hat. Gute Einstiegszeitpunkte um mit Future-Traden anzufangen sind Oktober/November oder Januar/Februar. März bis September sollte man zum Einstieg eher meiden.

Zum Markt: Kreditmarktkrise, was ist das?

Wie ich gestern geschrieben habe, die Kreditmarktkrise scheint die Märkte nicht mehr so sehr zu beeinflussen. Heute kam die Meldung, dass Merrill Lynch weitere Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen muss. Merrill Lynch verscherbelt ein großes Paket forderungsbesicherter Anleihen zum Preis von 6,7 Mrd. Dollar. In den Büchern stehen diese Papiere noch mit 11,1 Mrd. Dollar (der Nominalwert liegt bei über 30 Mrd. Dollar).
Gleichzeitig gab Merrill Lynch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8,5 Mrd. Dollar bekannt. 
 
Normalerweise hätte eine solche Nachricht zu einem massiven Einbruch an den Märkten führen müssen. Doch genau das Gegenteil passierte. Der Nasdaq100 ist, während ich diese Zeilen schreibe, über 2 % im Plus.

Dax bleibt noch im Bullenmodus

Der Dax hat ziemlich genau bei der 6280er Marke (siehe Steffens-Daily gestern), also an dem 50er Retracement gedreht, nachdem er den bisherigen Trend mit einem Gap-Down gebrochen hatte. Damit ist wieder alles offen. Sollte es jetzt zügig über die 6600 Punkte Marke gehen, liegt das Kursziel bei etwas unterhalb der 7000 Punkte-Marke. Danach muss man weiter sehen. Ich schätze, der Dax fällt nun noch einmal auf die 6360/70 Punkte-Marke und wagt dann einen weiteren Anlauf auf die 6430er Marke. Überwindet er diese, ist das letzte Hoch Kursziel.

Unglaubliche Korrelation bestätigt

Ich hatte hier bereits mehrfach etwas zu dem Zusammenhang zwischen den US-Wahlen (Kandidatur Barack Obamas) und dem Kursverlauf des S&P500 geschrieben. Der Verdacht einer Korrelation hat sich nun nach weiteren Recherchen mehr als bestätigt. Dazu habe ich auf www.boerse-online.de eine Kolumne verfasst. Darin finden Sie einen unglaublichen Chart, der meines Erachtens den Zusammenhang endgültig und eindrucksvoll beweist.
 
 
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens 
 
Der Vertrauensindex des Conference Boards notiert im Juli bei 51,9. Analysten hatten mit Werten im Bereich von 50,0 Punkten gerechnet, nach 51 Punkten zuvor.
 
 
Auch hier sieht es ein wenig danach aus, als könne sich nun langsam nach dem steilen Absturz ein Boden ausbilden. Aber im Prinzip ist es noch viel zu früh, das zu prognostizieren. 

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