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Auf dünnem Eis
von Jochen Steffens
 
Der DAX macht sich, wie erwartet, nun Richtung 5.000 Punkte auf. Hier wird es sich dann schlussendlich im sehr kurzfristigen Bereich entscheiden. Scheitert er an dieser Marke, wäre das ein Retest und tendenziell eher bearish zu werten. Überwindet er diese Marke, hellt sich das Bild etwas auf. Bei einem neuen Hoch, also wenn der DAX über 5.200 Punkte steigt, wird es noch bullisher.
 
Arbeitsmarkt-Freitag
 
Der wichtigste Tag dieser Woche ist wohl der Freitag, an dem der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass es zu einer leichten Verschlechterung kommen wird. Sie rechnen mit einem Stellenabbau von 350.000 Stellen, nach einem Minus von 345.000 Stellen im Mai.
 
 
 
Um deutlich zu machen, warum die Analysten eine Veröffentlichung von 350.000 abgebauten Stellen als positives Signal werten, muss man sich nur das Diagramm anschauen (die Prognose ist rot eingezeichnet). Es sind eben „nur“ 350.000 Stellen weniger. Diese Analysten stellen sich auf den Standpunkt, man könne sehen, dass das Schlimmste am Arbeitsmarkt nun vorbei sei und sich bei den Stellen eine Stabilisierung zeige, die wiederum ein Hinweis darauf sei, dass der US-Wirtschaftsabschwung an Fahrt verliere. Damit wäre wiederum das bestätigt, was die Fed in ihren Statements seit geraumer Zeit beschwört.
 
Um diese Argumentationskette weiter zu führen, wurde sogar auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hingewiesen:
  
 
Zwar haben sich die Werte in den letzten beiden Wochen wieder leicht verschlechtert, aber insgesamt könne man doch eine leichte Abwärtsbewegung seit den Hochs feststellen.
 
Aufgrund dieser Thesen wird auch die Veröffentlichung der Zahlen zu den Erstanträgen am Donnerstag um 14.30 Uhr interessant. Sollte es hier noch einmal zu einer Verschlechterung kommen, wäre diese Argumentation wohl hinfällig. Kommt es zu einer weiteren Verbesserung, wäre dies eine Bestätigung.
 
ADP-Daten enttäuschen
 
Heute wurden die ADP-Daten veröffentlicht, die als Vorindikator für die Entwicklung des Arbeitsmarktberichts am Freitag gewertet wurden. Hier kam es zu einem Stellenabbau von 473.000.
 
 
 
Analysten hatten jedoch unter anderem aufgrund oben genannter Faktoren nur mit einem Rückgang von 400.000 Stellen gerechnet. Auch wenn diese Zahl enttäuschte, zeigt sich jedoch, dass es auch bei den ADP-Daten zu einer Stabilisierung gekommen ist. In den letzten drei Monaten geht der Stellenabbau zurück. Dies könnte man als Hinweis deuten, dass es am Freitag ebenfalls zu einem moderaten Ergebnis kommt und dass die aktuelle Analystenschätzung von 350.000 Stellen wahrscheinlich ein guter Richtwert ist. Sollte es hier zu Enttäuschungen kommen, wird der Markt somit negativ reagieren, bei einer Überraschung entsprechend positv.
 
Realitätsstörung?
 
Wenn man sich allerdings die Zahlen selbst anschaut, kann man schon auf die Idee kommen, dass die Analysten an einer Realitätsstörung leiden. Jede Woche stellen über 600.000 Menschen in den USA einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Jeden Monat werden weit über 300.000 Stellen abgebaut. Die Arbeitslosenquote in den USA läuft Richtung 10 %. „Was ist daran positiv?“, wird sich der Normalsterbliche fragen.
 
Doch darum geht es nicht. Analysten wollen natürlich herausfinden, wann das Tief des aktuellen Wirtschaftsabschwungs in den USA erreicht ist. Denn es geht darum, möglichst früh auf eine Erholung der US-Wirtschaft zu spekulieren. Aus diesem Grund steigen Börsen schon, wenn eine Wirtschaft gerade dabei ist, ihr Wachstumstal zu erreichen.
 
