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Kalter Krieg und Börsen
von Jochen Steffens
 
Ich mache mir Sorgen. Nein, nicht um die Kreditmarktkrise und auch nicht um Fannie und Freddie, die beiden US-Hypothekenfinanzierer, die aktuell die Börsen in Panik versetzen und deren Namen sich dabei anhören, als handle es sich um Figuren eines Walt-Disney-Comics.
 
Diesen beiden wichtigsten Hypothekenfinanzierer der USA sollen weitere 10 Mrd. Dollar abschreiben müssen, so wird berichtet. Die Informationen stammen von „anonymen Quellen“ innerhalb des Weißen Hauses. Es soll eine staatliche Übernahme kurz bevorstehen, heißt es.
 
Alan Greenspans Idee?
 
Der wahrscheinlich diesem Gerücht zugrunde liegende Vorschlag war unter anderem von Alan Greenspan gekommen. Er empfahl Freddie Mac und Fannie Mae zu verstaatlichen, in kleinere Einheiten aufzuspalten und dann zu verkaufen. In eine ähnliche Kerbe schlug auch der Präsident der Federal Reserve Bank von Richmond, Jeffrey Lacker, der am Dienstag in einem Interview mit Bloomberg sagte, dass die Unternehmen entweder verstaatlicht oder gänzlich privatisiert werden müssten. Er bevorzuge die letztere Variante.
 
Bisher bestreiten allerdings alle Seiten, dass ein Eingreifen überhaupt notwendig sei.
 
Stehen wir also kurz vor einer Verstaatlichung dieser beiden Hypotheken-Dinosaurier?
 
Es kann gut sein, dass der Markt genau darauf spekulieren wird. Wie immer, wenn irgendwelche „großen Adressen“ in Schieflage sind, riecht das der Markt und wird so lange auf diese Schwäche einschlagen, bis die große Adresse „aufgeben“ muss. „Markt“ muss man in diesem Zusammenhang als einen eigenständigen, nicht bewusst gesteuerten, dynamischen Prozess betrachten.
 
Es kann also sein, dass die Märkte die US-Regierung geradezu dazu zwingen werden, massive Rettungsmaßnahmen zu beschließen oder sogar tatsächlich die beiden Institute zu verstaatlichen.
 
Sollte es soweit kommen, wäre in diesem Moment ein riesiger Bremsklotz vom Markt genommen, so dass es anschließend zumindest kurzfristig zu einer Rallye kommen könnte. Das muss abgewartet werden.
 
Nein, Sorge macht mir etwas anderes
 
Sie haben sicherlich in den letzten Tagen die wachsende Verstimmung zwischen Russland und den USA / Europa im Zusammenhang mit dem Konflikt in Georgien verfolgt.
 
Mich interessieren gar nicht die Einzelheiten und Ursachen, die meines Erachtens sowieso alles andere als eindeutig sind. Mich interessieren in diesem Börsen-Newsletter lediglich die Folgen.
 
Zurück in den Kalten Krieg?
 
Es scheint ein wenig so zu sein, als würden wir wieder in die Zeiten des „Kalten-Krieges“ zurückfallen.
 
Man erinnere sich zurück: Als die Sowjetunion Anfang der 90er aufgelöst wurde, war es André Kostolany, der in diesem Zusammenhang etwas später sagte, man solle sich nun Aktien kaufen, in eine Apotheke gehen, dort Schlafmittel erwerben und sich schlafen legen. Nach 10 Jahren könne man aufwachen und diese dann wieder verkaufen.
 
Ein Ausspruch, der anschließend zwar sehr bekannt wurde, dabei aber immer aus diesem sehr speziellen Zusammenhang gerissen und gerne als allgemeine Börsenlehre verkauft wurde: Kaufe Aktien und lege dich 10 Jahre schlafen. Etwas, das Kostolany niemals so allgemein gemeint hat.
 
Kriegsprämie und neue, riesige Märkte
 
Es ging Kostolany dabei tatsächlich nur um die Auswirkungen, die das Ende des Kalten Krieges auf die Börsen haben würden. Zunächst wurde natürlich das große Kriegsrisiko, also die Kriegsprämie aus den Märkten ausgepreist. Das war aber nicht der eigentliche Grund für den starken Anstieg der Börsen in den 90ern.
 
Es ging vielmehr um die neuen Märkte, die sich mit dem Ende des Kalten Krieges öffneten. Und damit ist nicht nur Russland gemeint, sondern auch die anderen Staaten, die zuvor keine marktwirtschaftlichen Strukturen kannten. Kostolany war zu diesem Zeitpunkt klar, dass diese neuen Märkte einen ungeheuren Schub an den internationalen Finanzmärkten bewirken würden. Und er sollte Recht behalten.
 
Und wenn sich das nun umkehren sollte?
 
Nun muss man keine großen Analysen anstellen, um zu erkennen, dass die Börsen nicht besonders erfreut reagieren, wenn diese Märkte nun wieder den Rückwärtsgang einlegen sollten. Käme es also tatsächlich zu einem erneuten Kalten Krieg und sollte sich daraufhin die russische Wirtschaft von der Weltwirtschaft zunehmend abkapseln, würde auch die Gefahr zunehmen, dass auch andere Länder in diesen Sog hineingeraten: China, ehemalige russische Satellitenstaaten, etc. Es könnte sogar dazu führen, dass die Welt wieder, wie in „alten“ Zeiten, zwischen den Machtblöcken aufgeteilt würde.
 
Für die Börsen würde das bedeuten, dass wir zumindest eine lange quälende Seitwärtsbewegung erleben (etwas, was ich für die Jahre ab 2009 schon lange prognostiziere).
 
Wichtiger Hinweis

Noch gehe ich nicht davon aus, dass wir wieder in eine solche Phase des Kalten Krieges hineingeraten. Die Kräfte der Marktwirtschaft sind in Russland, wie auch in China, nicht ohne Wirkung geblieben. Russland versucht meines Erachtens lediglich, sich einen Teil seiner alten Stellung in der Weltengemeinschaft zurückzuerobern. Die Mittel dazu sind zurzeit zugegebenermaßen etwas rau. Aber eigentlich kann sich kein Staat der Welt mehr eine Isolation „leisten“. Die Folgen für die eigene Wirtschaft wären verheerend. Und nur auf Öl kann man keine funktionierende Wirtschaft aufbauen.
 
Trotzdem beobachte ich diese Entwicklung mit Sorge. Somit müssen wir auch diese genau beobachten. Sollte erkennbar werden, dass sich diese neuen Märkte wieder schließen, muss man entsprechend handeln. Natürlich würde ich Sie dann hier im Steffens-Daily informieren.

Viele Grüße
 
Ihr
 
Jochen Steffens
 
 
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