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Die letzten Bastionen der Bullen
von Jochen Steffens
 
Hinweis: Da ich morgen einen wichtigen Termin wahrnehmen muss, erscheint der nächste Steffens-Daily erst wieder am Montag.
Sie können es sich denken: Die mögliche inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), von der ich seit einiger Zeit berichtete, ist nun endgültig hinfällig, nachdem sie in den letzten Tagen schon immer unwahrscheinlicher geworden war. Das Niveau der linken Schulter ist heute mit einem Gap-Down nach unten durchbrochen worden – das war‘s.
Selbst wenn jetzt doch noch die Nackenlinie nach oben überwunden werden sollte, handelt es sich nicht mehr um eine inverse SKS. Die Bodenformation ist somit erst einmal erledigt.
Damit ist nun wieder alles offen. Der hoffende Blick des verunsicherten Börsianers wendet sich der letzten Bastion der Bullen zu: Diese befindet sich nun im S&P 500:
 
Als letzte Bastion bleiben die Tiefs aus dem Jahre 2002/2003. Der Markt muss hier drehen, wobei es durchaus auch sein kann, dass diese Unterstützung zumindest kurzfristig auch noch einmal nach unten verletzt werden kann. Sollte es allerdings zu einem nachhaltigen Bruch mit einer anschließenden dynamischen Fortsetzung des Abwärtstrends kommen, wird es sehr, sehr bitter.
Bisher alles noch „im Rahmen“ der Finanzkrise
Man muss es so sehen: Der Schock über die weitgreifenden Folgen der Finanzkrise und die Auflösung der gehebelten Positionen der Hedgefonds wie auch das Abstoßen von Wertpapieren seitens der Banken um Cash zu erhalten, erklären den scharfen Einbruch der letzten Wochen. Doch das ist nun alles eingepreist.
Sollte es jetzt weiter abwärts gehen, dann nimmt dieser Kurseinbruch in den Indizes eine massive, langanhaltende wirtschaftliche Rezession vorweg, deren Ausmaß sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen kann.
Was die Menschen verdienen
Man kann in einer solchen Entwicklung eine gewisse Ironie oder sogar eine Form der Gerechtigkeit erkennen, wenn man denn will. Wir leben in einem Land, das in den letzten Jahren trotz eines unglaublichen Wohlstandes von Unzufriedenheit und Ärger durchseucht war. Über Alles und Jeden zu motzen, gehörte zum guten Ton. Nur die Wenigsten freuten sich an dem unglaublichen Luxus, der sie täglich umgab. Zu selbstverständlich waren viele Annehmlichkeiten geworden.
Eine Krise wird uns vielleicht ein wenig mehr Demut und Achtung vor den Dingen und dem Erleben gegenüber lehren. Vielleicht wissen wir dann zu schätzen, was es bedeutet, die qualitativ hochwertigste Nahrung auf der Welt zu uns nehmen zu können – jeden Tag warm zu duschen – einen Kühlschrank zu haben, nicht mit der Hand waschen zu müssen. Welcher Luxus ist es, mit einem Auto mal eben zu 200 km entfernten Freunden zu fahren – bei Krankheiten rund um die Uhr die allerbeste medizinische Versorgung zu genießen – im Winter nicht zu frieren, mit den Weihnachtsgeschenken die größten Träume unserer Kinder zu erfüllen – ganz zu schweigen von fehlendem Hunger.
Uns sind doch so sehr die Relationen verloren gegangen, die Relationen zu dem Schicksal Milliarden anderer Menschen auf dieser Welt. Und diese verlorene Relation ist ironischerweise auch das eigentliche Problem, welches zu dieser aktuellen Krise geführt hat. In den USA, aber auch in den anderen Ländern dieser Welt, sind den Banken und Unternehmen, den Hedgefonds, den Immobilienkäufern, den Anlegern, den Staatschefs und den Notenbankchefs einfach die Maßstäbe abhanden gekommen. Immer größer war die Hatz nach noch mehr Wohlstand und Luxus, so dass der Blick für das Erreichte im Sog der Gier verloren gegangen ist.
