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In 13 Jahren blieben nur vier Gaps offen
von Jochen Steffens
 
Ich hatte gestern von den Gaps im Nasdaq100 bei 1.435 und 1.254 Punkten geschrieben. Gerade die amerikanischen Trader sind sehr pedantisch, wenn es um das Schließen von Gaps geht. Fast alle Gaps des Nasdaq100 werden irgendwann geschlossen. Aus diesem Grund heute ein paar weitere Informationen dazu. Zunächst zwei Definitionen:
 
Einfach ausgedrückt, ist ein Gap eine Kurslücke in einem Chart. Es ist also ein Bereich innerhalb eines Kursverlaufs, in welchem tatsächlich keine einzige Aktie den Besitzer gewechselt hat. Das bedeutet: Das Tagestief, also der niedrigste Kurs eines neuen Handelstags liegt höher als das Tageshoch des vorigen Handelstages (Gap Up) oder das Tageshoch eines neuen Handelstages liegt niedriger als das Tagestief des Vortages (Gap Down).
 
Geschlossen wird ein Gap, wenn irgendwann später in diesem Kursbereich ein Handel stattfindet, so dass eine Kerze oder der Docht einer Kerze die gesamte Spanne der Kurslücke ausfüllt.
 
Fällt der Nasdaq100 auf 1.254 Punkte?
 
Ich hatte gestern schon von der Gefahr geschrieben, dass der Nasdaq100 noch sein Gap bei 1.254 Punkten schließt. Derart große Gaps im Nasdaq100 machen mir immer Sorgen, denn diese Gaps beinhalten eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie noch geschlossen werden. Wie groß die Gefahr ist, belegt folgender Chart:
 
 
 
In diesem Chart sind alle Gaps (grüne Rechte) eingezeichnet, die seit dem Hoch im Jahr 2000 gerissen wurden. Gaps, die noch offen sind, wurden rot gekennzeichnet.
 
Diesem Chart liegt folgende Statistik zugrunde:
 
Seit dem Hoch im März 2000 wurden insgesamt 144 Gaps geöffnet.
Davon waren 76 Gap Ups und 68 Gap Downs.
Bis auf sieben Gaps wurden alle, sprich 137 Gaps, geschlossen.
 
Das allein ist eigentlich schon sehr beeindruckend und im Chart erkennt man deutlich die Relation zwischen den wenigen offenen und den vielen geschlossenen Gaps. Wenn man nun noch die drei Gaps heraus rechnet, die erst in den letzten drei Monaten gerissen wurden und die natürlich noch sehr bald geschlossen werden können, bleiben lediglich vier offene Gaps übrig! Eines davon, das bei 2.300 Punkten (das breite rote in der Mitte) wäre im Oktober 2007 beinahe geschlossen worden. Ob die unteren drei noch geschlossen werden, wissen wir ebenfalls nicht.
 
In 13 Jahren nur vier offene Gaps
 
An dieser Zahl offener Gaps ändert sich übrigens auch nichts, wenn man die vorherige Aufwärtsbewegung des Nasdaq100 hinzunehmen würde. Vom 07.11.1996 an kann nämlich kein weiteres Gap mehr offen sein. Die gesamte Aufwärtsbewegung, die seitdem startete, wurde mit dem Tief am 8.10.2002 bei 795,25 Punkten abgedeckt. Somit blieben aus den vergangenen 13 Jahren nur vier Gaps offen (wenn die jüngsten drei noch geschlossen werden).
 
Wie lange dauert es im Schnitt, bis Gaps geschlossen werden?
 
Natürlich muss man klären, wie schnell diese Gaps geschlossen werden:
 
53,5 % der Gaps wurden innerhalb von sieben Tagen geschlossen
71,1 % innerhalb von 14 Tagen.
78,9 % der Gaps wurden innerhalb von einem Monat (30 Tagen) geschlossen.
Nach einem Jahr waren nur noch 5,4 % der Gaps offen.
 
Auch das sieht sehr gut aus. 71,1 % der Gaps wurden innerhalb von 14 Tagen geschlossen. Hieraus könnte man sicherlich einige funktionale Tradingsysteme entwickeln.
 
