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Neue Horrormeldung belastet den Dax
von Jochen Steffens
 
Und schon wieder eine Horrormeldung: Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im Jahr 2008 mit einem Minus von bis zu 28 Mrd. Pfund den größten Verlust eines Unternehmens in der britischen Wirtschaftsgeschichte gemeldet. Als Grund werden Verluste im Kapitalmarkt und im weltweiten Bankgeschäft genannt. Hinzu kommen natürlich Abschreibungen, gerade auch für die Übernahme der ABN Amro, die allein die Hälfte des Verlustes ausmachen. Die Aktie bricht daraufhin um über 60 % ein.
 
Schon sind Gerüchte zu hören, dass die britische Regierung eine komplette Verstaatlichung der RBS erwägt.
 
Nach diesen Zahlen kam der gesamte Finanzsektor in Europa erneut unter Druck. Ich bin gespannt, ob sich dieser Einbruch morgen trotz der Vereidigung des neuen Präsidenten auch in die USA fortsetzen wird. Dort sind die Börsen heute aufgrund des Martin Luther King Days geschlossen.
 
Der DAX läuft immer noch seitwärts
 
Damit wird ein Blick auf den DAX notwendig:
 
   
 
Der DAX hält sich weiterhin in seiner bisherigen Seitwärtsbewegung zwischen 4.000 und 5.300 Punkten auf. Es ist also immer noch keine klare Aussage über einen weiteren Verlauf zu machen. Der DAX kann sich jetzt jederzeit fangen, und damit würde die Fluktuation weitergehen. Letzten Endes wird der weitere Verlauf dadurch entschieden, dass es zu einem nachhaltigen Ausbruch, entweder nach oben oder nach unten kommt. 
 
Wie immer, wenn eine Seitwärtsbewegung sich derart deutlich ausbildet, lässt sich bei einem Bruch die Spanne der Seitwärtsbewegung, hier 1.300 Punkte nach oben oder unten, das nächste Kursziel ableiten. Sprich, wenn der DAX nachhaltig nach unten ausbricht, wäre die 2.700-Punkte-Marke das Kursziel, bricht er nach oben aus, entsprechend die 6.500-Punkte-Marke.
 
Allerdings muss, wie bei solchen Seitwärtsbewegungen durchaus typisch, bei Ausbruchsversuchen mit entsprechenden Fehlsignalen gerechnet werden. Zudem ist nicht ganz sicher, welche Spanne wirklich relevant ist. Durchaus denkbar wäre auch eine Spanne zwischen 4.300 Punkten und 5.100 Punkten. Dann läge das untere Kursziel bei 3.500 Punkten und das obere bei 5.900 Punkten. Die 3500/3600 Punkte als Kursziel haben mir allerdings zu viele Analysten als untere Marke auf dem Prognosezettel stehen. In den seltensten Fällen wird die Masse Recht behalten. Also entweder geht es tiefer oder der Dax dreht bereits oberhalb dieser Marke.
 
Verpufft der Obama Effekt
 
Kommt er nun, oder kommt er nicht, der Obama Effekt? Das ist die Frage aller Fragen und wahrscheinlich auch der Faktor, der in dieser oben genannten Seitwärtsbewegung die Entscheidung bringen wird. Werden die Börsen die allgemeine Jubelstimmung um Barack Obama aufnehmen und in Kursgewinne umsetzen? Zunächst sah es am Freitag in den USA und jetzt am Montag hier in Europa ganz gut aus, zumindest bis die RBS ihre katastrophalen Zahlen meldete. Die Frage ist nun, was davon setzen morgen die Amis um: Die Horror-Zahlen der Bank oder die Jubelstimmung um Barack Obama?
 
Sollte die Vereidigung des Präsidenten und ein eventuell schnell beschlossenes Konjunkturprogramm keinen positiven Einfluss auf die Börsen haben, könnte es sehr schwierig werden in den nächsten Wochen. Die Berichtssaison läuft noch, und man muss sich fragen, wie viele Tiefschläge die Börse noch verkraften kann, bevor sie weiche Knie kriegt und wegbricht.
 
Für Wagemutige mit langfristigen Ambitionen
 
Ich bleibe dabei, sehr undurchsichtig alles zurzeit. Allerdings fange ich nun langsam (!) an, erste neue Positionen auf Banken zu erwerben. Allerdings in dem Bewusstsein, dass diese durchaus auch zu Totalverlusten werden können. Wenn der Finanzmarkt doch noch zusammenbricht, werden einige Banken das nicht überleben.
 