Der fehlende Schlaf
Immer deutlicher ist zudem zu erkennen, wie falsch es war, Rezessionen immer mehr verhindern zu wollen, sie abzuschwächen, sie aus dem Bewusstsein der Menschen, der Banker, der Unternehmen und ganz besonders der Politik  zu drängen. Rezessionen hätten aber doch die Banken, die Unternehmen und all die anderen wieder auf den Boden der Normalität gezwungen. In den letzten 20-30 Jahren kam es jedoch eigentlich nur zu kurzen rezessiven Phasen, welche die Kernwirtschaft kaum erschüttern konnte.  
Dabei ist das Leben, das Sein, wahrscheinlich das ganze Universum Zyklen unterworfen – jeder Hochphase muss eine Tiefphase folgen oder wie ein asiatisches Sprichwort sagt: Steter Wechsel ist Kern aller Dinge.
Es ist, als ob man versucht, den Schlaf abzuschaffen. Der Mensch würde immer müder und gereizter. Irgendwann hilft kein Mittel der Welt mehr, um einen tiefen und langen Schlaf einzuleiten. Wenn die Märkte keinen Boden finden, dann werden wir diesen tiefen langen Schlaf als wirtschaftliche Rezession erleben.
Düstere Stimmung, Zeichen einer Umkehr?
Ich hoffe, dass meine heute zugegebenermaßen etwas sehr düstere Stimmung ein Zeichen dafür ist, dass wir uns doch tatsächlich in der Nähe des Bodens befinden. Meistens, wenn ich solche Gedanken habe, dreht der Markt. Sicherlich hat es auch etwas mit dem Beginn der winterlichen Jahreszeit zu tun. Aber man sollte sich trotzdem langsam mit dem Gedanken zumindest auseinandersetzen, dass die nächsten Jahre bis Jahrzehnte sehr, sehr hart für uns alle werden könnten.
Steigende Kurse sind unabdingbar
Wir brauchen also unbedingt steigende Kurse, denn das würde das Vertrauen wieder nach und nach aufkommen lassen und zu einer Beruhigung der Situation führen. Kurse machen Nachrichten und steigende Kurse würden bessere Nachrichten mit sich ziehen. Ich hoffe also, dass der S&P 500 im Bereich der alten Tiefs seinen Boden findet.
Um diese Woche jedoch nicht allzu düster ausklingen zu lassen, folgend die neuesten Nachrichten aus der Stockstreet-Zentrale!
Wir übernehmen Daimler!
Nachdem wir gehört haben, dass Solarworld Opel übernehmen will, haben sich die Stockstreet-Redaktion und die Mitarbeiter zusammengesetzt und überlegt, ob wir nicht Daimler übernehmen wollen. Nachdem wir das intensiv durchgesprochen haben, hat eine Abstimmung eine fast 100%ige Zustimmung erbracht.
 Daraufhin sind wir gemeinsam zur Kaffee-Kasse gegangen und haben eben diese geplündert. Leider führten unsere umfangreichen Berechnungen zu der traurigen Erkenntnis, dass diese „liquiden Mittel“ nicht ausreichen werden. Nach einigem Hin und Her haben wir uns schweren Herzens dazu durchgerungen, notfalls auch noch die Papiere in der Portokasse flüssig zu machen. Schließlich wollen wir helfen.
Wir haben also jetzt ein Angebot an Daimler geschickt und sind froher Hoffnung, eine positive Rückantwort zu erhalten. Falls nicht, werden wir einfach noch etwas warten. Wenn die Kurse noch ein Jahr in dem gleichen Tempo weiter fallen, können wir uns für das nächste Weihnachtsfest die Aktien-Mehrheit bei Daimler und wahrscheinlich auch noch von BMW unter den Weihnachtsbaum legen – wenn wir sie dann noch wollen. (Achtung Satire!)
Viele Grüße
Jochen Steffens

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist um 27.000 auf 542.000 gestiegen. Das ist mal eben der höchste Stand seit Juli 1992 ! Analysten hatten hingegen einen Rückgang um 11.000 erwartet.

