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Alles warnt, doch das ist nicht das Problem
100.000 Euro in zweieinhalb Jahren
US-Konjunkturdaten

Alles warnt, doch das ist nicht das Problem
von Jochen Steffens

Wenn man sich all die Negativmeldungen anschaut, müsste man fast schon wieder bullish werden. Ein großer Hedgefonds warnt, dass der Euro noch bis auf die Parität zum Dollar fällt. George Soros warnt vor größeren Turbulenzen in Europa. Ein bekanntes Investmenthaus warnt vor weiteren Unruhen an den Finanzmärkten. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor einer neuen Finanz- und Wirtschaftskrise. Marc Faber warnt vor allem, außer Gold und Silber.

Das alles sollte uns kalt lassen. Versuchen Sie sich einfach nur zu erinnern: Das war 2004/2005 nicht anders. Selbst nach dem 1987er Crash warnte jeder. 2007 (also vor dem Crash) warnte jedoch niemand mehr. Solange sie demnach warnen, ist die Welt noch in Ordnung. Wenn sie nicht mehr warnen, dann wird es gefährlich.

China macht Sorgen

Aber, meines Erachtens gibt es ein anderes Problem, das weniger Beachtung findet. Es sind die asiatischen Märkte, die mir nicht gefallen.

Hier einmal der Vergleich zwischen der Entwicklung des S&P500 (rot) und der des Shanghai-A-Index (schwarz):



Obwohl der S&P500 besonders von der Finanzmarktkrise gebeutelt wurde und ist, zeigt er sich doch noch deutlich stärker als der Shanghai A Index. Noch auffälliger ist das Bild beim Vergleich des Shanghai-A-Index (schwarz) mit dem Nasdaq100 (blau):



Der Grund, dieses Thema anzusprechen ist, dass heute Nacht der Shanghai-Index um 4,2% abgerutscht ist. Bei genauerer Betrachtung könnte man zu der These gelangen, dass der Shanghai-A-Index als Vorreiter agiert. Und mit dem Einbruch sehen wir nun einen klaren, wenn auch flachen Abwärtstrend entstehen (dazu gleich mehr).

Deflation, trotz niedriger Zinsen

Droht eine solche Entwicklung, also ein flacher Abwärtstrend, auch in den USA? Ich finde es interessant, dass mittlerweile viele namhafte Analysten, wie Paul Krugman, David Rosenberg und Albert Edwards von einer Deflation nach japanischem Vorbild reden. Und eine Deflation in den USA könnte zu so einer Entwicklung führen. Als langjähriger Steffens-Daily-Leser wissen Sie, dass ich in der Zeit als alle noch von Inflation redeten, einer der ersten gewesen bin, der eben genau vor diesem Szenario gewarnt hat.

Als Argument wird angeführt, dass die Staatsverschuldung zu hoch sei und durch den Abbau dieser Defizite die Wachstumsimpulse ausbleiben würden. Nach meiner Meinung ist das zwar ein wichtiger Faktor, jedoch nicht das eigentliche Problem. Deflationär wirken sich die hohen ungedeckten Kredite aus, die bei den Banken liegen. Hintergrund hierfür war zunächst die US-Immobilienkrise, in Folge dann auch Bankenzusammenbrüche und ausufernde Staatsschulden. Hierdurch entsteht eine Art „schwarzes Geld-Loch“, das sämtliche Versuche der Zentralbanken über niedrige Zinsen und anderen Maßnahmen Inflation zu erzeugen, absorbiert. Und genau das war der Grund, der auch in Japan gegen jede volkswirtschaftliche Theorie Deflation verursachte.

Und so geschieht auch jetzt genau das, was Volkswirte bis in die 90er für unmöglich gehalten haben: Deflation, trotz extrem niedriger Zinsen. Hier könnten die asiatischen Märkte helfen! Wenn nun aber auch China in konjunkturelle Schieflage geraten würde, wird es bitter. Dann wird übrigens auch der niedrige Euro nicht helfen, die deutsche Wirtschaft über den Export anzukurbeln.

Hoffnung

Was ich jedoch nicht weiß ist, ob die Notenbanken nicht bereits aus der Japan-Krise gelernt haben. Alan Greenspan hat in seinem Buch „Mein Leben für die Wirtschaft“ bereits einige gute Ansätze zur Japan-Krise gefunden. Hier liegt eine, wenn auch geringe Hoffnung begründet. Und es gibt noch einen zweiten Bereich, der zumindest in Deutschland hoffen lässt.

Niedrige Arbeitslosigkeit

Das Problem ist, dass Deflation Arbeitslosigkeit und hohe Arbeitslosigkeit wiederum die Deflation fördert. Ein Teufelskreis. Knackpunkt dabei ist die Lohn-Preis-Spirale. Nur wenn höhere Löhne gezahlt werden, wird mehr konsumiert, so dass höhere Preise verlangt werden können. So entsteht Inflation (der Verbraucherpreise).

In den USA steht also noch die hohe Arbeitslosigkeit einer inflationären Entwicklung entgegen. In Deutschland hingegen haben wir eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit, die tendenziell aufgrund der demographischen Probleme weiter sinken wird. Mittlerweile befürchten immer mehr Unternehmen einen Facharbeitermangel. Sollten sich die Probleme auf dem Arbeitsmarkt manifestieren, könnte es in Deutschland tatsächlich zu einer Lohn–Preis-Spirale kommen. Sinkt das Angebot an Arbeitskräften, werden die angebotenen Löhne steigen. Wenn dann noch die Zinsen in der EU niedrig bleiben, könnten wir der Deflationsgefahr entkommen. Allerdings ist es schwierig abzusehen, wie sich die Gesamtsituation in der EU entwickelt und welchen Einfluss diese, positiv wie negativ, auf Deutschland haben wird. Aus diesem Grund sind solche auf Deutschland begrenzte Analysen nur Theorie.

Fazit:

Der Einbruch der asiatischen Märkte verheißt nichts Gutes. Hier entstehen Gefahren für die Weltwirtschaft, die existenziell und nachhaltig sein könnten. Noch vermute ich, zumal die asiatischen Indizes mittlerweile auch überverkauft sind, dass es dort bald zu einer Gegenbewegung kommen wird.

Ein möglicher Umkehrpunkt liegt an der unteren Linie des sich bildenden Abwärtstrends. Im Idealfall würde das mit dem Bruch der Nackenlinie bei den SKS-ähnlichen Formationen in den US-Indizes zusammenfallen (siehe Steffens Daily von gestern). Die Aufwärtsbewegung eventuell bis zur oberen Linie des Abwärtstrends könnte auch die US-Märkte beruhigen.

Viele Grüße

Jochen Steffens 


100.000 Euro in zweieinhalb Jahren…

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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Der Vertrauensindex des Conference Boards notiert im Juni bei 52,9 Punkten. Analysten hatten mit Werten im Bereich 62 bis 63,5 Punkten also mit einem kleinen Anstieg zum Vormonat gerechnet. Im Mai hatte er noch bei 62,7 gelegen.


Ein doch sehr deutlicher Einbruch des Verbrauchervertrauens, der die Märkte zusätzlich belastete. Schaut man sich jedoch die Grafik an, sieht man, dass nicht viel passiert ist. Gefährlich ist, dass die Einschätzung der aktuellen Situation immer noch komplett am Boden liegt und bisher der Erwartungskomponente nicht gefolgt ist.

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