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Der DAX im Aufwärtstrend
von Torsten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
traditionell erscheint am Rosenmontag kein Beitrag von Jochen Steffens. An diesem Tag greift das närrische Treiben sogar auf die Stockstreet-Redaktion über. Letzten unzuverlässigen Informationen nach wurde der Meister in einem Bärenkostüm mit Narrenkappe in der Kölner Innenstadt gesichtet...
  
Wann hat die Börsen-Narretei ein Ende?
 
Wenn ich mir die Kursverläufe der Indizes so ansehe, erwische ich mich allerdings hin und wieder auch bei dem Gedanken, ob nicht hier vielleicht ebenfalls die Narren das Regiment übernommen haben. Dann bliebe die Hoffnung, dass am Aschermittwoch alles vorbei ist...
 
Meine Analyse von letzter Woche ist nun leider bittere Realität geworden, der S&P 500 steht unmittelbar vor seinem letzten Tief. Der zarte Hoffnungsschimmer des höheren Tiefs ist nun erst mal dahin. Was erneut zeigt, dass wir sehr vorsichtig sein müssen, wenn die fundamentalen Signale und die Charttechnik so stark auseinanderklaffen. Auch darauf hatte ich im Beitrag von letzter Woche ja hingewiesen.
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Schließlich ist der DAX ja immer noch im Aufwärtstrend. Nein, das ist natürlich kein närrisches Geschwätz, sondern eine langfristige Betrachtung. Im folgenden Chart sehen Sie die entsprechende Situation.
 
 Quelle: MarketMaker
 
Was aus dieser „Entfernung" noch relativ harmlos aussieht, birgt natürlich einige Tücken. Das eingezeichnete Target an der Trendunterkante auf Höhe der roten Unterstützungszone liegt bei ca. 3.500 Punkten. Das sind immerhin noch einmal -12 % vom aktuellen Kurs aus. Das klingt nun gar nicht mehr so harmlos.
 
Kurssturz ohne Gegenbewegung?
 
„Aber was ist denn nun mit der Gegenbewegung?", werden Sie fragen. Und hier wird es tatsächlich schwierig. Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten.
 
Erstens, die 4.000-Punkte-Marke hält nun; eventuell kommt es zu einem kurzen Fehlausbruch unter dieses Niveau. Dann kann die schon länger fällige Gegenbewegung von hier aus starten. Das wäre dann auch wieder im Einklang mit den letztens hier diskutierten fundamentalen Fakten.
In der zweiten Variante fällt der DAX weiter in Richtung besagter 3.500 Punkte. Dann bleibt die Gegenbewegung erst einmal aus. In diesem Fall würden andere Faktoren die Oberhand behalten: die wirklich katastrophale Situation der Banken, der weiterhin völlig darniederliegende Immobilienmarkt in den USA, die dadurch und durch den radikalen Jobabbau massiv beschränkte Konsumkraft der Amerikaner. Das wäre also gleichbedeutend mit einem Vertrauensverlust in die US-Wirtschaft und die Fähigkeit der neuen Administration, diese Krise kurzfristig zu lösen.
  
Analogie zum S&P 500
 
Fatalerweise weist der S&P 500 eine vergleichbare Situation auf. Allerdings ist hier durch die mögliche große Seitwärtsbewegung aktuell eine stärkere Unterstützung vorhanden als im DAX. Auch das Tief vom November kommt noch als ultima ratio vor dem endgültigen Absturz infrage. Hier ist also noch nichts entschieden.
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Falls jedoch der S&P doch Kurs auf die Unterkante des Aufwärtstrends nimmt, entspricht dies einem Potenzial von ganzen 17 % Minus...
 
Eine Nahfeldanalyse
 
Auch aus der Nähe betrachtet lässt sich im DAX die Möglichkeit eines weiteren Kursrutsches leider nicht verhehlen. Vergleichen wir dazu den Crash von 2002/03 mit dem von 2008/09.
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Beim Platzen der Internet-Blase gab es zwei fast gleich lange Abwärtsbewegungen vom Hoch 2000 bis zum Tief 2003. Allerdings lag dazwischen eine relativ deutliche Gegenbewegung, die von der Erholung nach dem Einbruch durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 ausging.
 
Diese Gegenbewegung fehlt in dieser Form bisher völlig. Daher ist diesmal eine andere Ausprägung der Abwärtsbewegung wahrscheinlich. Statt der dreiteiligen abc-Welle wie 2000/2003 kommt diesmal eine fünfteilige Welle infrage:
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Hier gibt es also drei unmittelbar aufeinanderfolgende Abwärtsschübe. Eine solche Bewegung zeichnet sich in der Tat dadurch aus, dass es keine markante Gegenbewegung geben muss. Diese kann – so wie hier die Welle 4 – zu einer ausgeprägten Seitwärtsbewegung entarten.
 
Jetzt kann also die Welle 5 folgen. Die ist – lt. Theorie – genauso lang wie Welle 1. Danach wäre das Kursziel 3.350 Punkte im DAX.
  
Verfallstags-Fake?
 
Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Kurssturz der letzten Woche mit dem kleinen Verfallstag am letzten Freitag zu tun hatte. Nachdem die ursprüngliche Zielmarke von 4.500 bereit am Montag, Dienstag außer Reichweite geriet, mussten die Institutionellen wieder ihre Absicherungsmaßnahmen ergreifen. Diese treiben die Kurse meist weiter dynamisch nach unten.
Also könnte es das auch gewesen sein. Ungewöhnlich dabei wäre dann aber, dass die 4.000-Punkte-Marke nicht wenigstens mit einem Fehlausbruch kurz unterschritten wurde. Es ist für die Profis eigentlich viel zu verlockend, sämtliche darunter liegenden Stopps abzufischen.
So lange dass nicht passiert oder sich die Kurse deutlich vom Tief lösen, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. In dieser Woche sind außer dem ifo-Index auch keine entscheidenden zukunftsgerichteten Konjunkturdaten zu erwarten. Daher bleibt abzuwarten, wie die Anleger auf „alte" bzw. erwartete Daten (z.B. US-Bruttoinlandsprodukt, Immobiliendaten) reagieren oder ob es hier sogar die eine oder andere Überraschung gibt.
 
Die Entscheidung über die weitere Richtung der Märkte wurde damit erneut vertagt.
 
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
 
PS: Wenn Sie wissen wollen, welche Auswirkungen eine weitere Abwärtswelle und die aktuelle „Crash-Anatomie" auf Ihre Anlagestrategie hat und wie Sie in dieser schwierigen Situation am besten langfristig agieren, dann testen Sie die „Stockstreet Investment Strategie" von Torsten Ewert und Jochen Steffens. Hier erfahren Sie, wie Sie diesen Crash finanziell überleben können und was Sie tun müssen, um bei einer möglichen Rally zu den Gewinnern zu gehören.
 
  

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