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Renditehunger
von Jochen Steffens
 
Sie wissen, eine der Fragen, die ich hier immer wieder stelle, lautet: Welche Anlagemöglichkeit wird sich das renditehungrige Geld als nächstes aussuchen? Kann man die Frage frühzeitig beantworten, ergeben sich daraus zumeist hoch lukrative mittel- bis langfristige Anlagemöglichkeiten. Doch dieses weltweit agierende, vagabundierende Geld leidet im Moment unter einem Anlagenotstand. Die Zinsen sind weltweit auf niedrigstem Niveau. Es gibt nur noch wenige Länder mit höheren Zinsen (z.B. Brasilien). Die Aktienmärkte sind auf Talfahrt, und es ist trotz der aktuellen Erholung noch nicht sicher, wann diese Talfahrt wirklich zu Ende ist.
 
Was macht also dieses Geld? Es steht offenbar an der Seitenlinie und hofft auf bessere Zeiten. Teilweise wird bereits vorsichtig investiert, im Aktienmarkt und natürlich auch im Rohstoffmarkt. Und kein Zweifel, diese beiden Märkte hängen zusammen. Wenn der Aktienmarkt boomt , ist das normalerweise ein Zeichen dafür, dass auch die Wirtschaft wieder anziehen wird. Eine Erholung der Wirtschaft würde wiederum den Verbrauch von Rohstoffen antreiben und somit auch die Nachfrage und schlussendlich die Rohstoffpreise.
 
Sollte es jedoch zu einer tiefen weltwirtschaftlichen Rezession kommen, wird darunter sowohl der Aktien- wie auch der Rohstoffmarkt leiden. Soweit die Theorie.
 
Begrenzte Ressourcen als zusätzliche Sicherheit
 
Nun gibt es natürlich Rohstoffe, die schnell knapp werden könnten, zum Beispiel Öl. Versetzen wir uns also in die Lage eines vermögenden Anlegers. Sein Geld wirft zurzeit keine Rendite ab. Er beobachtet die Aktienmärkte mit Sorge und will nur vorsichtig seine Investitionsquote erhöhen. Auf der Suche nach Alternativen könnte er auf die Idee kommen, einen Teil des Vermögens in Rohstoffe zu investieren – langfristig.

Dem liegt eine Strategie zugrunde: Wenn der Aktienmarkt weiter fallen sollte und es zu einer länger andauernden globalen Rezession kommt, so hat er bei diesen Rohstoffen wenigstens noch eine langfristig zweite Chance auf Rendite, nämlich dass sich die Vorkommen immer mehr erschöpfen und das sinkende Angebot die Preise treibt. Gerade beim Öl gibt ihm diese Option langfristig Sicherheit. Zudem weiß er, dass Investitionen in die Erschließung und Entdeckung von neuen Ölvorkommen oder anderen  Gewinnungsmöglichkeiten (Ölsand / Ölschiefer/Tiefsee) bei Preisen unter 50 Dollar ausbleiben werden. Als Anleger hat er somit eine Art doppelten Boden. Zwar können die Kurse kurzfristig immer mal wieder unter diese Marke fallen, längerfristig sollten sie sich aber deutlich über dieser 50-Dollar-Marke stabilisieren.
 
Doch denken wir weiter
 
Diese Investmentidee ist natürlich noch nicht allzu bekannt. Zu sehr sind die meisten Anleger mit der Krise der Weltwirtschaft, dem Crash an den Aktienmärkten und dem Anleiheboom beschäftigt. Doch stellen wir uns vor, das renditehungrige Geld entdeckt nach und nach (erneut) den Ölmarkt. Stellen wir uns dazu weiter vor, dass immer offensichtlicher wird, dass der Ölpreis nach unten tatsächlich bei 50 Dollar massiv unterstützt ist.
 
Je mehr Anleger anhand des Charts oder aus eben diesen fundamentalen Überlegungen erkennen, dass eine Anlage bei einer bestimmten Marke massiv unterstützt ist, desto mehr werden sie bereit sein, dort zu investieren. Das wird zunächst dazu führen, dass sich diese untere Grenze immer weiter nach oben verschiebt. Es entsteht ein Aufwärtstrend.
In diesem Fall kommt noch ein weiterer Umstand hinzu: Die meisten Computerprogramme, die weltweit die Märkte scannen, beruhen im Prinzip noch immer auf Trendfolgesysteme. Wenn sich also im Ölpreis ein sich bestätigender Aufwärtstrend ausbildet, wird immer mehr Geld ins Öl fließen. Diese Faktoren könnten in letzter Konsequenz dazu führen, dass wir im Ölpreis eine massive Echoblase erleben, ohne dass es zu einer Stabilisierung der Weltwirtschaft kommen muss.
 
