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Kreditvergabe mit Restriktionen
von Jochen Steffens
 
Im Moment kriegen die Bären im DAX noch kein Bein auf den Boden. Das liegt natürlich daran, dass die US-Indizes, speziell der S&P500 immer noch nicht die wichtigen Unterstützungen, die ich Ihnen in den letzten Tagen hier vorgestellt hatte, nach unten gebrochen haben, die ich Ihnen in den letzten Tagen hier vorgestellt hatte. Noch ist also nicht sicher, ob der DAX nicht etwas vorschnell das Bärensignal mit dem Bruch der 4.000er Marke generiert hat. Hier kann man nur abwarten, wie sich die US-Indizes weiter entwickeln und ob sich oberhalb der Unterstützungslinie ein belastbarer Boden ausbildet.
 
Kommt wieder die Zeit der Abstauberlimits?
 
Aber die Kursbewegungen zurzeit sind schon verrückt. Eine Deutsche Bank steigt heute wieder um über 13 %, auch eine Allianz ist mit  über 13 % im Plus, obwohl die Allianz heute einen Verlust von 2,4 Milliarden gemeldet hat. Selbst eine BASF nähert sich der 10 % Marke. Ganz verrückt war heute die Bewegung bei Porsche. Nachdem nun klar ist, dass die Refinanzierung eines 10 Mrd. Euro Kredits zu günstigen Konditionen gelungen ist, stieg die Porsche Aktie innerhalb weniger Minuten (!) um über 26 % von zuvor 28 Euro auf über 35,50 Euro an. Uns hat es gefreut, denn hier hatten wir im Premium-Trader seit Wochen ein tiefliegendes Abstauberlimit im Markt, das am Dienstag, also an dem Tag, als das bisherige Tief ausgebildet wurde, ausgeführt wurde. Bereits heute, nur zwei Tage später, wurde unser anvisiertes Kursziel erreicht. Wahnsinn diese Kursexplosionen. Aber sie sind natürlich Folge der zuvor stark gefallenen Kurse.
 
Wenn es nun doch mit dem Markt weiter abwärts geht, kann man wenigstens endlich wieder nach dieser nervigen Seitwärtsbewegung tiefe Abstauberlimits im Markt platzieren. Sollten sich die Märkte jedoch fangen und sollte der DAX die 4.000-Punkte-Marke zurückerobern, muss man ein oder zwei Trades wagen, die man einfach kauft und dann länger hält (Stopp nicht vergessen). In diesem Fall könnte es nämlich sein, dass wir gerade den False Break gesehen haben, von dem ich seit Tagen rede. Der falsche Bruch, der eine länger anhaltende Rally einleitet. Aber diese Entscheidung ist immer noch nicht gefallen.
 
Die Gefahren der Bankenkrise
 
Eine wesentliche Gefahr dieser Banken-, Kredit-, Finanzmarktkrise ist es, dass die Unternehmen zurzeit größere Schwierigkeiten haben an Kredite zu kommen. Eigentlich sind die niedrigen Zinsen geradezu eine Einladung Kredite aufzunehmen, um sich für die Krise besser zu wappnen. Gerade wenn man, wie die meisten Analysten, mit einer baldigen Inflation rechnet, sind Kredite natürlich eine feine Sache.  
 
Einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge steigt der Anteil der Unternehmen, welche die Kreditvergabe der Banken als restriktiv empfinden, deutlich. Gerade die großen Unternehmen sind davon betroffen. Von diesen beurteilen im Februar 51,9 % die Kreditvergabe der Banken als restriktiv, nach 44,4 % im Januar. Das ist immerhin der höchste Wert seit Begin der Aufzeichnung Mitte 2003.
 
Inflation ist nicht unvermeidlich
 
Das ist übrigens auch ein weiterer Grund dafür, warum ich im Gegensatz zu vielen anderen Analysten immer noch nicht eindeutig von einer Inflation ausgehe. Natürlich gibt es eine massive Ausweitung der Geldmenge. Auch das Geld, das der Staat ins System pumpt, sollte die Inflation anheizen. Barack Obama will zum Beispiel die Möglichkeit das Bankenrettungspaket um weitere 250 Mrd. Dollar aufzustocken in seinen neuen Haushaltsplan aufnehmen.
 
