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Es hätte alles so schön sein können....
von Jochen Steffens
 
Ich habe heute mit meinem Kollegen Michael Jansen den halben Morgen über die heutigen Daten diskutiert. Immer wenn in den USA die Nonfarm Payrolls, also die neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, veröffentlicht werden, kann dies den Markt mitunter auch sehr stark bewegen. Für Trader ist es natürlich entscheidend zu wissen, ob die Gefahr besteht, dass diese Daten zu einem Intraday- Einbruch führen werden. In diesem Fall kann es angeraten sein, vorher Positionen zu veräußern, um nicht unkontrolliert bei einzelnen Positionen ins Minus zu rutschen.
 
Wir sind bei unserer Recherche zunächst auf einen interessanten Punkt zu den stark gestiegenen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA, die gestern veröffentlicht wurden, gestoßen. Offenbar führte die Ausweitung der Hilfeleistung in den USA auf 13 Wochen dazu, dass einige Berechtigte neue Anträge gestellt haben. Dieser Effekt verzerrt das Bild, so dass wir diese sehr schlechten Zahlen von gestern nicht mehr in die aktuelle Prognose einbeziehen können.
 
Da die ADP-Daten zum Arbeitsmarkt deutlich besser ausgefallen waren (siehe Ausgabe von Mittwoch) und sich zudem bei anderen Wirtschaftsindikatoren erste Hinweise auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft erkennen lassen, war das wahrscheinlichste Szenario, dass die Arbeitsmarktdaten leicht über den Erwartungen liegen werden.
 
Dabei muss man beachten, dass der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Indikator ist. Wenn sich die Wirtschaft gerade erst wieder stabilisiert, ist noch nicht damit zu rechnen, dass dies bereits einen größeren Einfluss auf den Stellenzuwachs in den USA haben kann. Deswegen war eine überraschend positive Zahl tendenziell eher unwahrscheinlich.

Nonfarm Payrolls

Tatsächlich ist die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) ist in den USA im Juli um 51.000 zurückgegangen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang um 40.000 bis 75.000 Arbeitsplätze gerechnet. Der Vormonatsrückgang wurde von 51.000 auf nun 62.000 revidiert.
 
 

Es hätte alles so schön sein können

Der Markt reagierte zunächst entsprechend positiv auf diese Nachrichten, und es hätte alles so schön sein können. Doch Börse ist auch immer wieder in der Lage, jede noch so genaue und „clevere“ Überlegung mit einem kleinen Handstreich zunichte zu machen.
 
Denn plötzlich schoss der Ölpreis  in wenigen Minuten steil nach oben, um im Hoch über 2,5 % zuzulegen. Das lag offenbar daran, dass aus Israel eine Nachricht kam, der Iran stehe aktuell kurz vor einen großen Durchbruch in seinem Atomprogramm. Das schürte natürlich wieder die vom Markt fast vergessene Sorge vor einem Angriff Israels auf den Iran. Auch der Aktienmarkt reagierte auf diese Nachricht und den gefallenen Ölpreis und brach entsprechend heftig ein.

ISM-Index sinkt leicht

Da half auch der um 16.00 Uhr veröffentlichte ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes nichts. Eigentlich hatten wir nach dem leicht besseren Chicagoer Einkaufsmanagerindex (siehe gestern) hier mit einer deutlicheren Verbesserung gerechnet. Doch der Index notiert bei genau 50 % nach 50,2 % im Vormonat. Damit lag er in den Erwartungen. Positiv war allerdings, dass der Preisindex des ISM von zuvor 91,5 Punkten auf 88,5 Punkte gesunken ist.
 
 
 
Ohne die Nachricht aus Israel hätte das also ein durchweg positiver Tag werden können. Aber erst als der Ölpreis im weiteren Verlauf wieder etwas zurückkam, konnte sich der Markt einigermaßen fangen. Trotzdem, aus charttechnischer Sicht ist mit diesem Einbruch jetzt kurzfristig einiges an Porzellan zerschlagen worden. Während gerade der Nasdaq100 noch vor wenigen Tagen einen klaren Boden auszubilden schien, sind jetzt die Vorzeichen wieder deutlich bearisher geworden.
 
Aber wir haben August – der Monat der Fehlsignale – ich glaube, im nächsten Jahr mache ich vier Wochen Urlaub im Sommer.
 
Viele Grüße
 
Ihr

Jochen Steffens
 
US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind in den USA im Juli 0,3 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,3 %. Im Vormonat waren die Stundenlöhne um 0,3 % geklettert. Die Zahlen liegen in den Erwartungen. Allerdings äußern einige Fedmitglieder mittlerweile die Sorge, dass es auch bei den Löhnen in den USA zu einer inflationären Entwicklung kommen könnte.
 
Die Arbeitslosenquote in den USA liegt im Juli bei 5,7 %. Erwartet wurde die Quote mit 5,6 bis 5,7 % nach 5,5 % im Vormonat.
 
Die Bauausgaben sind im Juni um 0,4 % gesunken. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,3 %. Im Vormonat waren die Bauausgaben in den USA mit 0,0 % stabil geblieben. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten -0,4 % nach oben revidiert. Auch hier wieder schlechtere Zahlen. So lange wir hier keinen klaren Boden erkennen können, ist noch keine wirkliche Entwarnung vom US-Immobilienmarkt zu erwarten.
 
 
 

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