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Und es geht wieder abwärts
von Jochen Steffens
In vielen Einzelaktien des Dax hatten sich in der letzten Woche erste klarere Kaufsignale gebildet. Auch im S&P500 und im Nasdaq100 kam es zu Kaufsignalen, die allerdings heute doch wieder abverkauft wurden. Nur im Dax selbst blieb dieses „Kaufsignal“ noch aus:
 
Obwohl sich im Dax eine Art W-Formation als Boden hätte bilden können, scheiterte der Kursverlauf fast punktgenau an dieser roten Abwärtstrendlinie. Unterhalb dieser Linie bildete sich am Freitag ein Doji (eine Kerze, die wie ein Kreuz aussieht). Solche Kerzen können Umkehrkerzen darstellen, sie tauchen aber gerne auch in der Mitte eines Trends oder vor Ausbrüchen auf. Erst als heute der Dax das Tief dieser Kerze (also den Tiefstkurs vom Freitagshandel) nach unten gebrochen hatte, wurde daraus ein kleines Verkaufssignal.
Noch ist hier nicht wirklich etwas entschieden. Noch können die Kurse jederzeit diese rote Linie nach oben durchbrechen. Gerade in Bodenbildungsphasen tauchen immer wieder charttechnische Fehlsignale auf, aber trotzdem muss man diese Entwicklung als Warnung anerkennen.
Tiefschlag für die Bullen stellt Jahresendrally in Frage
Zumindest ist es damit ein Tiefschlag für die Bullen, denn wäre diese Linie nach oben überwunden worden und wären die Kurse anschließend in Richtung 5300 Punkte gelaufen, hätte man diese Formation als Bodenformation interpretieren können. Doch „Hätte, Wäre, Wenn...“ gilt an der Börse nicht.
Fakt ist, dass die Kaufsignale bei den Amis schon wieder abverkauft wurden und dass der Dax an einer wichtigen Trendlinie scheiterte.
Ob es also noch zu einer Jahresendrally kommt, wie es bereits von Vielen propagiert wurde, ist mit der heutigen Kursentwicklung zumindest wieder in Frage gestellt.
Black Friday lief eigentlich ganz gut
Was mich dabei verwundert ist, dass der Black Friday in den USA tatsächlich besser als zuvor befürchtet verlaufen ist, sprich die US-Bürger zeigten Kauflaune. Der Umsatz ist um über 7 % zum Vorjahr gestiegen. Man könnte meinen, so schlecht sieht es doch nicht aus. Aber wahrscheinlich hat die gute Kursentwicklung in der letzten Woche die Hoffnung auf ein besseres Weihnachtsgeschäft bereits vorweggenommen, frei nach dem Motto: Kaufe die Hoffnungen, verkaufe die Fakten.
Bodenbildungsphasen sind immer problematisch
Unabhängig davon, ob wir gerade tatsächlich eine Bodenbildung erleben, das folgende gilt auch bereits für den Versuch einer solchen:
Bodenbildungsphasen sind immer höchst schwierig. Das liegt hauptsächlich an der hohen Volatilität und der Richtungslosigkeit des Kursverlaufes (Letzte Woche Montag stieg der Dax um 10 %, heute fällt er um fast 6 %). Die Volatilität ist ein Beleg für die extrem hohe Nervosität der Anleger. Die meisten wollen den Einstieg nicht verpassen, andere wollen den Ausstieg aus den Shortpositionen nicht verpassen. Wieder andere, die gerade eingestiegen sind, wollen ihre neuen Positionen bloß nicht zu sehr ins Minus laufen lassen, und einige versuchen immer noch ihre langfristigen Positionen abzubauen.
Die Richtungslosigkeit führt dabei zu einer Häufung von charttechnischen Fehlsignalen, und gerade im kurzfristigen Bereich ist man zu einem großen Prozentsatz auf charttechnische Signale angewiesen. Insgesamt sollte man demnach im kurzfristigen Bereich zurzeit nur mit kleinen Summen ein wenig mitspielen. Das geht ein paar Mal gut und ein paar Mal schief. Erst wenn deutlichere und klare Signale geliefert werden und diese sich bestätigen, kann man die Positionsgrößen erhöhen.
Der langfristig orientierte Anleger sollte seine Positionen bereits vor einigen Wochen etwas erhöht haben und ihn wird die mögliche Bodenbildungsphase nicht interessieren. Er muss entweder auf noch deutlich tiefere Kurse oder aber auf sehr deutliche Stärke warten, um die Gesamtposition weiter zu erhöhen. 
Hält der Boden?
Eine gute Frage, bei der ich Sie leider enttäuschen muss, denn ich kann Ihnen im Moment nicht sagen, ob der aktuelle Boden halten wird – das kann wohl niemand. Es gibt eine gute Chance, die mit dem heutigen Kursverlauf ein wenig kleiner geworden ist. Immer wenn Bullen oder Bären ihre Chancen nicht nutzen, muss man vorsichtig werden. Der ISM-Index heute zeichnet auf jeden Fall ein katastrophales Bild, dazu mehr bei den US-Wirtschaftsdaten.
Viele Grüße
Jochen Steffens

