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Der Goldpreis fällt
von Jochen Steffens
 
Sie wissen, es geht um das große Fed-Experiment und damit um die entscheidende Frage, ob die aktuellen Maßnahmen der Fed ausreichen, um eine große Deflation / Rezession in den USA zu vermeiden. Es geht damit auch um die Frage, ob es zu einer Deflation oder Inflation in den USA kommen wird und natürlich wie sich ein Investor in der jeweiligen Situation verhalten soll.
 
Erste Goldverkäufe
 
Bereits am Anfang des Jahres habe ich hier vor Goldverkäufen der Regierungen und Finanzinstitutionen im Zusammenhang mit der Krise gewarnt. Im Zuge der G20-Gespräche wurden erneut auch Goldverkäufe des Internationalen Währungsfonds (IWF) diskutiert. Es ging hierbei um 400 Tonnen Gold, die nun veräußert werden sollen, um den ärmsten Ländern dieser Erde zu helfen. Ich bin gespannt, ob mit der Zeit auch Regierungen auf die Idee kommen, ihre Goldbestände zu verkaufen, um diverse Konjunkturprogramme zu finanzieren. Die aktuelle Krise ist sicherlich bestens geeignet, um solche Maßnahmen mit Rückendeckung der Bevölkerung zu beschließen.
 
Am 27.03.2009 hatte ich mehrere Szenarien für Gold beschrieben. Im Moment fällt der Goldpreis. Offensichtlich kommt es zu Umschichtungen. Das kann zwar auch mit den geplanten Verkäufen des IWF zusammenhängen, es kann aber auch einfach sein, dass mit dem erneuten Scheitern an der 1000-Dollar-Marke Anleger nervös werden. Das Geld wird abgezogen, um es „sinnvoller“ anzulegen.
 
Gold in Euro: Ausbruch misslungen!
 
Beachtlich ist dabei, dass trotz aller Sorgen vor Inflation und trotz der ungeheuren Ausweitung der Geldmenge in den USA, der Goldpreis eben nicht dramatisch ansteigt. Stattdessen kommt Gold sogar in eine kritische Zone. Diese ist besonders im Chart von Gold in Euro zu erkennen:
 
 
Der Ausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal ist nicht gelungen. Der Goldpreis ist durch die aktuellen Kursverluste wieder zurück in den Trend gelaufen. Das ist grundsätzlich ein negatives Warnsignal. Aktuell notiert er im Bereich der wichtigen 650-Euro-Marke. Hier kann Gold einen Boden ausbilden. Sollte diese Marke jedoch nachhaltig nach unten gebrochen werden, muss damit gerechnet werden, dass auch noch die 550er Marke erreicht wird. An dieser wird sich entscheiden, ob es zu einem Trendbruch nach unten kommt oder nicht. Diese Entwicklung passt natürlich nicht zu den Inflationsszenarien, sondern belegt eher den deflationären Charakter der aktuellen Situation.
 
Wahrscheinlich wird somit bereits an dieser 650-Euro-Marke eine erste Entscheidung gefällt, ob der Markt davon ausgeht, dass die Fed in ihren Bemühungen eine Deflation zu vermeiden, erst einmal scheitert oder nicht. Es wird also in den nächsten Tagen sehr interessant werden, wie sich Gold an dieser Marke verhält. Und da wir schon bei diesem Thema sind:
 
Vortrag: Deflation / Inflation und deren langfristige Auswirkungen auf die Börse

Meine geschätzten Kollegen Nicolas Plögert von Sharewise, Robert Rethfeld von wellenreiter-invest und ich wurden von der Deutschen Bank zu einer Vortragsreihe im Zuge der Anlegermesse „Invest 2009“ in Stuttgart eingeladen.
Diese Vortragsreihe findet am Samstag, den 24. April von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr am Stand der Deutschen Bank (X-Markets) statt (Halle 1 Stand J 32).
 
Folgende Vortragsthemen sind geplant (nach zeitlichem Ablauf vorgestellt):
 
Jochen Steffens / www.stockstreet.de
 
Die Analysten streiten: Kommt es zu einer Deflation oder einer Inflation.
Beschreibung:
Jochen Steffens untersucht die Auswirkungen der jeweiligen Szenarien auf die Börse und entwirft mögliche charttechnische Szenarien anhand historischer Parallelen.
 
Nicolas Plögert / www.sharewise.de
 
Sharewise zeigt an Hand von Daten, Umsätzen und Untersuchungen auf, wie unseriöse Aktienpusher Kleinanleger in "unseriöse Aktien" treiben.
 
Robert Rethfeld/ www.wellenreiter-invest.de
 
 „Die Finanzmärkte aus zyklischer Sicht“
Beschreibung:
Langfristcharts, Momentum- und Sentimentindikatoren ergeben in der Intermarketanalyse ein plausibles Szenario für die Entwicklung der Finanzmärkte.
 
Ich würde mich freuen, Sie bei dieser Veranstaltung persönlich kennen zu lernen.
 
Nasdaq100-Chart: Gelingt der Ausbruch?
 
