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Die radikalste Finanzmarkt-Reform seit 1929
von Jochen Steffens
 
US-Präsident Barack Obama hat eine radikale Reform der Finanzmärkte angekündigt. Mit dieser umfassendsten Reform seit 1929 will er weitere Finanzkrisen, die das globale Finanzsystem gefährden können, verhindern. Das System habe versagt, behauptet Obama. Nun soll Kontrolle her.
 
Neben neuen Kontrollorganen soll hauptsächlich die Fed (noch) mehr Macht erhalten und die Schlüsselposition bei der Kontrolle der Finanzmärkte übernehmen. Das wird dazu führen, dass bald auch Versicherungen und sogar Hedge-Fonds unter der Aufsicht der Fed stehen werden.
 
Das Streben nach Macht und Kontrolle
 
Als die Finanzmarktkrise die  US-Investmentbanken reihenweise in die Knie zwang, gab es in gut unterrichteten Kreisen Gerüchte, die besagten, die Fed hätte die Krise inszeniert, um mehr Macht und Kontrolle zu erhalten. Ich glaube nicht, dass jemand so eine Krise bewusst inszeniert. Die Gerüchte flachten auch ab, als das Ausmaß der Krise offensichtlich wurde. Aber ein Streben nach mehr Macht kann man der Fed nicht absprechen. Dieses Streben war schon früher zumindest in Ansätzen erkennbar.
Zurzeit wird dieser Machtzuwach akzeptiert. Das liegt daran, dass der Mensch leider zu der grandiosen Fehleinschätzung neigt, dass Kontrolle zu mehr Sicherheit führt. Oft ist es sogar genau umgekehrt.
Auf die Börse und die Wirtschaft angewendet liegt der Verdacht nahe, dass mehr Kontrolle eher dazu führen wird, dass eine nachhaltige Erholung an den Märkten und auch in der Wirtschaft erschwert wird.
 
Kein Wunder ist es demnach, dass sich nun gerade wieder die US-Republikaner zu Wort melden und diese Reform kritisieren. Sie gäbe dem Staat und den staatlichen Organen zu viel Macht, so die berechtigte Kritik.
 
Typischer Zyklus
 
Man sollte die aktuelle Entwicklung jedoch aus der gelassenen Distanz eines zyklisch denkenden Marktbeobachters betrachten. Auch Phasen der Regulierung und der Deregulierung wechseln sich seit Jahrzehnten ab. In Krisenzeiten neigen die Politiker zu einer Überregulierung, und alle klatschen Beifall. Wenn die Krise schließlich vorbei ist, und die größten Sorgen sich gelegt haben, werden die Regelungen wieder aufgeweicht. Meist dann, wenn Politiker auf die Idee kommen, man könne vielleicht die nächste Wahl positiv beeinflussen, indem man der Wirtschaft und den Märkten etwas Freiraum verschafft und so die Wirtschaft und die Börsen bis zum Wahltermin belebt.
 
Deregulierung weist auf Einstiegschancen hin
 
Es ist demnach fast sicher, dass aus der momentanen Regulierungswut irgendwann wieder unglaublich gute Tradingchancen erwachsen. Nämlich dann, wenn in einigen Jahren die Politiker, Analysten und Wirtschaftswissenschaftler plötzlich feststellen, dass der Markt überreguliert ist und dass dies der eigentliche Grund für die schleppende Entwicklung der Märkte und damit auch der Wirtschaft sei.
 
Sobald Sie erkennen, dass eine solche Deregulierungsphase beginnt, sollten Sie kaufen. Am besten eignen sich für eine solche langfristige Anlage ETFs auf Indizes. Schließlich müssen Sie diese 15-20 Jahre liegen lassen. In der Zwischenzeit sollten Sie sich dann mit anderen Dingen vergnügen, zum Beispiel schlafen. Erst nach 15 Jahren sollten Sie dann wieder aufwachen und schauen, ob Sie nun den Rest Ihres Lebens in Wohlstand verbringen können. Aber bis Deregulierung wieder ein Thema wird, müssen wir wahrscheinlich noch 5-6 Jahre warten, leider.
 