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes der USA ist im November auf 36,2 Punkte zurückgegangen. Das ist das niedrigste Niveau seit Mai 1982! Analysten hatten jedoch einen solchen Rückgang erwartet.
 
 
Interessant ist zunächst der Preisindex: Sie sehen, wie schnell dieser von seinem Rekordwert bei 91,5 Punkten auf jetzt 25,5 Punkte zurückgefallen ist. Diese 25,5 Punkte stellen den tiefsten Stand seit Mai 1949 (!) dar.  Deflation ist demnach offensichtlich ein Thema, auch wenn das auf Seiten der Fed immer noch nur unter Vorbehalt thematisiert wird.
 
Interessant ist aber auch der Auftragseingang (hier hellrot). Dieser ist von seinem Hoch im Juni 2007 bei 60,3 Punkten auf jetzt 27,9 Punkten gefallen. Ein Niveau, das seit Juni 1980 nicht mehr erreicht wurde. Gerade dieser Auftragseingang ist natürlich ein verheerendes Signal für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Und das wird wohl mit einer der Gründe für die schlechte Kursentwicklung der amerikanischen Indizes sein.
 
Die Bauausgaben in den USA sind im Oktober saisonbereinigt um 1,2% gegenüber dem Vormonat auf ein hochgerechnetes Jahresvolumen von 1.073 Mrd USD gesunken. Analysten hatten mit einem Rückgang um 1,1% gerechnet.

Wie Sie sich jetzt positionieren sollten
von Torsten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
jetzt haben wir schon Dezember, und damit die angeblich besinnliche Adventszeit vor uns. Zwar ist normalerweise der Stress vor Weihnachten immer am größten, aber dennoch sollten wir uns schon einmal Gedanken machen, wie wir uns 2009 an den Märkten positionieren.
 
Frommer Wunsch: Jahresendrally
 
Der DAX-Chart im Artikel von Jochen Steffens zeigt ja den möglichen Doppelboden. Auch im Euro-Stoxx-50-Future sieht man eine ähnliche Formation:
 
 
Um überhaupt eine W-Formation zustande bringen zu können, müsste der Markt erst einmal den roten Abwärtstrend brechen und dann zügig weiter ansteigen. Momentan sieht es nicht danach aus, denn heute drehen die Kurse bereits wieder nach Süden.
 
Bleibt es dabei, dann können wir eine Jahresendrallye vergessen. Dafür ist es ohnehin schon etwas spät. Vermutlich warten insbesondere viele Großanleger zunächst den Jahreswechsel ab und lecken ihre Wunden. Vielleicht erleben wir allerdings noch ein kleineres Feuerwerk im Zusammenhang mit dem „Windows Dressing“ zum Jahresende, der die Kurse auf das Niveau des letzten Hochs bei etwas unterhalb von 2.800 Punkten hievt (Oberkante unteres gelbes Rechteck)
 
W-Formation mit Potenzial bis 3.500 Punkte
 
Erst wenn diese Marke nachhaltig gebrochen wird (und das vor Weihnachten!) können wir uns um die Details dieser möglichen W-Formation kümmern. Kommt es dazu und passt auch sonst alles, wären im Januar 3.500 Punkte drin. Das klingt ziemlich ambitioniert und wäre mit Abstand das optimistischste Szenario.
 
Die nach wie vor fehlende Stärke im Markt macht das eher unwahrscheinlich. Solange der rote Trend nicht gebrochen ist, sind auch immer noch tiefere Kurse möglich. Das wird insbesondere dann wahrscheinlicher, wenn wir heute tatsächlich ein erneutes Drehen des Marktes mit nachfolgender Abwärtswelle sehen.
 