Aber selbst wenn das nicht passiert, sollte man zwischenzeitliche Verluste von 50 % oder mehr einplanen. Wenn man hier auf Sicht von drei bis acht Jahren einsteigt, könnte man allerdings auf der anderen Seite, sofern alles gut läuft, eine Vervielfachung erzielen. Wie immer besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Chancen und Risiken. Also sollte man die Positionen noch sehr klein halten! Man kann diese dann, wenn sie deutlich ins Plus gelaufen sein sollten, teilweise ausbauen und dann auf dem Mittelkurs absichern. Trotzdem, seien Sie vorsichtig mit solchen Investitionen! Auf der anderen Seite: Ein bisschen Zocken muss auch mal sein.

Viele Grüße
 
Jochen Steffens

Ein Börsenmärchen
von Torsten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
in der momentanen Börsensituation kann man schon mal schwere Träume haben. Natürlich gehen mir auch nächtens diverse Sachen durch Kopf. Aber letztens hatte ich einen gar merkwürdigen Traum...
 
Traum von einem anderen Land
 
In diesem Traum war ich in einem fremden Land, das tief versteckt hinter hohen Bergen lag. Es lebten dort arbeitsame Menschen, die ob der kargen Bedingungen dort aber nur schwerlich zu Wohlstand kamen. Just zu der Zeit, als ich da nun erschien, hatte ihnen ein Wandersmann von einem anderen Land erzählt, das hinter den Bergen lag und in dem geradezu paradiesische Zustände herrschen sollten. Doch es ergab sich, dass dieses Land doch arg der Dinge ermangelte, die die braven Leute hier in mühsamer Arbeit aus ihren Bergen schürften.
 
Und so entschlossen sie sich, mit einem Wagen die beschwerliche Reise über die Berge in dieses sagenhafte Land zu unternehmen. Da sie natürlich nicht alle gehen konnten, erwählten sie Fünfe, die sie für besonders geeignet hielten – oder die sich halt gerade anboten. Damit diese kleine Truppe dort drüben nicht zu armselig wirkte, erhielt sie einen grandiosen Wagen (der eigentlich ein bisschen zu groß für sie war) und er wurde natürlich besonders reichlich beladen (aber auch etwas mehr als eigentlich gut war).
 
Von Fünfen, die auszogen, die Welt zu erobern
 
Da mein Bergvolk über keinerlei Lasttiere verfügte, mussten die Fünfe sich buchstäblich selbst vor den Karren spannen. Anfangs ging das auch noch ganz gut. Aber weiter droben in den Bergen, als der Weg doch gar zu sehr anstieg, wurde es doch sehr beschwerlich.
 
Da stellte sich zudem heraus, dass die fünf Wackeren wohl nicht so recht zusammen passten. Vorne gingen zwei, von denen sich einer doch sehr bemühte. Als kraftvoller Kerl, der er war, legte er sich mächtig ins Zeug und stapfte unermüdlich den Weg hintan. Allerdings zeigte er, den die anderen „Bürger“ nannten, alldieweil ein sehr verdrießliches Gesicht. Doch das war kein Wunder, wenn man sah, was die anderen derweil machten.
 
Neben dem Bürger ging eine gewaltige Matrone. Auch sie bemühte sich nach Kräften, aber aus irgendeinem Grund litt sie es nicht, neben dem Bürger zu gehen, so dass die beiden mitunter den Karren in unterschiedliche Richtungen zerrten, was dem Fortkommen natürlich nicht zuträglich war. Auch machte die resolute Dame, die auf den Namen „Wirtschaft“ hörte, ihrem Unmut über ihre Mitstreiter immer wieder lautstark Luft, aber fast mit derselben Regelmäßigkeit verhallten ihre Tiraden ohne Reaktion der anderen in den hohen Bergen.
 
Doch während der Bürger und die Wirtschaft den Karren, den man „Konjunktur“ genannt hatte, doch wenigstens nach vorne brachten, schienen die anderen Gesellen doch rechte Tunichtgute zu sein. Besonders arg trieben es die beiden jüngsten, zwei Brüder, die „Banken“ hießen. Sie liefen dem Wagen hinterdrein. Eigentlich sollten sie ihn schieben und den anderen an schwierigen Stellen kräftige Stecken reichen, „Kredite“ genannt, damit ihnen die Arbeit leichter von der Hand ging.
 
Doch die beiden trieben alldieweil allerlei Unfug, jonglierten mit den Stecken und probierten, wer von beiden die Konjunktur mit dem größten Hebel am schwungvollsten nach vorne bringen konnte. Mitunter war das eine rechte Freude, wie das Wägelchen dann durch die Berge sauste. Doch die Springinsfelde hielten nie lange aus, so dass der Wagen immer wieder ins Stocken kam. Dann sah man sie gar zuweilen hoch oben auf dem Karren sitzen, um sich von den anderen ziehen zu lassen. Vermutlich knobelten sie dann ihre nächsten Kunststückchen aus...
 
