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Keine Angst vor dem Ifo-Index
von Jochen Steffens 
 
Die Börse kämpft. Anders kann man die aktuelle Situation kaum beschreiben. Es ist ein Kampf gegen niedrige Umsätze, gegen Banken, die ihre Aktien auf den Markt schmeißen, um Liquidität aufzubauen, gegen schlechte Nachrichten und miese Stimmung. Dafür hält sich die alte Dame, Miss Dax, eigentlich ganz gut. Man fragt sich aber nahezu täglich, wie lange noch.
 
 
Nach wie vor bleiben die 6229-Punkte-Marke, wie angekündigt, eine starke Unterstützung. Anschließend käme die 6200-Punkte-Marke ins Spiel. Darunter wird es schon bearisher. Im Moment versucht der Dax an der Unterstützung eine W-Formation auszubilden. Solche W-Formation bilden sich gerne an Umkehrpunkten. Das würde passen. Noch muss diese Formation jedoch bestätigt werden. Das ist der Fall, wenn das kleine Zwischenhoch in der Mitte des W’s nach oben aufgelöst wird. Bis dahin ist die Prognosequalität eher gering.
 
Fed-Sitzungsprotokoll
 
Ob diese Widerstandslinie nachhaltig gebrochen wird, entscheidet sich damit erst nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der letzten Fed-Sitzung, das um 20 Uhr herausgegeben wird. In diesem Protokoll werden wir ein wenig mehr zu der allgemeinen Stimmung und den Ansichten der Fed-Mitglieder erfahren. Das kann zwar noch spannend und marktbewegend werden, aber eigentlich ist das auch schon kalter Kaffee für die Börsen, was nicht heißt, dass diese nicht darauf reagieren. 
 
Keine Angst vor dem Ifo-Index
 
Es gibt folgende bekannte Regel: Wenn der Ifo-Index dreimal in Folge fällt, kommt es zu einer Rezession. Jetzt ging dieser Index tatsächlich das dritte Mal in Folge zurück, auf einen Wert von 94,8 Punkten im August. Das ist ein Dreijahrestief. Die Nachrichten dazu sind natürlich entsprechend: Von einem dramatischen Einbruch, einer kommenden Rezession und einem düsteren Bild der deutschen Wirtschaft ist die Rede.
 
 

Auch in dem Chart ist der massive Einbruch gut zu erkennen. Die Frage ist nur, welche Prognosequalität hat dieser Ifo-Index für die Zukunft. Viele von Ihnen wissen, dass ich den ZEW-Index in den Extremen als Kontraindikator werte. Im Prinzip gilt das  – mit Abstrichen – auch für den Ifo-Index.
 
Sie sehen zum Beispiel, dass der Ifo-Index sein letztes großes Tief im Dezember 2002 ausgebildet hatte. Das bedeutet, drei Monate bevor eine der größten Rallys im Dax startete.
Das letzte Hoch bei 108,6 wurde im April/Mai 2007 ausgebildet, also kurz bevor die Märkte einbrachen.
 
Offenbar scheint auch hier eine antizyklische Betrachtung angeraten.
 
Eigentlich eher ein Stimmungsindikator
 
Das macht auch Sinn, denn im Prinzip ist auch der Ifo-Index ein Stimmungsindikator. Zwar werden hier nicht Analysten und Institutionelle befragt, wie beim ZEW Index, aber natürlich lassen sich auch die 7000 befragten Unternehmer von der aktuellen Stimmung, den Nachrichten und den Kursen beeinflussen. Der hohe Ölpreis, der starke Euro, das schwache Wirtschaftswachstum in Deutschland sind die eigentlichen Gründe für diesen Rückgang im Ifo-Index. Eine Prognose jenseits der Stimmungsanalyse lässt sich meines Erachtens daraus nicht ableiten.
 
Lediglich wenn die Märkte und der Ifo-Index in unterschiedliche Richtungen laufen, muss man hellhörig werden. Wenn also die Märkte zum Beispiel weiter fallen, der Ifo-Index jedoch über mehrere Monate (mindestens drei) einen Boden ausbildet oder wieder ansteigt, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass eine Trendwende bevorsteht. Genauso umgekehrt, wenn die Märkte noch weiter steigen, der Ifo-Index aber nicht mehr mitkommt oder sogar fällt. (Diese beiden Varianten sind oben im Chart zu erkennen.)
 
Der Umkehrschluss ist jedoch nicht zulässig. Dass der Ifo-Index jetzt noch nicht wieder angestiegen ist bedeutet nicht, dass es zu keinem Trendwechsel an den Märkten kommen kann. Die Märkte und der Ifo-Index können auch nahezu zeitgleich einen Trendwechsel vollziehen.
 
Unterschied zum ZEW Index
 
Und trotzdem besteht ein entscheidender Unterschied zwischen dem Ifo-Index und dem ZEW-Index. Denn sollte der Ifo-Index längere Zeit so niedrig tendieren oder sogar weiter fallen, hat das tatsächlich Auswirkungen auf die Wirtschaft. Gerade wenn die Erwartungskomponente zurückgeht, heißt das nichts anderes, als dass die Unternehmen vorsichtiger werden. Das wird sich auf die Investitionsbereitschaft auswirken, aber auch auf die Beschäftigungsplanung. So gesehen kann ein niedriger Ifo-Index, also eine schlechte Stimmung bei den Unternehmen, tatsächlich eine zusätzliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation herbeiführen. Zu lange sollte er also nicht weiter fallen.
 
Viele Grüße
 
Ihr

Jochen Steffens
 
 
 
P.S. In meiner Kolumne auf www.boerse-online.de schreibe ich heute über mögliche Crashgefahren und ein perfektes Einstiegsignal im Oktober.
 
 
 
 
US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens 
 
Der Verbrauchervertrauensindex des Conference Boards notiert im August bei 56,9 Punkten und damit deutlich über den Erwartungen der Analysten, die von Werten im Bereich von 53 Punkten ausgingen. Im Vormonat hatte er bei 51,9 notiert.
Das feuerte die Märkte entsprechend an.



Sollte sich hier etwa ein Boden ausbilden? Nach dem scharfen Einbruch steht das zu erwarten, gerade auch weil viele Amerikaner hoffen, dass ein neuer Präsident etwas bewegen wird.
 
Hinzu kam die Nachricht, dass die Zahl der Hausverkäufe im Juli um 2,4 % auf 515.000 gestiegen ist. Analysten hatten aber mit mehr gerechnet und zwar mit Werten zwischen 525.000 und 535.000 Hausverkäufen. Im Monat zuvor waren 503.000 Hausverkäufe registriert worden.
 
Dieser Anstieg resultierte aber eigentlich nur daher, dass die Zahl des Vormonats von zuvor 530.000 deutlich nach unten revidiert wurde. Demnach eigentlich eher schlechte Zahlen. Darauf reagierte wohl gerade der amerikanischen Markt nach erster Euphorie etwas zeitversetzt, nachdem der Dax bereits geschlossen hatte.
 

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