Der Trend geht hier weiter, in dem Maße wie die Kurse fallen. Gerade zum Weihnachtsgeschäft ein sehr ungüngstiges Zeichen.

Der von der Federal Reserve Bank of Philadelphia berechnete Diffusionsindex für die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in der Region ist im November auf minus 39,3 gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 1990! Analysten hatten mit einem Wert von 38 Punkten gerechnet.

Der Index für die bezahlten Preise sank auf minus 30,7 nach plus 7,2 im Vormonat. Der Index für die erzielten Preise wurde mit minus 15,5 angegeben, nach plus 5,3 zuvor.

Man sieht den massiven Einbruch der Preisindizes, von 75,6 in nur 5 Monaten auf minu 30,7. Auch hier klare Anzeichen einer Deflation! Aber auch der weitere Einbruch des Index selbst ist ein heftiger Hinweis auf eine Rezession.

Interessant ist, dass der US-Markt nicht auf diese Daten reagierte. Die amerikanischen Indizes notieren im Plus, während ich das hier schreibe. Wenn die Kurse nach derart schlechten Nachrichten nicht mehr fallen, kann das ein Hinweis für einen Boden sein. Allerdings reicht hier nicht eine Veröffentlichung aus. Da aber der S&P500 auch an einer wichtigen Marke steht, muss man nun sehr genau beobachten.

 

 


 

Wunschanalyse US-Bauunternehmen Centex Corp. auf dem Weg in die Pleite
 
Allgemeiner, rechtlicher Hinweis: Die hier dargestellte Analyse und Prognose gibt lediglich die persönliche Meinung des Autors wieder und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung von Stockstreet.de.
 
Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise.com in Zusammenarbeit mit dem Heibel-Ticker.de Börsenbrief. Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse des US-Bauunternehmens Centex Corp. gewünscht.
 
Centex Corp. laut Sharewise.com:
  
  Prognositiertes Kursziel kaufen halten verkaufen
0 Mitglieder Økein - - -
0 Analysten Økein - - -

Jetzt eine eigene Kauf oder Verkaufs- Empfehlungen für Centex abgeben. 

Centex Corp. (WKN 859712, ISIN US1523121044, US-Kürzel CTX)
  
DIE SITUATION AUF DEN US-IMMOBILIENMÄRKTEN
 
Die US-Immobilienkrise hat sich zu einer US-Finanzkrise ausgeweitet und inzwischen droht eine Weltwirtschaftskrise. Weltweit werden Rettungspakete geschnürt, die entweder die Finanzinstitute absichern, oder die Wirtschaft fördern. Aber einen direkten Eingriff in den US-Immobilienmarkt gab es bis heute nicht.
 
Wenn doch die Krise im US-Immobilienmarkt begonnen hat, warum beendet man sie nicht auch genau dort?
Nun, die US-Immobilienkrise ist nicht der Ursprung der Probleme unseres Finanzsystems, sondern nur einer der Fehler in einer Folge von sehr vielen vorhergehenden Fehlern. Ich will nun nicht siebzig Jahre zurück gehen zu der Zeit, in der Fannie Mae als Behörde geschaffen wurde, um den US-Immobilienmarkt mit Liquidität zu versorgen. Die Loslösung vom Goldstandard 1971, die Niedrigzinspolitik eines Alan Greenspan bis hin zur Abschiebung der Finanzierungsrisiken in undurchschaubare Immobilienderivate spielen allesamt steigenden Immobilienpreisen in die Hände. Heute bricht dieses Kartenhaus zusammen und die Immobilienpreise fallen um bislang bis zu 30%. Volkswirte schätzen, dass weitere 10% Preisrückgang zu erwarten sind, bevor ein Boden gebildet wird.
 
Heute betrachten wir die Entwicklungen von einer anderen Seite aus: Noch kein einziges Bauunternehmen der USA ist pleite gegangen. Bauunternehmen planen weiterhin Neubauten, Neubaugebiete, Stadtteile mit neuen Wohnräumen, etc. Schon im ersten Semester meines VWL-Studiums habe ich gelernt, dass der Preis eine Funktion von Angebot und Nachfrage ist. Wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage, fällt der Preis. Und zu den aktuellen Preisen ist das Angebot offensichtlich noch immer zu groß. Warum also werden weiterhin Häuser gebaut?
 
