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Barack Obama spricht von schwierigen Zeiten
von Jochen Steffens
 
Ich frage mich ernsthaft, ob Neugier eine wirklich positive Eigenschaft des Menschen ist: Als ich heute Nacht kurz vor 3 Uhr aufwachte, kam mir plötzlich ein abstruser Gedanke. Anstatt mich direkt umzudrehen und weiter zu schlafen, könnte ich doch „kurz“ einmal schauen, ob es schon eine klare Tendenz bei der US-Präsidentschaftswahl gäbe – nur ganz kurz. Wie das ausging, können Sie sich denken! Auf jeden Fall bin ich heute todmüde.
 
Es zeichnete sich schon recht früh ab und bestätigte sich dann auch: Barack Obama ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten.
 
Barack Obama spricht von schwierigen Zeiten
 
Ich habe heute Morgen noch seine Rede zum Wahlsieg gehört. Er ist wirklich ein ausgezeichneter Redner. Man konnte sehen, wie er die Massen bewegte. Die Gesichter der Zuhörer waren von Emotionen und Tränen geprägt. Und das, obwohl diese Rede im Kern sehr ernst war und in einigen Punkten so gar nicht zu die Euphorie eines Wahlsiegs passte: So wies Barack Obama deutlich darauf hin, dass er sehr schwierige Zeiten erwartet.
 
Er erklärte, dass der Weg, der vor den USA liege, lang sei und der Anstieg steil werde. Die USA werden nicht in einem Jahr oder selbst nicht in einer Amtszeit am Ziel ankommen. [...] Es werde Rückschläge und falsche Ansätze geben, und es werde viele geben, die nicht mit allen Entscheidungen oder seiner Politik einverstanden sein werden.
 
2009, das Jahr der schmerzhaften Reformen
 
Darum geht es wohl: Die Probleme, die vor ihm als neuen Präsidenten liegen, sind nicht einfach und schon gar nicht schnell zu lösen. Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass Barack Obama als Präsident die großen Probleme der USA meistern kann, so muss man gerade in 2009 erst einmal mit einschneidenden Reformen rechnen.
 
Es ist das übliche Spiel: Die schwierigsten Reformen und Gesetze werden in dem ersten Jahr nach der Wahl beschlossen, in der Hoffnung, die Wähler hätten diese bei der nächsten Wahl drei Jahre später wieder vergessen. Zudem könnten sich dann auch schon erste positive Auswirkungen dieser Reformen zeigen.
 
Da die Demokraten die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat innehaben, wird dieser Effekt wahrscheinlich noch verstärkt werden.
 
Welche Reformen und wie wirken diese sich aus?
 
Börsen mögen aber keine Unsicherheiten. Und da nicht klar ist, zu welchen Reformen es kommen wird, da zudem zu befürchten steht, dass einige Reformen im Zusammenhang mit der Finanzkrise zu einer stärkeren Regulation der Märkte führen könnte das ausreichen, um die Börsen zunächst einmal zu belasten.
 
Demgegenüber steht natürlich, dass die Finanzmarktkrise aufgrund der massiven staatlichen Interventionen weltweit tatsächlich erst einmal gebannt sein dürfte. Das bedeutet, die Übertreibungen nach unten werden weiter abgebaut werden. Hinzu kommt, dass die niedrigen und eventuell noch weiter sinkenden Leitzinsen die Börse wieder mit Liquidität versorgen werden. Diese Faktoren werden die Börsen von unten stützen.
 
Häufig, wenn klare Faktoren sich belastend auswirken und ebenso klare Faktoren sich stützend auswirken, kommt es zunächst zu einer Seitwärtsbewegung.
 
Zeitlicher Ablauf
 
Heute kommt es, wie auch schon erwartet, erst einmal zu eher fallenden Kursen in den USA. Das Ereignis,  auf das die Börsen getradet haben - die US-Präsidentschaftswahl - ist vorbei. Es verschwindet damit aus den Medien und die harte Realität, sprich sehr schlechte Wirtschaftsdaten, prasseln auf die Börse ein.
 