Was gerne übersehen wird
 
Bei dieser Betrachtung wird jedoch eines außen vor gelassen: Im Prinzip befinden wir uns an den Märkten und damit auch in gewisser Weise im Nasdaq100 seit 1996 in einer Art Seitwärtsbewegung (wie ich hier oft genug beschrieben habe). Ein großer andauernder Trend ist demnach nicht zu erkennen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden in einem großen Trend wesentlich mehr Gaps offen bleiben. Und diese offenen Gaps würden jedes Handelssystem, das mit Gaps arbeitet, erheblich belasten. Leider kann man das nicht wirklich gut bei vergangenen großen Trends testen, da in dieser Zeit das Handelsvolumen im Vergleich zu heute wesentlich niedriger waren und somit frühere Trends im Nasdaq100 deutlich weniger Gaps aufweisen.
 
Wenn man jedoch davon ausgeht, dass die Märkte auch noch die nächsten Jahre seitwärts laufen, kann man natürlich diese beeindruckenden Quoten gewinnbringend nutzen. Wichtig ist dabei, dass man sich auf den Nasdaq100 spezialisiert. In anderen Indizes und ganz besonders bei Aktien ist die Gapschlussquote oft deutlich niedriger.
 
Fazit
 
Gaps sind immer gefährlich. Sie beinhalten eine hohe Wahrscheinlichkeit, geschlossen zu werden. Die Chancen, dass das tiefere Gap bei 1.254 Punkten noch geschlossen wird, ist damit relativ groß. Allerdings rechne ich damit erst nach dem Verfallstag, wahrscheinlich sogar erst nach dem Sommer. Das höhere Gap bei 1.435 Punkten kann durchaus in den nächsten Tagen geschlossen werden. 
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die US-Erzeugerpreise sind im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,2% gestiegen. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 0,6% gerechnet. Interessant ist, dass die Kernrate, ohne die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie, verglichen mit dem Vormonat sogar um 0,1% zurückgegangen sind. Das ist der erste Rückgang seit Oktober 2006. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet.
 
Wir sehen nun hier, was ich seit Wochen beschrieben habe: Die Kernrate reagiert sehr zeitversetzt und geht zurück, obwohl die Gesamtrate ansteigt. Auch interessant ist, dass die Erzeugerpreise auf Jahressicht um 5,0% (!) zurückgegangen sind. Das ist der stärkste Rückgang seit August 1949. Hier erkennen wir nun das hässliche Gesicht der Deflation. Die Frage ist nur, wie lange diese deflationäre Phase anhalten wird. Dazu in den nächsten Tagen mehr.
 
Die Industrieproduktion in den USA ist im Mai wie erwartet um 1,1% gesunken. Die Kapazitätsauslastung sank auf von zuvor 69.0 % auf nunmehr 68,3% und erreichte damit einen neuen historischen Tiefstwert.
 
 
 
Hier sehen wir, wie tief die US-Wirtschaft noch in der Rezession steckt. Von dieser Seite sind also keine positiven Signale gekommen.
 
Positivere Signale kamen hingegen vom US-Immobilienmarkt: Die Zahl der Baubeginne ist im Mai um 17,2% auf annualisiert 532.000 gestiegen. Analysten hatten nur einen Anstieg um 7,0% erwartet. So schön sich dieser Anstieg auch anhört, auf Jahressicht liegen die Baubeginne immer noch um 45,2% unter dem Vorjahresniveau.
 
Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen ist im Mai um 4,0% angestiegen. Analysten hatten hier mit einem Anstieg von 2,4% gerechnet.
 
 
Auch das Diagramm zeigt, wie wenig bisher passiert ist. Zwar ist dies der dritte Anstieg in Folge, aber bis jetzt ist lediglich eine Stabilisierung auf niedrigstem Niveau zu erkennen. Zudem halten wir uns immer noch bei Werten auf, die weit unter allen Tiefstwerten der letzten 50 Jahre liegen. Und ältere Vergleichswerte liegen mir nicht vor.

Trotzdem, der US-Immobilienmarkt wird der Indikator für eine die weitere Entwicklung an den Börsen sein. Mit der Stabilisierung Anfang des Jahres stabilisierten sich auch die Märkte. Sollte sich also in den nächsten Monaten sogar ein Aufwärtstrend herausbilden, würde das die Märkte weiter nach oben treiben. Trübt sich die Situation jedoch wieder ein, sind auch neue Tiefs nicht ausgeschlossen. Die US-Immobiliendaten sind damit nach wie vor die zurzeit wichtigsten Konjunkturdaten.

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