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Krisen sind eben auch immer nur Chancen...
von Jochen Steffens
 
Ein Mix aus schlechten Nachrichten hat heute den Dax auf Talfahrt geschickt. Zunächst gab es schlechte Vorgaben aus Asien. Die Wirtschaft in Japan hatte im vorigen Quartal ein negatives Wachstum von 0,6 % zu verzeichnen. Das belastete den Daxstart.
Vor der Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze in den USA rauschten besonders die Automobilwerte in den Keller. Es wurde erwartet, dass der PKW-Verkauf in den USA weiter nachgeben wird (zu den genauen Zahlen unten mehr). Gleichzeitig erholte sich der Ölpreis leicht, da um 16.00 Uhr die Rohöllagerbestände veröffentlicht werden sollten. Nach dem starken Einbruch der letzten Tage kann es hier eigentlich nur zu Überraschungen nach oben kommen, so die Sorge der Öl-Spekulanten.
 
Und so sind wir im Dax wieder in die alte Seitwärtsbewegung zurückgefallen:
 
 
Damit wird nun dieser Trendkanal (rote Linien) immer relevanter. Wird dieser verletzt, wäre dies ein erster kleiner bearisher Hinweis. Trotzdem, im Groben handelt es sich nach wie vor um eine Seitwärtsbewegung. Diese wird erst bei einem nachhaltigen Bruch der 6300 Punkte-Marke aufgelöst. Aber Sie sehen ja, die vielen Fehlsignale, die es bisher gegeben hat.
Lassen Sie sich also nicht verrückt machen. Im Moment werden alle weichgekocht. Ich höre von vielen Seiten, dass Trader und Institutionelle sich zurzeit beständig die Finger verbrennen. Ich möchte es noch einmal wiederholen: Das ist kein Markt, um außerhalb des Daytradens kurzfristige Gewinne zu machen (und selbst im Daytrading ist es im Moment nicht leicht). Es ist ein Markt voller Fehlsignale und impulsiver Bewegungen, dem eine gewisse Planlosigkeit zuzuschreiben ist. Nutzen wir die Zeit für ein anderes, zukunftsweisenderes Thema.

Automobilaktien, die Zukunft?

Zuletzt sind die Automobilaktien arg abgestraft worden. Kein Wunder, der hohe Benzinpreis, in Reaktion auf den exorbitant steigenden Ölpreis, verleidet uns den Fahrspaß. Viele Menschen werden sich zurzeit überlegen, ob sie überhaupt ein neues Auto brauchen. Gerade Familien werden sich eher für Kleinwagen entscheiden, die einen entsprechend niedrigen Verbrauch haben. So verwundert es nicht, dass gerade die Hersteller gehobener Klassen die deutlichsten Kursverluste zu verzeichnen hatten.

Technologieschub möglich

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Gleichzeitig bahnt sich ein Technologieschub an. Die Automobilindustrie und hier gerade die Hersteller größerer PKW (Daimler, BMW aber auch amerikanische Hersteller wie GM) fangen an umzudenken. Sie alle wollen auf spritsparende Autos oder alternative Antriebsvarianten setzen. Dabei geht es auch darum, den gleichen oder fast den gleichen Komfort zu bieten, wie bisher.

Neue Technologien am Käufer gescheitert

Bisher war es der Automobilindustrie nicht gelungen, extrem sparsame Autos an den Kunden zu bringen. Auch alternative Antriebsvarianten fanden einfach nicht den breiten Zuspruch, der nötig wäre, um einen Umbruch zu schaffen. Die Dichte des Tankstellen-Netzes in Deutschland und in ganz Europa ist einen Luxus, der die Einführung von Alternativen schwer macht.
 
Tatsächlich haben somit auch die Kunden der PKW-Hersteller immer wieder verhindert, dass sich neue Technologien durchsetzen konnten. Sollte der Ölpreis jedoch langfristig über 100 Dollar notieren oder um diese Marke fluktuieren, wird sich das ändern.

Die problem- und bedarfsorientierte Funktionsweise des Kapitalismus

Immer wenn in kapitalistischen Wirtschaftssystemen ein Bedarf entsteht, (hier nach preiswerten Fortbewegungsmitteln) werden sehr schnell Produkte geschaffen, um diesen Bedarf zu stillen. Ein Bedarf lässt sich vermarkten, damit kann Geld verdient werden, und das ist die eigentliche Motivation möglichst schnell auf Bedürfnisse zu reagieren.
 
