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Penny-Stock im Dax und andere Grausamkeiten
von Jochen Steffens
 
Ab heute haben wir den ersten Penny-Stock im Dax. Infineon rutschte nach extrem schlechten Zahlen um über 40 % auf ein Tief von 0,94 Euro, konnte sich zum Schlusskurs allerdings wieder auf einen Kurs von 1,00 Euro retten. Hoffen wir, dass es der letzte Penny-Stock im Dax bleibt...
 
Insgesamt kann ich zum Markt zurzeit eigentlich nur Folgendes sagen: Ich war noch nie so froh, dass bald Weihnachten ist und man ein paar Tage ausspannen kann. Rauf, runter, falsche Kaufsignale, falsche Verkaufssignale. Es ist eine Schlacht zwischen Bullen und Bären, die ich in dieser Art bisher nur sehr selten miterlebt habe. Eine klare Richtung ist nicht zu erkennen, denn seit Oktober fluktuiert der Dax dabei um die 4.700er Marke. 
 
Selbst eine vernünftig handelbare Seitwärtsbewegung ist uns nicht einmal gegönnt. Die Fluktuationen werden immer kleiner und damit immer „unhandelbarer“. Denn das bedeutet, dass die jeweiligen Trendphasen innerhalb dieser Formationen immer kürzer werden. Gleichzeitig hat man trotzdem das Gefühl, dass die Tagesschwankungen zunehmen. Hier mal 10 % rauf, dann wieder 8-9 % runter. Auch heute wieder ein Dax-Extrem: Zunächst fällt der Dax trotz guter Vorgaben aus den USA, bricht anschließend um kurz nach 15 Uhr mit einer ungeheuren Dynamik einige wichtige charttechnische Marken nach unten, nur um dann wieder wie verrückt anzuziehen, als die amerikanischen Indizes ins Plus drehen. Von einem Minus von über 3 % steigt er zum Schlusskurs auf ein Plus von 0,78 % an. Verrückt alles.
Man könnte übrigens im obigen Dax-Chart davon ausgehen, dass sich ein absteigendes Dreieck bildet. Diese Formation würde ich aber nicht überbewerten. Klar ist so oder so, dass es unter 4.000 Punkten kritischer wird und sich das Bild über 4.700 Punkten etwas aufhellt. Deutlich bullisher wird es allerdings erst über 5200/5300 Punkten. Aber die jeweiligen Ausbrüche müssen schon mehr als „nachhaltig“ sein, bis man ihnen vertrauen kann. In der aktuellen Phase hat es bereits zu viele False Breaks gegeben.  
ISM-Dienstleistungs-Index sinkt weiter
Der ISM-Dienstleistungs-Index ist ähnlich wie der des verarbeitenden Gewerbes (siehe Montag) auf ein Rekordtief gefallen. Er sank mit 37,3 Punkten auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1997. Analysten hatten mit einem Wert von 42 Punkten gerechnet. Auch wenn die Märkte immer noch mehr auf den Index des verarbeitenden Gewerbes achten, eigentlich ist der Dienstleistungsindex gewichtiger. Immerhin trägt der Dienstleistungssektor mittlerweile zu 80 % zum US-Wirtschaftswachstum bei.
 
 
Auch im Dienstleistungssektor bricht der Preisindex auf den tiefsten Stand seit Berechnung ein und verzeichnet dabei einen Rückgang um satte 16,8 Punkte. Demnach enttarnt sich auch im hier ein mögliches Deflationsszenario, von dem ich in den letzten Wochen und Monaten im Steffens-Daily immer wieder geschrieben hatte.
ADP Daten weisen auf schlechte Arbeitsmarktdaten hin
Die ADP-Daten (Automatic Data Processing Inc) werden gerne als Frühindikator für die Arbeitsmarktdaten des Bureau of Labor Statistics (BLS) genommen, die jeweils am ersten Freitag des Monats, sprich in zwei Tagen, veröffentlicht werden. Man muss allerdings darauf hinweisen, dass es trotz ähnlicher Erhebungsmethoden doch zu erheblichen Unterschieden bei den beiden Veröffentlichungen kommt.
Die Beschäftigung im privaten Sektor der USA soll nach den ADP-Daten um 250.000 Stellen zurückgegangen sein. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 200.000 Stellen gerechnet. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Arbeitsmarktdaten am Freitag ebenfalls schlechter als erwartet ausfallen werden.
Allerdings erwarten Analysten für den Arbeitsmarktbericht des BLS am Freitag bereits einen Rückgang der Beschäftigung um 320.000 Stellen, nach minus 240.000 zuvor. Die Arbeitslosenquote soll auf 6,8 % steigen.
Sie gehen damit ohnehin schon von einem extrem schlechten Wert aus. Hier könnte es somit zu einer Überraschung kommen. Trotzdem befürchte ich, dass sich der Markt vor diesen Zahlen eher schwach bis unentschlossen zeigt. Das wird unter anderem aber auch davon abhängen, wie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die morgen gegen 14.30 Uhr veröffentlicht werden, ausfallen. Diese Veröffentlichung ist damit der entscheidende Termin morgen und das, obwohl gegen 17.15 Uhr auch noch Fed-Chairman Ben Bernanke zum Thema Immobilien und Finanzen redet.
Heute Abend um 20.00 Uhr wird noch das Beige Book veröffentlicht. Das könnte die Märkte in die ein oder andere Richtung zwingen, obwohl die Rahmendaten, wie immer, eigentlich schon bekannt sind.
Schlechte Nachrichten werden gekauft
Ich sehe gerade, dass die Amis trotz dieser schlechten Konjunkturdaten im Plus notieren. Sollte sich dieses Plus bis zum Börsenschluss als nachhaltig herausstellen, wäre das ein erster bullisher Hinweis von fundamentaler Seite. Wenn schlechte Nachrichten nicht mehr zu weiteren Kursverlusten führen, ist das sehr häufig ein gewichtiges Indiz für einen Boden. Dann müsste man nur noch abwarten, wie der Markt auf die Erstanträge morgen und den Arbeitsmarktbericht vom Freitag reagiert. Mehr dazu, natürlich wie immer, hier im Steffens-Daily.

Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens

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