Der Ölchart
 
Quelle: www.prorealtime.com
 
Bis jetzt bildet sich im Ölpreis, nach diesem massiven Einbruch im Jahr 2008, lediglich eine Gegenbewegung aus, die bisher auch eine einfache „abc“-Korrektur darstellen könnte. In diesem Fall wäre noch Platz bis knapp unter 70 Dollar. Anschließend sollte der Kurs wieder einbrechen.
 
Längerfristig betrachtet liegt der eigentliche Widerstand jedoch bei 78 Dollar. Im Prinzip kann man sagen: Kurse unterhalb der 78-Dollar-Marke sind bearish, Kurse über 78 Dollar weisen auf einen neuen Boom hin.
 
Die Entscheidung wird um den 2. Juni herum fallen, dort befindet sich ein Target (roter Kreis). Sollte die 68er Marke dynamisch überwunden werden, ist die bei 78 Dollar das nächste Kursziel. Prallt der Kurs an dieser Marke nachhaltig ab, wird es zu einer Konsolidierung kommen, die bei einem dynamischen Verlauf die Kurse auch wieder an die 50-Dollar-Marke treiben kann. Dort wird sich dann zeigen, wie unterstützt diese 50er Marke wirklich ist. 
 
Gefahr für die Wirtschaft
 
Sollte es zu einer Echo-Bubble kommen, werden der stark steigende Ölpreis und damit verbunden auch die wahrscheinlich weiter steigenden Rohstoffpreise die sowieso schon stark angeschlagene Weltwirtschaft empfindlich treffen. Auf die Unternehmen aber auch auf die Verbraucher kämen erhebliche zusätzliche Belastungen zu. Diese würden eine Rezession nur verschärfen.
 
Eigentlich müssten darauf dann wieder die Rohstoffpreise reagieren, weil eine tiefe Rezession die Nachfrage belasten würde. Das sieht man in diesem Jahr, die Rezession führt dazu, dass der weltweite Ölverbrauch in diesem Jahr um 3 % zurückgehen soll.
 
Doch da dieser Anstieg der Rohstoffpreise Folge des Renditehungers des vagabundierenden Geldes wäre, könnte dieser Renditehunger die schwächere Nachfrage überkompensieren. Eine an sich völlig verrückte Entwicklung, aber auch ein gutes Beispiel dafür, was eine Niedrigzinspolitik verbunden mit einer unkontrollierten Ausweitung der Geldmenge alles für seltsame Blüten treiben könnte.
 
Noch ist das alles nichts weiter als eine Theorie. Aber wie immer geht es darum, mögliche Entwicklungen frühzeitig abzuklopfen.
 
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche um 13.000 auf 623.000 zurückgegangen. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 635.000 Anträgen gerechnet. Der Vierwochendurchschnitt sank um 3.000 auf 626.750.
 
 
Seit Anfang des Jahres befindet sich die Zahl der Erstanträger eher in einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau. HIer ist noch keine Entspannung in Sicht.
  
Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter stieg im April um 1,9%. Analysten hatten mit einem unverändertem Wert gerechnet. Allerdings wurde der Vormonatswert von zuvor minus 0,8 % auf nunmehr minus 2,1% revidiert. Ohne dieses Revision hätten die Analysten wohl Recht behalten. Auf Jahressicht kam es zu einem Rückgang um um 27,3%!
 
Die Verkäufe neuer Häuser sind im April um 0,3% auf einen saisonbereinigten Jahreswert von 352.000 gestiegen. Hier hatten Analysten mit einem Anstieg von 2,5% gerechnet. Im Vorjahresvergleich sanken die Verkäufe um 34,0%. Auch die Häuserpreise gehen weiter zurück. Der Medianpreis sank zum Vorjahr um knapp 15 % auf 209.700 Dollar.
 
Insgesamt wenig positive Nachricht. Gerade nach der Veröffentlichung der Zahlen zum US-Immobilienmarkt gingen die Kurse an den US-Börsen deutlich zurück. Im weiteren Verlauf konnten sie sich allerdings wieder erholen. Ein Zeichen von Stärke?

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