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Zwischen feindlichen Linien
von Jochen Steffens
  
Manchmal hilft es, wenn man all die Linien, Formationen, Widerstände und Unterstützungen, die man in einen Chart eingezeichnet hat, einfach löscht und wieder ganz von vorne mit der Analyse anfängt. Besonders wenn ich keine klare Richtung mehr erkenne, schaue ich mir zunächst die blanken Charts an und lassen den Kursverlauf auf mich wirken. Oft kommen mir dabei die besten Ideen.
 
Gerade habe ich das mit dem DAX gemacht. Mich beschäftigt einfach die Frage, führt der DAX seine Rally fort oder geht es noch einmal abwärts.
 
Aber auch ein ungeschminkter Blick auf den Chart brachte keine befriedigenden Ergebnisse. Wenn selbst diese Methode nicht funktioniert, baue ich die Chartanalyse wieder ganz von vorne auf. Dabei beginne ich mit den wichtigsten Trendlinien. Auch das kann helfen, einen entscheidenden Hinweis zu finden. Und tatsächlich, plötzlich wurde deutlich, was aktuell aus charttechnischer Sicht mit dem DAX los ist:
 
Der Test von unten
 
 
Quelle: www.tradesignal-online.de
 
Der DAX hat zwar den roten primären Abwärtstrend überwinden können, scheitert in diesem Anstieg jedoch an der alten, unteren Begrenzungslinie der Formation vor dem Crash (blaue Linie). Man kann diesen Anstieg über die 5.000-Punkte-Marke also einfach als Test dieser unteren Linie der Formation bezeichnen. Dieser Test wäre bearish zu werten.
 
(Hinweis für Charttechniker: Die blaue Linie ist so korrekt eingezeichnet. Das Unterschreiten der Linie im März 2008 (gelber Kreis) muss als Fehlausbruch gewertet werden, wenn man sich die weiteren Bewegungstiefs (blaue Punkte) anschaut. Es kam auch wenige Tage nach diesem Fehlausbruch, als die Kurse wieder oberhalb dieser Linie notierten, zu einem Test dieser Linie von oben in Form eines Dojis. Damit wurde diese Linie als relevant bestätigt, ein erster Hinweis auf den Fehlausbruch.)
 
Der Test von oben
 
Aktuell testet der DAX allerdings auf dieselbe Weise den bereits gebrochenen Abwärtstrend (rote Linie) von oben. Auch das wäre typisch nach einem Ausbruch über einen derart wichtigen Trend. Dieser Test bestätigt den Ausbruch und würde für das Ende der bisherigen Abwärtsbewegung sprechen.
 
Diese beiden Punkte gegenüberstellt ergeben eine Patt-Situation.

Damit hängt der DAX nun zwischen diesen beiden Linien und damit in einem sich nach rechts erweiternden Dreieck. Aus charttechnischer Sicht kann man jetzt folgendes sagen: Egal welche dieser Linien er nun nachhaltig bricht, es dürfte das entscheidenden Signal sein. Fällt er unter die rote, wird es bearish, überwindet er die blaue, wird es bullish. Das eine ist demnach die Bullen-, das andere die Bärenlinie.
 
Dazwischen herrscht allerdings luftleerer Raum, ein Grabenkrieg zwischen Bullen und Bären. Und so verwundert es nicht, dass sich zurzeit keine klarere Prognose erstellen lässt. Dieser Kampf muss erst entschieden werden.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 

Wie wird der Börsensommer?
von Torten Ewert
 
Verehrte Leserinnen und Leser,
 
die Urlaubszeit steht vor der Tür. Vermutlich ist Ihre diesjährige Reise längst geplant, vielleicht befinden Sie sich sogar schon in der heißen Phase der Vorfreude...
 
Sommer und Börsen
 
Auch an den Börsen gibt es eine Sommerpause. Je nach Region ist diese sogar ziemlich eindeutig bestimmbar. Bei uns in Deutschland richten wir uns dabei immer nach den Ferienterminen großer Flächenländer wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen. Praktisch fällt die „Saure-Gurken-Zeit“ damit fast immer irgendwie in die Monate Juli und August.
 
Der August ist auch z.B. auch in Frankreich und Italien der klassische Ferienmonat. Dann kommt das Wirtschaftsleben dort regelrecht zum Erliegen. Selbst in den USA gibt es die „Driving Season“, obwohl die Amerikaner mit Urlaubstagen wahrlich nicht verwöhnt werden. Dennoch ist diese Periode dort nicht viel kürzer als bei uns. Amerikanische Traderkollegen zählen sie vom 4. Juli (US-Nationalfeiertag) bis zum „Labor Day“ (entspricht unserem – offiziell ebenfalls „Tag der Arbeit“ genannten – Ersten Mai) am ersten Montag im September, also in diesem Jahr bis zum 07.09.
 
Für Börsianer ist das immer eine besondere, weil in der Regel gefürchtete Zeit. Die Umsätze nehmen dann häufig spürbar ab. Viele Anleger ziehen sich in diesen Wochen auch ganz zurück, weil in dieser Zeit entweder die Volatilität deutlich ansteigt oder die Kurse nur so dahin dümpeln. Die weit verbreitete Meinung ist, dass man in dieser Phase keinen Blumentopf gewinnen kann.
 
„Saure-Gurken-Zeit“ oder Entscheidungsphase?
 
