In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


 
 
 
GM: Vorbereitung zur Insolvenz?
von Jochen Steffens 
 
 
Die US-Regierung hat GM zur Vorbereitung eines Insolvenzplans gedrängt. Nach unbestätigten Informationen soll GM bis zum 1. Juni für zahlungsunfähig erklärt werden. Das gilt jedoch nur für den Fall, dass sich GM mit den Gläubigern und den Gewerkschaften nicht einig wird.
 
Die New York Times berichtet, dass im Anschluss an diese Insolvenz innerhalb von 6 Wochen ein neues Unternehmen entstehen soll, in das die besseren Unternehmensbereiche von GM ausgegliedert werden. Gleichzeitig entsteht so etwas wie eine Bad GM, in der alles das, was kostet, was marode ist, was Absatzmärkte verloren hat und unter einer Schuldenlast versinkt zusammengefasst wird. Dieser Unternehmenszweig soll mittels der Insolvenz über Jahre abgewickelt werden.
 
Meines Erachtens wird damit immer offensichtlicher, dass der Stresstest der Fed auch etwas mit der GM-Pleite zu tun hat. Zu sehr überschneiden sich hier die Ereignisse. Doch was macht die Börse aus diesen Nachrichten und Informationen? Zurzeit hält sie sich vergleichsweise gelassen.
 
Unterdessen diskutieren wir im Stockstreet-Team zurzeit die möglichen Szenarien und deren Folgen. Ich versuche einmal den aktuellen Stand der Diskussionen kurz anzureißen:
 
Die optimistische Sichtweise:
 
GM wird nicht pleite gehen. Es wird zurzeit lediglich eine Drohkulisse aufgebaut, damit die Gläubiger und die Gewerkschaften zu größeren Konzessionen bereit sind. Diese Drohkulisse muss natürlich „ernsthaft“ genug erscheinen, sonst würde sie nicht funktionieren. Spätestens am 1. Juni ist der Spuk vorbei: GM schafft es noch einmal so gerade in letzter Sekunde die Insolvenz zu verhindern und eine riesige Last wird vom Markt genommen werden.
 
Die neutrale Sichtweise
 
Der Staat und GM haben eine Insolvenz von GM sehr gut vorbereitet. Seit mehreren Monaten wird diese im Markt diskutiert und ein negativer Überraschungseffekt ist damit vom Tisch. Auch jetzt wird der Markt häppchenweise auf eine mögliche Insolvenz zum 1. Juni vorbereitet. Zudem wird durch die Filetierung des Unternehmens dem Markt eine Hoffnung gelassen: Die Hoffnung, dass die GM-Pleite glimpflich abläuft und die Folgen für die US-Wirtschaft überschaubar bleiben. Schließlich wird so ein neues, angeblich konkurrenzfähiges Unternehmen geschaffen. Ein Teil der Marken wird wahrscheinlich auch noch verkauft werden können (Hummer, Opel, etc). Doch auch diese Teil-Insolvenz wird die US-Wirtschaft belasten, nur der Markt hat das bereits eingepreist.
 
Die bearishe Sichtweise
 
Der Markt hofft noch immer darauf, dass die Insolvenz von GM abgewendet oder nicht so schlimm sein wird. Offensichtlich machen sich die Marktteilnehmer zurzeit keine Gedanken darüber, wie sehr allein schon die Insolvenz der Bad-GM Anteile die US-Wirtschaft belasten würde. Wenn man die Folgen für die Zulieferbetriebe und andere abhängige Unternehmen betrachtet, sind in den USA mehrere hunderttausend Arbeitsplätze in Gefahr. Die Arbeitslosigkeit in den USA würde in den nächsten Monaten dadurch weiter dramatisch ansteigen. Das würde die wirtschaftliche Situation in den USA weiter verschlimmern. Niemand kann demnach sagen, ob der durch die Insolvenz sanierte Teil von GM längerfristig überlebensfähig ist. Offenbar unterschätzt der Markt im Moment die Folgen einer GM-Pleite.
 
Und jetzt?
 
Ich befürchte, die US-Regierung will die Insolvenz. Das macht nämlich Sinn. Obama steht am Anfang der vierjährigen Amtszeit. Alles was jetzt passiert wird im Nachhinein noch dem Crash und damit indirekt auch der Regierungszeit Bushs angelastet werden. Zudem ist die Gefahr sehr groß, dass wenn GM jetzt gerettet wird, die Insolvenz später kommt – schlimmstenfalls kurz vor der nächsten Wahl.  Ein letzter, nicht unwichtiger Punkt: Wenn die Insolvenz jetzt vollzogen wird, wird in vier Jahren kaum noch einem US-Wähler die Ereignisse um GM  gegenwärtig sein.
 