 
 
Der Nasdaq100 hat am Freitag den Ausbruch über die 1286er Marke nachhaltig geschafft. Heute kommen die Kurse allerdings deutlich zurück. Noch kann das lediglich der erste Retest an die alte obere Begrenzung der Seitwärtsbewegung sein. Sollten die Kurse jedoch wieder in die Seitwärtsbewegung zurückfallen, wäre es ein Fehlausbruch. Diese sind gemeinhin von der Tendenz eher bearish zu werten, allerdings nicht untypisch für Seitwärtsbewegungen. Ich bin gespannt.

Viele Grüße
 
Jochen Steffens

Wie weit trägt die Gegenbewegung?
von Torsten Ewert 
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
in der vergangenen Woche gelang den Märkten ein Befreiungsschlag. So wie auf dem folgenden DAX-Chart sieht die Situation momentan in vielen wichtigen Indizes aus:
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Ende Februar wurde eine wichtige Unterstützung (im DAX die 4.000er Marke) nach unten gebrochen. Dieser Bruch ist dann teilweise noch durch einen Retest bestätigt worden (gelber Kreis). Nun kam es nach einem Rebreak sogar zu einer bestätigten Umkehr an dieser Linie (grüner Kreis). Inzwischen sind auch wichtige Abwärtstrends gebrochen (rote Linie).
 
Die Gegenbewegung ist gestartet
 
Natürlich sollte man mit solchen Aussagen vorsichtig sein, aber für mich ist damit die Gegenbewegung gestartet. Idealerweise bewegen sich die Kurse nun aufwärts, etwa entlang der eingezeichneten blauen Linien. Die verschiedenen Kursziele für DAX und NASDAQ 100 hatte ich Ihnen in der letzten Woche schon präsentiert.
 
Sicherlich kann es auch anders kommen, wenn nämlich der NASDAQ 100 nachhaltig an der 1.300er Marke scheitert, wieder zurückfällt und die anderen Indizes mit nach unten reißt. Aber auch das wäre ein Signal, und zwar dass die Gegenbewegung eben immer noch keine Kraft hat.
 
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es nun mehr oder weniger zögerlich aufwärts geht. Und genau daran werden wir nun diese Gegenbewegung messen: wie dynamisch sie ist und wie weit sie uns führt.
 
Genug Belastungsfaktoren
 
Denn selbst wenn die Kurse nun tatsächlich, wie im obigen Szenario gezeigt, steigen, bleiben noch genug Belastungsfaktoren. Die Pläne der US-Regierung oder der G20 zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise sind halt immer noch Pläne und damit von Ergebnissen weit entfernt. Der Arbeitsmarkt in den USA und nun auch in Deutschland schrumpft immer weiter, was die Gefahr erhöht, dass die Krise demnächst noch massiver beim Verbraucher ankommt. Irgendwann fällt auch die Entscheidung, ob die aktuelle Kurzarbeitsphase in Deutschland wieder in eine Mehr-Beschäftigung oder in eine Entlassungswelle mündet. Und in Amerika ist das Kapitel GM immer noch offen.
 
Zudem sind aus Kreisen der Fed schon erste Bedenken zu hören, die die bisherigen Maßnahmen als zu weitgehend charakterisieren bzw. laut über eine langsame Straffung der Zügel nachdenken. Und das, obwohl die US-Regierung immer noch dabei ist, sich massiv zu verschulden, aber nach neuesten Daten außer der Fed selbst schon kaum noch genügend Abnehmer für die Flut ihrer Anleihen findet.
 
Worauf werden die Märkte setzen
 
Die spannende Frage ist also, auf welches Szenario die Märkte in den kommenden Wochen und Monaten nun setzen werden. Und vermutlich werden wir das wie immer zuerst an den Kursen ablesen können. Deshalb ist die Beobachtung der Gegenbewegung jetzt so wichtig.
 
Erste Vorentscheidungen könnte es schon in dieser Woche geben. Morgen beginnt mit den Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa die US-Berichtssaison zum ersten Quartal. Wichtiger als die Zahlen der ersten drei Monate werden vor allem die Ausblicke der Unternehmen sein. Viele haben ja bei der Vorstellung ihrer Jahresergebnisse 2008 noch keine konkrete Prognosen gewagt, was die Geschäfte für 2009 betrifft. Vermutlich werden die Märkte ein abermaliges „Wegducken“ nun nicht mehr tolerieren.
 
Problematisch ist nämlich, dass die Analysten immer noch relativ hohe Erwartungen für 2009 hegen. Die folgende Grafik zeigt die Gewinnerwartungen für die einzelnen Quartale der S&P500-Unternehmen.
 
Quelle: Standard & Poor’s
 
Die Werte für 2009 sind auf verhältnismäßig hohem Niveau geblieben, während die „Erwartungen“ für das letzte Quartal 2008 praktisch erst mit den Veröffentlichungen der Ergebnisse drastisch nach unten korrigiert wurden.
 
Fallen also die aktuellen Ergebnisse ähnlich schlecht aus (was sehr wahrscheinlich ist aufgrund der Konjunkturdaten) und senden die Unternehmen auch keine Hoffnungssignale, dann kann das zarte Pflänzchen Gegenbewegung schnell verdorren.
 
Also sollten Sie mit größeren Engagements weiterhin vorsichtig sein und lieber die sonnigen Tage und die bevorstehenden Osterfeiertage genießen.
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
 

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