Im Oktober wurden in den USA „nur noch“ 800.000 neue Häuser gebaut.

 

Gleichzeitig wurden jedoch weniger als 500.000 Neubauten gekauft. In den Medien wird der Rückgang der Baubeginne als Tiefpunkt der Immobilienkrise verkauft: Seit 1959, seit die Daten für Baubeginne erhoben werden, wurden noch nie weniger Baubeginne gemeldet. Doch es wird verschwiegen, dass selbst diese niedrige Anzahl an Baubeginnen noch immer über der Anzahl der verkauften Neubauten liegt. Eine Stabilisierung der Immobilienpreise ist so nicht herbeizuführen.

Derzeit wird der Markt mit günstigen Krediten versorgt. Das ist die Lösung, die derzeit von den inzwischen wieder verstaatlichten Institutionen Fannie Mae und Freddie Mac angeboten werden. Das Problem dabei: Bevor jemand nicht mindestens zweimal versäumt hat, seine Monatsraten zu zahlen, darf nicht geholfen werden. Diejenigen Häuslebauer, die sich stark einschränken, um die Raten zu zahlen, profitieren nicht von den günstigeren Krediten.

Davon abgesehen ist diese Art der Hilfe eine Subventionierung des maroden Immobilienmarktes, eine Bereinigung wird somit hinaus gezögert. Interessenten an neuen Häusern werden sich zurück halten, denn sie wissen nicht, wie lange die Preise noch fallen werden.

Ein weiteres Problem ist die Art der Kreditvergabe durch Basel II: Je größer der Kreditnehmer, desto günstiger der Kredit. Bei Banken gilt: Je mehr Finanzierungen ein Kreditnehmer schon am laufen hat, desto kreditwürdiger ist er, denn er hat ja schon vielfach gezeigt, dass er regelmäßig seine Raten zahlt. Für einen privaten Häuslebauer ist es derzeit nicht so leicht, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen.
Somit ist es für die großen Bauunternehmer wie Centex noch immer leicht, Finanzierungen für neue Bauprojekte zu bekommen. Kaufinteressenten hingegen haben es schwer, denn Banken sind inzwischen nicht mehr bereit, günstige Finanzierungen anzubieten. Der Hypothekenkreditzins ist im laufenden Jahr 2008 von 5,5% auf 6,7% angestiegen. Die kurzfristigen Zinsen hingegen, die für solche Pojektfinanzierungen zugrunde gelegt werden, sind durch die staatlichen Rettungspakete drastisch nach unten gekommen.
 
Na, ich will es bei diesem Überblick über den US-Immobilienmarkt belassen: Sie sollen nur sehen, dass die Immobilienkrise zwar bereits 95 Hedgefonds zur Geschäftsaufgabe zwang (deren Liquidationsverkäufe derzeit die Börsen belasten). Weiterhin sind seit 2007 bislang 304 Hypothekenbanken in den USA pleite gegangen. Und wenn ich Ihnen Namen wie Lehman Brothers, Islands Kaupthing Bank, Royal Bank of Scotland, IKB, Bayern LB, West LB, Bear Stearns, Indymac, Wachovia, Washington Mutual, etc. nenne, dann wissen Sie, dass es auch um den Bankensektor nicht gerade gut aussieht. Ganz zu schweigen von dem ehemals weltgrößten versicherer AIG, der inzwischen ebenfalls verstaatlicht ist, weil er die Immobilienderivate versicherte.
 
Doch namhafte Bauunternehmer fehlen auf der Liste. Stattdessen wird kräftig weitergebaut. Der Rückgang der Neubauanträge wird schon als Krise benannt, dabei wurde in den Niedrigzinsjahren 2002 bis 2005 ein Überangebot an Häusern geschaffen, die heute noch leer stehen.
 