Die Frage ist aber, kommt das Geld da an, wo es Inflation „erzeugen“ kann. Ist es nicht vielmehr so, dass ein großer Teil des Geldes von den schwarzen Löchern in den Bilanzen der Banken und der Unternehmen aufgesaugt wird? Wird diese Tendenz nicht dadurch unterstützt, dass die Banken sich nun so schwer tun, weitere Kredite zu vergeben?
 
Die Deflation in Japan
 
Mich erinnert die Situation in den USA immer mehr an die langanhaltende deflationäre Krise in Japan. Auch dort wurden eigentlich tote Banken künstlich am Leben gehalten. Diese Banken-Zombies brauchten schließlich über 15 Jahre, um sich von dem Finanzschock nach der Immobilienblase 1990 zu erholen. Und genau diese Banken-Zombies waren einer der wesentlichen Gründe, warum Japan trotz niedrigster Zinsen und einer enormen Ausweitung der Staatsverschuldung nicht in der Lage war, eine Inflation zu initiieren.
 
Es kann also gut sein, dass die Geldmengenausweitung in den USA durch die Finanzlöcher des Systems eine Zeitlang absorbiert wird. Wenn dann noch Barack Obama seinen Plan verwirklicht, das gigantische Haushaltsdefizit der USA in den nächsten 4-8 Jahren halbieren zu wollen, könnte uns die Deflation noch viel länger begleiten, als von den meisten Analysten erwartet.
 
Die Roosevelt Depression
 
Denn auch das erinnert an den New Deal, den Roosevelt nach dem großen 1929er Crash ins Leben rief. Nachdem Roosevelt durch massive staatliche Investitionen die US-Wirtschaft wieder etwas beleben konnte, wollte er die ausufernde Staatsverschuldung etwas später eindämmen. Prompt führte die Kürzung der Staatsausgaben im Jahr 1937 zur sogenannten Roosevelt-Depression. Und eine Depression hat immer einen eher deflationären Charakter.
 
So gesehen ist es nicht auszuschließen, dass wir anstatt der allgemein erwarteten Inflation in eine langjährige Deflation abgleiten. Mehr zu diesem Thema Inflation / Deflation in den nächsten Tagen.
 
Viele Grüße
Jochen Steffens

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US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der abgelaufenen Woche überraschend auf 667.000 gestiegen. Analysten hatten mit lediglich 625.000 neuen Anträgen gerechnet. Der Vierwochendurchschnitt stieg damit auf 639.000 an.
  
  
Mittlerweile muss ich das Diagramm immer wieder neu skalieren, weil die Erstanträge sonst schon lange oben aus dem Anzeigebereich herausgelaufen wären. Ich denke, das spricht für sich.
 
Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter ist im Januar um -5,2 % zurückgegangen. Analysten hatten mit einem Minus im Bereich von 2,3 % gerechnet. Der Vormonatsrückgang wurde von zuvor -2,6 % auf nunmehr -4,6 % revidiert.
Man sieht hier, dass die US-Wirtschaft gerade mehr oder weniger kollabiert, das ist sehr bedenklich.
 
Und auch vom Häusermarkt kommt nichts Erfreuliches: Die Zahl der Hausverkäufe ist in den USA im Januar auf 309.000 zurückgegangen. Erwartet wurden 328.000 bis 329.000 Hausverkäufe, nach zuvor 344.000 Hausverkäufe. Immer noch gilt: Eine Stabilisierung auf dem US-Immobilienmarkt wäre ein deutlich bullishes Zeichen. Doch eine solche ist zurzeit immer noch nicht zu erkennen.
 
Insgesamt sehr, sehr schlechte Konjunkturdaten. Doch der Markt hält sich wieder einmal erstaunlich stabil angesichts dieser Veröffentlichungen. Die Stimmung der Anleger ist zudem sehr bearish. Eine sehr seltsame Situation.

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