In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


 
Sorge um den US-Arbeitsmarkt

Sorge um den US-Arbeitsmarkt
von Jochen Steffens

Die neuesten Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt verheißen nichts Gutes für den Arbeitsmarktbericht am Freitag. So sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA unerwartet um 13.000 Stellen auf 472.000 gestiegen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 455.000 Stellen gerechnet.

Solange sich der US-Arbeitsmarkt nicht deutlich erholt, wird es schwierig, in den USA ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu generieren.

Geplante Entlassungen und Einstellungen

Es gibt noch einen weiteren Index zum US-Arbeitsmarkt. Das Beratungsunternehmen Challanger Gray & Christmas untersucht die von Unternehmen geplanten Entlassungen und Einstellungen. Nach diesem Index sind die geplanten Entlassungen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent auf 39.358 gesunken. Da dieser Wert mittlerweile bereits den dritten Monat in Folge unter 40.000 liegt, wird geschlussfolgert, dass die Unternehmen genügend Aufträge haben, um nicht noch weitere Entlassungen anzustreben. Das ist ein positives Signal.

Allerdings fiel die Zahl der geplanten Einstellungen in der ersten Hälfte des Jahres auf knapp 300.000. Das ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2000. Allerdings reagieren die Einstellungen in einer Krise erst später. Für uns ist somit die Entwicklung der Entlassungen wichtiger.

Diese sind ein Hinweis darauf, dass sich der Arbeitsmarkt gegen Ende des Jahres nachhaltiger beruhigen wird. Dazu passen auch weitere Hinweise. Doch soweit schaut der Markt noch nicht.

Der Markt wartet auf den US-Arbeitsmarktbericht

Im Moment sind nur die Arbeitsmarktdaten von Freitag interessant und nach den sehr schlechten Erstanträgen bereitet sich der Markt zunächst auf schlechte Zahlen vor. Hier gilt jedoch, dass sehr viel Schlechtes bereits eingepreist ist. Die Chancen auf eine positive Überraschung sind deutlich höher. Und so kann es selbst bei schlechten Zahlen nach den ersten Reaktionen zu einer Erholung kommen.

Wahrscheinlich werden diese Zahlen sogar entscheiden, ob es zu dem von mir vermuteten Fehlsignal an den Nackenlinien der Schulter-Kopf-Schulter ähnlichen Formationen kommt. Mittlerweile hat nämlich auch der Dow Jones diese Nackenlinie erreicht und ebenfalls leicht unterschritten. Dazu morgen mehr.

Zum Jahresende

Sollten wir zum Jahresende hin tatsächlich eine deutliche Verbesserung auf dem US-Arbeitsmarkt sehen, würde das wahrscheinlich auch die Märkte nachhaltig positiv beeinflussen. Das bedeutet, wenn sich die ersten positiven Anzeichen weiter verdichten, werden im Markt neue Käufer auftauchen und das bevor die Masse bemerkt, dass auf einen positiven Arbeitsmarkt getradet wird. Diese Erholung des Arbeitsmarkts sollte allerdings nicht zu spät kommen, denn dann besteht die Gefahr, dass der Markt auf der anderen Seite befürchtet, diese Erholung werde mit den ersten Zinserhöhungen der Fed zusammenfallen.

ISM-Index enttäuscht

Einen richtigen Schlag in den Nacken erhielt der Markt, als der ISM-Index veröffentlicht wurde. Dieser sank von zuvor 59,7 Punkten auf jetzt 56,2 Punkte und fiel damit auf das niedrigste Niveau seit Dezember letzten Jahres. Analysten hatten mit einem Wert um 59 Punkte gerechnet.

Die sich zurzeit verschlechternden Konjunkturdaten erhöhen natürlich die Rezessionssorgen, die sowieso schon im Markt sind. Besonders das Thema Deflation wird zurzeit wieder brandaktuell. Und hier ist der beachtliche Rückgang des Unterindex "Preise" von zuvor 77,5 auf nunmehr 57 Punkte ein deutliches Warnzeichen (siehe rote Linie).Was zurzeit dabei wenig beachtet wird ist, dass eine Rezession/Deflation in den USA die Fed dazu befähigen wird, die Zinsen weiter niedrig zu halten und das könnte sich zumindest zeitweise positiv auf die Aktienmärkte auswirken.

Allgemein ist eine Deflation jedoch das denkbar schlechteste Szenario. Auch Anleger werden in eine Deflation kaum renditeträchtige Anlagemöglichkeiten finden. Selbst Rohstoffe wäre bei einer Deflation/Rezession crashgefährdet.

Don’t Panic

Doch noch sind das theoretische Betrachtungen. Dass es nach der extremen, monetären Stimulation in den USA dann, wenn diese langsam zurückgefahren wird, zu einer Abschwächung der Konjunktur kommt, war abzusehen. Selbst wenn zurzeit die Gefahren eines kleinen Crashs (unter anderem aufgrund des Präsidentschaftszyklus) wachsen, stehen die Chancen für die Bullen aufgrund der niedrigen Zinsen und anderer Effekte immer noch nicht so schlecht, wie viele meinen.

Ich bin jetzt erst einmal gespannt, wie sich der Markt morgen entscheidet: Fehlsignal oder nicht. Dazu morgen mehr.

Viele Grüße

Jochen Steffens

PS: Der Euro ist heute deutlich gestiegen, weil Spanien eine Bond-Emission erfolgreich platzieren konnte. Mittlerweile bildet sich eine Bodenformation. In der am Wochenende erscheinenden Ausgabe der Stockstreet Investment Strategie gehen wir auf das Thema Schulden ein und erläutern unter anderem, warum das Schuldenproblem in Spanien überbewertet wird.
 

Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Angebote von Stockstreet.de

  • Logo Steffes Daily
  • Logo Der Rohstoffdienst
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Hebel-XXL
  • Logo Investment-Strategie
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Investment-Strategie

Das erwartet Sie

Investment-Strategie Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Hebel-XXL

Das erwartet Sie

Hebel-XXL Cover

Zocken aus Leidenschaft!

Begleiten Sie uns in
das Casino der Hebelprodukte!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!