 
In den vergangenen drei Jahren ist der Kurs von Centex von 66 Euro auf inzwischen 6,41 Euro eingebrochen. Anlegern schwant also offensichtlich schon Böses, denn sonst hätten sie die Aktie nicht dermaßen in den Keller geprügelt.
Auch die Geschäftsentwicklung spiegelt diese Entwicklung wider: Wurden im Jahr 2005 noch 14 Mrd. USD umgesetzt, waren es 2006 nur noch 12 Mrd. USD und im Jahr 2007 brach der Umsatz schließlich auf 8 Mrd. USD ein. Aus 1,2 Mrd. USD Gewinn sind in dieser Zeit dann 2,6 Mrd. USD Verlust geworden.
 
Im laufenden Jahr wird der Umsatz gar nur noch auf 4 Mrd. USD taxiert. Die Verlustschätzung von 700 Mio. USD halte ich für viel zu niedrig.
Schauen wir einmal in die Bilanz und prüfen, ob sich das Unternehmen eine solche Durststrecke leisten kann: 3,4 Mrd. USD Schulden stehen 1,2 Mrd. USD Barmittel gegenüber. Der freie Cashflow beträgt 2 Mrd. USD, ist jedoch nicht nachhaltig, da er aus dem Verkauf der bereits fertig gestellten Häuser gefüttert wird.
 
Ups, und was sehe ich da noch: Centex möchte gerne eine Dividende auszahlen. Mit einer Dividendenrendite von 1,9% werden Aktionäre gelockt, doch ich nehmen nicht an, dass diese Dividende im nächsten Sommer tatsächlich ausgezahlt wird.
 
MEINE PROGNOSE FÜR CENTEX
 
Es mag albern klingen, aber das wirtschaftlich Beste wäre, alle leerstehenden Häuser in den USA mit einem Bulldozer platt zu machen. Dann wären die Zwangsversteigerungen vom Tisch und somit wäre die Abwärtsspirale bei den Immobilienpreisen durchbrochen. Doch ich nehme nicht an, dass diese radikale Lösung jemals eine Mehrheit findet.
 
Also wird sich die Immobilienkrise noch einige Zeit lang weiter hinziehen. Bush ist offensichtlich nicht gewillt, noch irgendwelche Entscheidungen zu treffen.  Sein Finanzminister Hank Paulson hat gestern verkündet, die verbleibenden 300 Mrd. USD aus dem 700 Mrd. USD Rettungspaket nicht mehr zu verwenden, sondern für die am 20. Januar 2009 antretende Obama-Regierung aufzusparen.
Centex wird also seine Häuser zu immer niedrigeren Preisen verscherbeln müssen. Gleichzeitig schwinden die Möglichkeiten des Unternehmens, neue Projekte zu starten (endlich!). Die derzeit noch komfortablen 1,2 Mrd. USD Bargeld werden bis Mitte nächsten Jahres dahinschmelzen. Die Kreditwürdigkeit wird verloren gehen und den 3,4 Mrd. USD langfristigen Schulden stehen nicht mehr ausreichend Werte (sprich: Sicherheiten) gegenüber.
 
Die Bauunternehmer haben lange Zeit überleben können, doch diese Zeit nähert sich dem Ende. Anders als in Deutschland werden in den USA überwiegend große Bauprojekte durch große Bauunternehmen durchgeführt. Von den größten ist noch kein einziger pleite gegangen: Lennar, Horton, Pulte, Hovnanian, Standard Pacific stehen in meinen Augen alle kurz vor dem Abgrund. Um das Angebot an Neubauten drastisch zu senken müssen einige dieser Bauunternehmen pleite gehen. Centex gehört ebenfalls zu der Liste der Wackelkandidaten.
Einzig Toll Brothers sowie KB Home haben rechtzeitig auf die Krise reagiert. Deren Schuldenlast ist vertretbar, deren Kostenapparat ist bereits kräftig ausgedünnt.
 
AUSWIRKUNGEN AUF DIE WIRTSCHAFT DER USA
 
 
Heute wurde der NAHB Oszillator für das Vertrauen in den US-Immobilienmarkt veröffentlicht. Werte über 50 lassen steigende Hauspreise erwarten, Werte unter 50 fallende. Mit einem Wert von 9 (ja, das ist kein Tippfehler, in Worten: Neun!) ist das Vertrauen in den Immobilienmarkt so gering wie seit der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1932 nicht mehr.
 
