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Wird der US-Arbeitsmarktbericht positiv überraschen?
von Jochen Steffens
 
Der wichtigste Termin in dieser Woche ist wohl der Freitag. An diesem werden die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht. Den Märkten geht es dabei hauptsächlich um die neu geschaffenen Stellen. Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Beschäftigten in den USA rückläufig gewesen. Auch für Freitag wird ein Rückgang um 65.000 Stellen erwartet.
Eine Verbesserung bei diesen Zahlen würde nicht nur einen Indikator für ein stärkeres Wirtschaftswachstum darstellen, viel wichtiger ist, dass neu geschaffene Stellen ein positives Signal für den Konsum, sprich die Binnenkonjunktur in den USA darstellen. Zumal sich bessere Arbeitsmarktdaten auch positiv auf das Konsumentenvertrauen auswirken.

ADP Daten überraschen positiv

Heute um 14.30 Uhr wurde der ADP National Employment Report veröffentlicht. Dieser wird immer am Mittwoch vor dem Arbeitsmarktbericht herausgegeben und soll schon einmal eine Tendenz anzeigen. Demnach ist die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor in den USA im Juli um 9.000 Stellen angestiegen(!).
 
Der Markt reagierte auf diese Veröffentlichung entsprechend positiv. Allerdings muss man hier vorsichtig sein, die Zahlen des ADP weichen zum Teil sehr stark vom eigentlichen Arbeitsmarktbericht ab. Allerdings zeigten sich in den letzten Wochen auch erste Auswirkungen der niedrigen Leitzinsen in den USA auf die vorlaufenden Wirtschaftsindikatoren. Es ist also auch aus fundamentaler Sicht durchaus möglich, dass die Arbeitsmarktzahlen „bereits jetzt“ reagieren und es tatsächlich zu einem Wert kommt, der über den Erwartungen liegt. Zumal die Erwartungen doch relativ verhalten sind.

Konjunkturdaten-Trader

Eines ist jedoch wahrscheinlich: Viele Trader werden jetzt darauf setzen, dass die Zahlen am Freitag über den Erwartungen liegen. Das könnte die Märkte im Vorfeld stützen. Es kann aber auch dazu führen, dass diese Trader dann, sobald die Zahlen am Freitag erst einmal veröffentlicht sind, Kasse machen. Wenn diese also schlechter ausfallen oder nur leicht über den Erwartungen liegen, muss man damit rechnen, dass der Markt am Freitag im Anschluss schnell ins Minus laufen wird (natürlich nur, wenn keine anderen positiven Einflüsse auftreten). Das sind die typischen Spielchen der „Konjunkturdaten-Trader“. Nur wenn die Zahlen deutlich über den Erwartungen liegen oder sogar einen Stellenzuwachs verzeichnen, wird der Markt sich halten können.

Ölpreis erreicht wichtige Unterstützung

Der Ölpreis notiert jetzt nahe der 120-Dollar-Marke. An dieser wird es nun interessant. Ich glaube aber, dass die eigentliche Entscheidung über den Ölpreis im Dollar fallen wird. Der Euro befindet sich zum Dollar seit Anfang des Jahres in einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,53 und 1,60 Dollar. Sollte der Dollar deutlich Stärke zeigen, wird auch der Ölpreis weiter zurückgehen. Das liegt nicht nur daran, dass der Ölpreis in Dollar berechnet wird, sondern unter anderem auch daran, dass Öl ein perfekter Hedge (Absicherung) gegen einen schwachen Dollar gewesen ist.

Sollte also jetzt der Dollar Stärke zeigen, werden auch diese Hedge-Positionen aufgelöst werden. Wahrscheinlich ist das bereits mit ein Grund für den aktuellen Rückgang im Ölpreis, da der Dollar an wichtigen Marken gescheitert ist und somit die Gefahr besteht, dass sein Abwärtstrend zumindest kurzfristig ein Ende findet.
 
Dazu erst einmal der langfristige Euro / Dollar Chart (Hinweis: Eine Euro-Stärke entspricht in diesem Chart einer Dollar Schwäche, so dass ein Aufwärtstrend hier einen schwächer werdenden Dollar darstellt.)
 
 
Deutlich sieht man, dass die 1,46 Dollar Marke über 30 Jahre einen markanten Widerstand darstellte. Dieser ist nun nach oben gebrochen worden. Wie so oft nach einem Bruch einer derart wichtigen Widerstandslinie ist damit zu rechnen, dass die Kurse diese Linie auch noch einmal von oben testen. Mit anderen Worten, es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Euro noch einmal auf die 1,463 Dollar zurückfällt.

Dazu muss aber zumindest im kurzfristigen Bild folgendes passieren:

Sie sehen hier die Seitwärtsbewegung zwischen  1,528 und der 1,602 Dollar. Normalerweise sagt man: Wenn eine Seitwärtsbewegung in eine Richtung gebrochen wird, ist das Kursziel die Spanne der Seitwärtsbewegung (hier blaues Rechteck) an das Ausbruchsniveau addiert/subtrahiert. Sollte also der Euro durch die 1,528 Dollar Marke fallen, liegt das Kursziel bei 1,453 Dollar und damit fast genau im Bereich der oben genannten 1,463 Dollar Marke. Das würde perfekt passen.

Sie sollten allerdings hier nicht voreilig handeln, eine Seitwärtsbewegung kann sich auch sehr lange halten. Fällt jedoch die 1,528 Dollar Marke nachhaltig, rechne ich nicht nur mit einem weiter fallenden Euro, sondern auch damit, dass weitere Hedge-Positionen im Öl aufgelöst werden und der Ölpreis noch einmal stark in Bedrängnis kommt. Das würde die 120er Unterstützung nach unten auflösen und dann reden wir wieder über die 100 Dollar Marke. Aber erst dann...

Viele Grüße
 
Ihr

Jochen Steffens 

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