Dazu passt auch die Meldung, dass die amerikanische Regierung nach einer Restrukturierung von GM als Gegenleistung für ihre bisherigen Kredite einen Anteil an dem Unternehmen übernehmen will. Das entspricht im Prinzip den Gedanken von Chapter 11.
 
Natürlich ist eine solche Insolvenz zu einem gewissen Teil bereits eingepreist. Doch die wirklichen Folgen werden erst später sichtbar werden. Man sollte nicht unterschätzen, dass GM in einem extrem schwachen Umfeld abgewickelt werden muss. Gerade viele Zulieferer und Subunternehmer in den USA stehen selbst kurz vor der Insolvenz (siehe Situation in Deutschland). Hier dürfte auch der Ausfall der schlechten Unternehmensteile von GM einem nicht unerheblichen Teil das Genick brechen. Hinzu kommt, dass sich nach der Filetierung auch die gesunden Teile in einem sehr schwachen US-Automarkt behaupten müssen.
 
Buy the bad news
 
Auf der anderen Seite habe ich hier schon häufiger geschrieben, dass die mögliche Pleite von GM wie ein Damokles-Schwert über den Märkten hängt und die Kurse belastet. Wenn eine Insolvenz erst einmal beantragt ist, wird dieser Druck vom Markt genommen. Zuvor könnte aber allein die Nachricht einer Insolvenz die Märkte  kurzfristig erst einmal massiv unter Druck bringen.
 
Was macht der Markt?

Noch reagiert der Markt verhältnismäßig gelassen. Das liegt natürlich zum einen daran, dass es eine Frist gibt und bis dahin noch etwas Zeit ist. Zum anderen erholt sich gerade der Markt vom Crash und die Angst den Anschluss zu verpassen ist bei vielen Anlegern zurzeit größer, als die Angst vor einer GM-Pleite. Es wird aber trotzdem eine spannende Zeit werden.
 
 
 
 
Zurzeit fehlt auf jeden Fall die Dynamik nach dem Ausbruch aus der eingezeichneten Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck). Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass noch zwei Gaps (Kurslücken) offen sind (grüne Rechtecke). Auch die 1385er Marke, als nächster wichtiger Widerstand, konnte noch nicht erreicht werden. Hier wird es spannend. Nach unten sollte der Nasdaq100 eigentlich nicht mehr unter die 1286er Marke, also die obere Begrenzung der alten Seitwärtsbewegung fallen. Da das Gap knapp über der 1250er Marke liegt, würde ich allerdings erst ein Unterschreiten dieser Marke als bearish werten. Nach oben wäre ein nachhaltiges Überwinden der 1385er Marke ein weiteres bullishes Zeichen.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

Die Strategie für die Krise
 
Haben Sie schon eine passende Strategie, um sich jetzt die richtigen Aktien-Perlen ins Depot zu legen?
 
Wir schon! Melden Sie sich deswegen möglichst schnell für unsere Stockstreet-Investment-Strategie an - Ihr direkter Weg zu Vermögen und Wohlstand.
  
+ Nutzen Sie die einmaligen Chancen, die in den nächsten Jahren auf Sie warten!
 
+ Nutzen Sie die geballte Wissenpower von Jochen Steffens und Torsten Ewert zu Ihrem persönlichen Vermögensaufbau
 
+ Nutzen Sie das kostenlose, einmonatige Probeabo, um sich ein Bild von unserer Strategie zu machen.
 
Bestellen Sie dazu jetzt Ihre erste Ausgabe hier:
 
Mehr Informationen zu diesem unverzichtbaren Dienst finden Sie hier:

Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Börsenbriefe und Börsen-Newsletter von Stockstreet.de

  • Logo Börse-Intern
  • Logo Der Rohstoffdienst
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Hebel-XXL
  • Logo Investment-Strategie
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Investment-Strategie

Das erwartet Sie

Investment-Strategie Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Hebel-XXL

Das erwartet Sie

Hebel-XXL Cover

Zocken aus Leidenschaft!

Begleiten Sie uns in
das Casino der Hebelprodukte!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!