Bis dahin wird diese Regulierungswut die Märkte eher belasten. Und vielleicht ist die Ankündigung dieser Reform auch einer der Gründe, warum die Märkte in dieser Woche so schwach gewesen sind. Ich finde sie erstaunlich, um nicht zu sagen überraschend schwach dafür, dass morgen Verfallstag ist, und die eigentliche Zielmarke bei 5.000 Punkten liegt. Das muss beobachtet werden.

Philly Fed überrascht positiv

Der Philly Fed zeigte sich hingegen überraschend stark heute. Er stieg von zuvor minus 22,6 Punkten auf nunmehr minus 2,2 Punkte an. Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf minus 18 Punkte gerechnet.
 
 
Der Philly Fed gibt einen guten Überblick über die Stimmungslage des verarbeitenden Gewerbes. Wichtig ist hier zu wissen, dass die Veröffentlichung vergleichsweise kurz nach der Erhebung erfolgt. Wir sehen hier also, dass die Unternehmen nach den Tiefstständen schon deutlich besser gestimmt sind. Es keimt offensichtlich Hoffnung bei den Unternehmen in den USA.
 
Allerdings ist ein Wert alleine natürlich wenig aussagekräftig. Der Philly-Fed-Index ist sehr volatil, die Unternehmen reagieren oft vergleichsweise heftig auf Nachrichten oder Ereignisse. Das letzte Mal rutschte der Index im September 2008 ins Plus (Sie sehen diesen kleinen Ausbruch in der Mitte der letzten 20 Monate). Es war eindeutig das falsche Signal. Wir müssen hier also abwarten, ob es zu einer nachhaltigeren Bewegung in den positiven Bereich kommt. Auch wenn noch etwas Zeit ist, kann dieser Index als erster Hinweis auf die weitere Entwicklung des ISM-Index genommen werden.
 
Philly Fed und ISM-Index
 
Wie ähnlich der Verlauf zwischen Philly Fed und ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes ist, wird im nächsten Chart deutlich:
 
 
 
Man kann also darüber spekulieren, ob der ISM-Index am 1.Juli auch besser ausfallen wird oder sogar vielleicht wieder an die 50 Punkte-Marke heran läuft. Bei einem Index-Stand von über 50 Punkten weist der ISM-Index wieder auf eine Expansion im verarbeitenden Gewerbe hin.
 
Als Day-Trader müssen Sie das im Hinterkopf behalten. Falls die Analysten-Prognosen sehr negativ sind, können Sie vor der Veröffentlichung des ISM-Index ein paar Long-Positionen öffnen. Wahrscheinlich werden die Analysten jedoch ihre Prognosen nun auch anheben.
 
Krise auch ohne den Finanzmarkt?
 
Auffallend ist allerdings abschließend, dass der Philly Fed im Jahr 2008 bereits früh deutlichere Warnsignale geliefert hat. Es scheint fast so, als wäre das verarbeitende Gewerbe bereits vor der Finanzmarktkrise auf dem besten Weg in die Rezession gewesen. Auch ein interessanter Aspekt, der darauf hinweist, dass die USA vielleicht auch ohne diese Finanzmarktturbulenzen in eine Rezession geraten wären. 

Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Der Index der Frühindikatoren für die Entwicklung der US-Wirtschaft ist im Mai um 1,2% auf einen Stand von 100,2 Punkte gestiegen. Analysten hatten mit 1,0% gerechnet, nach 1,1% zuvor.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist um 3.000 auf 608.000 gestiegen. Analysten hatten einen Anstieg um 2.000 erwartet, nach 605.000 zuvor. Der gleitenden Vierwochendurchschnitt lag bei 615.750, nach 622.750 zuvor

Immer noch über 600.000 Erstanträge Woche für Woche. Ein Kollege meinte heute dazu: Wo nehmen die bloß die ganzen Menschen her...


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