In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


 
Der eigentliche Grund für den Kursanstieg?
US-Wirtschaftsdaten
 
Der eigentliche Grund für den Kursanstieg?
von Jochen Steffens
Gestern hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Statt des Charts des S&P500-Future wurde ein anderer, alter Chart angezeigt. Aus diesem Grund also hier noch einmal der Chart, den ich Ihnen „eigentlich“ vorstellen wollte:
 
Dazu schrieb ich gestern:
„Diesen Chart kennen Sie. Er zeigte, dass in dem gesamten Abwärtstrend der letzten Wochen jeder Ausbruchsversuch (blauer Kreis) wieder abverkauft wurde. Das war ein ganz klares Zeichen der Schwäche. Gestern (vorgestern) dann kam es zu einem ersten, neuen und höheren Hoch (erster gelbe Kreis), das nicht direkt wieder abverkauft wurde. Dieser stellte zugleich auch einen Trendbruch dar. Anschließend kam es zu einem erneuten Trendbruch, der ebenfalls nicht abverkauft wurde, ein erneutes Zeichen der Stärke. Aktuell muss sich noch zeigen, ob der heutige (gestrige) Ausbruchsversuch ebenfalls nachhaltig wird (Damit war der weiße Kreis über der roten Linie mit dem Fragezeichen gemeint).  Erst dann wäre eine potenzielle Umkehrformation abgeschlossen.“
Heute wissen wir schon mehr: Dieser Ausbruch hat sich zunächst wieder nicht bestätigt. Trotzdem bleibt diese Linie bei 870 Punkten die zurzeit entscheidende Bullenlinie im S&P500. Ein nachhaltiger Bruch wäre ein erstes deutliches Kaufsignal.
Zu einem anderen Thema:
Der eigentliche Grund für den Kursanstieg?
Am Montag hatte ich noch geschrieben, dass ich nicht verstehe, warum die Rettung der Citigroup zu so einer Rally hätte führen sollen, da zumindest auf institutioneller Seite den Entscheidern klar gewesen sein muss, dass diese Bank nicht fallen gelassen wird.
Gestern kam dann eine Nachricht, die meines Erachtens erklärt, was „eigentlich“ gespielt wurde:
Die Fed will den US-Kreditmärkten einen 800-Mrd.-Dollar Einlauf verpassen. Mit 600 Mrd. Dollar will sie belastete Immobilienpapiere erwerben, 200 Mrd. Dollar werden in den Markt für Konsumentenkredite gepumpt. Mit dieser Aktion soll der US-Immobilienmarkt gestützt werden. Wie ich hier schon geschrieben habe, wäre eine Erholung des US-Immobilienmarktes ein klares Kaufsignal auch für den Aktienmarkt.
Gute Nachricht und nichts passiert?
Eigentlich hätte diese Nachricht den Markt doch beflügeln müssen. Das tat sie aber nicht. Es kam gestern nur zu einem kurzen Anstieg, der etwas später wieder abverkauft wurde. Irgendetwas stimmte hier nicht.
So ein 800 Mrd. Dollar Programm wird natürlich nicht einfach so beschlossen. Ich denke, hier werden sehr viele staatliche Stellen beteiligt gewesen sein. Sicherlich werden auch einige Banken und damit auch institutionelle Anleger davon erfahren haben. Sprich: Hier ist offenbar schon vorher etwas durchgesickert, und dieses Gerücht hat die Rally ausgelöst. Jeder der davon erfahren hat, wird entweder gekauft oder seine Short-Positionen aufgelöst haben. Wie heißt es so schön: Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten. Der Markt stieg also brav bis zu dieser Nachricht an. Als diese „heraus“ war und jeder die Nachricht kannte, fiel der Kaufgrund weg. Die Nichtreaktion des Marktes zeigt, dass diese Nachricht für wichtige Adressen keine Überraschung sein kann.
Und dann passt alles ins Bild. Der Anstieg war eben nicht durch die Rettung der Citigroup verursacht (was ich schon am Montag nicht so recht glauben wollte), sondern dem 800 Mrd. Dollar-Programm geschuldet.
Was bedeutet das nun für uns?
Es muss sich nun zeigen, ob diese Meldung tatsächlich zu einer Stabilisierung des US-Immobilienmarktes führen wird, ob der Einbruch bei den Baugenehmigungen und dem Häuserbau tatsächlich gestoppt werden kann und ob es wieder zu mehr Nachfrage nach Häusern in den USA kommt.
Sollte das passieren, dann wird das zumindest erst mal zu einer Stabilisierung der Märkte führen. Wenn nicht, dann verpufft auch dieses Hilfsprogramm, wie die anderen zuvor.
Verzögerte Wirkung
Da die letzten Rettungsmaßnahmen nicht zu einer mittelfristigen Stabilisierung der Märkte geführt haben, befürchten nun die Anleger, dass genau das passiert, dass nämlich auch diese Maßnahme nicht hilft. Aus diesem Grund sehen wir auch im Moment noch keine weiteren Anschlusskäufe.
Was die kleinen Fische denken, ist jedoch egal. Wenn diese Maßnahme in den Augen der großen Jungs geeignet ist, den US-Immobilienmarkt nachhaltig zu stützen, werden wir in den nächsten Tagen bis zwei Wochen in den Charts einige Zeichen der Stärke sehen. Nach den ersten Kursgewinnen, werden jetzt die Rahmendaten durch die Research-Abteilungen der großen Banken, Vermögensverwalter und Fonds geprügelt werden. Dort soll erst einmal geklärt werden, ob und welche Auswirkungen dieses 800 Mrd. Programm haben wird. Das dauert seine Zeit.
Aus diesem Grund muss selbst für den Fall, dass diese Maßnahme in den Augen der großen institutionellen Anleger in den USA zu einer nachhaltigen Stabilisierung des Kreditmarktes führt, mit einer „verzögerten“ Reaktion gerechnet werden. Ich denke aber, dass wir in den nächsten Tagen anhand des Kursverlaufs sehen werden, womit die Jungs rechnen.
Zunächst wird morgen in den USA Thanksgiving gefeiert. Viele nehmen sich auch den Freitag frei, unter anderem auch, um erste Weihnachtseinkäufe zu tätigen. Darum wird dieser Freitag traditionell als wichtiger Stimmungsindikator für das Weihnachtsgeschäft gesehen. Hier wird sich also zum ersten Mal zeigen, in wie weit die Kauflaune der US-Amerikaner durch die aktuelle Krise getrübt ist.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 529.000 gefallen. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 537.000 neuen Anträgen gerechnet, nach 543.000 zuvor.
Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im November tiefer als erwartet bei 33,8 Punkten. Analysten hatte mit 38,5 bis 39,5 Punkten gerechnet, nach zuvor 37,8 Punkten. Die Zeichen der Rezession werden immer deutlicher.
Positiv: Trotz des zuvor starken Rückgangs ist auch dieses Mal die Preiskomponente weiter zurückgegangen. Sie sank auf 50,7 Punkte.
Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im November bei 55,3 nach 57,9 in der vorläufigen Fassung.
 
