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Eine interessante Woche steht bevor
von Jochen Steffens
 
Das wird sicherlich eine interessante Woche werden. Im Moment laufen die Vorbereitungen für die Invest in Stuttgart. Auf diese Messe bin ich sehr gespannt und das nicht nur, weil ich viele Kollegen und alte Traderfreunde treffe. Messen verraten viel über die aktuelle Stimmung der Anleger.
Auch der Vortrag zum Thema Deflation / Inflation und deren langfristige Auswirkungen auf die Börse ist soweit fertig. Am Samstag, den 25.04.09 können Sie diesen am Stand der Deutschen Bank (X-Markets) Halle 1 Stand 32 ab 13.00 Uhr verfolgen. Kommen Sie doch einmal vorbei, sofern Sie auf der Invest in Stuttgart sind.  
 
In diesem Zusammenhang möchte ich bereit jetzt schon einmal darauf hinweisen, dass der Steffens Daily am Donnerstag und Freitag entfällt.
 
Dax bleibt zunächst im Abwärtstrend
 
Auch an den Börsen wird es interessant. Viele Aktien, wie auch Indizes stehen an oder in der Nähe von interessanten charttechnischen Marken. Den Nasdaq100 habe ich Ihnen in den letzten Wochen bereits mehrfach vorgestellt. Es wird also Zeit, wieder einmal den Blick auf den DAX zu richten.
 
 
 
Im DAX bildet sich nicht wie im Nasdaq100 eine große Seitwärtsbewegung, sondern eher ein breiter Abwärtstrend aus. Mittlerweile gibt es fünf Bestätigungen für den Trend (siehe blaue Kreise), so dass er schon eine erhebliche charttechnische Relevanz besitzt. In diesem Abwärtstrend hat sich in den letzten Wochen ein doch recht steiler Aufwärtstrend ausgebildet. Heute scheiterte der DAX kurz unterhalb der oberen Trendlinie und rutschte zeitweise mehr als 4 % ins Minus. Aktuell ist aber der schmale Aufwärtstrend noch intakt, so dass dieser Kursrückgang auch lediglich eine kleine, wenn auch heftige Konsolidierung nach dem doch scharfen Anstieg zuvor sein kann.

In der Nähe der oberen Abwärtstrendlinie

Etwas bedenklich stimmt aber, dass diese Konsolidierung in der Nähe der oberen Trendlinie geschieht. Eindeutiger wäre es gewesen, wenn diese Linie genau getestet worden wäre und es anschließend zu einem stärkeren Kursrückgang gekommen wäre. Das wäre ein klares bearishes Signal gewesen. Wenn eine derart wichtige Widerstandslinie jedoch nicht genau erreicht wird, gibt es direkt drei mögliche Szenarien:
 
Szenario 1: Dieses frühe Scheitern kann ein Zeichen von Schwäche sein. In diesem Fall sollte es in den nächsten Tagen zu einer dynamischen Fortsetzung der Abwärtsbewegung kommen.
 
Szenario 2: Es kann sein, dass umsichtige Anleger bereits jetzt einige Gewinne gesichert haben, letztlich aber noch genug Bullen vorhanden sind, die den Markt noch einmal an diese obere Abwärtstrendlinie ziehen. Eventuell kommt es sogar noch zu einem kleinen falschen Ausbruch nach oben, bevor die Kurse anschließend einbrechen.
 
Szenario 3: Und natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass die Bullen lediglich etwas Luft holen, um den Abwärtstrend anschließend nachhaltig nach oben zu brechen.
 
Im Prinzip sind diese Szenarien zurzeit etwa gleich wahrscheinlich. Da wir uns in einem insgesamt starken Abwärtstrend befinden, ist die Wahrscheinlichkeit für Szenario eins unwesentlich erhöht.
 
Zu früh für eine Prognose
 
Aus diesem Grund kann man aus charttechnischer Sicht zurzeit wenig sagen: So lange der steile Aufwärtstrend nicht gebrochen ist, sollte man nicht allzu bearish werden. Bricht er, wäre das ein erstes Warnzeichen. Übergeordnet befinden wir uns zudem „noch“ in einem klaren, breiten und beständigen Abwärtstrend.
 
