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Schlechte Daten ohne Zukunft
von Jochen Steffens 
 
Hinweis: Da ich morgen an einem Trader-Treffen teilnehme, erhalten Sie den nächsten Steffens-Daily erst am Montag.
 
Schlechte US-Wirtschaftsdaten haben heute um 14.30 Uhr den Dax in den Keller getrieben.
So sind in den USA die Verbraucherpreise im Juli 0,8 % deutlich stärker gestiegen als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Anstieg um 0,4 % gerechnet, nach einem Anstieg von 1,1 % zuvor.
 
Auch die Kernrate (ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise) stieg deutlicher als erwartet um 0,3 % an. Analysten hatten nur mit einem Anstieg um 0,2 % gerechnet.
 
Sensible Reaktion
 
Natürlich reagiert der Markt zurzeit sehr sensibel auf die US-Inflationsdaten. Gerade auch, weil die Kernrate angestiegen ist. Ich hatte an andere Stelle schon früher darauf hingewiesen, dass sich insbesondere die Energiepreise gerne zeitversetzt auf die Kernraten auswirken. Diese Entwicklung ist jetzt zu beobachten. Während die Verbraucherpreise selbst schon nicht mehr so stark steigen, zieht die Kernrate noch an. Das kann sich auch noch ein bis drei Monate fortsetzen. Der sinkende Ölpreis wird den Anstieg der Verbraucherpreise im August noch schwächer ausfallen lassen, die Kernrate wird aber weiter hoch bleiben.

Auch die Verbraucherpreise reagieren zeitversetzt
 
Aber auch die Verbraucherpreise, die nicht im direkten Zusammenhang mit den Energiepreisen stehen, werden leicht zeitversetzt reagieren. Das bedeutet, wenn der Ölpreis nicht wieder ansteigt, werden wahrscheinlich erst im September/Oktober sinkende US-Verbraucherpreise gemeldet.

Da der Ölpreis normalerweise sein saisonales Hoch im Herbst findet, muss allerdings noch abgewartet werden, ob er tatsächlich nicht weiter ansteigt.
 
Falsche Reaktion
 
Trotzdem reagiert meines Erachtens der Markt falsch. Der Inflationsdruck wird abnehmen, die aktuellen Zahlen sind zwar unschön, aber sie spiegeln noch eine Vergangenheit wieder, die aufgrund der veränderten Grundsituation (fallender Ölpreis/steigender Dollar) keine weitere Prognose auf die Zukunft zulässt.
 
Aber die stark einbrechenden Kurse stellen nur die erste Reaktion dar. Das sind oft die kleinen und unerfahrenen Trader, die hektisch auf solche Zahlen reagieren. Die großen Adressen wissen diese Zahlen besser einzuschätzen. Und ich denke, ihnen wird klar sein, dass die Fed nicht mit weiteren Zinserhöhungen auf diese Zahlen reagieren muss. Es wird bei verbalen Zinserhöhungen bleiben. Damit wird diese Veröffentlichung der Verbraucherpreise den Markt nur sehr kurzfristig beeinflussen.
 
 
Der Dax reagierte jedoch zunächst heftig:
 
 
 
Hier der bekannte Stundenchart. Der Dax fiel im Zuge der Veröffentlichung dieser Zahlen unter die untere Trendgerade, die ich eingezeichnet hatte. Damit hat diese Trendgerade im weiteren Zusammenhang an Relevanz verloren. Kursziel im Dax ist nun erst einmal die untere Linie bei 6322 Punkten. Es sei denn, auch dieser Bruch stellt sich als Fehlsignal heraus. Ich sehe nämlich gerade: Die Amis sind, während ich das hier schreibe, tatsächlich deutlich im Plus gelandet. Ich sag ja: Der August und die Fehlsignale...
 
Schlechte Nachrichten aus Deutschland?
 
Auch die deutschen Konjunkturdaten waren wenig erfreulich. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 0,5 % zurückgegangen, nach dem im ersten Quartal ein beachtliches Plus von 1,3 % erzielt wurde. Dieser Rückgang ist der erste seit knapp vier Jahren. Auch die Inflation bleibt nach wie vor hoch und notiert mit 3,3 % auf dem 15-Jahres-Hoch.
 
Diese Wachstumsdelle muss allerdings in Relation zum ersten Quartal gesehen werden, welches vor allem wegen des milden Winters (Baubranche) und Steuereffekten gut ausgefallen war. Belastend wirkten sich zudem auch die Finanzmarktkrise, der hohe Ölpreis und der hohe Euro aus. Mindestens zwei dieser Aspekte sind aktuell stark rückläufig, so dass wir hier zunächst von einem statistischen Effekt ausgehen sollten.
 
Und schon wieder ist alles nur düster
 
Warum jetzt wieder düsterste Prognosen für Deutschland die Medien beherrschen, ich weiß es nicht. Sollte der Ölpreis weiter sinken und der Euro ebenfalls weiter fallen, ist das besser als jedes Konjunkturprogramm. Hier sollte man also die Kirche im Dorf lassen und erst einmal abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt.
 
Interessanterweise wird von Expertenseite sogar mittlerweile damit gerechnet, dass die EZB die Zinsen im nächsten Jahr wieder senken wird. Dann kann es ja mit der Inflation nicht so weit her sein...
 
Viele Grüße
 
Ihr

Jochen Steffens

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
 
Die Zahl der Erstanträge Arbeitslosenhilfe ist das erste Mal seit vier Wochen wieder gefallen und zwar um 10.000 auf 450.000. Analysten hatten einen Rückgang um 8.000 erwartet. Noch kann man allerdings keine Entwarnung geben.
 
 
 
Denn der Vierwochendurchschnitt stieg auf 440.500 Stellen an. Das ist der höchste Stand seit April 2002! Werte über 400.000 Erstanträge im Vierwochendurchschnitt weisen meistens auf eine Rezession hin.
Man sieht deutlich das erhöhte Niveau. Normalerweile sollte es auch hier im vierten Quartal zu einer Beruhigung kommen, zumal sich dann auch die niedrigen Zinsen auf die US-Wirtschaft auswirken sollten.
 

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