Schon im Sommer waren Schnäppchenjäger unterwegs, die nach günstigen Zwangsversteigerungen Ausschau hielten. Diese Schnäppchenjäger haben sich inzwischen ebenfalls die Finger verbrannt. Wer nicht mit ausreichend Eigenkapital und Geduld ausgestattet ist, der kann bei den weiter purzelnden Immobilienpreisen schnell unter Wasser geraten.
 
 
Aber solange die Bauunternehmen noch immer Häuser bauen, so dass mehr neue Häuser auf den Markt kommen, als nachgefragt werden, wird es weiter fallende Immobilienpreise geben. Weitere Insolvenzen bei Häuslebauern werden an der Tagesordnung sein, und so kommen durch die folgenden Zwangsversteigerungen weitere leerstehende Häuser auf den Markt. Wenn Sie also von der US-Immobilienkrise profitieren wollen, dann warten Sie noch ein paar Monate mit dem Kauf eines Hauses in den USA.
 
FAZIT
 
Für Centex fällt mir aus diesem Grund nichts anderes ein, als eine Shortempfehlung auszusprechen. Dies ist für Sie nur möglich, wenn Sie ein US-Depot haben. Dort steht die Aktie aktuell bei 7,46 USD. Ich würde auf eine Erholung über 10 USD zum Shorten nutzen, als Ziel würde ich eine Insolvenz innerhalb von 12 Monaten sehen.
 
Das Überangebot an Häusern, das in den vergangenen Jahren geschaffen wurde, wird noch zwei bis drei Jahren bestehen bleiben, bis wieder eine echte Nachfrage nach Neubauten aufkommt. So lange werden nur die wenigsten Bauunternehmen aushalten.
 
 
Über den Autor
 
Stephan Heibel ist Autor und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefes, der wöchentlich kostenfrei per E-Mail verschickt wird. Darin werden die Hintergründe zu Kursbewegungen an den Finanzmärkten aufgezeigt und erklärt. Interessante Tradingideen werden daraus abgeleitet. Sie können sich unter http://www.heibel-ticker.de unverbindlich eintragen.

Take Share,
Stephan Heibel
 
 
NÄCHSTE WOCHE: WUNSCHANALYSE RELOADED - WELCHE AKTIE NOCH EINMAL?
 
Die ShareWise Wunschanalyse ist mittlerweile zu einem festen Ritual für unsere Mitglieder geworden. Unsere Experten Stephan Heibel und Sascha Huber wechseln sich dabei ab und analysieren genau die Aktien, die sich unsere Mitglieder wünschen. So sind in den letzten 8 Monaten einige Aktien von unseren beiden Experten analysiert worden und daher ist es an der Zeit, einmal einen Rückblick zu wagen. Wir stellen Ihnen daher heute fünf Aktien zur Auswahl, die bereits von unserem Experten Sascha Huber analysiert worden sind. Welche Aktie soll er nun noch einmal unter die Lupe nehmen?
Stimmen Sie daher hier ab, welche bereits analysierte Aktie ShareWise Experte Sascha Huber für Sie nächste Woche an dieser Stelle noch einmal analysieren soll?
  • Bwin Interactive Entertainment
  • Geneart AG
  • MorphoSys
  • SAP AG
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 Zu SHAREWISE.COM

 
 
www.sharewise.com – die erste deutschsprachige Web 2.0 Aktiencommunity
 
Aktieninformationsseiten gibt es mittlerweile unzählige im WWW – doch herkömmliche Aktienforen sind für echten Informationsgewinn nur sehr bedingt geeignet. Mitglieder ändern oft täglich Ihre Meinung zu einer Aktie, und niemand überprüft, welche Erfolge (oder Misserfolge!) man erzielt hätte, wenn man den unterschiedlichen Empfehlungen gefolgt wäre.
 
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Wunschanalyse US-Bauunternehmen Centex Corp. auf dem Weg in die Pleite

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