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Das Risiko eines kleinen Crashs im September
US-Konjunkturdaten  

Das Risiko eines kleinen Crashs im September
von Jochen Steffens

Das Statement zur gestrigen Zinssitzung (Mittwoch) der FED hat zu keinen größeren Überraschungen geführt. Auffallend ist lediglich, dass die Fed dieses Mal nicht nur wegen des US-Immobilienmarkts sondern auch aufgrund der Probleme in Europa darauf hinweist, dass das wirtschaftliche Wachstum weiter schwach bleiben wird. Damit wird nun sozusagen indirekt die Aufrechterhaltung der Niedrigzinspolitik auch mit den Problemen in Europa begründet. Eine interessante Wende. Ansonsten hat sich nicht viel seit dem letzten Statement geändert. Hier das Statement im Wortlaut:

Übersetzung des Fed-Statements

„Die Informationen, die seit dem letzten FOMC-Treffen im April eingegangen sind, legen nahe, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt, und dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Die Ausgaben der Haushalte steigen, auch wenn sie weiterhin durch den schwachen Arbeitsmarkt, ein moderates Einkommenswachstum, geringeres Immobilienvermögen und verschärfte Kreditbedingungen belastet sind. Die Unternehmensinvestitionen im Bereich Equipment und Software sind signifikant angestiegen; allerdings bleiben die Investitionen in Gewerbeimmobilien schwach, und die Arbeitgeber zeigen sich zurückhaltend bei der Schaffung neuer Stellen. Die Baubeginne verbleiben auf einem niedrigen Level. Die Finanzmarktbedingungen unterstützen das wirtschaftliche Wachstum etwas weniger, was größtenteils mit Entwicklungen im Ausland zusammenhängt. Die Kreditvergabe hat sich in den letzten Monaten weiter verringert. Gleichwohl erwartet der Ausschuss eine schrittweise Rückkehr zu höheren Niveaus der Kapazitätsauslastung in einem Umfeld der Preisstabilität, obwohl das Tempo der wirtschaftlichen Erholung noch eine Zeitlang moderat bleiben wird.

Die Preise für Energie und andere Rohstoffe sind in den letzten Monaten etwas zurückgegangen, so dass die Grundinflation leicht sinkt. Da der erhebliche Nachfragerückgang den Kostendruck und die langfristigen Inflationserwartungen eindämmt, wird die Inflation voraussichtlich für einige Zeit niedrig bleiben.

Der Ausschuss wird das Zielband für den Leitzins bei 0 bis 1 / 4 Prozent beibehalten und geht weiterhin davon aus, dass die wirtschaftlichen Bedingungen, einschließlich der niedrigen Kapazitätsauslastung, der gedämpften Inflationstrends und der stabilen Inflationserwartungen, das außergewöhnlich niedrige Level der Leitzinsen über eine längere Periode rechtfertigen.
Der Ausschuss wird damit fortfahren, den wirtschaftlichen Ausblick und die finanziellen Entwicklungen zu beobachten und seine geldpolitischen Instrumente die notwendig sind, die wirtschaftliche Erholung zu fördern und die Preisstabilität zu gewährleisten, entsprechend anwenden."

Die vorherige Version finden Sie im Steffens Daily vom 29.April.2010(hier klicken)

Seltsame Formen der Geldanalage

Ansonsten habe ich in den letzten Tagen einige interessante Gespräche geführt, in denen seltsamerweise immer wieder über alternative Geldanlagen geredet wurde. Es wurden die klassischen Anlagen: Immobilienfonds, Anleihen diverser europäischer Länder, Immobilienaktien, aber auch Wein, reale Rohstoffe, Schmuck und sogar Harley-Davidson Motorräder genannt. Eine Dame meinte: „Ich kaufe mit lieber schöne Dinge, zwar ist das Geld dann auch weg, aber ich habe wenigstens was davon.“ Offensichtlich haben hier die falschen Berater einiges angerichtet.

Die wunderbare Stärke des DAX

Aber ganz so pessimistisch sollte man es nicht sehen: Schauen Sie sich einfach den Aktienmarkt an. Egal welche Krisen auch kommen, der DAX zeigt sich stark und notiert an den Jahreshochs.

Ich frage mich, was passieren würde, wenn ich diesen Chart einem Chartisten zeigen würde, der in den letzten beiden Jahren keine Nachrichten gelesen oder gehört hätte. (Weil er zum Beispiel zwei Jahre auf einer einsamen Südsee-Insel mal wirklich abschalten wollte.) Was würde er zu diesem Chart sagen?

Krise ohne Chart?