Wirklich bullishe Signale werden demnach erst mit einem nachhaltigen Überwinden der oberen Abwärtstrendlinie generiert. In diesem Fall hätten wir zudem ein erstes höheres Hoch ausgebildet, auch das wäre ein bullishes Signal. Dieses frühere Hoch bei 4688 Punkten ist im Moment die Marke an welcher der DAX in den letzten beiden Handelstagen gescheitert ist.
 
Bärenmarktrally oder neuer Bullenmarkt? Ebenso wie im Nasdaq100 ist noch nichts entschieden. Wahrscheinlich werden wir erst in den nächsten Tagen einen weiteren charttechnischen Hinweis zur Beantwortung dieser Frage erhalten.

Viele Grüße
 
Jochen Steffens

Was macht der Dollar?
von Torsten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
vor gut einer Woche meldete das US-Handelsministerium interessante Zahlen: Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im Februar um erstaunliche 10 Mrd. US-Dollar geschrumpft. Bereits im November letzten Jahres gab es einen noch stärkeren Rückgang des Defizits, der aber vor allem auf ein Sinken des Importvolumens zurückzuführen war und sich dabei hauptsächlich auf die stark gefallenen Rohölpreise stützte.
 
Die USA auf dem Weg zum Export-Quartalsmeister?
 
Das Besondere an den Februarzahlen ist, dass es nun erstmals seit Juli 2008 einen absoluten Anstieg der Exporte der USA gab. Sprich, der US-Industrie gelingt es mitten in der Rezession besser, ihre Waren international zu verkaufen. China und Deutschland, die aktuellen Exportverlierer, sollten das aufmerksam registriert haben...
 
Damit besteht eine gute Chance, dass die USA auch im ersten Quartal 2009 ihre Netto-Exporte kräftig steigern kann (siehe Grafik).
 
 
 
Gut für die Exporteure wäre nun eine schwache Währung, also ein schwacher US-Dollar. Eine schwache Währung verbilligt die eigenen Produkte im Ausland (Wenn der Euro/US-Dollar-Kurs zum Beispiel bei 1,60 steht, bekommen Sie für 100 Euro US-Produkte im Wert von 160 US-Dollar; liegt der Kurs bei 1,30 bekommen Sie nur Produkte im Wert von 130 US-Dollar, bzw. müssten für das 160-Dollar-Produkt bereits 123 Euro berappen.)
 
Exportanstieg nicht wegen schwachen Währung
 
Aber so richtig schwach ist der Dollar eigentlich gar nicht. Wenn wir uns zum Beispiel der Verlauf des Euro/US-Dollar-Kurses im folgenden Chart ansehen, stellen wir fest, dass der Euro seit Mitte 2008 gefallen ist, und nicht der Dollar! Der Sprung zurück bis 1,45 USD war nur von kurzer Dauer, und auch der letzte Anstieg fiel nur bescheiden aus.
 
 
Quelle: MarketMaker
 
Seit nunmehr vier Wochen bewegte sich der Euro dagegen in einem Dreieck bzw. einer Keilformation (grün). Eine solche Formation ist üblicherweise eine Trendfortsetzungsformation, das heißt, der Kurs sollte danach seinen vorherigen Trend – in diesem Fall aufwärts – wieder aufnehmen.
 
Das Dreieck als charttechnische Formation
 
Es gibt jedoch eine Reihe von Kriterien, denen Sie in solch einer Situation Beachtung schenken sollten. Zunächst sollte das idealtypische Dreieck vom Extrempunkt der vorigen Bewegung (hier: Hochpunkt „0“) fünf alternierende Bewegungen (a-e) aufweisen, deren Hoch- und Tiefpunkte das Dreieck bilden (grüne Linien). Vom Ende der letzten Bewegung „e“ startet dann in der Regel der nächste Trendschub.
 
Tatsächlich haben wir hier eine solche ideale Struktur, allerdings ist am Freitag die Welle e unter die Dreiecksbegrenzung gestoßen. Dabei kann es sich um einen Fehlausbruch handeln, doch danach sieht es momentan nicht aus: Der Kurs fällt heute nämlich erst einmal weiter und hat bereits die blaue Unterstützungszone unterschritten.
 