Trotzdem ist der Sommer meist keine langweilige Zeit. Werden doch in diesen Wochen und Monaten häufig die Weichen für den Herbst gestellt. Der folgende Chart zeigt den typischen Saisonverlauf im DAX.
 
 
In anderen großen Indizes, egal ob in Europa, Asien oder den USA, sind die Verläufe ähnlich. Danach ist die Sommerflaute eben tatsächlich nur eine Flaute, aber nicht notwendigerweise mit einem kräftigen Einbruch verbunden (der kommt laut Statistik erst im September). Im Gegenteil, im Mittel steigt der DAX z.B. Anfang Juli noch ein wenig an...
 
2009: Spannung pur vor der Börsen-Sommerpause
 
In diesem Jahr ist die Spannung vor dem Beginn der Ferienzeit besonders groß, denn der fulminante Anstieg seit März legt natürlich nahe, dass diese umsatzschwachen Wochen nun zu einer Konsolidierung, wenn nicht sogar einem starken Einbruch führen.
 
Leider liefert die Statistik nicht genug Material für eine Einschätzung, was im Juli/August passiert, wenn im März ein starker Anstieg begann. Beschränken wir uns daher auf die beiden jüngsten Beispiele, in denen wir einen ähnlichen Fall hatten:
 
 
Quellen: MarketMaker
 
Sowohl 2001 als auch 2003 ergab sich im März (grüner Bereich) ein markantes Tief – übrigens wie in diesem Jahr nach einem vorherigen Zwischenhoch im Januar – woraufhin ein kräftiger Anstieg bis in den Mai/Juni hinein folgte.
 
Mal so, mal so
 
Allerdings ist die Fortsetzung der Bewegung in beiden Fällen diametral entgegengesetzt: Während 2003 nach einer kurzen Verschnaufpause der Aufwärtstrend im Juli/August (gelber Bereich) fortgesetzt wurde und schließlich in die bekannte Rally der letzten Jahre mündete, kam es 2001 nach einer Konsolidierung zu einem deutlichen Rückfall (noch vor dem 11. September!).
 
Was war der Unterschied zwischen den beiden Zeitpunkten? Blenden wir dazu die US-Leitzinsen in den Chart mit ein, den wir dann gleich bis heute verlängern:
 
 
Quellen: MarketMaker
 
Im Jahr 2001 hat der „Greenspan-Put“ (= niedrige Leitzinsen) noch nicht gewirkt, der Zinssenkungszyklus hatte gerade erst begonnen, die Leitzinsen waren noch nicht tief genug, um die Wirtschaft wieder mit Liquidität zu versorgen.
 
Wirkt der „Bernanke-Put“ bereits?
 
In der gegenwärtigen Krise griff dieser Mechanismus (den man nun eigentlich „Bernanke-Put“ nennen müsste) schneller und vor allem radikaler: Der Leitzins lag im März bereits unter dem Niveau von 2003! Die Frage ist natürlich, ob diese Liquiditätsversorgung ausreicht, um die Wirtschaft und damit auch letztlich die Aktienmärkte wieder anzutreiben. Zunächst haben die Börsen offenbar einen ersten Vorgriff auf die Wirksamkeit dieser Maßnahmen gewagt. Auch die Zuversicht der Unternehmen ist nach den letzten Umfragen wieder gewachsen.
 
Allein die wirtschaftliche Lage lässt immer noch zu wünschen übrig. Die Unternehmen kämpfen immer noch mit den Einbrüchen bei Umsätzen und Aufträgen. Besserung zeigt sich hier nur sehr allmählich. Entsprechend gedämpft sind die konkreten, in Zahlen zu fassenden Aussichten vieler Betriebe für 2009. Sprich, das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) liegt aktuell immer noch auf vergleichsweise hohem Niveau.
 
Also doch keine Fortsetzung der Rally? Wer weiß. Denn eine Beobachtung der letzten Krisen zeigt: Das klassische Einstiegssignal, in einer Krise zu kaufen, wenn das KGV mit den Kursen wieder zurückgekommen ist, scheint sich immer weiter „nach vorne“ zu verschieben. (Das ist übrigens ein typisches Phänomen aller „Systeme“ an den Börsen).
 
Wie Börsensysteme sich verschieben
 
Das heißt, Investoren kaufen bereits, wenn das erwartete KGV für das laufende Jahr (also 2009) noch hoch, aber das für das Folgejahr (2010) eher moderat ist. Damit verbunden ist die Hoffnung, Erwartung bzw. Erfahrung, dass die kommende Erholung meist viel dynamischer ausfällt, als in den finstersten Stunden der Krise geglaubt.
 
Die aktuelle 64.000-Dollar-Frage ist also, ob schon genügend Liquidität, mutige Anleger und Vertrauen in Wirtschaft und Politik im Markt zusammengekommen sind, um die Kurse oben zu halten oder sogar weiter anzutreiben. Vielleicht erhalten wir schon in den nächsten Tagen die Antwort darauf.
 
Wenn die Institutionellen nach dem Quartals- und Halbjahresende in dieser Woche Kasse machen und sich in die Ferien verabschieden, wird es schwer für die Märkte. Vielleicht gibt aber auch erst die Anfang Juli beginnende Quartalsberichtssaison weiteren Aufschluss, die sich dann den ganzen Sommer über hinziehen wird.
 
Und da sage noch einer, die Ferienzeit an den Börsen ist langweilig...
 
Mit besten Grüßen
 
Torsten Ewert

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