Der Rutsch in den Abgrund
 
Von all dem bekam der Fünfte nicht allzu viel mit. Die propere Gestalt nannte sich „Politik“ und ward eigentlich nie dabei gesehen, wie sie Hand an den Wagen anlegte. Vielmehr gefiel sie sich in der Rolle eines Stimmungsmachers und versuchte, die anderen mit markigen Sprüchen anzufeuern. Gelegentlich verschwand sie auch in dem allgegenwärtigen Nebel und war dann eher von Ferne zu vernehmen.
 
Aber meist achtete sie angelegentlich darauf, von allen gesehen zu werden und wechselte beständig die Seiten, um mal diesem, mal jenem ihre persönliche Aufwartung zu schenken. Auch wenn die Reaktionen darauf genauso gedämpft ausfielen, wie ihre gelegentlichen Rufe aus dem Nebel, ließ die Politik nicht ab davon, was sie „Rahmenbedingungen schaffen“ nannte.
 
Man ahnte schon, dass ein so schwieriges Unterfangen auf diese Art nicht gut ausgehen kann. Und so kam, was kommen musste: An einer besonders schwierigen Stelle riss das Seil, an dem die Wirtschaft just so vehement zerrte. Dann ging alles rasend schnell.
 
Die Wirtschaft ging in die Knie, und der Karren „Konjunktur“ tat einen mächtigen Ruck. Dabei fielen die Banken auf die Nase, mitten rein die Kreditstecken, die sie überall am Karren kunstvoll verteilt und miteinander verbandelt hatten. Das ganze Gebilde flog ihnen buchstäblich um die Ohren.
 
Jetzt hielt nur noch der Bürger die Stellung. Verzweifelt, mit aller Kraft und mit hochrotem Gesicht (ich wage nicht zu sagen, ob vor Anstrengung oder vor Zorn...) stemmte er sich gegen den Absturz an dem letzten verbliebenen Seil. Aber es war aussichtlos. Schließlich lagen – ziemlich angeschlagen – auch die Banken oben auf dem Wagen, und jeder ahnte, dass der Bürger die nicht auch noch halten konnte...
 
Wortfetzen flogen hin und her. Jemand wollte die (Kauf-)Kräfte des Bürgers stärker, ein anderer wollte einige große (Um-)Sätze machen, um aus der Misere zu kommen. Aber da kam der Wagen auch schon vollends ins Rutschen. Jetzt verfiel endlich auch die Politik in Aktion, klaubte einige der umherliegenden Stecken der Banken auf, nannte sie „Konjunkturprogramme“ und warf sie in großen Bündeln vor den abrutschenden Karren, wo sie im gleichen Augenblick zermalmt wurden. Der Wagen verschwand – immer schneller werdend – in der dunklen Tiefe der Berge.
 
Nach der Katastrophe
 
Nachdem sich der Staub verzogen hatte, erhob sich der Bürger, der sich bei der ganzen Sache schließlich doch eine blutige Nase geholt hatte, und klopfte sich den Dreck aus den Kleidern. Von den Banken war eine auf Nimmerwiedersehen mit dem Karren in der Tiefe verschwunden. Die andere lag heulend im Straßenkot und schrie, dass es einen Stein erweichen konnte, nach „Mutti“. Da erbarmte sich die Politik seiner und adoptierte das arme Kind.
 
Natürlich wollte die Wirtschaft nun auch getröstet werden, und wie die Politik nun einmal so war, ließ sie sich nicht lange bitten. Selbst dem Bürger warf sie einen liebevollen Blick zu, aber der hatte sich schon auf den Weg ins Tal gemacht. Unterwegs sammelte er Brennholz. Die zerbrochenen Stecken der Banken lagen ja noch überall herum. Konjunktur hin, Banken her, dachte er sich, der nächste Winter kommt bestimmt...
 
Etwas benommen von dem dramatischen Geschehen trottete ich hinterher. Da kam ein Wanderer des Wegs, stellte sich als „Konjunktur-Forscher“ vor und fragte mich, ob die Konjunktur nun einen V-, U- oder L-förmigen Verlauf nehmen würde.
 
Doch bevor ich ihm als Antwort auf diese Frage meinen neuen Börsendienst empfehlen konnte, wachte ich auf...
 
Wenn Sie also demnächst jemanden treffen, der diese und ähnliche Fragen hat, dann machen Sie ihn doch bitte drauf aufmerksam, dass die erste Monatsausgabe der „Stockstreet Investment Strategie“, Ihrem Börsendienst für Vermögen und Wohlstand, am kommenden Freitag erscheint.
Bestellen können Sie, der wissensdurstige Wandersmann und alle anderen diese und die kommenden Ausgaben hier: Klicken Sie jetzt!
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert

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