Es wird sich heute und in den nächsten Tagen zeigen müssen, wie der Markt auf die schlechten Nachrichten reagiert. Falls er sie wegsteckt, wäre es ein bullishes Zeichen. Sie kennen das: Wenn ein Markt nicht mehr auf schlechte Nachrichten mit fallenden Kursen reagiert, ist der Boden meistens nicht mehr weit oder schon hinter einem.
 
In den nächsten Wochen kann es trotzdem hoch volatil bleiben. Gerade wenn ich mir den S&P500 anschaue, könnte es sogar sein, dass wir auch noch einmal tiefere Tiefs sehen, sprich die Tiefs aus dem Jahre 2002/3 testen. Ich rechne allerdings mit einer baldigen Stabilisierung bis zum Jahresende, sofern keine neuen Horrornachrichten im Zusammenhang mit der Finanzkrise auftauchen.
 
Ab Anfang 2009 wird es schwierig

Spätestens am Anfang des neuen Jahres wird die Börse so langsam begreifen, dass größere Reformen und Gesetzesänderungen auf die USA zukommen. Dann muss sich zeigen, ob sich die dadurch entstehende Unsicherheit oder die niedrigen Leitzinsen durchsetzen. Meines Erachtens wird es, wie gesagt, erst einmal zu einer kleinen volatilen Seitwärtsbewegung.
 
Sollte sich dann zeigen, dass Barack Obama die richtigen Schritte geht, sollte die FED und die Regierungen weltweit eine nachhaltige Stabilisierung des Finanzmarkts erreichen, kann es, Rezession Hin oder Her, im Laufe der Jahre 2009/2010 schon wieder an die alten Hochs gehen (dem Markt wirt zurzeit eine ungeheure Liquidität zur Verfügung gestellt, die zu einer neuen Blase führen kann).
 
Dort sollte allerdings spätestens eine mögliche Rally ihr Ende finden, da zurzeit noch keine Gründe zu finden sind, die für einen neuen stärkeren Boom der Weltwirtschaft sprechen. Eine solche Rallye wäre nur eine erneute Blase, der ein wirtschaftlich relevantes Fundament fehlt.
 
Alle anderen Szenarien, also ein nachhaltiges Unterschreiten der Tiefs aus den Jahren 2003 im S&P500 müssen als sehr bearish eingestuft werden. Davon gehe ich allerdings zurzeit (noch) nicht aus.
 
 
Viele Grüße
 
Ihr

Jochen Steffens

 
US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Am Freitag wird, wie immer am ersten Freitag eines neuen Monats, der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Immer am Mittwoch davor wird der ADP National Employment Report veröffentlicht, der von vielen als Indikator für die Veröffentlichung am Freitag gesehen wird. Ich kann diese Auffassung nicht teilen und lasse diesen Indikator deswegen meistens außen vor. Angesichts des dramatischen Rückgangs und die eventuelle Auswirkung bis Freitag hier heute einmal die entsprechenden Zahlen:
 
Nach den Zahlen vom ADP ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Oktober in den USA um 157.000 gefallen! Gerechnet worden war mit einem Rückgang in Höhe von 90.000, nach einem Minus von 26.000 zuvor.
 
Wir müssen nun damit rechnen, dass der US-Markt bis zur Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichtes am Freitag, insbesondere im direkten Umfeld vor der Veröffentlichung, belastet bleibt.
 
Die Aktivität im US-Dienstleistungssektor schwächt sich im Oktober stärker ab als erwartet. Der (neue) ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe sank auf 44,4 Punkte. Analysten hatten mit einem Stand von 47,0 gerechnet, nach 50,2 Punkten zuvor. Mit dem aktuellen Wert sinkt dieser Index auf das niedrigste Niveau seiner gesamten elfjährigen Historie!
Da hilft auch ein Wahlsieg Obamas nicht, die US-Börsen rutschen im Anschluss kräftig in den Keller. So schnelllebig und vergesslich sind sie, die Börsen.
 
 
 
 
Erfreulich ist nur, dass der Index der bezahlten Preise ebenfall sehr deutlich von zuvor 70,4 auf nunmehr 53,4 Punkte zurückgefallen ist. Das Thema Inflation ist offensichtlich erst einmal vom Tisch. Ob es zu einer Deflation kommt? Es sieht ein wenig danach aus!
 

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