Je mehr und breiter ein Bedürfnis die gesamte Bevölkerung betrifft, desto größer wird der Einfluss auf das Wirtschaftswachstum eines Landes. Das gilt ganz besonders dann, wenn es um neue Technologien geht.
 
Von einer neuen Technologie zum Wirtschaftsboom
 
Nehmen wir an, es setzt sich tatsächlich eine neue Technologie durch, die einen ähnlichen Fahrkomfort bei einem erheblichen Preisvorteil je gefahrenen Kilomenter garantiert. Sehr schnell würden immer mehr Menschen ihre alten Autos verschrotten lassen und auf die Neuen umsteigen. Die entstehende erhöhte Nachfrage könnte nur durch eine massive Produktionssteigerung befriedigt werden.
 
Nun ist die Automobilindustrie in Deutschland stark vertreten. Von einer erhöhten Produktion würden auch die Zulieferer, die Maschinenhersteller, die Werbeindustrie und alle möglichen anderen sekundären Industrien profitieren. Es ist damit zu rechnen, dass neue Arbeitsplätze in all diesen Bereichen entstehen. Die Leute würden wieder mehr verdienen, der Binnenkonsum zieht an, der Bedarf nach Autos steigt – es entsteht ein positiver Wirtschaftskreislauf.

Dieser Effekt ist immer dann zu beobachten, wenn eine neue Technologie entwickelt wird, die eine möglichst breite Akzeptanz in der Bevölkerung findet (siehe Computer / Internet).
 
Ist also der hohe Ölpreis eine Chance für Deutschland?
 
So könnte der hohe Ölpreis, der uns zurzeit ausschließlich fluchen lässt, zumindest theoretisch einen neuen und vielleicht sogar nachhaltigen Boom gerade in Deutschland auslösen. Zumindest dann, wenn die deutsche Automobilindustrie schnell genug und richtig reagiert.
 
Ich kann natürlich nicht absehen, ob es so kommt – es ist nichts weiter, als eine schöne Theorie. Aber angesichts der vielen düsteren Prognosen möchte ich immer wieder auch Möglichkeiten von positiven Entwicklungen vorstellen, die in solchen Krisenzeiten immer wieder gerne vergessen werden. Es hat sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt, das gerade, als alles düster aussah, irgendeine unerwartete Entwicklung wieder einen neuen Boom ausgelöst hat.
 
Krisen sind eben auch immer nur Chancen...
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Der Umsatz im Einzelhandel ist im Juli um 0,1 % zurückgegangen. Analysten hatten mit einem Umsatzanstieg im Bereich von 0,4 bis 0,5 % gerechnet, nach +0,1 % zuvor.

Ohne Autoverkäufe ist der Einzelhandelsumsatz in den USA um 0,4 % gestiegen. Hier wurde mit einem Bereich von +0,6 bis +0,7 % gerechnet, nach einem Plus von 0,8 % zuvor.
 
Die Autoverkäufe sind demnach weiter zurückgegangen, wie es der Markt auch erwartet hatte (siehe oben). Auch wenig erfreulich ist, dass der Einzelhandesumsatz ohne Autos unter den Erwartungen gelegen hat. Auch das belastete den Markt.
 
Die Importpreise sind im Juli um 4,0 % gestiegen nach zuletzt +8,9 %.

Ohne Öl sind die Einfuhrpreise um 0,9 % geklettert nach zuvor +0,9 %.
 
Noch zeigt der Ölpreis hier Wirkung und heizt die importierte Inflation an. Das sollte sich allerdings im August ändern.
 
Die Exportpreise sind im Juli insgesamt um 6,7 % gestiegen nach zuvor +2,4 %.

Ohne landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die Ausfuhrpreise um 0,8% geklettert nach zuletzt +0,9.
 
Hier zeigt sich die Auswirkung des schwächeren Dollars. Demnach werden wir auch hier andere Zahlen im August sehen, schließlich ist der Dollar zuletzt dramatisch angestiegen.

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