Ohne Zweifel würde er den Crash 2008/2009 erkennen und vermuten, dass da etwas Schlimmeres vorgefallen sei. Aber er würde auch davon ausgehen, dass der Grund des Crashs weitgehend beseitigt sei, obgleich noch etwas Unsicherheit im Markt vorhanden wäre. Keinesfalls aber würde er darauf kommen, dass sich Europa in den letzten Monaten in einer der größten (auch finanziellen) Krisen seit dem Bestehen befinden würde. Das spiegelt der DAX einfach nicht wieder. Verrückt oder?

Das Potenzial

Und hier liegt ein großes Potenzial: Die Anleger lernen zurzeit, dass den DAX nichts erschüttern kann. Das bedeutet jedoch, dass die Zuversicht, Aktien zu kaufen, immer weiter ansteigen wird. Wenn hingegen Menschen schon Motorräder als Geldanlage erwerben, ist das ein Hinweis darauf, dass extrem viel Geld verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten sucht.

Aktien werden zunehmend als vergleichsweise krisensicher angesehen

Die Stärke des DAX hat natürlich damit zu tun, dass Aktien von immer mehr Anlegern als vergleichsweise krisensicher im Falle einer Inflation oder anderen Horror-Szenarien gesehen werden.

Sollte der DAX demnach weiter steigen, sprich nach oben ausbrechen, können diese Stärke und das wachsende Vertrauen dazu führen, dass immer mehr Anleger Mut fassen und ebenfalls einsteigen.

Crashgefahren und der US-Präsidentschaftszyklus

Das einzige Problem, das dabei besteht ist, dass nach dem US-Präsidentschaftszyklus gerade die Zwischenwahljahre (in einem solchen befinden wir uns) im September / Oktober crashgefährdet sind. Das hat unter anderem mit den Kongresswahlen zu tun.


Und schön ist auch die Seitwärtsbewegung bis zum September hin zu erkennen, die sich bereits in vielen Indizes zeigt. Also bis jetzt scheint der Präsidentschaftszyklus in diesem Jahr gut zu funktionieren.

Wir müssen also leider in unsere mittelfristigen Prognosen einen möglichen Kursrückgang von 10-15 % im September (evt sogar auch schon etwas früher) einplanen. Nicht dass dieser Crash unbedingt kommen muss, es besteht lediglich ein erhöhtes Risiko.

Die schwachen Umsätze

Dieser Zyklus deckt sich mit einer anderen Entwicklung. Ich hatte es bereits vor einiger Zeit an die Leser des Stockstreet-Premium-Traders geschrieben: Die institutionellen Anleger werden die schwachen Monate nutzen, um die Kurse hoch zu treiben. Diese Entwicklung ist jetzt bereits zu erkennen. Wenn dieses Spiel so weiter geht, wäre nach den umsatzschwachen Monaten und einem Anstieg bis August, im September ein verstärkter Verkaufsdruck zu erwarten.

Das könnte, vielleicht im Zusammenhang mit einigen schlechteren Entwicklungen oder Nachrichten oder der Ankündigung von Zinserhöhungen, tatsächlich einen kleinen Crash auslösen. Und dieses Szenario macht die Situation zurzeit wirklich schwierig. Aber wer hat uns denn auch versprochen, dass Börse einfach wäre?

Aller Anfang ist schwer

Zudem ist es nichts Neues, dass im ersten Drittel bis zur Hälfte einer längeren Rally das wirtschaftliche und auch politische Umfeld schwierig ist.
Einfacher wird es im nächsten und übernächsten Jahr. Gerade Vorwahljahre, aber auch Wahljahre gelten als die positivsten Jahre im Präsidentschaftszyklus. Hier könnten wir dann die zweite Hälfte der Rally sehen. Das würde passen. Für uns sind diese Jahre bisher immer die gewinnbringendsten gewesen. Darauf freue ich mich nach dieser Seitwärtsbewegung schon jetzt.

Viele Grüße

Jochen Steffens


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche um 19.000 auf 457.000 zurückgegangen. Analysten hatten mit einem Wert von 465.000 gerechnet.

Mittlerweile erkennt man, dass sich die Werte seit Februar auf hohem Niveau stabilisiert haben. Hier ist kein Trend zu erkennen. Das zeigt sich auch am 4-Wochen-Schnitt, der nun fast waagerecht verläuft.

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im Mai um 1,1% auf 192,01 Mrd. Dollar gestiegen. Als Grund werden vor allem rückläufige Bestellungen für zivile Flugzeuge genannt. Analysten hatten mit einem Rückgang von 1,5% gerechnet.

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