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US-Verbrauchervertrauen zu euphorisch?
von Jochen Steffens
 
Nach den deutlich verbesserten Daten des US-Verbrauchervertrauens gab es viele sehr positive Analystenstimmen. Es besteht natürlich keine Frage, dass sich ein steigendes Verbrauchervertrauen positiv auf das Konsumverhalten der US-Bürger auswirken wird. Da die US-Wirtschaft bislang zu zwei Dritteln vom Binnenkonsum getragen wird, ist natürlich das Konsumverhalten ein wichtiger Indikator. Doch vielleicht ist das etwas zu einseitig gedacht.
 
Stimmungen werden gemacht
 
Zunächst darf man eben nicht vergessen, dass die Stimmung der Verbraucher ganz entscheidend von den Nachrichten abhängt. Die Nachrichten hängen zum Teil wieder von dem Kursverlauf der Börsen ab. Sobald die Aktienkurse wieder steigen, und sei es, weil es einfach nur zu einer technischen Gegenreaktion gekommen ist, werden die Redakteure und Analysten optimistischer. Das wirkt sich wiederum auf die Darstellung der aktuellen Lage und die Prognosen aus. Diese beeinflussen wiederum die Anleger, was zu weiter steigenden Kursen führen kann.
 
Und so sehen wir, wenn wir das Verbrauchervertrauen über den Kursverlauf des S&P500 legen, dass wir doch einen recht synchronen Verlauf erkennen.
 

Trotzdem gibt es einige interessante Besonderheiten:
 
Im Herbst 2002 (an der linken senkrechten blauen Linie) fand der S&P500 (rote Kurve) seinen Boden, das Verbrauchervertrauen (schwarze Kurve) reagierte  deutlich zeitversetzt und markierte erst im März / April 2003 das Tief. Verantwortlich für diese deutliche Verzerrung  war natürlich der Irak-Krieg. Der Unterindex, der die Einschätzung der aktuellen Situation abbildet (blau gestrichelte Linie), bildete sogar erst über ein Jahr später sein eigentliches Tief aus.
 
Insgesamt erkennt man aber, dass besonders die Tiefs im Verbrauchervertrauen und hier besonders die Tiefs in der Erwartungskomponente (grün gestrichelte Linie) gerne mit Tiefs am Aktienmarkt zusammenfallen. Das belegt die antizyklische Ausrichtung des Verbrauchervertrauens: Wenn die Stimmung im Keller ist, muss man kaufen.
 
Verbraucher lagen mehrere Jahre falsch
 
Ebenfalls interessant ist, dass das Verbrauchervertrauen im Prinzip den gesamten Anstieg der Aktienmärkte ab 2004/2005 nicht mehr nachgebildet hat. Es kam zu einer deutlichen Diskrepanz zwischen der Einschätzung der aktuellen Situation und der Erwartung. Während die Erwartung gedämpft blieb, stieg die Einschätzung der aktuellen Lage weiter an. Entgegen der Erwartungskomponente kam es aber zu einem weiteren Anstieg der Börsenkurse. Auch hier lagen also die Verbraucher in ihren Erwartungen mehrere Jahre falsch. Insoweit war dieses Misstrauen der US-Verbraucher eine klare bullishe Indikation und belegte erneut die antizyklische Interpretation des Verbrauchervertrauens. 
 
Verbraucher euphorisch
 
Und auch in dem aktuellen Anstieg erkennt man, dass wieder das Tief des Verbrauchervertrauens mit dem Tief der Aktienmärkte zusammengefallen ist. Und jetzt ist es die Erwartungskomponente, die mit den Märkten nach vorne prescht. Die Einschätzung der aktuellen Situation hat sich hingegen bisher kaum von den Tiefs erholen können. Wenn man hier wieder antizyklisch denkt, muss man sich fragen, ob dieser enorm schnelle Anstieg der Erwartungskomponente, also die "Euphorie" der US-Verbraucher nicht fast wieder negativ für die Aktienmärkte zu werten ist.
 
Zu früh für klarere Prognosen
 
Auf jeden Fall ist es trotz des beachtlichen Anstiegs des US-Verbrauchervertrauens zu früh für Euphorie an den Börsen. Selbst wenn wir all diese Interpretationen außen vorlassen, hat der Index noch nicht einmal das Niveau vom Tief des Jahres 2003 erreicht (von unten). Das Verbrauchervertrauen ist immer noch auf historisch niedrigem Niveau. Noch ist der aktuelle Anstieg demnach nichts weiter als eine Erholung nach einer Übertreibung nach unten. Und damit ist diese Situation mit den Märkten vergleichbar.
 
In den nächsten Wochen muss sich zeigen, ob sich die US-Konjunkturdaten weiter stabilisieren oder sogar verbessern können. Dann wird sich die Erholung an den Märkten fortsetzen. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir wieder fallende Kurse sehen.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA ist im April um saisonbereinigt 2,9% auf einen Jahreswert von 4,68 Mio gestiegen. Analysten hatten hingegen mit nur einem Anstieg um 2,2% gerechnet. Auf Jahressicht sanken die Verkäufe bestehender Häuser um 3,5%. 
Die Zahlen sind wieder etwas besser, der Markt setzte sie positiv um. Allerdings schloss der Dax punktgenau bei 5.000 Punkten.

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