 
Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter ist im Oktober um deutliche 6,2 % zurückgegenagen. Analysten hatten mit einem Minus im Bereich von 2,2 bis 2,5 % gerechnet, nach -0,2 % zuvor.
Ein erheblicher Rückgang, der auch außerhalb der Rüstungsgüter mit minus 4,6 % erheblich ist. Es ist schon ein klarer Indikator für die aktuelle Rezession in den USA.
Die persönlichen Auslagen sind in den USA im Oktober um 1,0 % gestiegen. Analysten hatten mit einem Rückgang im Bereich von 0,6 bis 0,7 % gerechnet, nach -0,3 % zuvor. Die persönlichen Einkommen sind in den Vereinigten Staaten im Oktober um 0,3 % gestiegen. HIer wurde ein Anstieg um 0,1 bis 0,2 % erwartet, nach einem Plus 0,1 % zuvor.
Beides legt nahe, dass die Konsumfreudigkeit anhält und dass die US-Bürger die sinkenden Benzin- und Energiepreise nicht zum sparen nutzen.
Die Zahl der Verkäufe neuer Häuser ist in den USA im Oktober auf 433.000 zurückgegangen. Analysten haben 450.000 Hausverkäufe erwartet, nach 457.000 zuvor.  
Auch hier noch keine Erholung in Sicht, auch das kein gutes Zeichen.

Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Angebote von Stockstreet.de

  • Logo Steffes Daily
  • Logo Der Rohstoffdienst
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Hebel-XXL
  • Logo Investment-Strategie
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Investment-Strategie

Das erwartet Sie

Investment-Strategie Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Hebel-XXL

Das erwartet Sie

Hebel-XXL Cover

Zocken aus Leidenschaft!

Begleiten Sie uns in
das Casino der Hebelprodukte!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!