Der Austritt aus dem Dreieck sollte zudem auch innerhalb von maximal drei Vierteln der Dreieckslänge (gemessen vom Eintritt bis zur Spitze) passieren. (Je mehr der Kurs in die Spitze läuft, desto schwacher wird in der Regel der Ausbruch.) Der Euro hält zwar die Zeitregel ein, aber der Ausbruch scheint nun in die „falsche“, die unerwartete Richtung zu gehen.
 
Ein weiteres Kriterium ist die Proportion aus vorangegangener Trendbewegung und Dreiecksgröße, und zwar sowohl in zeitlicher wie auch in preislicher Hinsicht. So erscheint hier das Dreieck im Vergleich zum Anstieg von 1,25 zu dick und zu lang. Der Markt signalisiert hier mehr Zweifel, als bei einem neuen Trend vom Boden aus eigentlich zu erwarten wäre.
 
Die überraschende Dollarstärke
 
Damit wächst die Gefahr, dass der Euro wieder fällt bzw. der Dollar zu neuer Stärke findet. Bei Währungen lässt sich das häufig sehr schön überprüfen, indem man andere Dollar-Währungspaare, z.B. den Yen, das Pfund, den Franken usw. zum Dollar vergleicht.
 
Und hier haben sich in der Tat einige Dollar-Short-Signale von vor einigen Tagen und Wochen bereits wieder in Luft aufgelöst. Beim Dollar haben wir außerdem den Vorteil, dass wir den Dollar-Index betrachten können, einen Index auf einen Währungskorb, der nach der Handelsgewichtung der einzelnen Währungen mit den USA gebildet wird. Die wichtigsten Handelswährungen der USA sind Euro, Yen, Pfund, Kanadischer Dollar, Schweizer Franken und Schwedische Krone.
 
Den entsprechenden Index sehen im folgenden Chart.
 
  
Quelle: MarketMaker
 
Hier scheint sich nach dem Fehlausbruch unter die 80er Marke nun eine Bodenformation auszubilden, eventuell in Form einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS). Auf jeden Fall nimmt der Index nun erkennbar die obere Abwärtstrendlinie und den nächsten Widerstand bei knapp 87 Punkten ins Visier. Das könnte für den Euro sehr schnell Kurse unter 1,25 USD bedeuten.
 
Qui bono – Wem nützt eine schwache Währung, und wem nicht?
 
Nun wären momentan die US-Exporteure scheinbar die Hauptleidtragenden eines zu starken Dollars. Aber es gibt auch noch eine Reihe anderer Gruppen, die kein besonderes Interesse an einem zu starken Dollar haben können. Insofern wird es in den nächsten Wochen und Monaten interessant sein zu beobachten, was sich an der Währungsfront tut.
 
Und da es um den Dollar geht, können auch sehr gut wichtige, in Dollar notierte Rohstoffe als Indikatoren herhalten. So ist zum Beispiel auffällig, dass sich Gold weiterhin relativ schwach zeigt. Aber vielleicht ist es ja beim Gold wie mit dem Dollar: „Jeder“ weiß, warum Gold steigen und der Dollar fallen muss (Wegen der Verschuldung der US-Regierung muss die Fed die Gelddruckmaschine anwerfen, deshalb wird der Dollar zunehmend wertloser und dann droht Inflation). Trotzdem tun die Werte den Investoren diesen Gefallen offenbar nicht. Damit wird die Frage nach dem „Warum“ sehr spannend.
 
Auf dieses Problem und einige mögliche Hintergründe dazu hatten wir bereits in der Februarausgabe der „Stockstreet Investment Strategie“ aufmerksam gemacht. Die aktuelle Entwicklung veranlasst uns nun, in der nächsten Monatsausgabe unseres Börsendienstes zu diesem wichtigen Thema einen Schwerpunktartikel zu verfassen. Wenn Sie sich diese Ausgabe rechtzeitig sichern und den neuen Dienst von Torsten Ewert und Jochen Steffens gleichzeitig 30 Tage kostenlos testen wollen, dann klicken Sie hier.
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert
 

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