Aus diesem Blickwinkel macht es natürlich Sinn, nach solchen scheinbaren „Strohhalmen“ zu greifen und jede kleinere positive Entwicklung darauf zu untersuchen, ob es ein Hinweis auf eine Erholung der US-Wirtschaft sein kann.
 
Ein Blick auf 2000
 
Doch wenn Sie sich die Entwicklung des Stellenabbaus in der Krise im Jahr 2000 ansehen, erkennen Sie, dass der Tiefpunkt im US-Arbeitsmarkt damals im Oktober / November 2001 gelegen hat. Anschließend erholte sich zwar der Arbeitsmarkt wieder, aber die Märkte gingen noch einmal sehr deutlich zurück und bildeten erst Ende 2002 / Anfang 2003 ihren Boden aus.

Das ist natürlich im Prinzip auch nur logisch. Die Wirtschaft in den USA reagiert relativ schnell auf Veränderungen und wird in einer Krise sofort Stellen abbauen, die nicht für den weiteren Produktions- oder Dienstleistungsbetrieb notwendig sind. Dieser Arbeitsplatzabbau wirkt sich dann verzögert auf den Konsum aus, so dass es in einer zweiten Welle zu einem Einbruch des US-Konsums kommt, der sich ebenfalls wiederum auf die Wirtschaft auswirkt.
 
Ob diese zweite Welle in den USA auch in dieser Krise auftaucht? Oder gelingt es der US-Regierung über die US-Konjunkturprogramme diesen Effekt zu kompensieren? An den Börsen könnte es zudem sein, wie hier bereits mehrfach dargestellt, dass die Liquidität auch eine schlechtere Entwicklung der US-Wirtschaft einfach wegspült. Es bleibt weiter schwierig. Festzuhalten ist, dass eine bessere Entwicklung des US-Arbeitsmarktes noch kein sicheres Zeichen für eine langfristige Erholung der Börsen ist.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die US-Bauausgaben sanken im Mai saisonbereinigt um 0,9% gegenüber dem Vormonat auf ein hochgerechnetes Jahresvolumen von 964,0 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit einem Rückgang um 1,0% gerechnet. Damit lag dieser Rückgang in den Erwartungen.
 
Allerdings stieg der Index zu den ausstehenden Hausverkäufen im Mai entgegen den Erwartungen um 0,1 %. Beeindruckender ist, dass der Wert damit um 6,7 % über dem Vorjahreswert liegt.  Analysten hatten mit einem Rückgang zum Vormonat von 0,5 % gerechnet.
 
Es ist davon auszugehen, dass die sehr niedrigen Häuserpreise und sinkende Zinsen neue Käufe zu Schnäppchenkäufen bewegen. Dieser Wert weist demnach ebenfalls darauf hin, dass auch die Verkäufe bestehender Häuser besser ausfallen werden. Das wiederum ist für Nachrichtentrader eine interessante Information. 
 
Etwas weniger erfreulich ist, dass der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes im Juni sich schlechter als erwartet hat. Zwar stieg der ISM-Index auf 44,8 Punkte, blieb aber unter den Erwartungen, die einen Wert bei 45 Punkten prognostizierten. Im Mai notierte der Index bei 42,8 Punkten.
 
 
 
Auffällig ist die Entwicklung der Preise. Hier zeigt sich, dass sobald sich die US-Wirtschaft wieder erholt, sofort auch der Inflationsdruck deutlich ansteigt. Es kann also gut sein, dass wir sehr schnell mit Inflationsproblemen zu tun haben werden, sollte sich die US-Wirtschaft erholen. Das liegt natürlich unter anderem auch an der Entwicklung des Ölpreises, der ebenfalls mit einer wirtschaftlichen Erholung weiter ansteigen wird.
 
Wie die Fed dann auf ein Anziehen der Inflation reagiert, bleibt abzuwarten. Aber dieser Anstieg der Preise ist ein weiteres Indiz dafür, dass Zinserhöhungen bald wieder in der Sorgenmappe der Anleger auftauchen werden.

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