Das Worst-Case-Szenario
 
Dann stehen auf einmal wieder die letzten Tiefs und sogar die Marke bei 2.000 Punkten auf dem Programm. Wir müssen sogar damit rechnen, dass auch das Tief aus 2003 bei knapp 1.800 Punkten getestet oder auch kurzfristig unterschritten wird.
 
Hier muss aber wirklich noch ein „dicker Hund“ ans Tageslicht kommen, der die Märkte belastet. Denn ansonsten sollten sich die Kurse eher seitwärts bewegen. Ein nochmaliger kräftiger Abwärtsschub erscheint auch deshalb momentan unwahrscheinlich, da die letzten Negativmeldungen eher positive Auswirkungen auf die Kurse hatten: Die Rettung der Citigroup aber auch die „Neuordnung“ des Dresdner-Bank-Deals zwischen Allianz und Commerzbank führten zu Kursanstiegen!
 
Auch die weiterhin miesen Konjunkturdaten bringen keine deutlichen Kursverluste mehr
 
Der Boden in Reichweite
 
Das deutet eher auf einen Boden hin, da inzwischen auch alle schlechten Aussichten eingepreist wurden (Rezession, GM-Pleite usw.). Aber es fehlt wie gesagt die Stärke, die eine Aussicht auf Kurssteigerungen verhieße.
 
Am wahrscheinlichsten ist daher auch eine kleinere oder größere Seitwärtsbewegung (großes blaues Rechteck). Dabei ist es natürlich möglich, dass diese noch einmal nach unten verlassen wird. Dazu könnte es vor allem dann kommen, wenn sich keine Besserung der wirtschaftlichen Lage abzeichnet oder die diversen Konjunkturprogramme der Staaten erkennbar nicht greifen. Ein Rückfall unter die letzten Tiefs ist auch Sicht unserer Target-Trend-Methode noch im späten Frühjahr möglich (rechter unterer Kreis).
 
Natürlich kann es aus dieser Seitwärtsbewegung heraus auch leicht nach oben gehen (blaue Rechtecktargets). Hier können wir aber zunächst nur abwarten, wie sich die weitere Kursentwicklung gestaltet.
 
Etwas Entspannung aus den USA
 
Ein wenig Entspannung (im Hinblick auf die Vermeidung des Worst-Case-Szenarios) vermag man in den USA erkennen. Der S&P 500 hat ja seine Tiefs aus 2002 bereits getestet und ist danach wieder angestiegen. Zwar kämpft er momentan erneut mit der Marke bei 850 Punkten, aber selbst bei einem Bruch dieser Marke können wir zunächst davon ausgehen, dass der Bereich um 800 Punkte erst einmal hält.
 
 
 
Hoffnung verbreitet auch der NASDAQ 100. Er steht charttechnisch ein wenig zwischen S&P 500 und Euro-STOXX-Future. Zwar hat auch er seine letzten Tiefs kräftig gebrochen, so dass ein „W“ als Boden nicht mehr in Frage kommt, aber er weist einen deutlichen Keil (rot schattiert) auf, der ebenfalls eine Bodenformation werden kann.
 
 
 
Am wichtigsten erscheint aber, dass er noch deutlich weiter als die beiden anderen Indizes von seinem 2002/03er Tief weg ist, das bei etwa 800 Punkten liegt. Damit zeigt der NASDAQ 100 trotz allem relative Stärke insbesondere zum S&P 500. Und das ist eigentlich regelmäßig ein positives Zeichen.
 
Die Unsicherheitsphase für neue Anlagen nutzen
 
Auch hier gibt es natürlich eine bullishe und bearishe Variante (siehe Targets). Und natürlich alles Mögliche dazwischen. Für Sie als Anleger heißt das aber: Es gibt vermutlich noch einige Zeit, in der viele Aktien weiterhin wirklich „preiswert“ sind.
 
Diese Phase sollten Sie nutzen und sich geeignete Kandidaten heraussuchen. Sie können diese sogar noch vor dem Jahreswechsel in Ihr Depot nehmen und damit die Abgeltungssteuer umgehen. Aber auch wenn Sie erst im Neuen Jahr zuschlagen, macht das Wertsteigerungspotenzial den Steuernachteil wett.
 
Also nutzen Sie die Zeit der Besinnung auch für Ihre Geldanlage. Vermutlich werden auch diesmal wieder jede Menge Anleger wirklich gute Chancen verpassen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie nicht dazu gehören werden!
 
Viel Erfolg wünscht Ihnen
 
Ihr Torsten Ewert

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